matthiasfromm + kommunikation   40

Studie zu Social Recruiting: Trends und Entwicklungen
„Was potentielle Arbeitnehmer in den sozialen Netzwerken wirklich anspricht“, fragt sich so mancher E-Recruiter. In einer empirischen Studie ist Florian Schreckenbach (Talential) gemeinsam mit Leena Volland und dem Beratungsunternehmen embrander jetzt dieser Frage nachgegangen. Mit Ergebnissen, die Social Recruiters anspornen dürften.

Im ‚War of Talents‘ fällt es vielen Unternehmen schwer, die offenen Stellen mit gut ausgebildeten Fachkräften zu besetzen. Talente sind rar und oft haben die entsprechenden Kandidaten nicht nur ein, sondern gleich ein Dutzend Angebote auf dem Tisch liegen.

Eine sogenannte „Direktansprache“ von Unternehmen innerhalb von Social Media ist ein Weg, der derzeit von Personalern genutzt wird, um zumindest schon einmal auf dem Radar der potentiellen Arbeitnehmer zu sein.

Denn, dass soziale Netzwerke genutzt werden, ist längst kein Geheimnis mehr. Dazu gehören eher privat genutzte Plattformen wie beispielsweise Facebook, vor allem aber auch Business-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn.

Die Möglichkeiten sind vielfältig: Durch die Profilangaben der User können Social Recruiter abwägen, ob die entsprechende Person eventuell ein geeigneter Kandidat ist. Um den Pool der Anzusprechenden einzugrenzen, kann die Community der Facebook-Abonnenten analysiert werden, oder gezielt die Stichwortsuche auf den Business-Netzwerken Xing oder LinkedIn eingesetzt werden.

Ansprachen sind durchaus erwünscht

Allerdings kann man hier nicht wirklich von ‚Social Recruiting‘ sprechen, denn das setzt den aktiven Einsatz von Social Media im gegensatz zu statischen Stellenanzeigen, voraus. ”Beim Posten einer Jobanzeige ist XING eine Stellenbörse. Erst wenn man die Jobanzeige in seinem Netzwerk weiterempfiehlt bzw. dort dann weiter empfohlen wird, ist es Social Recruiting”, erklärt Schreckenbach.

Eine mögliche Angst der Unternehmen, als aufdringlich oder spammend wahrgenommen zu werden, ist unbegründet.Viele User freuen sich über eine Ansprache.

„Wichtig dabei ist, dass die Ansprache inhaltlich überzeugend und passend auf die Kandidaten zugeschnitten ist. Das kostet allerdings Zeit, dies sollte Unternehmen bewusst sein“, mahnt Schreckenbach.

Die Inhalte in so einer Direktansprache wirksam zu formulieren, ist gar nicht so einfach. Vor allem, weil sich laut der Studie potentielle Kandidaten andere Inhalte in der generellen Kommunikation der Unternehmen in Social Media und in den Ansprachen wünschen, als ihnen angeboten werden.

Aus diesem Grund sind viele Direktansprachen auch noch nicht so wirklich erfolgreich. Denn bei den Angesprochenen machte es häufig dann gar keinen Unterschied, ob sie durch das Unternehmen kontaktiert wurden, oder nicht.

Es kommt auf die richtige Strategie an

Innerhalb der Studie wurde herausgearbeitet, dass ein optimaler Social Recruiting Prozess in vier Phasen abläuft: Aufmerksam auf die Marke/ das Unternehmen machen, diese Aufmerksamkeit in Interesse umwandeln (z. B. durch ein attraktives Social Media-Angebot), Bewerbungen generieren (z. B. durch Direktansprachen) und dann Mitarbeiterbindung.

Obwohl in der Studie ein Zuwachs an Social Recruiting Maßnahmen im Vergleich zu 2010 festgestellt wurde, sind derartige Bemühungen doch immer noch eher verhalten.

Florian Schreckenbach glaubt, dass das vorherrschende ungewohnte Gefühl gegenüber den neuen Kommunikations- und Rekrutierungsmöglichkeiten mit der Zeit abklingen wird.

„Es findet eine kulturelle Veränderung in Bezug auf eine offenere Kommunikation und flexiblere Kollaboration statt. Dies findet meiner Meinung nach zunehmend Eingang in die Unternehmen – Stichwort: Enterprise 2.0“, sagt Schreckenbach.

Damit diese Einschätzung wirklich Realität werden kann, müssten in Zukunft noch mehr Unternehmen Social Media aktiv nutzen – z. B. innerhalb von Projekten, um Wissen optimal zu verwalten.

Die vollständige Studie kann kostenpflichtig unter www.embrander.de heruntergeladen werden.

Dieser Artikel ist der Start einer Reihe Beitrage zu den Themen Employer Branding, Personal Branding und Social Recruiting. Schon nächste Woche gibt es mehr.
Personalmarketing  Social_Media_Marketing  Employer_Branding  Facebook  Kommunikation  linkedin  Social_Recruiting  Studie  war_of_talents  Xing  from google
october 2011 by matthiasfromm
Studie zu Social Recruiting: Trends und Entwicklungen
„Was potentielle Arbeitnehmer in den sozialen Netzwerken wirklich anspricht“, fragt sich so mancher E-Recruiter. In einer empirischen Studie ist Florian Schreckenbach (Talential) gemeinsam mit Leena Volland und dem Beratungsunternehmen embrander jetzt dieser Frage nachgegangen. Mit Ergebnissen, die Social Recruiters anspornen dürften.

Im ‚War of Talents‘ fällt es vielen Unternehmen schwer, die offenen Stellen mit gut ausgebildeten Fachkräften zu besetzen. Talente sind rar und oft haben die entsprechenden Kandidaten nicht nur ein, sondern gleich ein Dutzend Angebote auf dem Tisch liegen.

Eine sogenannte „Direktansprache“ von Unternehmen innerhalb von Social Media ist ein Weg, der derzeit von Personalern genutzt wird, um zumindest schon einmal auf dem Radar der potentiellen Arbeitnehmer zu sein.

Denn, dass soziale Netzwerke genutzt werden, ist längst kein Geheimnis mehr. Dazu gehören eher privat genutzte Plattformen wie beispielsweise Facebook, vor allem aber auch Business-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn.

Die Möglichkeiten sind vielfältig: Durch die Profilangaben der User können Social Recruiter abwägen, ob die entsprechende Person eventuell ein geeigneter Kandidat ist. Um den Pool der Anzusprechenden einzugrenzen, kann die Community der Facebook-Abonnenten analysiert werden, oder gezielt die Stichwortsuche auf den Business-Netzwerken Xing oder LinkedIn eingesetzt werden.

Ansprachen sind durchaus erwünscht

Allerdings kann man hier nicht wirklich von ‚Social Recruiting‘ sprechen, denn das setzt den aktiven Einsatz von Social Media im gegensatz zu statischen Stellenanzeigen, voraus. ”Beim Posten einer Jobanzeige ist XING eine Stellenbörse. Erst wenn man die Jobanzeige in seinem Netzwerk weiterempfiehlt bzw. dort dann weiter empfohlen wird, ist es Social Recruiting”, erklärt Schreckenbach.

Eine mögliche Angst der Unternehmen, als aufdringlich oder spammend wahrgenommen zu werden, ist unbegründet.Viele User freuen sich über eine Ansprache.

„Wichtig dabei ist, dass die Ansprache inhaltlich überzeugend und passend auf die Kandidaten zugeschnitten ist. Das kostet allerdings Zeit, dies sollte Unternehmen bewusst sein“, mahnt Schreckenbach.

Die Inhalte in so einer Direktansprache wirksam zu formulieren, ist gar nicht so einfach. Vor allem, weil sich laut der Studie potentielle Kandidaten andere Inhalte in der generellen Kommunikation der Unternehmen in Social Media und in den Ansprachen wünschen, als ihnen angeboten werden.

Aus diesem Grund sind viele Direktansprachen auch noch nicht so wirklich erfolgreich. Denn bei den Angesprochenen machte es häufig dann gar keinen Unterschied, ob sie durch das Unternehmen kontaktiert wurden, oder nicht.

Es kommt auf die richtige Strategie an

Innerhalb der Studie wurde herausgearbeitet, dass ein optimaler Social Recruiting Prozess in vier Phasen abläuft: Aufmerksam auf die Marke/ das Unternehmen machen, diese Aufmerksamkeit in Interesse umwandeln (z. B. durch ein attraktives Social Media-Angebot), Bewerbungen generieren (z. B. durch Direktansprachen) und dann Mitarbeiterbindung.

Obwohl in der Studie ein Zuwachs an Social Recruiting Maßnahmen im Vergleich zu 2010 festgestellt wurde, sind derartige Bemühungen doch immer noch eher verhalten.

Florian Schreckenbach glaubt, dass das vorherrschende ungewohnte Gefühl gegenüber den neuen Kommunikations- und Rekrutierungsmöglichkeiten mit der Zeit abklingen wird.

„Es findet eine kulturelle Veränderung in Bezug auf eine offenere Kommunikation und flexiblere Kollaboration statt. Dies findet meiner Meinung nach zunehmend Eingang in die Unternehmen – Stichwort: Enterprise 2.0“, sagt Schreckenbach.

Damit diese Einschätzung wirklich Realität werden kann, müssten in Zukunft noch mehr Unternehmen Social Media aktiv nutzen – z. B. innerhalb von Projekten, um Wissen optimal zu verwalten.

Die vollständige Studie kann kostenpflichtig unter www.embrander.de heruntergeladen werden.

Dieser Artikel ist der Start einer Reihe Beitrage zu den Themen Employer Branding, Personal Branding und Social Recruiting. Schon nächste Woche gibt es mehr.
Personalmarketing  Social_Media_Marketing  Employer_Branding  Facebook  Kommunikation  linkedin  Social_Recruiting  Studie  war_of_talents  Xing  from google
october 2011 by matthiasfromm
Storytelling: Höhere Glaubwürdigkeit mit veredelten Inhalten
© Jgz - Fotolia.com

Seit einiger Zeit wabert ein neues Buzzword durch die Kommunikations- und Werbebranche: Storytelling. Es empfiehlt sich zwar, jedweden Hype grundsätzlich skeptisch zu beobachten, aber eben auch das darin enthaltene Potenzial zu erkennen. Und Gesichten zu erzählen hat ein sehr großes Potenzial, weil sich das Angenehme mit dem Nützlichen auf eine Weise verbinden lässt, welche die Herzen der Menschen erobert.

Markus Neubert fand in seinem Artikel im Totterturm den sehr sympathischen Ausdruck »Corporate Design mit Worten«. Sympathisch deshalb, weil der Begriff Storytelling genau das meint: veredelte Inhalte. Warum es ausgerechnet jetzt zum Buzzword wird, wo doch die Werbeindustrie seit jeher Produktpräsentationen über Geschichten transportiert, liegt sicher an den vielfältigen Möglichkeiten, die sich durch die Social Media ergeben. Unternehmen wollen sich ja eben nicht nur einfach mal so präsentieren, sondern – beispielsweise auf Facebook – Fans gewinnen, also bekennende Kunden stärker binden, indem ihnen ein besonderer Mehrwert angeboten wird, der es ihnen ermöglicht, sich völlig mit der Marke zu identifizieren.

Geschichten im Alltag als erzählenswert erkennen
Natürlich werden sich einige fragen, woher denn die Geschichten kommen sollen. Dies ist mehr oder weniger die Fortsetzung der Fragen, woher die Zeit für Social Media kommen soll und was man andauernd posten könne. Dabei gibt es wahrlich genug Geschichten zu erzählen, die sich mehr oder weniger von allein im Alltag zutragen. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, sie als erzählenswert zu erkennen und so aufzubereiten, dass sie sich nahtlos in die Kommunikationsstrategie des Unternehmens einfügen.

Ein Unternehmen, das nicht nur »einfach dabei sein«, sondern sich nachhaltig im Social Media präsentieren will, kommt – wie ich schon mehrfach beschrieben habe – nicht umhin, sich auch als Medienunternehmen zu begreifen. Ob Corporate Blog oder Fanpage, es handelt sich immer um Medien, die sich regelmäßig mit ausgewählten Inhalten an ihr Publikum wenden. Da diese Inhalte das Bild des Unternehmens in der Öffentlichkeit maßgeblich mitbestimmen, können sie nicht willkürlich zusammengestellt werden, sondern müssen stattdessen einer Content-Strategie und einem Redaktionsplan folgen, die sich im Rahmen der Kommunikationsstrategie bewegen.

Das Publikum emotional erreichen
Storytelling ist allerdings eine Disziplin für sich, die die »Rohstoffe« für die Inhalte – das können langweilige Fakten genauso sein wie zufällige Begebenheiten – auf eine besondere Weise veredelt. Während die Content-Strategie im Idealfall dafür sorgt, dass Werbung in weniger offensive Inhalte verwandelt wird, hebt Storytelling diese Inhalte auf ein höheres Niveau: Aus der bloßen Informationsweitergabe wird jetzt Unterhaltung mit dem Ziel, das Publikum emotional zu erreichen.

Gelingt dies, findet sich das Publikum in der Geschichte wieder, identifiziert sich also auch mit den transportierten Inhalten, und diese wiederum sind um die Marke gewoben. Wegen der emotionalen Ergriffenheit und der damit verbundenen Identifikation wird das Publikum die Geschichte weitertragen – und mit ihr die Markenbotschaft. Der höhere Aufwand, den durch Storytelling veredelte Inhalte verlangen, zahlt sich durch eine besonders starke Kundenbindung sowie höhere Glaubwürdigkeit aus, da Botschaften, die von überzeugten Menschen freiwillig verbreitet werden, allgemein höheres Vertrauen genießen als von Unternehmen eindimensional ausgesendete Werbung.

Herzliche Grüße aus Berlin,
Klaus-Dieter Knoll
aka kadekMEDIEN

 

Einsortiert unter:Content Creation, Kommunikation, Marketing, Social-Media-Marketing, Storytelling, Werbung Tagged: Content, Kommunikation, Marketing, Social-Media-Marketing, Storytelling, Werbung
Content_Creation  Kommunikation  Marketing  Social-Media-Marketing  Storytelling  Werbung  Content  from google
october 2011 by matthiasfromm
Effiziente Kommunikation: E-Mail vs. Telefon
Wir begrüssen im Ring: E-Mail vs. Telefon. Beides tolle Erfindungen, ohne die ich nicht mehr leben möchte. Doch welches Kommunikationsmittel gewinnt den Kampf um den Produktivitäts-Titel?Was habe ich mich gefreut, als ich im ersten Lehrjahr mit meinen Freundinnen mailen konnte, auch wenn dies mein Lehrlingsbetreuer (geschweige denn die Tante vom Personal) gar nicht gerne gesehen haben. Aber ich war jung und unvernünftig und hatte keine grosse Lust, Bestellungen abzuarbeiten oder Zahlen zu schieben. In meiner Klasse gab es tatsächlich noch Leute, die keine E-Mail hatten oder nur eine info@adresse, die sie nicht für private Zwecke nutzen durften. Sara hatte auch keine E-Mail. Notgedrungen faxten wir uns seitenlange Briefe hin und her. Ja, wirklich, wir faxten uns gegenseitig! Ich habe noch einen ganzen Stapel unserer Fax-Kommunikation zu Hause.
Heute, im Hier und Jetzt, dominieren Mail und Telefon unsere Kommunikation. Was ist produktiver? Zum Hörer greifen oder eine E-Mail schreiben? Um das herauszufinden, lasse ich die Beiden im Ring gegeneinander antreten: Zehn Runden entscheiden über Sieg oder Niederlage. Ring frei für die erste Runde:
Runde 1: Effizienz
Telefon: Zum Hörer greifen, anrufen, Frage stellen, Antwort erhalten.E-Mail: Man muss das Email schreiben, senden und hat keine Ahnung, wann die Antwort eintreffen wird.Der Punkt geht an: Telefon
.
Runde 2: Zeitpunkt
Telefon: Nur während den Bürozeiten möglich. Oft muss man vorab einen Termin vereinbaren, um sicherzugehen, dass die Person auch Zeit für ein Gespräch hat. Oder man «steht» minutenlang in der Warteschleife und muss sich zum X-ten Mal Wagner anhören.E-Mail: E-Mails kann man zu jeder Tages- und Nachtzeit schreiben und versenden.Der Punkt geht an: E-Mail .
Runde 3: Anstrengung
Telefon: Man bemüht sich um eine freundliche Stimmlage, darf nichts Falsches sagen, das Gesagte kann nicht einfach ausradiert werden…E-Mail: Vor dem Senden kann das Geschriebene jederzeit überarbeitet und geändert werden, bis man die richtigen Worte gefunden hat.Der Punkt geht an: E-Mail (vor allem, wenn jemand nicht so taktvoll ist oder Angst hat, etwas Falsches zu sagen) .
Runde 4: Zeitverschwender
Telefon: Das Risiko, einen Vielredner anzutreffen, besteht durchaus. Aus einem kurzen Anruf wird eine halbe Stunde. Und was kommt dabei raus? Nichts. Niemand hat Zeit für sowas.E-Mail: Man hat die volle Kontrolle, welche Themen kommuniziert werden. Abschweifen eher schwierig.Der Punkt geht an: E-Mail .
Runde 5: Missverständnisse
Telefon: Missverständnisse können üblicherweise sofort geklärt werden.E-Mail: Bis die Sache für beide Seiten klar ist, werden unter Umständen etliche E-Mails hin und her geschickt. 
Der Punkt geht an: Telefon .
Runde 6: Informationsfluss
Telefon: Man kann nur Informationen austauschen, die man auch beschreiben kann.E-Mail: Bilder, Dokumente oder Links zu weiterführenden Informationen mitschicken, alles kein Problem.Der Punkt geht an: E-Mail .
Runde 7: Mehrere Personen gleichzeitig informieren
Telefon: Entweder man ruft jede Person einzeln an oder man beruft eine Telefonkonferenz ein.E-Mail: Man nimmt alle Beteiligten auf den Verteiler.Der Punkt geht an: E-Mail .
Runde 8: Beweismaterial
Telefon: Um Beweise zu sammeln, müsste das Gespräch aufgezeichnet werden.E-Mail: Man hat die Worte des Gesprächspartners schriftlich. Vorausgesetzt die Email wurde nicht gelöscht.Der Punkt geht an: E-Mail .
Runde 9: Informationsfluss zum zweiten
Telefon: Bei einer Telefonkonferenz bekommt jeder Teilnehnemer das Gesprochene mit und kann seine Meinung sofort äussern.E-Mail: Die angemailten Personen antworten zu verschiedenen Zeiten (oder gar nicht) und haben die Antworten anderer Beteiligten vielleicht gar nicht gelesen.Der Punkt geht an: Telefon .
Runde 10: Erreichbarkeit
Telefon: Gewisse Person sind ständig unterwegs oder in Meetings besetzt und die Assistentin blockt Anfrufe ab.E-Mail:  Die E-Mail wird vielleicht auch nicht gelesen, aber einen Versuch ist es Wert.Der Punkt geht an: E-Mail
Das Resultat: Mit sieben zu drei Punkten geht die E-Mail als klare Gewinnerin aus unserem Preiskampf hervor. Eine E-Mail bringt gegenüber dem Telefon viele Vorteile mit. Präzise Kommunikation zu jeder Tages- und Nachtzeit ist möglich. Man kommuniziert gleichzeitig mit mehreren Personen. Mürrige Sekretärinnen haben ausgeblockt.
Aber es ist kein K.O.-Sieg: Je nach Gesprächspartner sollte man zum Hörer greifen. Das Telefon ist ein bewährtes Kommunikationsmittel, wenn es schnell gehen muss oder wenn der Gesprächspartner umschweifend und missverständlich auf E-Mails antwortet. Und zu guter Letzt ist ein Telefonat doch viel persönlicher.
(Bild: Procsillas Moccas bei flickr.com)
Dieser Text ist mir was wert: Verwandte ArtikelZeitmanagement durch weniger arbeiten - Teil 1: Wie man seine Kommunikationspartner "erzieht"Wie lässt sich alltägliche Aufgabenflut besser bewältigen? Simone Janson meint: Kommunizieren Sie konziser! (13. August 2011)E-Mail: Willst Du diese Nachricht wirklich versenden?Wir alle erhalten zu viele E-Mails – das ist ein Problem. Logischerweise ist das ein Problem, das wir selbst verursachen: Wir versenden alle zu viele E-Mails. Einige Gedanken, ob und wann sich E-Mail als Kommunikationskanal eignet. (16. März 2011)Kommunikation: 30 bis 50 Prozent E-Mail-Zeit gewinnenStunden werden heute aufgewendet, um E-Mails zu beantworten. imgriff.com-Gastautor Markus Worch hat sieben Regeln zusammengefasst, um dabei Zeit zu sparen. (28. Februar 2011)SPONSOREN
email  Telefon  Kommunikation  Organisation  E-Mail-Management  from google
september 2011 by matthiasfromm
Schmeißt Eure Pressemitteilungen weg!
Medien, vor allem die etablierten Online-Portale, sind austauschbar und oft belanglos. In ihrer Mut- und Ratlosigkeit schielen sie ausschließlich auf den Massengeschmack. Das ist die große Chance für die PR-Branche: Wer jetzt zum eigenen Sender wird, kann die richtigen Zielgruppen erreichen. Doch dazu gehören Mut und Ausdauer.

