snearch + profession + literatur   2

Karriere-Verweigerer: Alix Faßmann schmeißt ihren Job - SPIEGEL ONLINE
Nun übernimmt sie Einzelaufträge als freie Journalistin - und hat neben der Lohnarbeit mehr Ambitionen denn je. Gemeinsam mit dem Theaterdramaturgen Anselm Lenz gründete sie ein Zentrum für Karriereverweigerung, das "Haus Bartleby". "Wir begreifen uns als Forschungsgruppe, als Netzwerk der Ausstiegswilligen." Dem sogenannten Wirtschaftswunder der Fünfziger müsse ein "Erkenntniswunder" folgen - angetrieben von Muße statt Fleiß: "Keine Angst zu haben und sich sein Leben nicht zur Job-Hölle machen zu lassen ist das Coolste und Revolutionärste, was uns heute möglich ist."

Ein älterer Kollege, berichtet Alix Faßmann, habe sie an ihrem letzten Arbeitstag mitleidig gefragt, was sie denn nun mache. Ihre Antwort: "Ich mach was wahnsinnig Lukratives." Er mit großen Augen: "Du wirst reich und berühmt?"

Mrs Bartleby, die Schreiberin, lächelt. Reich und berühmt wird sie eher nicht. Aber vielleicht glücklich.
Karriere  Karriereverweigerung  Profession  Kapitalismuskritik  Faßmann_Alix  TOP  Inspiration  Wohnmobil  Literatur  Schriftsteller  Melville_Herman  Bartleby  Lebenslauflücke  Berlin  Zentrum_für_Karriereverweigerung  model  Freelancing  alternative  Aussenseiter  Individualisten 
january 2015 by snearch
Belletristik: Reinhard Jirgls neuer, bedeutender Roman "Stille" | Kultur | Nachrichten auf ZEIT ONLINE
Von dieser Grundkonstellation ausgehend, rollt Jirgl die Geschichte auf: Sie handelt von Liebe und Inzucht; von Vätern, die nicht Väter sein können, weil ihnen selbst die Väter abhanden gekommen sind; sie erzählt von Zwillingen, die in Wahrheit keine sind, von Spielern und Geldsklaven, vom Geruch »scharf gewaschener Knauserigkeit«, von sturem Überlebenswillen, von Krieg und Kommunismus, von sanften Frauen, die sich in harte Kämpferinnen verwandeln, von Selbstmördern, aber auch von Mördern, von Menschen, die »um ihr Leben und um ihr Grab beschissen wurden«.
...
und die Kunst ist der Ort, wo er ihn ausdrücken wird: Georg Adam beginnt Fotos zu machen, die er so lange belichtet, dass jedes Objekt, das sich vor dem Objektiv bewegt, daraus verschwindet. ..., Man könnte Walter Benjamin bemühen, um das Verfahren zu beleuchten, jenen Satz, den Jirgl selbst gern zitiert: »Das Gedächtnis ist nicht ein Instrument zur Erkundung der Vergangenheit, sondern deren Schauplatz.
Inspiration  Literatur  Profession  Kunst 
march 2009 by snearch

Copy this bookmark:



description:


tags: