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carta.info: Helfen ist peinlich? Lustig, Herr Böhmermann!
Sergius Seebohm studierte Politikwissenschaften, Philosophie, Rechts- und Literaturwissenschaften in Berlin und Düsseldorf. Er ist freier Berater, zudem Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Politikberatung und Autor verschiedener Publikationen und Fachbeiträge zum Thema politische Kommunikation.

auf carta schrieb sergius seebohm jetzt unter anderem das:
Jetzt zum Allgemeinen: Was mich an dieser Sache grundsätzlich ärgert, ist die Häme all denen gegenüber, die auch nur den Versuch unternehmen, Dinge zum Besseren zu bewegen. Das zynische Niederstampfen des guten Willens, damit auch in Zukunft bloß keiner noch einmal versucht, aus der Reihe zu tanzen. Wer soll’s denn richten? Der Staat? Jan Böhmermann?

obwohl sergius seebohm politikwissenschaften, philosophie, rechts- und literaturwissenschaften studiert hat, glaubt er, dass nicht die staatengemeinschaft bei humanitären katastrophen hilfe organisiseren soll, sondern musiker.

ich finde das bemerkenswert blöd. auch weil er impliziert, dass alle die bandaid, deren akteure oder anderen charity-scheiss doof finden, keinen guten willen haben oder niemandem helfen wollen.

noch bemerkenswerter finde ich, dass er leuten, die behaupten etwas gutes zu tun oder „Dinge zum Besseren zu bewegen“ eine art immunität zusprechen will. nach dieser logik hätten wir jetzt ein zugangserschwerungsgesetzt. schliesslich wollten die leute um ursula von der leyen und den verein innocence in danger ja nur „Dinge zum Besseren zu bewegen“ und kinder schützen. und dann kam die zynische „netzgemeinde“. schlimm. wer soll’s jetzt richten?
december 2014 by diplix
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