Zwischen Journalismus und PR verläuft nach wie vor ein tiefer Graben. Beide Sphären sind unmittelbar aufeinander angewiesen und dennoch ist das Verhältnis von viel zu hohen Erwartungen und falschen Hoffnungen geprägt. Besonders deutlich wurde das wieder auf dem diesjährigen „Kommunikationskongress“ des Pressesprecherverbandes in Berlin.

In zwei Sessions, die ich besuchte, formulierten Journalisten aus Print, TV, Hörfunk und Online ihre je eigenen Anforderungen an die „bestmögliche“ Pressearbeit. Fazit: Gäbe es die perfekte Pressestelle, wäre diese von frühmorgens bis spätabends besetzt, würde binnen kürzester Zeit zu allen möglichen Belangen sprechfähig sein und in der Lage, stante pede O-Ton-fähige Experten herbeizuzaubern. Die bestmögliche Pressestelle verfügt über einen großen Schatz von tollen „Geschichten“ und interessanten Menschen. Der bestmögliche Pressesprecher stellt sich demütig der Presse und gelobt zerknirscht Besserung, wenn die investigative Medienmaschine zugeschlagen und ein Unternehmen irgendeiner Mogelei überführt hat. Vor allem sollten Pressestellen endlich aufhören, zu glauben, dass der Journalist die in tagelangen internen Abstimmungsprozessen sorgfältig formulierte Pressemitteilung auch nur eines Blickes würdige.

Diesen Eindruck vermittelte beispielsweise Thorsten Denkler von sueddeutsche.de. Von den vielen hundert Pressemitteilungen, die täglich in den Mailfächern der Redaktion landeten, könne nur ein verschwindend geringer Teil überhaupt wahrgenommen werden. Und das auch nur dann, wenn das Thema in der Betreffzeile der Mail hinreichend interessant klinge. Versetzt man sich in die Rolle des Journalisten, ist diese Vorgehensweise nur allzu verständlich. Für PR-Leute jedoch, die sich ebenfalls täglich bemühen, gute Arbeit abzuliefern, sind solche Aussagen mehr als ernüchternd.

Allerdings sind solche Erkenntnisse auch nicht neu. Wer glaubt, seine Themen lediglich durch breitflächig versendete Pressemitteilungen an den Mann/die Frau zu bringen, ist ohnehin schief gewickelt. Aufhorchen ließen allerdings noch ein paar andere Aussagen Denklers, z.B.: „Wir finden fast alle unsere Themen selbst.“ Was nicht anderes heißt als: „Verschont uns bitte mit Eurem PR-Kram“. Aus Sicht des Mediums ist auch das wieder nur folgerichtig: Der Erfolg von Online-Medien bemisst sich ausschließlich nach Klick-Raten und visits. Die Aufgabe jedes Artikels, der online geht, ist es, möglichst viel Traffic zu erzeugen. Denkler: „Wir denken immer vom Leser her. Was könnte ihn begeistern?“

Hinzu kommt, dass Online-Redaktionen offensichtlich keine den Print-Medien vergleichbare Ressortaufteilung haben. Bei sueddeutsche.de gibt es, so Denkler, nur zwei grobe Bereiche: Politik und Wirtschaft. Viele Themen werden von freien Journalisten beackert. Journalismus hat schon immer Allrounder-Fähigkeiten erfordert. Aber wo es im Print noch Spezialisten für Bildungspolitik, Wissenschaft, Medien oder Finanzmärkte gibt, tummeln sich im Online-Bereiche der großen Portale offensichtlich nur noch Leute, die sich täglich mit völlig unterschiedlichen Themen befassen.

Auch das sind keine guten Nachrichten für PR-Leute. Nicht genug damit, dass man die eigenen Themen betreffzeilenkompatibel eindampfen muss. Man trifft in den Redaktionen auch kaum noch auf Journalisten, die diese kompetent beurteilen können. Aber die meisten Pressestellen haben nun einmal Themen Botschaften im Gepäck, die nicht ohne Weiteres ein Leuchten in die Augen von Journalisten zaubern. Und selbst bei allergrößtem Geschick, solche eher sperrigen Themen interessant aufzubereiten, gelingt es nur sehr selten bis nie, dass sie auf großen Online-Portalen Eingang finden.

Man kann es beklagen oder nicht, aber der Erfolgsdruck von Medien, die sich am Markt ökonomisch beweisen müssen, tut der journalistischen Qualität hierzulande nicht gut. Im Zweifel setzen die verantwortlichen Journalisten dann eben doch auf das Bekannte und vermeintlich Erfolgreiche, statt auf thematisches Neuland. Wer hat schon die Freiheit und den Mut, ganz neue Dinge zu entdecken und dafür vielleicht sogar neue Darstellungsformen zu entwickeln? Und so waten wir dann durch den thematischen und optischen Einheitsbrei und eigentlich ist es auch schon gleichgültig, ob man sich auf zeit.de, sueddeutsche.de oder faz.net befindet.

Auch wenn die Macher vehement anderes behaupten würden: Keines dieser Portale hat ein wirklich eigenes Gesicht, geschweige denn ein besonderes Gewicht. Wer immer nur an den Leser denkt, wird ziemlich schnell langweilig und austauschbar. Lieber wäre es mir, Journalisten würden wieder ihren eigenen Kopf einsetzen, als immer nur danach zu schielen, was der umworbene Leser denn gerade gut finden könnte. Wo sind eigentlich die Journalisten, die etwas ganz Neues ausgraben, die sich mit dem scheinbar Abseitigen beschäftigen und vielleicht gerade dort einen Volltreffer landen? Warum besprechen alle dieselben Bücher, dieselben Filme, dieselbe Musik? Warum wird man als Leser überall für grenzdebil gehalten? Warum mutet man mir nicht mal etwas zu? Warum glaubt kaum jemand in den großen Verlagshäusern, dass man sein Profil vor allem durch unkonventionelles Auftreten schärft?

Für die PR-Branche hat dies weitreichende Konsequenzen. Wo der ausgelaugte Medien-Mainstream herrscht, ist selbst für gute PR kaum noch Platz. Bald muss man sich als PR-Verantwortlicher fragen, ob es überhaupt so attraktiv ist, gute Themen immer schlechter werdenden Medien anzudienen. Ein gutes Thema in einem schlechten Medium entwertet vor allem das Thema.

Ein Ausweg aus diesem Dilemma besteht für die PR-Branche darin, eigene mediale Wege zu gehen. Wem es gelingt, Menschen auf die eigenen Medienkanäle zu lotsen, der kann davon ausgehen, dass dies wirklich Interessierte sind. Auf die kommt es an, nicht auf diffuse Zielgruppen von ökonomisch unter Druck stehenden Medien. Guter PR muss es heutzutage gelingen, jene besondere Sprache zu sprechen, deren Verlust man bei den Medien so beklagt. Wenn sich die Medien nicht trauen, Ecken und Kanten zu haben, so muss die PR den Mut haben, neue und eigene Wege zu gehen. Die etablierten Medien braucht es dazu immer weniger. Jedenfalls lohnt es sich kaum noch, ihnen immer eilfertig hinterherzurennen.

Schmeißt Eure Pressemitteilungen weg. Geht Euren eigenen Weg. Dann werden sie Euch folgen.
Kommunikation  Medien  BdP  Denkler  Kommunkationskongress  PR  Pressesprecher  süddeutsche  from google
september 2011 by matthiasfromm
Die Horrormeldungen zum Thema Social Media ROI häufen sich in nächster Zeit
Das meint zumindest Nico Lumma und mahnt dabei an, »sich bei der Betrachtung der Kriterien für den Return on Investment (ROI) erst einmal Gedanken darüber machen, was für das Unternehmen bzw. die Marke wirklich relevant ist und wie man dies messen will.« Was eigentlich wie eine Selbstverständlichkeit klingt, hat es in sich. Lumma, der Director Social Media bei Scholz & Friends ist, weiß aus Erfahrung, dass die Messung des Social Media ROI mit Korrekturen an überzogenen Erwartungen einhergeht und gleichzeitig die Geduld so manches Marketingverantwortlichen auf eine harte Bewährungsprobe stellt.

© Benicce - Fotolia.com

Natürlich ist es dem jahrelangen Hype der Social Media Evangelisten geschuldet, dass überzogene Erwartungen überhaupt aufgebaut wurden und jetzt möglicherweise enttäuscht werden müssen. Und dem liegt oftmals ein gründliches Missverständnis von Social Media zugrunde, und zwar auch und gerade auf Seiten derer, die es besser wissen müssten. Eine immer stärker zunehmende Sichtverengung hat den Fokus vieler Social Media Strategien für Unternehmen auf einige wenige Werkzeuge gelegt. Standardmäßig werden Facebook-Seiten eingerichtet, eventuell noch ein Twitter-Account dazugeschaltet, und wenn es hoch kommt ein Corporate Blog aufgesetzt.

Oftmals wird der Einsatz gerade dieser Werkzeuge mit großen Zahlen legitimiert, die dann natürlich ebenso große Erwartungen schüren. 750 Millionen Facebook-Mitglieder weltweit etwa, das bedeutet doch jede Menge neue Kunden, oder? – Nur, wie viele Unternehmen agieren weltweit? Und können diese die Sprachbarrieren ignorieren? Wohl kaum! Also gibt es mehrere FB-Pages, die sich diese große Zahl erschließen, was selbstverständlich mehr Aufwand bedeutet, also auch einen geringeren ROI.

Die meisten Unternehmen hingegen operieren lokal. Für sie ist die Gesamt-Mitgliederzahl völlig irrelevant. Und auch wenn sie ihre Waren europaweit anbieten, kommen sie nicht um den Mehraufwand herum, den allein die Sprachbarrieren erfordern.

Schnäppchenjäger haben keine Markentreue
Also brechen wir das ganze mal auf Deutschland herunter, da sind es 20 Millionen aktive Nutzer. Das klingt doch schon ganz anders, obwohl es immer noch eine hübsche große Zahl ist. Nur, was heißt eigentlich »aktive Nutzer«? Das sind solche, die sich mindestens einmal im Monat bei Facebook anmelden. – Na toll! Um also aus der deutschen Nutzerbasis das Maximum herauszuholen, sind wenigstens drei Statusmeldungen am Tag fällig. Jeden Tag, da ja nicht bekannt ist, an welchem der »aktive Nutzer« sich einloggt. Das ergibt 90 Updates im Monat, die mehr sein müssen als recycelte Pressemitteilungen, wenn sie nicht als sterbenslangweilig empfunden werden sollen.

Am liebsten werden ohnehin Gutscheine genommen. Aber wer will schon eine Rabatt-Aktion nach der anderen fahren? Und welche Markentreue haben Schnäppchenjäger eigentlich?

Nichts als Enttäuschungen und ein paar Erfolge
Das Problem kommt also durch eine völlig verzerrte Wahrnehmung zustande, die den Fokus auf ein Tool wie die Facebook-Page richtet und es dann mittels einer großen, aber an und für sich nutzlosen Zahl maßlos überbewertet. So angelt man sich zwar lukrative Beraterverträge, knüpft aber auch mit am Netz der Enttäuschten. In diesem viel beachteten Artikel geht Olaf Kolbrück einer Reihe von Studien nach, um die Social Media-Jubelarien kritisch zu hinterfragen.

Thilo Specht pariert zwar in seinem Blog Cluetrain PR das gerade grassierende Erschöpfungssyndrom mit einigen sehr guten Beispielen für erfolgreiche Social Media-Maßnahmen. Aber er weist auch darauf hin, dass diese Erfolge auf persönlicher Leidenschaft und guten Inhalten beruhen, sowie auf einer erweiterten Auffassung von Social Media.

Während nämlich seitens der User auf Facebook-Seiten von Unternehmen generell vor allem Rabatte, Unterhaltung, Information und Soziales erwartet werden (in der Reihenfolge), verlassen sie sich vor dem Online-Kauf von Waren auf die Meinungen und Bewertungen anderer auf entsprechenden Portalen. Sowohl Facebook als auch Corporate Blogs spielen dabei keine nennenswerte Rolle.

w3b.org: Die Meinung Anderer beeinflusst die Kaufentscheidung online sehr oft

Wenn es also, wie eingangs beschrieben, darum geht, bei der Ermittlung des Social Media ROI erst einmal die Kriterien festzulegen, was erreicht und wie das gemessen werden kann, wird es Zeit die Facebook-Brille abzusetzen. Welche Foren, Portale und Bewertungsseiten kommen für ein Unternehmen außerdem in Frage? Und wie kriegt man Nutzer dazu, dort positive Bewertungen vorzunehmen?

Dazu müssen sich bei vielen die Strategie und mit ihr die Inhalte ändern. Und etwas mehr Geduld wäre ebenfalls angebracht, da sich ein positives Image, das sich aus Nutzerempfehlungen speist, nicht über Nacht ins Internet schreiben lässt.

Das soll übrigens auch nicht bedeuten, dass man auf den Corporate Blog, Twitter oder die Facebook-Page verzichten kann. Aber ohne rockende Inhalte lässt sich die Kraft der Social Media nicht erschließen, nämlich die Aufmerksamkeit der Nutzer, deren Begeisterung so ansteckend ist, dass es weitere Nutzer anzieht, und so weiter.

Das wäre dann auch beispielsweise so ein ROI-relevantes, messbares Kriterium: nutzergenerierte Empfehlungen aufgrund gestiegener Kundenzufriedenheit.

Herzliche Grüße aus Berlin,
Klaus-Dieter Knoll
aka kadekMEDIEN

 

Einsortiert unter:Kommunikation, Social Media, Social-Media-Marketing, Social-Media-Optimization Tagged: Kommunikation, SMO, Social Media, Social-Media-Marketing
Kommunikation  Social_Media  Social-Media-Marketing  Social-Media-Optimization  SMO  from google
september 2011 by matthiasfromm
Tools: Hilfe beim Info-Management
Das Filtern und Archivieren von Inhalten gehört zunehmend zur Aufgabe von PR-Verantwortlichen. Wer seine Informationen im Web gut zu organisieren versteht und Informationsangebote intelligent verknüpft, profitiert  auch in der Öffentlichkeitsarbeit davon. Der neue Web Service If This Then That, kurz IFTTT, erleichtert das Informationsmanagement. Kommunikationsprofis können mit IFTTT Routineaufgaben über Streams und Dienste hinweg automatisieren.

If This Then That: Webdienste automatisieren

Ein neues Start-up aus Kalifornien hat gerade die Closed Beta-Phase verlassen. Wer sich bei If This Then That registriert, kann einrichten, dass Ereignisse in einem der Webdienste, den er benutzt, Folgen in anderen Strömen auslösen. Wenn ich z.B. in einem Tweet auf ein interessantes Link stoße, sorgt IFTTT dafür, dass es unter den “Read it Later”-Lesezeichen bei meinem Social Bookmark Service Pinboard abgespeichert wird. Dazu muss ich den Tweet nur favorisieren. ITTT richtet nicht nur das Lesezeichen ein, sondern hält in den Tags des Bookmarks fest, wessen Tweet mich auf das Link gestoßen hat.

Damit ich das Link unter meinen Lesezeichen finde, muss ich bei IFTTT eine der “Wenn…, dann…”-Regeln einrichten, nach denen der der Service benannt ist. Dazu gebe ich IFTTT zunächst den Zugriff auf meinem Twitter- und meinem Pinboard-Account. IFTTT zeigt mir dann bei Twitter eine Liste von Ereignissen, für die ich Regeln festlegen kann. Ich entscheide mich für das Favorisieren eines Tweets. Habe ich es ausgewählt, kann ich eine von mehreren möglichen Reaktionen bei Pinboard als Regel festlegen. Eine dieser Reaktionen ist, das erste Link in dem Tweet unter den Read It Later-Bookmarks zu speichern. Ich kann dann noch ein paar Modifikationen vornehmen, wie die, dass der Sender des Tweets unter den Tags des Bookmarks erscheint.

Das Ganze ist einfach und intuitiv und wird auf der Website von IFTTT grafisch sehr gut erklärt. Dort gibt es auch viele Rezepte für nützliche IFTTT-Regeln. Ich bin selbst noch dabei, den Dienst zu testen, aber er hat mich sofort überzeugt. (Florian Ranner hat mich als erster auf ITTT hingewiesen.) Ich habe gleich eine zweite Regel festgelegt, durch die ich meine öffentlichen Pinboard-Bookmarks auch auf meinem Delicious-Account spiegele.

Als PR-Praktiker werden Sie jetzt vielleicht sagen: Das sind esoterische Tools für Geeks und Akademiker! Wer muss denn schon mit Delicious- und Pinboard-Accounts jonglieren? Ist es nicht schon aufwändig genug, Twitter zu verwenden und überhaupt Bookmarks anzulegen?

Ich bin anderer Meinung. PR-Leute und Kommunikationsprofis müssen heute mit Tools wie IFTTT umgehen können. Der Grund dafür ist, dass die vorfabrizierten Informationspakete, wie sie Zeitungen und Magazine anbieten, immer mehr durch individuelle Newsstreams ersetzt werden, die sich der Benutzer selbst organisieren muss. Der Aufwand ist größer als z.B. beim Abonnement eines Fachmagazins, dafür ist aber auch der individuelle Wert der Informationen höher. Tools wie IFTTT erleichtern es, mit unterschiedlichen Nachrichtenströmen und Webdiensten umzugehen, aber sie verlangen eine gewisse technische Kompetenz. Wer sich diese Kompetenz nicht aneignet, kann die Informationsangebote des Web nur amateurhaft nutzen.

Als PR-Praktiker werden Sie IFTTT nicht nur verwenden, um Informationen zu filtern und zu archivieren, sondern auch, um sie zu veröffentlichen. IFTTT macht es leichter, auf unterschiedlichen Plattformen präsent zu sein und dort ganz gezielt bestimmte Informationen anzubieten. Organisation und Produktion von Informationen lassen sich im Web nicht voneinander trennen, sie beruhen auf denselben Technologien.

Ein großer Vorteil von Tools wie IFTTT ist dabei, dass sie der Tendenz zur Aufteilung des Webs in Informationssilos entgegenwirken. Sie verknüpfen unterschiedliche Angebote, so dass der Benutzer nicht auf die Funktionen festgelegt ist, die ihm z.B. Twitter, Pinboard oder Delicious anbieten. Mit ihnen lassen sich Mashups erzeugen, gemeinsame Ergebnisse verschiedener Webservices. Ein vergleichbarer, technisch viel anspruchsvollerer, aber auch auch wohl noch viel flexiblerer Dienst ist Yahoo Pipes.
Kommunikation  Content  Information_Management  Information_Overload  Informationsfluss  Strategie  Tools  from google
september 2011 by matthiasfromm
Tools: Hilfe beim Info-Management
Das Filtern und Archivieren von Inhalten gehört zunehmend zur Aufgabe von PR-Verantwortlichen. Wer seine Informationen im Web gut zu organisieren versteht und Informationsangebote intelligent verknüpft, profitiert  auch in der Öffentlichkeitsarbeit davon. Der neue Web Service If This Then That, kurz IFTTT, erleichtert das Informationsmanagement. Kommunikationsprofis können mit IFTTT Routineaufgaben über Streams und Dienste hinweg automatisieren.

If This Then That: Webdienste automatisieren

Ein neues Start-up aus Kalifornien hat gerade die Closed Beta-Phase verlassen. Wer sich bei If This Then That registriert, kann einrichten, dass Ereignisse in einem der Webdienste, den er benutzt, Folgen in anderen Strömen auslösen. Wenn ich z.B. in einem Tweet auf ein interessantes Link stoße, sorgt IFTTT dafür, dass es unter den “Read it Later”-Lesezeichen bei meinem Social Bookmark Service Pinboard abgespeichert wird. Dazu muss ich den Tweet nur favorisieren. ITTT richtet nicht nur das Lesezeichen ein, sondern hält in den Tags des Bookmarks fest, wessen Tweet mich auf das Link gestoßen hat.

Damit ich das Link unter meinen Lesezeichen finde, muss ich bei IFTTT eine der “Wenn…, dann…”-Regeln einrichten, nach denen der der Service benannt ist. Dazu gebe ich IFTTT zunächst den Zugriff auf meinem Twitter- und meinem Pinboard-Account. IFTTT zeigt mir dann bei Twitter eine Liste von Ereignissen, für die ich Regeln festlegen kann. Ich entscheide mich für das Favorisieren eines Tweets. Habe ich es ausgewählt, kann ich eine von mehreren möglichen Reaktionen bei Pinboard als Regel festlegen. Eine dieser Reaktionen ist, das erste Link in dem Tweet unter den Read It Later-Bookmarks zu speichern. Ich kann dann noch ein paar Modifikationen vornehmen, wie die, dass der Sender des Tweets unter den Tags des Bookmarks erscheint.

Das Ganze ist einfach und intuitiv und wird auf der Website von IFTTT grafisch sehr gut erklärt. Dort gibt es auch viele Rezepte für nützliche IFTTT-Regeln. Ich bin selbst noch dabei, den Dienst zu testen, aber er hat mich sofort überzeugt. (Florian Ranner hat mich als erster auf ITTT hingewiesen.) Ich habe gleich eine zweite Regel festgelegt, durch die ich meine öffentlichen Pinboard-Bookmarks auch auf meinem Delicious-Account spiegele.

Als PR-Praktiker werden Sie jetzt vielleicht sagen: Das sind esoterische Tools für Geeks und Akademiker! Wer muss denn schon mit Delicious- und Pinboard-Accounts jonglieren? Ist es nicht schon aufwändig genug, Twitter zu verwenden und überhaupt Bookmarks anzulegen?

Ich bin anderer Meinung. PR-Leute und Kommunikationsprofis müssen heute mit Tools wie IFTTT umgehen können. Der Grund dafür ist, dass die vorfabrizierten Informationspakete, wie sie Zeitungen und Magazine anbieten, immer mehr durch individuelle Newsstreams ersetzt werden, die sich der Benutzer selbst organisieren muss. Der Aufwand ist größer als z.B. beim Abonnement eines Fachmagazins, dafür ist aber auch der individuelle Wert der Informationen höher. Tools wie IFTTT erleichtern es, mit unterschiedlichen Nachrichtenströmen und Webdiensten umzugehen, aber sie verlangen eine gewisse technische Kompetenz. Wer sich diese Kompetenz nicht aneignet, kann die Informationsangebote des Web nur amateurhaft nutzen.

Als PR-Praktiker werden Sie IFTTT nicht nur verwenden, um Informationen zu filtern und zu archivieren, sondern auch, um sie zu veröffentlichen. IFTTT macht es leichter, auf unterschiedlichen Plattformen präsent zu sein und dort ganz gezielt bestimmte Informationen anzubieten. Organisation und Produktion von Informationen lassen sich im Web nicht voneinander trennen, sie beruhen auf denselben Technologien.

Ein großer Vorteil von Tools wie IFTTT ist dabei, dass sie der Tendenz zur Aufteilung des Webs in Informationssilos entgegenwirken. Sie verknüpfen unterschiedliche Angebote, so dass der Benutzer nicht auf die Funktionen festgelegt ist, die ihm z.B. Twitter, Pinboard oder Delicious anbieten. Mit ihnen lassen sich Mashups erzeugen, gemeinsame Ergebnisse verschiedener Webservices. Ein vergleichbarer, technisch viel anspruchsvollerer, aber auch auch wohl noch viel flexiblerer Dienst ist Yahoo Pipes.
Kommunikation  Content  Information_Management  Information_Overload  Informationsfluss  Strategie  Tools  from google
september 2011 by matthiasfromm
Shit(storm) happens: Warum Sie damit rechnen und trotzdem entspannt bleiben sollten
Was tun, wenn ein Sturm aufzieht?

Stellen Sie sich mal vor, Sie haben so eine richtig coole Idee für eine Promotion-Aktion. Beispielsweise wollen Sie einen Sonderposten besonders günstiger, angesagter Tablet-Computer verkaufen und dabei kräftig für Ihr Unternehmen werben. Und weil Sie bereits eine gut eingeführte Web-Präsenz und eine beliebte Facebook-Seite mit vielen Fans haben, machen Sie einen großen Wurf in Social Media daraus. So richtig spannend mit Vorankündigung, der den Run zum Startzeitpunkt maximal pusht. In Kürze verdreifacht sich die Zahl Ihrer Fans, und Ihre Aktion verbreitet sich in Windeseile im Web. Sie bekommen jede Menge Aufmerksamkeit und positive Resonanz.

Was ist ein Shitstorm?

Auf der re:publica XI habe ich es – ganz spontan vom Redaktionsteam interviewt – für das Blog netzdebatte.bpb.de erklärt. Das Video finden Sie weiter unten in diesem Beitrag.Doch dann kippt das Ganze: Ihr Server bewältigt den Ansturm nicht. Keiner von denen, die bereits seit dem Vortag auf der Lauer liegen, kann einen der Computer erwerben. Sie versuchen, es noch irgendwie rauszureißen und kündigen an, dass die begehrten Geräte nun unter allen Interessenten verlost werden. Da bricht der Sturm los: Wütende Fans fluten Ihre Pinnwand. Enttäuschte Kaufwillige gründen eine Facebook-Seite gegen Sie. Ihre Bewertungen in maßgeblichen Portalen stürzen ins Bodenlose.

Es kann jeden erwischen. Jederzeit.
Dabei ist ja gar nicht wirklich etwas passiert. Niemand wurde geschädigt. Und dass das Gut, das Sie anbieten, so begehrt und knapp erscheint, haben Sie ja überhaupt nur selbst gepusht. Mit der Aktion haben Sie zu Teilen eine Klientel angezogen, die sonst vielleicht niemals zu Ihnen gefunden hätte. Aber es ist ein Szenario, das PR-Verantwortlichen den Schweiß (nicht nur) auf die Stirn treibt: kein fiktives, sondern eines, das gerade geschehen ist. Nico Lumma sagt, das sei absehbar gewesen.

Das Perfide an der Sache ist doch eigentlich: Es kann jeden erwischen. Jederzeit. Jedenfalls jedem Unternehmen, das es wagt, sich sichtbar zu machen. Nicht alle Folgen und jedes Szenario sind immer absehbar und vorhersehbar. Selbst wenn alles berechenbar wäre: Fehler passieren. Shit(storm) happens. Mit den Folgen müssen Sie leben. Denn die Folgen fehlender Sichtbarkeit und mangelnder Präsenz wären in den meisten Fällen viel gravierender, gerade in umkämpften Marktsegmenten. Kein Risiko – aber dafür auch kein Umsatz? Keine gute Alternative!

Können Sie überhaupt etwas tun?
Deswegen stellt sich die Frage: Können Sie überhaupt etwas tun? Ich behaupte: Ja. Und zwar buchstäblich nachhaltig. Denn Shitstorm ist nicht gleich Shitstorm. Schauen Sie sich beispielsweise die Wiesenhof-Geschichte an, die kürzlich passiert ist. Da scheint nach Ansicht vieler erstens im Unternehmen etwas schief zu laufen. Zweitens aber sei auch die Krisen-PR nicht wirklich geglückt.

Ich habe absichtlich zwei aktuelle Beispiele gewählt, die in ihren Mechanismen völlig unterschiedlich sind. Die Frage für mich lautet dabei auch: Kann Krisen-PR überhaupt einen Missstand herausreißen, der von vielen als solcher wahrgenommen wird? Oder müssen Unternehmen nicht viel früher ansetzen? Hier eine interessante Diskussion dazu auf Google+.

Anlässe und Entwicklung solcher Shitstorms sind ja sehr unterschiedlich. Im Wesentlichen gibt es drei Kategorien:

Selbst ausgelöst mit Aktivitäten des betreffenden Unternehmens im Social Web
Ausgelöst von anderen aufgrund von (empfundenen) Missständen
Ausgelöst durch die eigene Krisen-PR/ die nachfolgenden Reaktionen des betreffenden Unternehmens im Social Web

Natürlich gibt es Mischformen. Es gibt, wie schon beschrieben, wenig Möglichkeiten, hundertprozentig zu verhindern, dass Ihnen auch so etwas passiert. Und, wie Fälle wieder Wiesenhof-Fall zeigen, es nützt noch nicht einmal etwas, wenn Sie nicht aktiv im Social Web unterwegs sind. Es kann Sie trotzdem erwischen.

Was ist ein Shitstorm?

Das sind meine Vorschläge zum Umgang mit der Shitstorm-Gefahr:

Keine Leichen im Keller: Was nicht bemäntelt und verschwiegen wird, kann auch nicht aufgedeckt werden.
Werteorientierte Unternehmenspolitik und ebensolche PR. (Und für PR-Leute immer mehr die Frage: Stimmen die Werte des Auftraggebers mit denen überein, die wir vertreten und vermitteln können?)
Gutes Konzept für die Krisen-PR. Nicht erst im Krisenfall überlegen, was zu tun ist. Dazu gehört:
Konsequentes, gründliches Monitoring im (Social) Web.
Durchdachte PR-Strategie: Sie müssen wissen, was Sie wollen – maximale Sichtbarkeit und minimales Risiko sind nicht vereinbar.
Wenn es passiert: Handeln Sie schnell. Aber nicht schneller, als Sie denken. Manchmal ist Schweigen besser als sich um Kopf und Kragen zu reden.
Nachhaltige PR und wertschätzende Stakeholder-Relations: Wer viele zufriedene Kunden und treue Fans hat, übersteht einen kurzzeitigen Sturm mit deutlich weniger Schaden.
Da Sie die Gefahr trotz aller Vorbereitung nicht komplett vermeiden können: Bleiben Sie entspannt. Denn Anspannung macht es auch nicht besser.
Aber: “Entspannt” meint niemals “nachlässig”!

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:
Warum ich meine, dass Google+ XING noch lange nicht überflüssig macht
Warum PR Social Media nicht zerstören kann
Warum ich Seminare anbiete, aber auch im Jahr 2011 kein Seminarveranstalter werde
Image_und_Selbstmarketing  Social_Media  Kommunikation  shitstorm  from google
september 2011 by matthiasfromm
Shit(storm) happens: Warum Sie damit rechnen und trotzdem entspannt bleiben sollten
Was tun, wenn ein Sturm aufzieht?

Stellen Sie sich mal vor, Sie haben so eine richtig coole Idee für eine Promotion-Aktion. Beispielsweise wollen Sie einen Sonderposten besonders günstiger, angesagter Tablet-Computer verkaufen und dabei kräftig für Ihr Unternehmen werben. Und weil Sie bereits eine gut eingeführte Web-Präsenz und eine beliebte Facebook-Seite mit vielen Fans haben, machen Sie einen großen Wurf in Social Media daraus. So richtig spannend mit Vorankündigung, der den Run zum Startzeitpunkt maximal pusht. In Kürze verdreifacht sich die Zahl Ihrer Fans, und Ihre Aktion verbreitet sich in Windeseile im Web. Sie bekommen jede Menge Aufmerksamkeit und positive Resonanz.

Was ist ein Shitstorm?

Auf der re:publica XI habe ich es – ganz spontan vom Redaktionsteam interviewt – für das Blog netzdebatte.bpb.de erklärt. Das Video finden Sie weiter unten in diesem Beitrag.Doch dann kippt das Ganze: Ihr Server bewältigt den Ansturm nicht. Keiner von denen, die bereits seit dem Vortag auf der Lauer liegen, kann einen der Computer erwerben. Sie versuchen, es noch irgendwie rauszureißen und kündigen an, dass die begehrten Geräte nun unter allen Interessenten verlost werden. Da bricht der Sturm los: Wütende Fans fluten Ihre Pinnwand. Enttäuschte Kaufwillige gründen eine Facebook-Seite gegen Sie. Ihre Bewertungen in maßgeblichen Portalen stürzen ins Bodenlose.

Es kann jeden erwischen. Jederzeit.
Dabei ist ja gar nicht wirklich etwas passiert. Niemand wurde geschädigt. Und dass das Gut, das Sie anbieten, so begehrt und knapp erscheint, haben Sie ja überhaupt nur selbst gepusht. Mit der Aktion haben Sie zu Teilen eine Klientel angezogen, die sonst vielleicht niemals zu Ihnen gefunden hätte. Aber es ist ein Szenario, das PR-Verantwortlichen den Schweiß (nicht nur) auf die Stirn treibt: kein fiktives, sondern eines, das gerade geschehen ist. Nico Lumma sagt, das sei absehbar gewesen.

Das Perfide an der Sache ist doch eigentlich: Es kann jeden erwischen. Jederzeit. Jedenfalls jedem Unternehmen, das es wagt, sich sichtbar zu machen. Nicht alle Folgen und jedes Szenario sind immer absehbar und vorhersehbar. Selbst wenn alles berechenbar wäre: Fehler passieren. Shit(storm) happens. Mit den Folgen müssen Sie leben. Denn die Folgen fehlender Sichtbarkeit und mangelnder Präsenz wären in den meisten Fällen viel gravierender, gerade in umkämpften Marktsegmenten. Kein Risiko – aber dafür auch kein Umsatz? Keine gute Alternative!

Können Sie überhaupt etwas tun?
Deswegen stellt sich die Frage: Können Sie überhaupt etwas tun? Ich behaupte: Ja. Und zwar buchstäblich nachhaltig. Denn Shitstorm ist nicht gleich Shitstorm. Schauen Sie sich beispielsweise die Wiesenhof-Geschichte an, die kürzlich passiert ist. Da scheint nach Ansicht vieler erstens im Unternehmen etwas schief zu laufen. Zweitens aber sei auch die Krisen-PR nicht wirklich geglückt.

Ich habe absichtlich zwei aktuelle Beispiele gewählt, die in ihren Mechanismen völlig unterschiedlich sind. Die Frage für mich lautet dabei auch: Kann Krisen-PR überhaupt einen Missstand herausreißen, der von vielen als solcher wahrgenommen wird? Oder müssen Unternehmen nicht viel früher ansetzen? Hier eine interessante Diskussion dazu auf Google+.

Anlässe und Entwicklung solcher Shitstorms sind ja sehr unterschiedlich. Im Wesentlichen gibt es drei Kategorien:

Selbst ausgelöst mit Aktivitäten des betreffenden Unternehmens im Social Web
Ausgelöst von anderen aufgrund von (empfundenen) Missständen
Ausgelöst durch die eigene Krisen-PR/ die nachfolgenden Reaktionen des betreffenden Unternehmens im Social Web

Natürlich gibt es Mischformen. Es gibt, wie schon beschrieben, wenig Möglichkeiten, hundertprozentig zu verhindern, dass Ihnen auch so etwas passiert. Und, wie Fälle wieder Wiesenhof-Fall zeigen, es nützt noch nicht einmal etwas, wenn Sie nicht aktiv im Social Web unterwegs sind. Es kann Sie trotzdem erwischen.

Was ist ein Shitstorm?

Das sind meine Vorschläge zum Umgang mit der Shitstorm-Gefahr:

Keine Leichen im Keller: Was nicht bemäntelt und verschwiegen wird, kann auch nicht aufgedeckt werden.
Werteorientierte Unternehmenspolitik und ebensolche PR. (Und für PR-Leute immer mehr die Frage: Stimmen die Werte des Auftraggebers mit denen überein, die wir vertreten und vermitteln können?)
Gutes Konzept für die Krisen-PR. Nicht erst im Krisenfall überlegen, was zu tun ist. Dazu gehört:
Konsequentes, gründliches Monitoring im (Social) Web.
Durchdachte PR-Strategie: Sie müssen wissen, was Sie wollen – maximale Sichtbarkeit und minimales Risiko sind nicht vereinbar.
Wenn es passiert: Handeln Sie schnell. Aber nicht schneller, als Sie denken. Manchmal ist Schweigen besser als sich um Kopf und Kragen zu reden.
Nachhaltige PR und wertschätzende Stakeholder-Relations: Wer viele zufriedene Kunden und treue Fans hat, übersteht einen kurzzeitigen Sturm mit deutlich weniger Schaden.
Da Sie die Gefahr trotz aller Vorbereitung nicht komplett vermeiden können: Bleiben Sie entspannt. Denn Anspannung macht es auch nicht besser.
Aber: “Entspannt” meint niemals “nachlässig”!

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:
Warum ich meine, dass Google+ XING noch lange nicht überflüssig macht
Warum PR Social Media nicht zerstören kann
Warum ich Seminare anbiete, aber auch im Jahr 2011 kein Seminarveranstalter werde
Image_und_Selbstmarketing  Social_Media  Kommunikation  shitstorm  from google
september 2011 by matthiasfromm
Kontrolle, Einfluss und Steuerung in sozialen Medien
Kontrollverlust ist das Schreckgespenst vieler Unternehmen, die in der Welt sozialer Medien aktiv sind oder aktiv sein wollen. Dabei sind z.B. Markenkampagnen in sozialen Medien erst dann erfolgreich, wenn Unternehmen die Kontrolle über Kommunikation und Kampagne aus den Händen geben können. Nicht nur Informationen werden in sozialen Netzen geteilt, sondern auch Verantwortung.

Die Angst vor dem Kontrollverlust führt dazu, dass viele Unternehmen nach wie vor wie Broadcaster kommunizieren und sich schwer mit dem Schritt vom Mit-Teilen zum Teilen tun.

Das Individuum ist Klasse - und wird überbewertet
Eine Ursache für das Dilemma ist die Fokussierung auf individuelle Kommunikation in sozialen Medien, gefolgt von den Mythen, die sich um den Begriff der Authentizität ranken. Unbestritten können beide Aspekte Bausteine einer Kampagne sein. Dass es auch ohne geht zeigt Apple: ohne nennenswertes Engagement eine der präsentesten Marken in sozialen Medien. Der Dialog findet unter Ausschluss des Unternehmens statt.

Die Präsenz von Apple ergibt sich aus einer herausragend entwickelten Marken- und Produktstory, die "Lesern" das Gefühl vermittelt mit jedem "Satz" ihr Bedürfnis nach Design, Innovation oder Anwenderfreundlichkeit befriedigt zu sehen. Apple hat über die Markenstory ein Monument erschaffen, dass von vielen täglich transmedial reproduziert wird. (ergänzend zum Thema "Product Storytelling" auch Doody 2011)

Vom Dokument zum Monument
Soziale Medien leben nicht nur von Dokumenten, d.h. Informationen, die im Alltag zwischen Menschen ausgetauscht werden. Soziale Medien produzieren oder reproduzieren (im Fall von Apple) auch Monumente, die sich an eine nicht weiter spezifizierte Umwelt und Nachwelt richten.

Kleine Monumente oder Stories in sozialen Medien sind die Sterne einer Produktbewertung oder ein Eintrag in der Wikipedia. Große Monumente sind die Spuren von vergangenen Kampagnen (bsp. Greenpeace vs. Nestle). Hier tritt das Individuum bzw. der Akteur hinter einer Akkumulation oder Kollaboration zurück. Die Information richten sich nicht an eine bestimmte Person zu einem bestimmten Zeitpunkt, sondern wird gewissermaßen für die Ewigkeit angelegt. Auf dieser Ebene spielen Individuum und Authentizität keine Rolle mehr.

Unternehmen können auf dieser Ebene Einfluss nehmen: dazu muss die Kommunikation in sozialen Netzwerken in die transmediale Marken- und Produktkommunikation integriert werden.

Systemdynamik
Kommunikation in sozialen Medien, das Engagement von Personen und die (Re-)Produktion von Monumenten findet in einem dynamischen Umfeld statt. Kommunikation und Umwelt beeinflussen sich gegenseitig. Aktuelle Trends und Ereignisse beeinflussen den Erfolg einer Kampagne ebenso wie kulturelle Aspekte und Wertewandel.

Kampagnen in sozialen Medien beeinflussen auf dieser Makroebene u.a. die Relevanz von Seiten in Suchmaschinen, Google Trends und den Preis von Addwords.

Unternehmen können auf die Systemvariablen nur bedingt Einfluss nehmen. Auf Basis von Systemarchetypen können sie jedoch Entwicklungen prognostizieren, Szenarios bzw. Risiken kalkulieren und Maßnahmen einleiten.

Nimm drei ...
Unternehmen können den Erfolg ihrer Kampagnen in sozialen Medien steuern, wenn sie alle drei beschriebenen Ebenen in Strategie, Maßnahmen und Monitoring berücksichtigen. Selbst begrenztes Engagement, das in der Praxis scheinbar nur auf direkten Dialog ausgerichtet sind (bspw. HR) wirken auf allen Ebenen.



Ebene



Merkmal



Maßnahmen



Monitoring





Agent-Based



Akteure, Dokumente,  Gegenwart,
Alltag



Persönlicher Dialog



Mention, Akteure





Case-Based



Stories, Monumente, Reproduktion, Zukunft  



Story-Entwicklung



Keywords, Sharing





System Dynamics



Werte, Kontext, Trends, Tradition



Szenario-Management



Trends, Events, SEM




Der Blick auf alle drei Ebenen ist Grundlage für Professionalisierung und Exzellenzprozesse. Neben der Einflussnahme auf allen drei Ebenen gehört zu den Merkmalen einer erfolgreichen Kampagne der Faktor "Identifizierbarkeit" von Unternehmen und Themen auf allen drei Ebenen (Identifizierbarkeit ersetzt Authentizität)
.
... und einen Usecase
Bei fast allen Kunden sind die Case-Based-Ebene und System Dynamics an der Entscheidungsfindung beteiligt. Bei einer zunehmenden Zahl an Kunden spielt die Kommunikation mit Unternehmen oder anderen Bezugspersonen auf der Agent-Based-Ebene eine Rolle.

Für Kunden lassen sich verschiedene idealtypische Wege zur Kaufentscheidung durch diese drei Ebenen beschreiben.

Im dargestellten Fall trifft der Kunde nach einem Erstkontakt in sozialen Medien, einer Recherche und wiederholter Abstimmung mit Bezugspersonen seine Kaufentscheidung.

Tatsächlich findet der Kontrollverlust von Unternehmen da statt, wo sie sich mit ihren Aktivitäten lediglich auf die erste (Agent-Based) Ebene konzentrieren und die erweiterten Möglichkeiten der Einflussnahme und Steuerung nicht wahrnehmen.


Besonderer Dank geht an Ethan Trewhitt, Elizabeth Whitaker, Erica Briscoe, and Lora Weiss die mit ihrem Beitrag in Social Computing, Behavioral-Cultural Modeling and Prediction wesentlich dazu beigetragen haben, dass frei herumschwirrende Gedanken in ein terminologisches Korsett geschnürt wurden.

Das Thema "Mitteilen und Teilen" steht im Mittelpunkt meines Beitrags "Who shares" auf der demexco 2011. Am 22. September. Speakers Corner um 10:30 Uhr.
Gesellschaft  Kommunikation  Online_Marketing  Social_Media  Web_Analytics  kampagnen  monitoring  socialmedia  from google
august 2011 by matthiasfromm
Wie man auf Facebook (und anderswo) richtig kommentiert
Wie kommentiere ich richtig und wann sollte ich statt eines Kommentars lieber einen eigenen Beitrag veröffentlichen?  Leider ist das vielen nicht immer klar. Dabei ist es eigentlich ganz einfach, wenn Sie sich klarmachen, dass ein online veröffentlichter Beitrag nichts anderes ist, als der Beginn eines Gesprächs: Alles, was zum Thema gehört, sollte dann auch diesem Gespräch zugeordnet werden können. Und alles, was ein anderes Thema behandelt, gehört in ein eigenes Gespräch.

Regel Nr.1: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil! Das heißt: erst mal genau hinschauen, worum es geht, wer schon was kommentiert hat, und sich dann ins Gespräch einschalten.

Wann ist was richtig?

Wenn es sich um eine Bemerkung zum Thema des Ausgangsbeitrags handelt, dann nutzen Sie den Kommentieren-Link:
Sind bereits Kommentare zum selben Thema vorhanden, schließen Sie sich unten an:
Ist die Diskussion schon etwas komplexer und Sie möchten sich in Ihrem Kommentar auf den eines bestimmten Vorgänger beziehen, fügen Sie @Name zu Ihrem Kommentartext hinzu:

Wenn es sich um ein neues Thema handelt, schreiben Sie einen neuen eigenen Beitrag, indem Sie das dafür vorgesehene Formular nutzen:

Schreiben Sie keinen neuen Beitrag, wenn dieser eine Antwort zum Thema eines anderen Beitrags ist, da diese Antwort sonst nicht dem Ursprungsbeitrag zugeordnet werden kann. Die meisten Leute interagieren im Newsfeed ihrer Startseite mit anderen und dort wird jeder einzelne Beitrag auch einzeln angezeigt (also ohne Bezug zu etwaigen vorhergehenden Postings wie z.B. auf der Profil- oder Seitenpinnwand).

 Fachbegriffe/Webchinesisch:

Solche Gesprächsverläufe nenn man einen Thread oder Kommentarthread
(Englisch für “Faden”).
Kommentare zum Thema bezeichnet man als on topic
(Englisch für “zum Thema”).
Themenfremde Kommentare nennt man off topic
(Englisch für “außerhalb des Themas”).

Hier ein Beispiel für so einen Kommentarthread:
Facebook  Kommunikation  Kommentar  Kommentieren  offtopic  ontopic  thread  from google
august 2011 by matthiasfromm
Wie man auf Facebook (und anderswo) richtig kommentiert
Wie kommentiere ich richtig und wann sollte ich statt eines Kommentars lieber einen eigenen Beitrag veröffentlichen?  Leider ist das vielen nicht immer klar. Dabei ist es eigentlich ganz einfach, wenn Sie sich klarmachen, dass ein online veröffentlichter Beitrag nichts anderes ist, als der Beginn eines Gesprächs: Alles, was zum Thema gehört, sollte dann auch diesem Gespräch zugeordnet werden können. Und alles, was ein anderes Thema behandelt, gehört in ein eigenes Gespräch.

Regel Nr.1: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil! Das heißt: erst mal genau hinschauen, worum es geht, wer schon was kommentiert hat, und sich dann ins Gespräch einschalten.

Wann ist was richtig?

Wenn es sich um eine Bemerkung zum Thema des Ausgangsbeitrags handelt, dann nutzen Sie den Kommentieren-Link:
Sind bereits Kommentare zum selben Thema vorhanden, schließen Sie sich unten an:
Ist die Diskussion schon etwas komplexer und Sie möchten sich in Ihrem Kommentar auf den eines bestimmten Vorgänger beziehen, fügen Sie @Name zu Ihrem Kommentartext hinzu:

Wenn es sich um ein neues Thema handelt, schreiben Sie einen neuen eigenen Beitrag, indem Sie das dafür vorgesehene Formular nutzen:

Schreiben Sie keinen neuen Beitrag, wenn dieser eine Antwort zum Thema eines anderen Beitrags ist, da diese Antwort sonst nicht dem Ursprungsbeitrag zugeordnet werden kann. Die meisten Leute interagieren im Newsfeed ihrer Startseite mit anderen und dort wird jeder einzelne Beitrag auch einzeln angezeigt (also ohne Bezug zu etwaigen vorhergehenden Postings wie z.B. auf der Profil- oder Seitenpinnwand).

 Fachbegriffe/Webchinesisch:

Solche Gesprächsverläufe nenn man einen Thread oder Kommentarthread
(Englisch für “Faden”).
Kommentare zum Thema bezeichnet man als on topic
(Englisch für “zum Thema”).
Themenfremde Kommentare nennt man off topic
(Englisch für “außerhalb des Themas”).

Hier ein Beispiel für so einen Kommentarthread:
Facebook  Kommunikation  Kommentar  Kommentieren  offtopic  ontopic  thread  from google
august 2011 by matthiasfromm
Online-Workshop ‘Neue Website’, Folge 17 Social Web: Links und Spuren zu Ihrem Angebot
Machen Sie es Ihren Interessenten leicht, Ihre neue Website zu finden. Bauen Sie ihnen Brücken!

So, nun ist Ihre wundervolle neue Website online. Gehen wir einmal davon aus, dass sie perfekt auf die Bezugsgruppen zugeschnitten ist; dass die Usability stimmt; dass Sie auch sonst alle wichtigen Aspekte berücksichtigt haben, die meine Gastautoren und ich Ihnen in den vergangenen 16 Folgen ans Herz gelegt haben. Nun gut – und jetzt?

Wie finden Leser zu Ihnen? Liegt Ihre neue Internet-Präsenz wie eine einsame Insel im weltweiten Daten-Ozean? Oder haben Sie bereits zahlreiche virtuelle Brücken, Luftlinien und Fährverbindungen geplant, um möglichst viele – und vor allem die richtigen! – Besucher zu sich zu bringen? Schauen wir uns in dieser Folge doch einmal an, wie Sie sinnvoll Spuren und Links zu Ihrer Website setzen.

Wenn Sie regelmäßig neue Inhalte produzieren, ist es sinnvoll, einen regelrechten Social-Media-Workflow zu etablieren. Er macht es Ihnen leicht, an möglichst vielen Stellen auf die neuen Beiträge aufmerksam zu machen. Das hat einen menschlichen und einen technischen Aspekt, die aber eng zusammenhängen. Google mag dynamischen Content, und Google mag gut verlinkte Seiten. Das aber nicht aus theoretischen Erwägungen, sondern weil die Suchmaschine bestrebt ist, solche Suchergebnisse auszuwerfen, die den Usern besonders viel nutzen. Deswegen kennt zwar keiner genau die Google-Algorithmen. Aber die Erfahrung lehrt, dass man diesen schon sehr nahe kommt, wenn man gut nutzbar für Menschen schreibt. Details dazu finden Sie in der Folge zur Suchmaschinenoptimierung. Dort steht schon einiges zum Thema Social Web.

Ich möchte an dieser Stelle mit Ihnen nicht den kompletten Einstieg in das Web 2.0 erarbeiten und durchexerzieren. Das würde den Rahmen sprengen. Wenn Sie ganz neu in dem Thema sind, lege ich Ihnen beispielsweise mein eBook “Erfolg 2.0″ ans Herz, das Sie hier kostenlos (und ohne Anmeldung) herunterladen können.

Aber vielleicht haben Sie bereits ein XING-Profil, einen Facebook-Account oder sind auf anderen Plattformen präsent? Dann lassen Sie uns doch bitte mal schauen, wie Sie (nicht nur) dort Ihre neue Präsenz am besten bekanntmachen.

1. Aktualisieren Sie die eigenen Medien
Wenn Sie bereits eine eingeführte URL haben, werden Sie diese ja nicht ändern, auch wenn Sie die Website neu aufbauen. Dann brauchen Sie diesen ersten Schritt nicht zu machen. In den Fällen jedoch, in denen die Präsenz neu ist oder etwas hinzukommt – etwa ein Blog mit eigener Adresse; oder eine Website, wo Sie bisher nur ein Blog hatten – müssen alle eigene Medien aktualisiert werden: Visitenkarte, Briefbögen, Broschüren … Denken Sie auch an etwaige Seiten und sonstige Medien von Kooperationspartnern. Und an Ihre E-Mail-Signatur.

2. Bringen Sie Ihre Profile auf den neuesten Stand
Welche Profile haben Sie im Netz angelegt? Denken Sie nicht nur an die üblichen Profile, etwa bei XING, LinkedIn oder Facebook. Haben Sie vielleicht schon eine Facebook-Page? Ein XING-Unternehmensprofil? Überall dort gehört Ihre neue Website hin; falls Sie jetzt zusätzlich noch ein Blog oder ein Magazin haben, sollten Sie dieses separat ebenfalls ausweisen.

Überlegen Sie auch, wo Sie sonst noch Ihre Website hinterlegt haben. Vielleicht in einem flickr-Account? Oder in öffentlichen Branchenverzeichnissen? Bei einem Online-Presseportal? Je mehr Sie davon besitzen, desto sinnvoller ist es, eine Liste anzulegen, um den Überblick zu behalten. Denn jedes Mal, wenn Sie etwas Wesentliches im Unternehmen oder in Ihrer Position ändern, sollten Sie es auch in den jeweiligen Profilen oder externen Seiten aktualisieren. Sie können sich natürlich eine solche Liste als Excel-File anlegen, in einem Textdokument oder sogar auf einem Zettel an Ihrer Büro-Pinnwand. Aber Sie können sie auch auf einer Seite im Netz sammeln.

Das ist dann sogar schon der erste Schritt zu einer besseren Vernetzung im Web. Sie machen die Profile gleichzeitig für andere sichtbar, die Sie wiederfinden und sich mit Ihnen verlinken wollen. Beispiele für solche “Aggregator-Seiten” sind Netvibes, myON-ID oder Flavors.me. Auch in einem Google-Profil können Sie viele weitere Social Networks speichern. Netvibes beispielsweise hat den Vorteil, dass Sie auch auf einer privaten Seite übersichtlich speichern können, was Sie nicht öffentlich machen wollen – etwa Zugänge zu Presseportalen. Zugleich sollten Sie auf allen diesen Überblicksseiten auch Ihre neue URL hinterlegen – natürlich nur dann, wenn sich mit der neuen Website auch die Web-Adresse geändert hat.

Wenn Sie bereits im Social Web aktiv sind, gehören die Links zu den wichtigsten Accounts auch auf Ihre Website. Oder sogar, für Fortgeschrittene “Web-2.0-ies” in den eigenen Newsroom. Sie wollen es, wie gesagt, Interessenten und Netzwerkpartnern leicht machen, alle Informationen über Ihr Unternehmen und über Sie selbst zu finden. Und Sie wollen dafür sorgen, dass Ihre Site gut vernetzt ist.

3. Sagen Sie es Ihrem Netzwerk
Dieser Schritt ist mit Absicht erst als dritter genannt. Denn erst sollten alle Ihre eigenen Medien und die Präsenzen im Web aktualisiert sein, also alles auf dem neuesten Stand. Dann findet jeder, der nochmal schnell nachschaut, überall die richtigen Informationen. Wenn Sie eine schöne neue Website haben, auch wenn diese unter der bisherigen URL läuft, sollten Sie das in Ihrem Netzwerk bekanntmachen.

In Ihrer Statusmeldung auf XING können Sie die Information auch unterbringen. Aber auch in Ihrem XING-Profil: Ist die Website neu, aber die URL hat sich nicht geändert, sollten Sie sie trotzdem neu eintragen. So bekommen Ihre Kontakte die Mitteilung darüber; vorausgesetzt natürlich, Sie haben das freigegeben.

Auch in Ihre Mail-Signatur können Sie für eine gewisse Zeit eine zusätzliche Zeile mit dem Hinweis aufnehmen. Legen Sie sich dann aber bitte eine Notiz auf Termin, wann Sie das wieder herausnehmen wollen. Nach spätestens einem halben Jahr ist die Website nicht mehr neu, und nach einem Jahr ist der nicht entfernte Hinweis schon ein bisschen peinlich.

Wenn Sie bereits bei Twitter, Facebook oder Google+ unterwegs sind, gehört die Information natürlich auch auf diese Plattformen. Vielleicht möchten Sie dazu sogar eine eigene Landing-Page mit einer Aktion oder einem besonderen Angebot anlegen? Das hängt ganz von der Konzeption Ihrer Website ab und natürlich von Ihrer Branche sowie Ihrem Angebot.

Haben Sie ein Blog, brauchen Sie keine Landing Page, sondern ein Blogartikel zum Thema übernimmt diese Funktion. In diesem Beitrag habe ich beispielsweise meinen neuen Social-Media-Newsroom vorgestellt (in diesem Fall also eine neue eigene Unterseite, die aber als eigenständiges Angebot funktioniert).

4. Machen Sie es allgemein bekannt
Eine neue Website oder ein grundlegender Relaunch ist eine gute Gelegenheit für ein Mailing an Kunden und Kooperationspartner. Wenn Sie einen Newsletter haben, gehört die Information dort hinein. Aber bitte nicht nur mit ein paar dürren Worten zu den Tatsachen. Sagen Sie Ihren Lesern, was diesen die neue Website bringt und warum sie sie besuchen sollten. Teilen Sie Ihre Begeisterung über die neue Gestaltung oder berichten Sie vom Entstehungsprozess.

Auch eine Pressemitteilung an Online-Presseportale können Sie in Betracht ziehen. Aber nur dann, wenn Sie auch wirklich etwas zu berichten haben, was über die reine Information hinausgeht. Ansonsten ist eine neue Homepage heute nicht mehr unbedingt eine Meldung wert. Eine große Presseaktion an wichtige Medien bleibt erst recht solchen Fällen vorbehalten, in denen die Website wirklich signifikant Neues oder gar Aufsehenerregendes bietet.

5. Verstetigen Sie den Informationsfluss
Ich habe es eingangs bereits angesprochen: Wer im Web dauerhaft präsent sein will, den Pagerank der Website steigern und konstant im Gespräch bleiben will, braucht eine gute Vernetzung im Social Web. Besonders dann, wenn regelmäßig Neues zu vermelden ist. In einem Blogbeitrag vor längerer Zeit habe ich einmal beispielhaft einen solchen Workflow dargestellt. Der hat sich natürlich mittlerweile stark verändert, denn die Angebote haben sich weiterentwickelt und dementsprechend haben sich einige meiner Schwerpunkte verschoben. Aber das Prinzip funktioniert nach wie vor, wie dort dargestellt.

Wenn also Ihre neue Website jetzt “steht”, könnte ja der nächste Schritt darin bestehen, ins Mitmach-Web durchzustarten. Aber das ist wieder ein ganz eigenes Thema … (Siehe dazu auch das oben verlinkte eBook.)

-

Nächste Folge:
18. Technik und Sicherheit im laufenden Betrieb (erscheint am Mittwoch, 20. Juli 2011)

Bisher erschienen:
Kostenloser Blog-Workshop “Neue Website”: Stellen Sie vorab Ihre Fragen, bitte!
1. Einleitung: So wird Ihre Website ein Erfolg
2. Strategie: Erst das Ziel, dann die Fahrkarte
3. Vorarbeit: Zeitplan und Entscheidungswege
4. Entscheidung: Website, Blog – oder beides?
5. CMS: Wie kommen Ihre Inhalte ins Netz?
6. Webhosting: Wo wohnt Ihre Homepage?
7. Design: Eine gute Website wie ein gutes Buch
8. Barrierefreiheit: Was bedeutet das?
9. Aufbau: Die Struktur folgt Ihren Zielen
10. SEO: Für Suchmaschinen optimieren
11. Webtexte: Für die richtigen Leser schreiben
12. Recht: Was dürfen Sie, was ist gefährlich?
13. Webshop: Verkaufen im Internet
14. Businessfotografie: Gute Bilder entscheiden
15. Videos: Mit Filmen für Ihr Unternehmen werben
16. Budget: Nicht an den falschen Stellen sparen
17. Social Web: Links und Spuren zu Ihrem Angebot

-
Planen Sie die Website Ihres Unternehmens neu aufzubauen, anders zu gestalten oder textlich zu überarbeiten? Oder wollen Sie Ihre statische Website dynamischer machen und an das Social Web anbinden? Dann ist diese Serie für Sie interessant.
In Form eines Workshops – mit Fachbeiträgen und Checklisten – behandle ich viele verschiedene Aspekte, die für eine gute und funktionale Website essenziell sind. Fachleute aus verschiedenen … [more]
Blog-Workshop  Blogs  Kerstin_Hoffmann  Kommunikation  Kunden  Kundennutzen  PR  PR-Doktor  Public_Relations  Social_Media  Werbung  from google
july 2011 by matthiasfromm
Online-Workshop ‘Neue Website’, Folge 17 Social Web: Links und Spuren zu Ihrem Angebot
Machen Sie es Ihren Interessenten leicht, Ihre neue Website zu finden. Bauen Sie ihnen Brücken!

So, nun ist Ihre wundervolle neue Website online. Gehen wir einmal davon aus, dass sie perfekt auf die Bezugsgruppen zugeschnitten ist; dass die Usability stimmt; dass Sie auch sonst alle wichtigen Aspekte berücksichtigt haben, die meine Gastautoren und ich Ihnen in den vergangenen 16 Folgen ans Herz gelegt haben. Nun gut – und jetzt?

Wie finden Leser zu Ihnen? Liegt Ihre neue Internet-Präsenz wie eine einsame Insel im weltweiten Daten-Ozean? Oder haben Sie bereits zahlreiche virtuelle Brücken, Luftlinien und Fährverbindungen geplant, um möglichst viele – und vor allem die richtigen! – Besucher zu sich zu bringen? Schauen wir uns in dieser Folge doch einmal an, wie Sie sinnvoll Spuren und Links zu Ihrer Website setzen.

Wenn Sie regelmäßig neue Inhalte produzieren, ist es sinnvoll, einen regelrechten Social-Media-Workflow zu etablieren. Er macht es Ihnen leicht, an möglichst vielen Stellen auf die neuen Beiträge aufmerksam zu machen. Das hat einen menschlichen und einen technischen Aspekt, die aber eng zusammenhängen. Google mag dynamischen Content, und Google mag gut verlinkte Seiten. Das aber nicht aus theoretischen Erwägungen, sondern weil die Suchmaschine bestrebt ist, solche Suchergebnisse auszuwerfen, die den Usern besonders viel nutzen. Deswegen kennt zwar keiner genau die Google-Algorithmen. Aber die Erfahrung lehrt, dass man diesen schon sehr nahe kommt, wenn man gut nutzbar für Menschen schreibt. Details dazu finden Sie in der Folge zur Suchmaschinenoptimierung. Dort steht schon einiges zum Thema Social Web.

Ich möchte an dieser Stelle mit Ihnen nicht den kompletten Einstieg in das Web 2.0 erarbeiten und durchexerzieren. Das würde den Rahmen sprengen. Wenn Sie ganz neu in dem Thema sind, lege ich Ihnen beispielsweise mein eBook “Erfolg 2.0″ ans Herz, das Sie hier kostenlos (und ohne Anmeldung) herunterladen können.

Aber vielleicht haben Sie bereits ein XING-Profil, einen Facebook-Account oder sind auf anderen Plattformen präsent? Dann lassen Sie uns doch bitte mal schauen, wie Sie (nicht nur) dort Ihre neue Präsenz am besten bekanntmachen.

1. Aktualisieren Sie die eigenen Medien
Wenn Sie bereits eine eingeführte URL haben, werden Sie diese ja nicht ändern, auch wenn Sie die Website neu aufbauen. Dann brauchen Sie diesen ersten Schritt nicht zu machen. In den Fällen jedoch, in denen die Präsenz neu ist oder etwas hinzukommt – etwa ein Blog mit eigener Adresse; oder eine Website, wo Sie bisher nur ein Blog hatten – müssen alle eigene Medien aktualisiert werden: Visitenkarte, Briefbögen, Broschüren … Denken Sie auch an etwaige Seiten und sonstige Medien von Kooperationspartnern. Und an Ihre E-Mail-Signatur.

2. Bringen Sie Ihre Profile auf den neuesten Stand
Welche Profile haben Sie im Netz angelegt? Denken Sie nicht nur an die üblichen Profile, etwa bei XING, LinkedIn oder Facebook. Haben Sie vielleicht schon eine Facebook-Page? Ein XING-Unternehmensprofil? Überall dort gehört Ihre neue Website hin; falls Sie jetzt zusätzlich noch ein Blog oder ein Magazin haben, sollten Sie dieses separat ebenfalls ausweisen.

Überlegen Sie auch, wo Sie sonst noch Ihre Website hinterlegt haben. Vielleicht in einem flickr-Account? Oder in öffentlichen Branchenverzeichnissen? Bei einem Online-Presseportal? Je mehr Sie davon besitzen, desto sinnvoller ist es, eine Liste anzulegen, um den Überblick zu behalten. Denn jedes Mal, wenn Sie etwas Wesentliches im Unternehmen oder in Ihrer Position ändern, sollten Sie es auch in den jeweiligen Profilen oder externen Seiten aktualisieren. Sie können sich natürlich eine solche Liste als Excel-File anlegen, in einem Textdokument oder sogar auf einem Zettel an Ihrer Büro-Pinnwand. Aber Sie können sie auch auf einer Seite im Netz sammeln.

Das ist dann sogar schon der erste Schritt zu einer besseren Vernetzung im Web. Sie machen die Profile gleichzeitig für andere sichtbar, die Sie wiederfinden und sich mit Ihnen verlinken wollen. Beispiele für solche “Aggregator-Seiten” sind Netvibes, myON-ID oder Flavors.me. Auch in einem Google-Profil können Sie viele weitere Social Networks speichern. Netvibes beispielsweise hat den Vorteil, dass Sie auch auf einer privaten Seite übersichtlich speichern können, was Sie nicht öffentlich machen wollen – etwa Zugänge zu Presseportalen. Zugleich sollten Sie auf allen diesen Überblicksseiten auch Ihre neue URL hinterlegen – natürlich nur dann, wenn sich mit der neuen Website auch die Web-Adresse geändert hat.

Wenn Sie bereits im Social Web aktiv sind, gehören die Links zu den wichtigsten Accounts auch auf Ihre Website. Oder sogar, für Fortgeschrittene “Web-2.0-ies” in den eigenen Newsroom. Sie wollen es, wie gesagt, Interessenten und Netzwerkpartnern leicht machen, alle Informationen über Ihr Unternehmen und über Sie selbst zu finden. Und Sie wollen dafür sorgen, dass Ihre Site gut vernetzt ist.

3. Sagen Sie es Ihrem Netzwerk
Dieser Schritt ist mit Absicht erst als dritter genannt. Denn erst sollten alle Ihre eigenen Medien und die Präsenzen im Web aktualisiert sein, also alles auf dem neuesten Stand. Dann findet jeder, der nochmal schnell nachschaut, überall die richtigen Informationen. Wenn Sie eine schöne neue Website haben, auch wenn diese unter der bisherigen URL läuft, sollten Sie das in Ihrem Netzwerk bekanntmachen.

In Ihrer Statusmeldung auf XING können Sie die Information auch unterbringen. Aber auch in Ihrem XING-Profil: Ist die Website neu, aber die URL hat sich nicht geändert, sollten Sie sie trotzdem neu eintragen. So bekommen Ihre Kontakte die Mitteilung darüber; vorausgesetzt natürlich, Sie haben das freigegeben.

Auch in Ihre Mail-Signatur können Sie für eine gewisse Zeit eine zusätzliche Zeile mit dem Hinweis aufnehmen. Legen Sie sich dann aber bitte eine Notiz auf Termin, wann Sie das wieder herausnehmen wollen. Nach spätestens einem halben Jahr ist die Website nicht mehr neu, und nach einem Jahr ist der nicht entfernte Hinweis schon ein bisschen peinlich.

Wenn Sie bereits bei Twitter, Facebook oder Google+ unterwegs sind, gehört die Information natürlich auch auf diese Plattformen. Vielleicht möchten Sie dazu sogar eine eigene Landing-Page mit einer Aktion oder einem besonderen Angebot anlegen? Das hängt ganz von der Konzeption Ihrer Website ab und natürlich von Ihrer Branche sowie Ihrem Angebot.

Haben Sie ein Blog, brauchen Sie keine Landing Page, sondern ein Blogartikel zum Thema übernimmt diese Funktion. In diesem Beitrag habe ich beispielsweise meinen neuen Social-Media-Newsroom vorgestellt (in diesem Fall also eine neue eigene Unterseite, die aber als eigenständiges Angebot funktioniert).

4. Machen Sie es allgemein bekannt
Eine neue Website oder ein grundlegender Relaunch ist eine gute Gelegenheit für ein Mailing an Kunden und Kooperationspartner. Wenn Sie einen Newsletter haben, gehört die Information dort hinein. Aber bitte nicht nur mit ein paar dürren Worten zu den Tatsachen. Sagen Sie Ihren Lesern, was diesen die neue Website bringt und warum sie sie besuchen sollten. Teilen Sie Ihre Begeisterung über die neue Gestaltung oder berichten Sie vom Entstehungsprozess.

Auch eine Pressemitteilung an Online-Presseportale können Sie in Betracht ziehen. Aber nur dann, wenn Sie auch wirklich etwas zu berichten haben, was über die reine Information hinausgeht. Ansonsten ist eine neue Homepage heute nicht mehr unbedingt eine Meldung wert. Eine große Presseaktion an wichtige Medien bleibt erst recht solchen Fällen vorbehalten, in denen die Website wirklich signifikant Neues oder gar Aufsehenerregendes bietet.

5. Verstetigen Sie den Informationsfluss
Ich habe es eingangs bereits angesprochen: Wer im Web dauerhaft präsent sein will, den Pagerank der Website steigern und konstant im Gespräch bleiben will, braucht eine gute Vernetzung im Social Web. Besonders dann, wenn regelmäßig Neues zu vermelden ist. In einem Blogbeitrag vor längerer Zeit habe ich einmal beispielhaft einen solchen Workflow dargestellt. Der hat sich natürlich mittlerweile stark verändert, denn die Angebote haben sich weiterentwickelt und dementsprechend haben sich einige meiner Schwerpunkte verschoben. Aber das Prinzip funktioniert nach wie vor, wie dort dargestellt.

Wenn also Ihre neue Website jetzt “steht”, könnte ja der nächste Schritt darin bestehen, ins Mitmach-Web durchzustarten. Aber das ist wieder ein ganz eigenes Thema … (Siehe dazu auch das oben verlinkte eBook.)

-

Nächste Folge:
18. Technik und Sicherheit im laufenden Betrieb (erscheint am Mittwoch, 20. Juli 2011)

Bisher erschienen:
Kostenloser Blog-Workshop “Neue Website”: Stellen Sie vorab Ihre Fragen, bitte!
1. Einleitung: So wird Ihre Website ein Erfolg
2. Strategie: Erst das Ziel, dann die Fahrkarte
3. Vorarbeit: Zeitplan und Entscheidungswege
4. Entscheidung: Website, Blog – oder beides?
5. CMS: Wie kommen Ihre Inhalte ins Netz?
6. Webhosting: Wo wohnt Ihre Homepage?
7. Design: Eine gute Website wie ein gutes Buch
8. Barrierefreiheit: Was bedeutet das?
9. Aufbau: Die Struktur folgt Ihren Zielen
10. SEO: Für Suchmaschinen optimieren
11. Webtexte: Für die richtigen Leser schreiben
12. Recht: Was dürfen Sie, was ist gefährlich?
13. Webshop: Verkaufen im Internet
14. Businessfotografie: Gute Bilder entscheiden
15. Videos: Mit Filmen für Ihr Unternehmen werben
16. Budget: Nicht an den falschen Stellen sparen
17. Social Web: Links und Spuren zu Ihrem Angebot

-
Planen Sie die Website Ihres Unternehmens neu aufzubauen, anders zu gestalten oder textlich zu überarbeiten? Oder wollen Sie Ihre statische Website dynamischer machen und an das Social Web anbinden? Dann ist diese Serie für Sie interessant.
In Form eines Workshops – mit Fachbeiträgen und Checklisten – behandle ich viele verschiedene Aspekte, die für eine gute und funktionale Website essenziell sind. Fachleute aus verschiedenen … [more]
Blog-Workshop  Blogs  Kerstin_Hoffmann  Kommunikation  Kunden  Kundennutzen  PR  PR-Doktor  Public_Relations  Social_Media  Werbung  from google
july 2011 by matthiasfromm
Folge 66: Neupiraten oder: Wie man sich in der Piratenpartei zurechtfindet
Maha und Christopher Lauer (@schmidtlepp) geben Tipps für Neupiraten und „intensiv Interessierte“, die in der Piratenpartei aktiv werden wollen. Diese Folge ist sozusagen eine Sonderfolge, die für längere Zeit als Einstiegshilfe für Neupiraten zur Verfügung stehen soll.

Podcast

Dauer: ca. 1 h 33 min (direkter Link auf die mp3-Datei)

Links

„PW“ verweist auf das Wiki der Piratenpartei, „WP“ auf die Wikipedia:

PW: Christopher Lauer
PW: Mitglied werden
PW: Infos für Neupiraten

Direkter Kontakt im wirklichen Leben

PW: Landesverbände
PW: Crewkonzept
PW: Stammtische, Treffen
PW: OpenMind
PW: Parteitag
PW: DasCamp
WP: Useriner Mühle

Virtuelle Stammtische

WP: Mumble
erwähnte Person (PW): Sebastian Jabbusch
PW: Dicker Engel
Blog: Dezentrales Clustern
WP: IRC
PW: IRC
PW: Mailinglisten, Liste der Mailinglisten
PW: Syncom
PW: Twitter etc.: Microblogging
erwähnte Person (PW): zeitweise
PW: Liste der Piraten bei Twitter/identi.ca
WP: Jabber

Online-Informationsquellen

Blog: Pressemitteilungen der Piratenpartei
WP: Epiphanie
WP: Truchtlaching
PW: Berliner Wahlkampfportal
Blogs: Piraten-Mond, kleinere Liste der Piratenblogs
PW: Blogs
PW: Flaschenpost
WP: Podcast
erwähnte Person (WP): Tim Pritlove
maha’s historischer Blogbeitrag über Potcasts
Podcast von zeitweise und Christopher: Piratengespräche
Podcast: Hauptstadtpiraten
Podcast: Edelstoff
Podcast: Piratencafé
Live-Webradio: Piratenradio
piratenaffiner Podcast: 1337kultur
piratenaffiner Podcast: politology
piratenaffiner Podcast: Chaos Radio Express
Podcast: alternativlos
Blog: neusprech.org

Liquid Feedback

WP: LiquidFeedback
Klabautercasts zu Liquid Democracy und LiquidFeedback
Folgen  Politische_Bildung  kommunikation  liquid_democracy  liquid_feedback  neupiraten  veranstaltung  from google
july 2011 by matthiasfromm
Space Shuttle Atlantis – STS 135 und der Final Countdown
Jetzt ist es endgültig. Sofern keine technischen Probleme auftreten, wird das Space Shuttle Atlantis mit der Mission STS-135 das definitive Ende der Ära der bemannten amerikanischen Weltraumfähren einleiten. UM 17.26 Uhr MESZ wird die Raumfähre vom Launch Pad 39A des Kennedy Space Center in Florida zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen. Nach erfolgreichem Rückflug am 20. Juli werden die wiederverwendbaren Raumfähren nur noch für die Museen recyclet.

Atlantis (STS-135) rollout to Launch Pad 39A

Das Programm für den letzten Raumflug des Space Shuttle klingt reichlich unambitioniert. Der Versorgungsflug zur ISS umfasst den Transport eines Multi-Purpose Logistics Module (MPLM) „Raffaello“ und einer Trägereinheit vom Typ „LMC“.
Gegenüber der vorangegangenen Mission STS-134 und der spannenden Missionsgeschichte der „Atlantis“ eine Mission mit gebremstem Schaum. Das Space Ship „OV-104“ hatte u. a. die spektakulären gemeinsamen Missionen mit Russland zur Raumstation „Mir“ geflogen und seine Crew reparierte zum letzten Mal das Hubble Space Telescope.

Nach 30 Jahren geht das Shuttle-Programm zu Ende. Es war, wie man weiss, letztendlich zu teuer, zu komplex und zu unsicher, wie die Tragödien der Shuttles „Challenger“ und „Columbia“ demonstrierten. Ein Nachfolgeprogramm, das Amerika einen autonomen bemannten Zugang zum All eröffnet ist nur in Ansätzen in Sicht und setzt, nicht zuletzt aufgrund klammer Haushalte, auf die ökonomische Potenz und Innovationsfähigkeit privater Unternehmen. Trotz all dieser objektiven Daten geht mit dem Flug der „Atlantis“ eine emotionale Bindung zum Ende. Die Raumfähren haben für Generationen einen imginären Zugang zum Weltall garantiert, auch wenn es auch nicht mehr der Mond war und nur der erdnahe Orbit. Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass bemannte Raumfahrt auf Jahre hinaus nur noch mit den noch rustikaleren russischen „Sojus“ stattfinden wird.

Das Shuttle „Atlantis“ ist für STS-135 nur mit einer Minimalbesatzung von vier Astronauten besetzt. Für diesen Raumflug gibt es keine „LON-Bereitschaft“ in Form einer startbereiten zweiten Raumfähre. Sollte der Hitzeschild während des Aufstiegs irreparabel beschädigt werden, müssen die vier Besatzungmitglieder auf der ISS ausharren, bis sie mit russischen Raumschiffen ausgeflogen werden können. Dafür wurden die Astronauten extra trainiert und Vorkehrungen bis hin zu individuell angefertigten Raumanzügen und Schalensitzen für die „Sojus“ getroffen.

STS-125, fünfter Wartungsflug zum Hubble-Weltraumteleskop, 2009, Credit: Thierry Legault
„I’m a poor lonesome cowboy, and a long way from home“. (Lucky Luke und Jolly Jumper)

Am 20. Juli 1969 landeten die Amerikaner auf dem Mond, am 20. Juli 2011 werden sie zunächst zum letzten Mal aus eigener Kraft mit dem letzten amerikanische Shuttle auf der Erde landen. Die „Atlantis“ wird danach ihren weiteren Weg als Subjekt der Wissensvermittlung und naturwissenschaftlichen Bildung antreten. Wie es sich mit der bemannten Raumfahrt entwickeln wird, muss sich allerdings noch zeigen. Den letzten Flug des Space Shuttle gibt es live bei NASA-TV und bei Space Livecast.

Diskutiere über die letzte Mission des Space Shuttle Atlantis auch im Forum Alpha Centauri!
Raumfahrt  Atlantis  Bemannte_Raumfahrt  Challenger  Columbia  Kommunikation  Raumstation_Mir  STS-135  Wissenschaft  from google
july 2011 by matthiasfromm
Online-Workshop ‘Neue Website’, Folge 16 Budget: Nicht an den falschen Stellen sparen
Gastbeitrag von Christian Henner-Fehr
Wer wenig Geld hat, hat oft das Nachsehen, wenn es um Werbung und PR geht. Auch hier finden sich Lösungen - aber bitte an den richtigen Stellen!

Wenn Sie die bisherigen Beiträge des Online-Workshops „Neue Website“ verfolgt haben, dann wissen Sie bereits, worauf es bei der Erstellung einer Website ankommt. Was soll ich Ihnen also noch erzählen, zumal ich selbst über keine eigene Website verfüge und beim Start meines Blogs noch nicht einmal wusste, welche Ziele ich erreichen möchte? Nur eines wusste ich aber damals: Ich wollte kein Geld für meine Web-Aktivitäten ausgeben.

Keine Website, keine Ahnung und kein Geld. Das waren vor knapp fünf Jahren die Voraussetzungen für meinen Start ins Internet und damit war ich nicht alleine. Viele Nonprofit-Organisationen, darunter viele Kultureinrichtungen, aber auch Kleinunternehmen wie ich eines war und bin, begannen so wie ich bei null.

Heute ist das etwas anders, ich habe nach wie vor „nur“ ein Blog, aber über meine Ziele weiß ich mittlerweile recht gut Bescheid und ganz ohne Kosten geht es nun auch nicht mehr ab. Aber was ist, wenn ich kein oder nur ein kleines Budget für die Erstellung meiner Website habe, so wie das bei vielen Nonprofit-Organisationen immer wieder der Fall ist?

„Für die meisten Unternehmen ist die eigene Website heute das zentrale Kommunikations- und Kontaktmedium“, hat Kerstin Hoffmann zum Auftakt ihres Online-Workshops geschrieben. Was aber möchte ich überhaupt über meine Website kommunizieren und von wem möchte ich kontaktiert werden? Zwar hat, wer über wenig Geld verfügt, meist auch wenig Zeit, aber ein paar Gedanken sollte man sich schon über die Ziele der zukünftigen Website machen. In so einem Fall ist es recht hilfreich, auf Vorlagen zurückgreifen zu können und strukturiert vorzugehen. Der Projektmanagement-Experte Stefan Hagen hat schon vor längerer Zeit eine solche für die 30 Minuten Projektplanung erstellt. Weniger Planung ist unseriös und führt langfristig zu Ergebnissen, die Sie vermutlich teurer zu stehen kommen als die investierte Zeit in die Planung Ihrer Website.

Mögliche Ziele:

Über die eigenen Aktivitäten informieren
Über die Institution/den Verein/das Unternehmen informieren
Veranstaltungen ankündigen
Dienstleistungen und/oder Produkte anbieten
Dialog mit Zielgruppen

Blog oder Website? Diese Frage werden Sie sich vermutlich irgendwann stellen und dann auch beantworten müssen. „Zu einem seriösen, gut aufgestellten Unternehmen gehört eine Website, die hochwertig und professionell herüberkommt“, hat Kerstin Hoffmann in Folge 4 ihres Online-Workshops („Entscheidung: Website, Blog – oder beides?“) geschrieben und damit zugleich den Rahmen für Ihre Entscheidung abgesteckt.

Ob Sie sich für eine statische Website oder ein dynamisches Blog entscheiden, hängt von vielen Faktoren ab. Haben Sie viele Inhalte und arbeiten Sie auch mit multimedialen Formaten wie Foto und Video, spricht einiges für ein Blog. Dient Ihre Seite vor allem als Visitenkarte, tut es auch eine statische Seite, auf der die wichtigsten Informationen über Sie abrufbar sind.

Klar ist aber, dass Sie auf alle Fälle ein Content Management System (CMS) verwenden sollten. Oliver Steinke hat sich in Folge 5 des Workshops („CMS: Wie kommen Ihre Inhalte ins Netz?“) ausführlich mit möglichen Entscheidungskriterien beschäftigt. Wer nur über ein kleines Budget verfügt, kommt an den verschiedenen Open Source Lösungen wie TYPO3, Joomla oder WordPress nicht vorbei, da diese kostenlos zur Verfügung stehen. Ob Sie sich dabei für eine Website oder ein Blog entschieden haben, spielt dabei keine Rolle, die genannten Lösungen lassen sich für statische und dynamische Seiten verwenden.

Zwar haben Sie nun für die Software nichts zahlen müssen, Kosten verursachen kann dann aber die Einrichtung der Software. Dies vor allem dann, wenn Sie keine Ahnung von solchen Dingen haben. In diesem Fall kommt dann noch eine zusätzliche Variante ins Spiel, nämlich die webgehostete Lösung. Sie bietet sich auch dann an, wenn Sie sich mit der Technik gar nicht beschäftigen wollen.

Wenig Geld? Ball flach halten!
Je weniger Vorstellungen und je weniger Zeit und Geld Sie haben, desto mehr spricht dafür, dass Sie zu Beginn den Ball flach halten. Registrieren Sie sich bei WordPress.com und richten Sie sich ein Blog ein. Ob Sie dort eine kostenlose Subdomain (zum Beispiel: http://nameihrereinrichtung.wordpress.com) oder eine eigene (kostenpflichtige) Domain (zum Beispiel: http://www.nameihrereinrichtung.de) verwenden, bleibt Ihnen überlassen. Im nächsten Schritt müssen Sie sich für eine der rund 100 Layoutvorlagen entscheiden. Entspricht keine Ihren Vorstellungen, sollten Sie sich für eine servergehostete Variante entscheiden, damit Sie mehr Freiheiten bei der Auswahl Ihres Layouts haben.

Die Blogsoftware eignet sich einerseits für einen kontinuierlichen Nachrichtenstrom (dafür ist sie eigentlich gedacht), aber andererseits lassen sich damit natürlich auch eher statische Seiten entwickeln, auf denen man über sich und sein Produktportfolio informiert (siehe die Seite der Künstlerin Nathalie Pelet). Wenn es Ihre Ressourcen zulassen, spricht natürlich nichts dagegen, dass Sie sich gleich für ein Doppelpack von Website und Blog entscheiden. Der Aufwand in der Installation ist kaum größer und auch die Kostenfrage fällt nicht entscheidend ins Gewicht.

Wichtig ist, dass Sie flexibel sind und nicht allzu viel Zeit und Geld investiert haben, um so auf sich wandelnde Bedürfnisse und Wünsche reagieren zu können. Je spezieller die sind, desto mehr Freiräume benötigen Sie, auch im Hinblick auf das Design. Geht es darum, eine bereits existierende CI auf eine Website zu übertragen, kommen Sie nicht darum herum, eine eigene Seite aufzusetzen und sich das entsprechende Layout erstellen zu lassen (so Sie das nicht selbst können). Eine webgehostete Lösung kommt da nicht mehr in Frage.

Ähnlich verhält es sich auch mit den Themen Barrierefreiheit (Folge 8 des Workshops) oder SEO (Folge 10). Je größer Ihre Ansprüche, desto individueller und damit teurer die Lösung. Stehen Ihnen die benötigten Ressourcen nicht zur Verfügung, müssen Sie an dieser Stelle eben Abstriche machen.

Verzicht muss nicht auf Dauer sein
Aber dieser Verzicht muss ja nicht auf Dauer sein. Im Laufe der Zeit werden Sie herausfinden, was Ihnen wichtig ist und in welche Richtung Sie Ihre Website oder Ihr Blog entwickeln wollen. Viele Online-Aktivitäten begannen auf einem webgehosteten Blog, dessen Inhalte dann eines Tages auf eine eigene Seite umzogen, wo Blog und statische Inhalte nebeneinander Platz fanden.

Das beste Beispiel ist die Seite, auf der Sie sich gerade befinden. Was ursprünglich mal hier als Experiment begann, ist heute eine weithin sichtbare und professionell betriebene Präsenz. Aber bedenken Sie: nicht jeder kann es sich leisten, mit einem Experiment zu beginnen. Wenn der Webauftritt ein wichtiger Bestandteil Ihrer Kommunikation ist und Sie über sie Startphase schon hinaus sind, dann sollten Sie bei der Entwicklung Ihrer Webpräsenz nicht am falschen Platz sparen.

Christian Henner-Fehr lebt und arbeitet als Kulturberater in Wien. Er ist Mitbegründer der stARTconference, betreibt seit 2006 das Kulturmanagement Blog und twittert als @kulturmanager.

 

 

 

Nächste Folge:
17. Social Web: Links und Spuren zu Ihrer Website (erscheint am Mittwoch, 13. Juli 2011)

Bisher erschienen:
Kostenloser Blog-Workshop “Neue Website”: Stellen Sie vorab Ihre Fragen, bitte!
1. Einleitung: So wird Ihre Website ein Erfolg
2. Strategie: Erst das Ziel, dann die Fahrkarte
3. Vorarbeit: Zeitplan und Entscheidungswege
4. Entscheidung: Website, Blog – oder beides?
5. CMS: Wie kommen Ihre Inhalte ins Netz?
6. Webhosting: Wo wohnt Ihre Homepage?
7. Design: Eine gute Website wie ein gutes Buch
8. Barrierefreiheit: Was bedeutet das?
9. Aufbau: Die Struktur folgt Ihren Zielen
10. SEO: Für Suchmaschinen optimieren
11. Webtexte: Für die richtigen Leser schreiben
12. Recht: Was dürfen Sie, was ist gefährlich?
13. Webshop: Verkaufen im Internet
14. Businessfotografie: Gute Bilder entscheiden
15. Videos: Mit Filmen für Ihr Unternehmen werben
16. Budget: Nicht an den falschen Stellen sparen

-
Planen Sie die Website Ihres Unternehmens neu aufzubauen, anders zu gestalten oder textlich zu überarbeiten? Oder wollen Sie Ihre statische Website dynamischer machen und an das Social Web anbinden? Dann ist diese Serie für Sie interessant.
In Form eines Workshops – mit Fachbeiträgen und Checklisten – behandle ich viele verschiedene Aspekte, die für eine gute und funktionale Website essenziell sind. Fachleute aus verschiedenen Spezialgebieten tragen in Gastbeiträgen Insider-Tipps und wertvolles Wissen bei. – Der Workshop ist kostenfrei abrufbar, als offen hier im Blog publizierte Serie. Sie müssen sich nicht anmelden und sind an keine Zeiten gebunden. Bereits Veröffentlichtes bleibt online. Sie können also jederzeit von Anfang an einsteigen. Wenn Sie automatisch von diesen (und anderen) Beiträgen erfahren wollen, können Sie

den RSS-Feed dieses Blogs abonnieren
sich für den monatlichen Newsletter “PR-Doktor PLUS” anmelden (Formular gleich hier in der rechten Seitenleiste)
oder diese Angebote nutzen: Facebook-Page | Twitter | Friendfeed | Delicious | Mister Wong | Amplify | Diigo


Die Meinung der Gastautoren muss nicht mit der Meinung der Blog-Betreiberin übereinstimmen.

 

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:
Online-Workshop ‘Neue Website’, Folge 4 Entscheidung: Website, Blog – oder beides?
Online-Workshop ‘Neue Website’, Folge 3 Vorarbeit: Zeitplan und Entscheidungswege
Online-Workshop ‘Neue Website’, Folge 2 Strategie: Erst das Ziel, dann die Fahrkarte
Blog-Workshop  Blogs  budget  Christian_Henner-Fehr  Kerstin_Hoffmann  Kommunikation  kulturmanager  Kunden  Kundennutzen  PR  PR-Doktor  Public_Relations  Social_Media  Werbung  from google
july 2011 by matthiasfromm
Online-Workshop ‘Neue Website’, Folge 16 Budget: Nicht an den falschen Stellen sparen
Gastbeitrag von Christian Henner-Fehr
Wer wenig Geld hat, hat oft das Nachsehen, wenn es um Werbung und PR geht. Auch hier finden sich Lösungen - aber bitte an den richtigen Stellen!

Wenn Sie die bisherigen Beiträge des Online-Workshops „Neue Website“ verfolgt haben, dann wissen Sie bereits, worauf es bei der Erstellung einer Website ankommt. Was soll ich Ihnen also noch erzählen, zumal ich selbst über keine eigene Website verfüge und beim Start meines Blogs noch nicht einmal wusste, welche Ziele ich erreichen möchte? Nur eines wusste ich aber damals: Ich wollte kein Geld für meine Web-Aktivitäten ausgeben.

Keine Website, keine Ahnung und kein Geld. Das waren vor knapp fünf Jahren die Voraussetzungen für meinen Start ins Internet und damit war ich nicht alleine. Viele Nonprofit-Organisationen, darunter viele Kultureinrichtungen, aber auch Kleinunternehmen wie ich eines war und bin, begannen so wie ich bei null.

Heute ist das etwas anders, ich habe nach wie vor „nur“ ein Blog, aber über meine Ziele weiß ich mittlerweile recht gut Bescheid und ganz ohne Kosten geht es nun auch nicht mehr ab. Aber was ist, wenn ich kein oder nur ein kleines Budget für die Erstellung meiner Website habe, so wie das bei vielen Nonprofit-Organisationen immer wieder der Fall ist?

„Für die meisten Unternehmen ist die eigene Website heute das zentrale Kommunikations- und Kontaktmedium“, hat Kerstin Hoffmann zum Auftakt ihres Online-Workshops geschrieben. Was aber möchte ich überhaupt über meine Website kommunizieren und von wem möchte ich kontaktiert werden? Zwar hat, wer über wenig Geld verfügt, meist auch wenig Zeit, aber ein paar Gedanken sollte man sich schon über die Ziele der zukünftigen Website machen. In so einem Fall ist es recht hilfreich, auf Vorlagen zurückgreifen zu können und strukturiert vorzugehen. Der Projektmanagement-Experte Stefan Hagen hat schon vor längerer Zeit eine solche für die 30 Minuten Projektplanung erstellt. Weniger Planung ist unseriös und führt langfristig zu Ergebnissen, die Sie vermutlich teurer zu stehen kommen als die investierte Zeit in die Planung Ihrer Website.

Mögliche Ziele:

Über die eigenen Aktivitäten informieren
Über die Institution/den Verein/das Unternehmen informieren
Veranstaltungen ankündigen
Dienstleistungen und/oder Produkte anbieten
Dialog mit Zielgruppen

Blog oder Website? Diese Frage werden Sie sich vermutlich irgendwann stellen und dann auch beantworten müssen. „Zu einem seriösen, gut aufgestellten Unternehmen gehört eine Website, die hochwertig und professionell herüberkommt“, hat Kerstin Hoffmann in Folge 4 ihres Online-Workshops („Entscheidung: Website, Blog – oder beides?“) geschrieben und damit zugleich den Rahmen für Ihre Entscheidung abgesteckt.

Ob Sie sich für eine statische Website oder ein dynamisches Blog entscheiden, hängt von vielen Faktoren ab. Haben Sie viele Inhalte und arbeiten Sie auch mit multimedialen Formaten wie Foto und Video, spricht einiges für ein Blog. Dient Ihre Seite vor allem als Visitenkarte, tut es auch eine statische Seite, auf der die wichtigsten Informationen über Sie abrufbar sind.

Klar ist aber, dass Sie auf alle Fälle ein Content Management System (CMS) verwenden sollten. Oliver Steinke hat sich in Folge 5 des Workshops („CMS: Wie kommen Ihre Inhalte ins Netz?“) ausführlich mit möglichen Entscheidungskriterien beschäftigt. Wer nur über ein kleines Budget verfügt, kommt an den verschiedenen Open Source Lösungen wie TYPO3, Joomla oder WordPress nicht vorbei, da diese kostenlos zur Verfügung stehen. Ob Sie sich dabei für eine Website oder ein Blog entschieden haben, spielt dabei keine Rolle, die genannten Lösungen lassen sich für statische und dynamische Seiten verwenden.

Zwar haben Sie nun für die Software nichts zahlen müssen, Kosten verursachen kann dann aber die Einrichtung der Software. Dies vor allem dann, wenn Sie keine Ahnung von solchen Dingen haben. In diesem Fall kommt dann noch eine zusätzliche Variante ins Spiel, nämlich die webgehostete Lösung. Sie bietet sich auch dann an, wenn Sie sich mit der Technik gar nicht beschäftigen wollen.

Wenig Geld? Ball flach halten!
Je weniger Vorstellungen und je weniger Zeit und Geld Sie haben, desto mehr spricht dafür, dass Sie zu Beginn den Ball flach halten. Registrieren Sie sich bei WordPress.com und richten Sie sich ein Blog ein. Ob Sie dort eine kostenlose Subdomain (zum Beispiel: http://nameihrereinrichtung.wordpress.com) oder eine eigene (kostenpflichtige) Domain (zum Beispiel: http://www.nameihrereinrichtung.de) verwenden, bleibt Ihnen überlassen. Im nächsten Schritt müssen Sie sich für eine der rund 100 Layoutvorlagen entscheiden. Entspricht keine Ihren Vorstellungen, sollten Sie sich für eine servergehostete Variante entscheiden, damit Sie mehr Freiheiten bei der Auswahl Ihres Layouts haben.

Die Blogsoftware eignet sich einerseits für einen kontinuierlichen Nachrichtenstrom (dafür ist sie eigentlich gedacht), aber andererseits lassen sich damit natürlich auch eher statische Seiten entwickeln, auf denen man über sich und sein Produktportfolio informiert (siehe die Seite der Künstlerin Nathalie Pelet). Wenn es Ihre Ressourcen zulassen, spricht natürlich nichts dagegen, dass Sie sich gleich für ein Doppelpack von Website und Blog entscheiden. Der Aufwand in der Installation ist kaum größer und auch die Kostenfrage fällt nicht entscheidend ins Gewicht.

Wichtig ist, dass Sie flexibel sind und nicht allzu viel Zeit und Geld investiert haben, um so auf sich wandelnde Bedürfnisse und Wünsche reagieren zu können. Je spezieller die sind, desto mehr Freiräume benötigen Sie, auch im Hinblick auf das Design. Geht es darum, eine bereits existierende CI auf eine Website zu übertragen, kommen Sie nicht darum herum, eine eigene Seite aufzusetzen und sich das entsprechende Layout erstellen zu lassen (so Sie das nicht selbst können). Eine webgehostete Lösung kommt da nicht mehr in Frage.

Ähnlich verhält es sich auch mit den Themen Barrierefreiheit (Folge 8 des Workshops) oder SEO (Folge 10). Je größer Ihre Ansprüche, desto individueller und damit teurer die Lösung. Stehen Ihnen die benötigten Ressourcen nicht zur Verfügung, müssen Sie an dieser Stelle eben Abstriche machen.

Verzicht muss nicht auf Dauer sein
Aber dieser Verzicht muss ja nicht auf Dauer sein. Im Laufe der Zeit werden Sie herausfinden, was Ihnen wichtig ist und in welche Richtung Sie Ihre Website oder Ihr Blog entwickeln wollen. Viele Online-Aktivitäten begannen auf einem webgehosteten Blog, dessen Inhalte dann eines Tages auf eine eigene Seite umzogen, wo Blog und statische Inhalte nebeneinander Platz fanden.

Das beste Beispiel ist die Seite, auf der Sie sich gerade befinden. Was ursprünglich mal hier als Experiment begann, ist heute eine weithin sichtbare und professionell betriebene Präsenz. Aber bedenken Sie: nicht jeder kann es sich leisten, mit einem Experiment zu beginnen. Wenn der Webauftritt ein wichtiger Bestandteil Ihrer Kommunikation ist und Sie über sie Startphase schon hinaus sind, dann sollten Sie bei der Entwicklung Ihrer Webpräsenz nicht am falschen Platz sparen.

Christian Henner-Fehr lebt und arbeitet als Kulturberater in Wien. Er ist Mitbegründer der stARTconference, betreibt seit 2006 das Kulturmanagement Blog und twittert als @kulturmanager.

 

 

 

Nächste Folge:
17. Social Web: Links und Spuren zu Ihrer Website (erscheint am Mittwoch, 13. Juli 2011)

Bisher erschienen:
Kostenloser Blog-Workshop “Neue Website”: Stellen Sie vorab Ihre Fragen, bitte!
1. Einleitung: So wird Ihre Website ein Erfolg
2. Strategie: Erst das Ziel, dann die Fahrkarte
3. Vorarbeit: Zeitplan und Entscheidungswege
4. Entscheidung: Website, Blog – oder beides?
5. CMS: Wie kommen Ihre Inhalte ins Netz?
6. Webhosting: Wo wohnt Ihre Homepage?
7. Design: Eine gute Website wie ein gutes Buch
8. Barrierefreiheit: Was bedeutet das?
9. Aufbau: Die Struktur folgt Ihren Zielen
10. SEO: Für Suchmaschinen optimieren
11. Webtexte: Für die richtigen Leser schreiben
12. Recht: Was dürfen Sie, was ist gefährlich?
13. Webshop: Verkaufen im Internet
14. Businessfotografie: Gute Bilder entscheiden
15. Videos: Mit Filmen für Ihr Unternehmen werben
16. Budget: Nicht an den falschen Stellen sparen

-
Planen Sie die Website Ihres Unternehmens neu aufzubauen, anders zu gestalten oder textlich zu überarbeiten? Oder wollen Sie Ihre statische Website dynamischer machen und an das Social Web anbinden? Dann ist diese Serie für Sie interessant.
In Form eines Workshops – mit Fachbeiträgen und Checklisten – behandle ich viele verschiedene Aspekte, die für eine gute und funktionale Website essenziell sind. Fachleute aus verschiedenen Spezialgebieten tragen in Gastbeiträgen Insider-Tipps und wertvolles Wissen bei. – Der Workshop ist kostenfrei abrufbar, als offen hier im Blog publizierte Serie. Sie müssen sich nicht anmelden und sind an keine Zeiten gebunden. Bereits Veröffentlichtes bleibt online. Sie können also jederzeit von Anfang an einsteigen. Wenn Sie automatisch von diesen (und anderen) Beiträgen erfahren wollen, können Sie

den RSS-Feed dieses Blogs abonnieren
sich für den monatlichen Newsletter “PR-Doktor PLUS” anmelden (Formular gleich hier in der rechten Seitenleiste)
oder diese Angebote nutzen: Facebook-Page | Twitter | Friendfeed | Delicious | Mister Wong | Amplify | Diigo


Die Meinung der Gastautoren muss nicht mit der Meinung der Blog-Betreiberin übereinstimmen.

 

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:
Online-Workshop ‘Neue Website’, Folge 4 Entscheidung: Website, Blog – oder beides?
Online-Workshop ‘Neue Website’, Folge 3 Vorarbeit: Zeitplan und Entscheidungswege
Online-Workshop ‘Neue Website’, Folge 2 Strategie: Erst das Ziel, dann die Fahrkarte
Blog-Workshop  Blogs  budget  Christian_Henner-Fehr  Kerstin_Hoffmann  Kommunikation  kulturmanager  Kunden  Kundennutzen  PR  PR-Doktor  Public_Relations  Social_Media  Werbung  from google
july 2011 by matthiasfromm
Video: Videonomics
Auf der Suche nach dem wirklichen Killer-Feature des Social Web ist man schon längst auf den Trichter gekommen, dass es sich nur um Bewegtbild handeln kann, wie das folgende Infovideo einmal mehr beweist.

Nur die Schwachstelle, dass man für ein gutes Video auch guten Content braucht, das haben noch nicht alle mitbekommen …

via Julian Grandke
Anschauungsmaterial  Video  Kommunikation  Online  Bedeutung  from google
july 2011 by matthiasfromm
Die wichtigsten Ergebnisse des European Communication Monitor 2011
Social Media wird in den Kommunikationsabteilungen ernst genommen und in vielen Unternehmen eingeführt.  Das sind Ergebnisse des Ende Juni 2011 veröffentlichten European Communication Monitor 2011, eine Gemeinschaftsprojekt aus elf Ländern unter Leitung von Professor Dr. Ansgar Zerfaß (Universität Leipzig). Der European Communication Monitor wird einmal jährlich veröffentlicht und ist eine der umfangreichsten wissenschaftlichen Untersuchungen zum Kommunikationsmanagement und der PR. Es wurden insgesamt 2.209 Kommunikationsverantwortliche aus Europa befragt (siehe 2010 Studie).

Uns interessiert in dem 130 Seiten umfassenden Bericht natürlich in erster Linie, inwieweit soziale Medien wie Facebook, Twitter, Blogs & Co. bereits professionell für die Kommunikation genutzt werden und in der Organisationsstruktur der Unternehmen verankert sind. Spannend ist sicherlich aber auch der Blick auf das Know-how der Kommunikationsexperten im Bereich Social Media. Die Kommunikationsabteilungen im Unternehmen gewinnen immer mehr an Einfluss, da sie in vielen Fällen sehr eng mit dem CEO und der Geschäftsleitung zusammenarbeiten – und dabei auch in strategische Geschäftsentscheidungen involviert sind.

Bei der Einschätzung der wichtigsten Aufgabe im Kommunikationsmanagement sind sich die Befragten einig: Rund 54 Prozent sehen die Bewältigung des digitalen Wandels und die Nutzung von Social Media als größte Herausforderung, gefolgt von der sinnvollen Verknüpfung der Unternehmens- mit der Kommunikationsstrategie (44 Prozent).

Quelle: European Communication Monitor 2011

Das Vertrauen für das eigene Unternehmen / die Marke zu stärken, ist dabei primäres Ziel von Kommunikationsmaßnahmen.

Bei den aktuell und zukünftig genutzten Kanälen zeigt sich – nicht unbedingt überraschend – ein klarer Trend in Richtung online, während die Bedeutung der Printmedien weiter sinkt. Bis 2014 wird die Onlinekommunikation, der Beziehungsaufbau zu Online-Journalisten und Social Media-Kanäle und Plattformen den Medienmix ausmachen, das glauben zumindest die Befragten.

Der European Communication Monitor widmet sich dann verstärkt den Organisationsrahmen für Social Media im Unternehmen. Dabei zeigt sich, dass solche Strukturen in vielen Kommunikationsabteilungen immer noch fehlen bzw. erst für 2011 geplant sind.

30,2 Prozent haben keine Social Media Guidelines implementiert,
42 Prozent führen kein Social Media Monitoring durch,
bei 50,8 Prozent fehlen Trainings- und Schulungsprogramme für Social Media und
KPIs zum Messen der Social Media-Aktivitäten fehlen bei 48,3 Prozent gänzlich.

Im Vergleich zur Befragung des Vorjahrs zeigt sich jedoch, dass solche Strukturen schneller als noch im letzten Jahr geplant bereits umgesetzt wurden. So haben 2010 nur 31,8 Prozent die Implementierung von Social Media Guidelines geplant, tatsächlich umgesetzt wurden diese jedoch bei knapp 40 Prozent. Das heißt, viele Kommunikationsabteilugen haben erkannt, dass Social Media kein vorübergehender Hype ist und sie schnell aktiv werden müssen.

Was die Fähigkeiten der Kommunikationsexperten im Bereich Social Media betrifft, so ist in vielen Fällen noch ein großer Nachholbedarf vorhanden. Es bestehen insbesondere Unsicherheiten, wie Onlinedialoge mit Stakeholdern angestoßen werden können, welche rechtlichen Bedingungen für Social Media gelten und hinsichtlich des Community-Managements.

Bei der Betrachtung der Online- und Social Media-Kanäle zeigt sich, dass soziale Netzwerke aus Sicht der Kommunikationsexperten weiter an Relevanz gewinnen, während Blogs, Podcasts und Wikis für weniger wichtig gehalten werden.

Quelle: European Communication Monitor 2011

Mehr als die Hälfte der Kommunikationsprofis nutzt Social Media täglich, ein Viertel mehrmals pro Woche. Immerhin noch rund ein Fünftel nutzt die neuen Medien dagegen gar nicht bzw. höchstens einmal pro Woche. Hier ist festzustellen, dass die private Nutzung stärker bei den jüngeren Befragten ist und mit dem Alter abnimmt.

In Zukunft werden vor allem Social Media-Skills gefragt sein, aber auch der Aufbau von Online-Beziehungen, das Beherrschen von Kommunikationstechnologien sowie das öffentliche Auftreten und Präsentieren. In vielen Fällen fehlt es aber gerade an Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich „New Media“, obwohl hier dringend Know-how gebraucht wird.

Insgesamt betrachtet bringt der European Communication Monitor wenig wirklich überraschende Ergebnisse zutage. Die Bedeutung von Social Media ist längst erkannt, doch an der tatsächlichen Umsetzung, dem notwendigen Social Media Know-how und wichtigen Weiterbildungsangeboten fehlt es in Unternehmen noch. Trotz allem ist die Entwicklung im Bereich Social Media schneller als es die Befragten vor einem Jahr tatsächlich vermuteten.

Der Handlungsbedarf in punkto Social Media ist immer noch groß, doch ohne ein tiefergehendes Wissen um Chancen, aber auch Risiken von Social Media ist die Erarbeitung einer umfassenden Strategie schwierig. Zahlreiche isolierte Lösungen wie eine Facebook Präsenz oder einen Twitteraccount anzulegen, kann nur ein Anfang sein. Integrierte Lösungen, Social Media-Expertise im Unternehmen und funktionierende Strukturen und Prozesse werden die Herausforderung der Zukunft sein.
Kommunikation  2011  european_communication_monitor  Kommunikationsabteilung  PR  Social_Media  strukturen  Studie  from google
july 2011 by matthiasfromm
Die wichtigsten Ergebnisse des European Communication Monitor 2011
Social Media wird in den Kommunikationsabteilungen ernst genommen und in vielen Unternehmen eingeführt.  Das sind Ergebnisse des Ende Juni 2011 veröffentlichten European Communication Monitor 2011, eine Gemeinschaftsprojekt aus elf Ländern unter Leitung von Professor Dr. Ansgar Zerfaß (Universität Leipzig). Der European Communication Monitor wird einmal jährlich veröffentlicht und ist eine der umfangreichsten wissenschaftlichen Untersuchungen zum Kommunikationsmanagement und der PR. Es wurden insgesamt 2.209 Kommunikationsverantwortliche aus Europa befragt (siehe 2010 Studie).

Uns interessiert in dem 130 Seiten umfassenden Bericht natürlich in erster Linie, inwieweit soziale Medien wie Facebook, Twitter, Blogs & Co. bereits professionell für die Kommunikation genutzt werden und in der Organisationsstruktur der Unternehmen verankert sind. Spannend ist sicherlich aber auch der Blick auf das Know-how der Kommunikationsexperten im Bereich Social Media. Die Kommunikationsabteilungen im Unternehmen gewinnen immer mehr an Einfluss, da sie in vielen Fällen sehr eng mit dem CEO und der Geschäftsleitung zusammenarbeiten – und dabei auch in strategische Geschäftsentscheidungen involviert sind.

Bei der Einschätzung der wichtigsten Aufgabe im Kommunikationsmanagement sind sich die Befragten einig: Rund 54 Prozent sehen die Bewältigung des digitalen Wandels und die Nutzung von Social Media als größte Herausforderung, gefolgt von der sinnvollen Verknüpfung der Unternehmens- mit der Kommunikationsstrategie (44 Prozent).

Quelle: European Communication Monitor 2011

Das Vertrauen für das eigene Unternehmen / die Marke zu stärken, ist dabei primäres Ziel von Kommunikationsmaßnahmen.

Bei den aktuell und zukünftig genutzten Kanälen zeigt sich – nicht unbedingt überraschend – ein klarer Trend in Richtung online, während die Bedeutung der Printmedien weiter sinkt. Bis 2014 wird die Onlinekommunikation, der Beziehungsaufbau zu Online-Journalisten und Social Media-Kanäle und Plattformen den Medienmix ausmachen, das glauben zumindest die Befragten.

Der European Communication Monitor widmet sich dann verstärkt den Organisationsrahmen für Social Media im Unternehmen. Dabei zeigt sich, dass solche Strukturen in vielen Kommunikationsabteilungen immer noch fehlen bzw. erst für 2011 geplant sind.

30,2 Prozent haben keine Social Media Guidelines implementiert,
42 Prozent führen kein Social Media Monitoring durch,
bei 50,8 Prozent fehlen Trainings- und Schulungsprogramme für Social Media und
KPIs zum Messen der Social Media-Aktivitäten fehlen bei 48,3 Prozent gänzlich.

Im Vergleich zur Befragung des Vorjahrs zeigt sich jedoch, dass solche Strukturen schneller als noch im letzten Jahr geplant bereits umgesetzt wurden. So haben 2010 nur 31,8 Prozent die Implementierung von Social Media Guidelines geplant, tatsächlich umgesetzt wurden diese jedoch bei knapp 40 Prozent. Das heißt, viele Kommunikationsabteilugen haben erkannt, dass Social Media kein vorübergehender Hype ist und sie schnell aktiv werden müssen.

Was die Fähigkeiten der Kommunikationsexperten im Bereich Social Media betrifft, so ist in vielen Fällen noch ein großer Nachholbedarf vorhanden. Es bestehen insbesondere Unsicherheiten, wie Onlinedialoge mit Stakeholdern angestoßen werden können, welche rechtlichen Bedingungen für Social Media gelten und hinsichtlich des Community-Managements.

Bei der Betrachtung der Online- und Social Media-Kanäle zeigt sich, dass soziale Netzwerke aus Sicht der Kommunikationsexperten weiter an Relevanz gewinnen, während Blogs, Podcasts und Wikis für weniger wichtig gehalten werden.

Quelle: European Communication Monitor 2011

Mehr als die Hälfte der Kommunikationsprofis nutzt Social Media täglich, ein Viertel mehrmals pro Woche. Immerhin noch rund ein Fünftel nutzt die neuen Medien dagegen gar nicht bzw. höchstens einmal pro Woche. Hier ist festzustellen, dass die private Nutzung stärker bei den jüngeren Befragten ist und mit dem Alter abnimmt.

In Zukunft werden vor allem Social Media-Skills gefragt sein, aber auch der Aufbau von Online-Beziehungen, das Beherrschen von Kommunikationstechnologien sowie das öffentliche Auftreten und Präsentieren. In vielen Fällen fehlt es aber gerade an Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich „New Media“, obwohl hier dringend Know-how gebraucht wird.

Insgesamt betrachtet bringt der European Communication Monitor wenig wirklich überraschende Ergebnisse zutage. Die Bedeutung von Social Media ist längst erkannt, doch an der tatsächlichen Umsetzung, dem notwendigen Social Media Know-how und wichtigen Weiterbildungsangeboten fehlt es in Unternehmen noch. Trotz allem ist die Entwicklung im Bereich Social Media schneller als es die Befragten vor einem Jahr tatsächlich vermuteten.

Der Handlungsbedarf in punkto Social Media ist immer noch groß, doch ohne ein tiefergehendes Wissen um Chancen, aber auch Risiken von Social Media ist die Erarbeitung einer umfassenden Strategie schwierig. Zahlreiche isolierte Lösungen wie eine Facebook Präsenz oder einen Twitteraccount anzulegen, kann nur ein Anfang sein. Integrierte Lösungen, Social Media-Expertise im Unternehmen und funktionierende Strukturen und Prozesse werden die Herausforderung der Zukunft sein.
Kommunikation  2011  european_communication_monitor  Kommunikationsabteilung  PR  Social_Media  strukturen  Studie  from google
july 2011 by matthiasfromm
Google+ gegen Facebook. Der tiefgreifende Standardkrieg.
Mit Google+ hat der US-Suchmaschinengigant Google sein eigenes soziales Netzwerk gestartet und attackiert den Konkurrenten Facebook auf ureigenem Terrain. Aus ökonomischer Sicht handelt es sich um ein neues Kapitel im Abschnitt „Standardkriege im Informationszeitalter", allerdings könnten die Auswirkungen stärker sein als dies beispielsweise im Browserkrieg zwischen Microsoft und Netscape während der Dotcom-Bubble der Fall war. Beide Unternehmen scheinen für das Säbelrasseln bestens gerüstet, doch erstmal der Reihe nach.

Was ist Google+?
Google+ ist der ernstgemeinte Versuch, den „größten Fehler" der Karriere von Google-Chef Eric Schmidt zu korrigieren, nämlich: Social Media zu verschlafen und Facebook einen Nährboden zu bieten, den Zuckerberg&Co genutzt haben, um Werbemilliarden aus dem Google-Netzwerk abzuziehen. Nachdem Verhandlungen zwischen Google und Facebook bezüglich einer Partnerschaft bereits früh gescheitert waren (und sich Facebook anstelle von Google Microsoft mit seinem Suchdienst BING ins Haus holte), hat Google mit dem „Plus Project" einen Konkurrenten erschaffen, der Schwächen von Facebook nutzen und Nutzer auf die eigens erschaffene Social Media Plattform locken soll.

Sammlung von Best Practices > Facebook?

Interpretiert man die Funktionalitäten von Google+ stellt man fest, dass man nicht nur Facebook als Konkurrenten betrachtet, sondern offenbar mehrere Widersacher im Visier hat. Ist die Möglichkeit, sogenannte "Circles" zu bilden und damit Nutzerkreise und Verteilung von Nachrichten noch klar gegen Facebook positioniert, richten sich die „Hangouts" und „Huddles" -Chatmöglichkeiten mit und ohne Video- gegen das jüngst von Microsoft erworbene Skype. Auf einem Stream lassen sich Statusmeldungen des eigenen Netzwerks anzeigen, was eine Alternative zu Bookmarkdiensten wie Delicious, vor allem jedoch zu dem schnell wachsenden Kurznachrichtendienst Twitter darstellen soll. An Letzerem war Google ebenfalls stark interessiert.

Gerüchten zufolge hat man zudem das minimalistische Layout der Plattform von einem früheren Designchef von Apple entwickeln lassen. Die im Gegensatz zu Facebook erweiterten Möglichkeiten der Eingabe von Business-Informationen könnte dem Wunsch Googles entsprechen, Businessportale wie LinkedIn oder dem deutschen Copycat XING einzudämmen. Sie wissen es bereits: auch LinkedIn wird an den Aktienmärkten künftig so teuer gehandelt werden, dass eine Übernahme Google zu teuer käme, so dass Google hier offenbar einen anderen Weg wählt.

Warum der Standardkrieg tiefgreifende Auswirkungen hat.
Facebook hat in den vergangenen Jahren mit hoher Innovationskraft ein Sekundärweb realisiert, welches Marketing- und Onlinebudgets großer Unternehmen in Richtung Social Media verschoben und von Google, das von seinem AdWords-Universum lebt, potenzielle Werbeeinnahmen abgezogen hat. Durch den generellen Budgetransfer weg von der Klassik hin zu Online hat dies die Geschäftsentwicklung nicht verschlechtert, allerdings das Geschäftsrisiko von Google drastisch ansteigen lassen. Dadurch, dass die Google-Crawler aus der Facebook-Welt ausgeschlossen wurden, stieg die Sorge, in diesem Web keine Rolle mehr zu spielen und die hart erarbeitete Vormachtsstellung in Sachen Online-Werbeeinnahmen einzubüßen. Da zudem weder Partnerschaften noch Übernahmen (Facebook schürte wohl auch deswegen den Social Media Hype, um beim IPO so hohe Bewertungen zu erzielen, dass Google trotz gigantischem Bargeldbestand keine Chance haben würde, eine Übernahme zu realisieren) in Frage kamen, war der strategische Handlungsbedarf maximal. Google+ wird zudem nicht nur Facebook tangieren, sondern auch andere Firmen (siehe oben) betreffen.
Der nun begonnene Standardkrieg wird darüber entscheiden, ob es beim Web 2.0 bleibt, das Google wie keine andere Firma mitgeprägt hat oder ob Facebook als Gewinner des „Social Media War" das Netz im Netz weiter ausbauen kann. Firmen stehen dann (bei weitem stärker als jetzt) vor dem (finanziellen) Trade-Off , im „klassischen" Web oder im Facebook-Netz Präsenz zu zeigen-sowohl "organisch" mit Websites oder Fanpages als auch im PPC-Bereich. Sollte Facebook den Krieg gewinnen, würden Präsenzen auf Facebook in vielen Fällen den Nischencharakter abgeben und sich möglicherweise zu vollständigen Auftritten emanzipieren- mit entsprechend positiven Folgen für Werbeeinnahmen der Plattform.

Lange Rede, kurzer Sinn. Wer gewinnt denn nun den Krieg?
Ich hatte nur kurz Gelegenheit (Thanx for invite, Ralph.), Google+ zu nutzen, weswegen ich weniger die Funktionen, die Google+ aktuell bietet, bewerten möchte als vielmehr darauf einzugehen, wer den Standardkrieg für sich entscheiden wird.

In Varian's (der zufälligerweise Google-Chefökonom ist) „Information Rules" sind einige Kriterien für den Gewinn von Standardkriegen im Informationszeitalter definiert, wobei ich auf die wichtigsten kurz hinweisen möchte.

• „Erreichen der kritischen Masse": Hier sollte Facebook mit mehr als einer halben Milliarde Nutzern klar im Vorteil sein, wobei die riesige Euphorie bezüglich Google+ ebenfalls schnell eine Vielzahl an Nutzern bringen wird. Facebook wird hier dennoch auf Jahre unerreicht bleiben, wenngleich der Untergang von MySpace eine Warnung sein sollte.
Wertung: Vorteil Facebook.

• „Stärken in Komplementärprodukten": In diesem Feld hat Google mit seinem eigens geschaffenen Universum größte Vorteile. Google kann hier aus dem Vollen schöpfen, indem bestehende Google-Accounts zum Login genutzt werden können, Videos der Hausplattform Youtube geshared werden, die Google Desktopsuche Informationen auffinden soll etc. Facebook hat eine funktionsfähige, aber stark proprietäre Welt geschaffen, die gut ist, aber hier keinesfalls mithalten kann:
Wertung: Vorteil Google+.

• „Reputation und Brand-Effects": War der Kampf von Microsoft gegen Netscape auch ein Kampf von David gegen Goliath, ist die Lage hier schwieriger. Die weitaus etabliertere Marke ist wohl Google; da allerdings wichtigte Opinion Leader auf Facebook präsent sind, ist schwer zu beurteilen, wie Brandingeffekte und die Reputation hier wirken werden. In Europa werden die beiden Giganten aufgrund der Datenschutzproblematik kritisch beäugt.
Wertung: Vorteil Google+.

• „Property Rights": Auch im Kampf der Winklevoss-Brüder gegen Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sieht man, welche Bedeutung und welchen Wert geistiges Eigentum im Social Web hat. Patentrechte werden den diesen Wettstreit wohl nicht entscheiden. Wertung: Vorteil Facebook.

• „Fähigkeit zur Innovation": Es handelt sich bei Facebook und Google um zwei hochinnovative Firmen, wenngleich dies die Kritiker des jeweiligen Unternehmens möglicherweise anders sehen würden. Google macht mit Google+ vieles neu (weswegen mancherorts die Bedienung auch als komplex empfunden wird) und löst manche Dinge innovativer (zum Beispiel den Stream), während Facebook die Plattform strukturiert erweitert und verbessert hat.
Wertung: unentschieden.

• „Manufacturing Abilities": Obwohl Google die ersten Schritte im sozialen Web relativ zeitgleich mit Facebook unternommen hat, ist das Facebook-Team darauf getrimmt, mit neuen Releases die Plattform zu verbessern. Hierzu werben die Unternehmen gegenseitig massiv Mitarbeiter ab. Ein Vorteil für ein Unternehmen wird dann entstehen, wenn der „War for Talents", der parallel ausgefochten wird, einen Gewinner hervorbringt. Das Thema scheinen beide Unternehmen sehr ernst zu nehmen.
Wertung: unentschieden.

• „1st Mover Advantages": Der Vorteil der First Mover besteht darin, dass den Nutzern Wechselkosten zu einer neuen Plattform entstehen („Zusammengestellte" Netzwerke müssen auf einer neuen Plattform aufgebaut werden), welche so hoch sein können, dass selbst bei einem Nutzenvorteil der neuen Plattform kein Lock-In stattfindet.
Wertung: Vorteil Facebook.

Fazit
Facebook gewinnt diesen (nicht ganz ernstgemeinten) Vergleich mit 5:4. So wie es aussieht, nimmt Facebook Google+ ernst und damit die große Herausforderung an (Gerüchten zu Folge hat Mark Zuckerberg bereits ein Early Invite-Profil auf Google+ und im gleichen Atemzug mit dem Launch von Google+ große Neuigkeiten angekündigt). Google hingegen hat mit Google+ zum ersten Mal eine konkurrenzfähige Social-Media-Plattform im Markt, welche unter Anderem aufgrund der Einfachheit (mit Google-Account dauert es weniger als 15 Sekunden, bis das Profil erstellt ist) mehr als eine billige Kopie von Facebook und Twitter darstellt. Es bleibt spannend.

Wie ist Eure Meinung? Wer wird den Standard War für sich entscheiden? Oder handelt es sich möglicherweise gar nicht um einen „Krieg"? Ich freue mich auf die Diskussion.
Kommunikation  Marketing  Online_Marketing  Social_Media  User_Experience  from google
july 2011 by matthiasfromm
Online-Workshop ‘Neue Website’, Folge 15 Videos: Mit Filmen für Ihr Unternehmen werben
Gastbeitrag von Thomas Kreuer
Ein eigenes Video auf der Website: Dieses Medium nutzen immer mehr Unternehmen, beispielsweise um Image zu bilden, Informationen zu liefern und um die Webpräsenz interessanter zu machen. Das gelingt dann, wenn der Film gut gemacht und stimmig platziert ist. Dieser Artikel soll das „Warum?“, das „Was?“ und das „Wie?“ beleuchten.

WARUM? – Zahlen, Fakten, Vorteile
Mittlerweile ist die Technik so weit, dass nahezu jeder Nutzer Webvideos in guter Qualität anschauen kann. Breitbandige Internetzugänge existieren in Deutschland nahezu flächendeckend. Deswegen schauen sich immer mehr Menschen Filme im Web an. Laut einer Analyse der GfK-Fernsehforschung haben im Jahr 2005 haben gerade mal 4,5 Mio. Nutzer Videostreams genutzt, im Jahr 2010 waren es schon 14,7 Mio. Nutzer. Die Abstände, in denen sich die Zahl der aktiven Videonutzer verdoppelt, werden dabei immer kürzer.

Gleichzeitig ist die Technik zur Erstellung von Videos immer einfacher und preiswerter geworden. Vieles spricht also dafür, Videos auch auf Ihrer Internetseite einzusetzen: um Image zu bilden, Informationen zu liefern und um Ihre Webpräsenz interessanter zu machen.





Die Theorie: ein paar „hard facts“

Zahlreiche deutsche und internationale Studien belegen, dass das Einbinden von Videos in Webseiten Sinn macht. So steigt nicht nur die quantitative Nutzung stetig. Aus qualitativer Sicht liegt auch die Akzeptanz von Videos mit werblichen Inhalten deutlich über der Akzeptanz von anderen webbasierten Werbeformen.

Die „Yahoo Rich Media“-Studie zeigt zudem, dass videobasierte Werbemittel, eine sechsmal höhere Aufmerksamkeit erreichen als statische Internetwerbung. Die Erinnerung an die Inhalte von Filmen ist mehr als doppelt so hoch als bei unbewegten Werbemitteln. Eine internationale Studie von Eyeblaster Research zeigt, dass die Verweildauer auf Internetseiten mit Video um 100% höher ist, als auf Seiten ohne Video.  Imagewerte wie Markenbekannheit, Marken-Favorisierung oder Kaufabsicht erhöhen sich durch die Verwendung von Web-Video je nach Studie um 25-50%.

Dasselbe gilt für „harte“ Verkaufszahlen bei Onlineshops. Auch hier liegen Werte für Conversion-Rate (Zahl derjenigen, die nach dem Webseiten Besuch auch kaufen) und Umsatzzahlen um bis zu 50% über den Werten von Seiten, die keine Videos eingebunden haben.  Videos auf Internetseiten einzubinden verspricht einen erstklassigen „Return on Investment“. Kein Wunder also, dass laut Studien von „Marketing Sherpa“ fast alle grossen Markenartikler Webvideo als eine Top-Priorität für 2011 sehen, noch vor SEO, social media und anderen Online-Aktivitäten.

Die Praxis: einige „soft facts“

Die Gründe, warum Videos ein so erfolgreiches Tool im Internet-Marketing darstellen, sind vielfältig. Video ist ein multisensorisches Medium. Bild und Ton, unterstützt durch Musik und einen guten Schnitt, lassen das Betrachten eines Films dem realen Erleben näher kommen, als es reine Texte, Bilder oder Grafiken vermitteln könnten. Für Online-Shops kann das besonders wichtig sein, weil das Medium ein quasi haptisches Erleben eines Produktes ermöglicht.  Ein Film transportiert neben der rationalen Komponente, den reinen Fakten, immer auch eine emotionale Komponente. Dafür sorgen nicht nur die oben beschriebene Musik oder stimmungsvolle Bilder sondern z. B. auch der „Blickkontakt“ zu einem Präsenter, der Vertrauen schafft. Diese emotionale Komponente ist für eine positive Meinung zu einem Produkt und/oder Unternehmen im Zweifel wichtiger als ein rein rationaler Produktnutzen.

Ein Film schafft Nähe und Vertrauen, weil der Nutzer sich besser und ausführlicher informiert fühlt. Ein Unternehmen, das sich selbst mit einem Film darstellt, hat nichts zu verstecken. Der Kunde fühlt sich ernst genommen, da man sich offensichtlich um ihn bemüht.  Nicht ganz unwichtig ist auch der Bequemlichkeitsfaktor. Während es immer einer gewissen Anstrengung bedarf, Texte zu lesen, kann der Nutzer sich bei einem Film bequem zurücklehnen und berieseln lassen.



WAS? – Formen und Plattformen

Webvideos auf der unternehmenseigenen Website

a. Unternehmensfilm: Ein Unternehmensfilm, auch Corporate- oder Imagefilm genannt, stellt ein Unternehmen vor. Welches zentrale Versprechen macht das Unternehmen? Wer sind die Gründer, was treibt sie an, was machen sie besser als die anderen und warum ist der potenzielle Kunde hier besser aufgehoben als bei anderen Unternehmen? Wie hat das Unternehmen sich bisher entwickelt, was plant es für die Zukunft, welche Leitbilder verfolgt es?

b. Produktfilm: Produktfilme können als Produktimagefilme eine „kleine“ Version des Unternehmensfilms sein, indem sie neben dem reinen Produktnutzen auch Werte und Ansprüche vermitteln. Als reine Produktfilme dienen sie der detaillierten Beschreibung von Produkten. Wie löst das Produkt (oder auch die Dienstleistung) ein Problem? Warum macht es das besser als Wettbewerber?  Welchen Nutzen stiftet es? Dabei hängt  es von Produktkategorie, Zielgruppe und Zielsetzung ab, ob diese Filme einen eher rationalen oder auch einen emotionalen Nutzen vermitteln (z. B. das Gefühl, mit dem Produkt einen bestimmten Status zu erreichen).

c. Instructional Video: Instructional Videos sind in ihrer einfachen Form eine Art verfilmte Bedienungsanleitung in dem sie Aufbauhilfe o. ä. bieten. Instructional Videos sind eine „After Sales“-Maßnahme, die die Kundenzufriedenheit erhöhen und gleichzeitig die Anzahl von Anrufen und Nachfragen im Service verringern. In einer aufwendigeren Form können sie Produktfilme ergänzen oder ersetzen, indem sie das Produkt nicht nur vorstellen sondern auch seine Anwendung zeigen.  Darüber hinaus haben Instructional Videos immer auch einen Imagefaktor, denn die Tatsache, dass ein Unternehmen seine Produkte sehr detailliert vorstellt, wirkt sich positiv auf die Glaubwürdigkeit aus.

d. Event-Film: Ein Event-Film stellt in reportageähnlicher Form Kunden-, Produkt- oder Unternehmensevents dar und können so Produkt- oder Unternehmensfilme ergänzen. Im Einzelfall, etwa aus Budget-Gründen, können sie sie sogar ersetzen. Denn Events sind ja in der Regel so geplant, dass Unternehmen oder Produkte im besten Licht dastehen. Eine gute Event-Reportage nutzt dies und kann durchaus imagebildend sein.

e. Interaktiver Film: Interaktive Filme sind eine Sonderform, weil sie nicht nur einen Film, sondern auch eine spezielle Programmierung der Website voraussetzen. Eingesetzt werden interaktive Filme oft bei Gewinnspielen, wo der Nutzer Inhalte oder den weiteren Fortgang des Films durch seine Entscheidungen beeinflussen kann. Sie sind in der Herstellung relativ aufwendig. Denn für jede mögliche Entscheidung müssen immer verschiedene Alternativen produziert werden. Auf der andern Seite involvieren interaktive Filme den Kunden aber besonders stark. Denn um sich zu beteiligen, muss er sich besonders intensiv mit dem Produkt, dem Unternehmen oder der Dienstleistung beschäftigen.

Webvideos auf externen Seiten

a.  Klassischer Werbefilm: Immer häufiger werden Image-, Produkt- und andere Arten von Werbefilmen nicht nur auf firmeneigenen Internetseiten eingesetzt. Auch Online-Portale, Branchenverzeichnisse, Kleinanzeigen- oder Rubrikenmärkten bieten die Möglichkeit, Filme als Werbemittel einzubinden. Mehr als die Hälfte der entsprechenden Online-Plattformen bieten dies bereits neben traditionellen, statischen Formaten an.  In der Regel muss hierzu eine kurze Version eines vorhandenen Unternehmens- oder Produktfilms erstellt werden, weil Online-Vermarkter nach Dauer der eingebundenen Filme abrechnen. Alternativ wird eigens ein 30- bis 60-sekündiger Film produziert, ein Werbespot.  Ein Werbespot schafft es, innerhalb der kurzen vorgegebenen Zeit ein zentrales, wettbewerbs-differenzierendes Versprechen zu machen und dieses zu belegen. Die Gefahr besteht darin, die kurze Zeit durch zu viele Informationen zu überfrachten. Erfolgreiche Spots konzentrieren sich auf eine Kernaussage und kommunizieren diese zielgruppengerecht sachlich, humorvoll oder auch dramatisch.  Die Produktion eines Werbespots muss dabei nicht notwendigerweise hohe Budgets erfordern. Eine einfache aber einprägsame Idee kann auch ohne hollywoodmäßigen Aufwand professionell umgesetzt werden und einen Werbspot zu einer sinnvollen Investition auch für kleine und mittelständische Unternehmen werden lassen.

b.  Viralspot: Eine Sonderform des klassischen Werbespots sind so genannte Viralspots. Diese werden nicht kostenpflichtig auf entsprechenden Internetplattformen geschaltet, sondern setzten auf die Mithilfe des Betrachters. Dieser soll den Film an seine Freunde und Bekannte weiterleiten, so dass der Film sich wie von selbst („viral“) verbreitet. Damit dies gelingt, muss er eine Reihe an Kriterien erfüllen, auf die hier nicht im Detail eingegangen werden soll, da dieses Thema ganze Bücher füllen kann. Wichtig ist, dass er dem Betrachter so gut gefällt, dass er ihn weiterleitet. Erfolgreiche Viralspots setzen darum auf Humor, Schadenfreude o. ä.. Sie verzichten zugunsten einer möglichst schnellen und weiten Verbreitung auf all zu werbliche Inhalte und kommen so oft sogar ohne Logos aus. Der Vorteil dieser Art von Webfilmen ist, dass sie vor allem von einer guten Idee leben und darum oft sehr preiswert produziert werden können.

WIE? – Konzeption, Briefing, Umsetzung
Die Konzeption

Bevor ein Konzept für ein Webvideo erstellt wird, sollten Sie sich fragen, ob Sie dieses selber machen wollen, oder sich professionelle Hilfe holen. Natürlich stellt die professionelle Hilfe einen zusätzlichen Kostenfaktor dar, aber sie ist eben auch professionell.  Ein Webvideo ist immer Werbung. Und Werbung kommt von „bewerben“. Sie bewerben sich um Kunden. Und zu einem Vorstellungsgespräch gehen Sie auch in Ihrem besten Anzug und nicht in etwas Selbstgenähtem. Es sei denn, Sie könnten wirklich gut nähen …

Darum sollten die Entwicklung und Erstellung eines Webvideo … [more]
Blog-Workshop  Blogs  Film  imagefilm  Kerstin_Hoffmann  Kommunikation  Kunden  Kundennutzen  PR  PR-Doktor  Public_Relations  Social_Media  thirtyseconds  Werbung  from google
june 2011 by matthiasfromm
Online-Workshop ‘Neue Website’, Folge 15 Videos: Mit Filmen für Ihr Unternehmen werben
Gastbeitrag von Thomas Kreuer
Ein eigenes Video auf der Website: Dieses Medium nutzen immer mehr Unternehmen, beispielsweise um Image zu bilden, Informationen zu liefern und um die Webpräsenz interessanter zu machen. Das gelingt dann, wenn der Film gut gemacht und stimmig platziert ist. Dieser Artikel soll das „Warum?“, das „Was?“ und das „Wie?“ beleuchten.

WARUM? – Zahlen, Fakten, Vorteile
Mittlerweile ist die Technik so weit, dass nahezu jeder Nutzer Webvideos in guter Qualität anschauen kann. Breitbandige Internetzugänge existieren in Deutschland nahezu flächendeckend. Deswegen schauen sich immer mehr Menschen Filme im Web an. Laut einer Analyse der GfK-Fernsehforschung haben im Jahr 2005 haben gerade mal 4,5 Mio. Nutzer Videostreams genutzt, im Jahr 2010 waren es schon 14,7 Mio. Nutzer. Die Abstände, in denen sich die Zahl der aktiven Videonutzer verdoppelt, werden dabei immer kürzer.

Gleichzeitig ist die Technik zur Erstellung von Videos immer einfacher und preiswerter geworden. Vieles spricht also dafür, Videos auch auf Ihrer Internetseite einzusetzen: um Image zu bilden, Informationen zu liefern und um Ihre Webpräsenz interessanter zu machen.





Die Theorie: ein paar „hard facts“

Zahlreiche deutsche und internationale Studien belegen, dass das Einbinden von Videos in Webseiten Sinn macht. So steigt nicht nur die quantitative Nutzung stetig. Aus qualitativer Sicht liegt auch die Akzeptanz von Videos mit werblichen Inhalten deutlich über der Akzeptanz von anderen webbasierten Werbeformen.

Die „Yahoo Rich Media“-Studie zeigt zudem, dass videobasierte Werbemittel, eine sechsmal höhere Aufmerksamkeit erreichen als statische Internetwerbung. Die Erinnerung an die Inhalte von Filmen ist mehr als doppelt so hoch als bei unbewegten Werbemitteln. Eine internationale Studie von Eyeblaster Research zeigt, dass die Verweildauer auf Internetseiten mit Video um 100% höher ist, als auf Seiten ohne Video.  Imagewerte wie Markenbekannheit, Marken-Favorisierung oder Kaufabsicht erhöhen sich durch die Verwendung von Web-Video je nach Studie um 25-50%.

Dasselbe gilt für „harte“ Verkaufszahlen bei Onlineshops. Auch hier liegen Werte für Conversion-Rate (Zahl derjenigen, die nach dem Webseiten Besuch auch kaufen) und Umsatzzahlen um bis zu 50% über den Werten von Seiten, die keine Videos eingebunden haben.  Videos auf Internetseiten einzubinden verspricht einen erstklassigen „Return on Investment“. Kein Wunder also, dass laut Studien von „Marketing Sherpa“ fast alle grossen Markenartikler Webvideo als eine Top-Priorität für 2011 sehen, noch vor SEO, social media und anderen Online-Aktivitäten.

Die Praxis: einige „soft facts“

Die Gründe, warum Videos ein so erfolgreiches Tool im Internet-Marketing darstellen, sind vielfältig. Video ist ein multisensorisches Medium. Bild und Ton, unterstützt durch Musik und einen guten Schnitt, lassen das Betrachten eines Films dem realen Erleben näher kommen, als es reine Texte, Bilder oder Grafiken vermitteln könnten. Für Online-Shops kann das besonders wichtig sein, weil das Medium ein quasi haptisches Erleben eines Produktes ermöglicht.  Ein Film transportiert neben der rationalen Komponente, den reinen Fakten, immer auch eine emotionale Komponente. Dafür sorgen nicht nur die oben beschriebene Musik oder stimmungsvolle Bilder sondern z. B. auch der „Blickkontakt“ zu einem Präsenter, der Vertrauen schafft. Diese emotionale Komponente ist für eine positive Meinung zu einem Produkt und/oder Unternehmen im Zweifel wichtiger als ein rein rationaler Produktnutzen.

Ein Film schafft Nähe und Vertrauen, weil der Nutzer sich besser und ausführlicher informiert fühlt. Ein Unternehmen, das sich selbst mit einem Film darstellt, hat nichts zu verstecken. Der Kunde fühlt sich ernst genommen, da man sich offensichtlich um ihn bemüht.  Nicht ganz unwichtig ist auch der Bequemlichkeitsfaktor. Während es immer einer gewissen Anstrengung bedarf, Texte zu lesen, kann der Nutzer sich bei einem Film bequem zurücklehnen und berieseln lassen.



WAS? – Formen und Plattformen

Webvideos auf der unternehmenseigenen Website

a. Unternehmensfilm: Ein Unternehmensfilm, auch Corporate- oder Imagefilm genannt, stellt ein Unternehmen vor. Welches zentrale Versprechen macht das Unternehmen? Wer sind die Gründer, was treibt sie an, was machen sie besser als die anderen und warum ist der potenzielle Kunde hier besser aufgehoben als bei anderen Unternehmen? Wie hat das Unternehmen sich bisher entwickelt, was plant es für die Zukunft, welche Leitbilder verfolgt es?

b. Produktfilm: Produktfilme können als Produktimagefilme eine „kleine“ Version des Unternehmensfilms sein, indem sie neben dem reinen Produktnutzen auch Werte und Ansprüche vermitteln. Als reine Produktfilme dienen sie der detaillierten Beschreibung von Produkten. Wie löst das Produkt (oder auch die Dienstleistung) ein Problem? Warum macht es das besser als Wettbewerber?  Welchen Nutzen stiftet es? Dabei hängt  es von Produktkategorie, Zielgruppe und Zielsetzung ab, ob diese Filme einen eher rationalen oder auch einen emotionalen Nutzen vermitteln (z. B. das Gefühl, mit dem Produkt einen bestimmten Status zu erreichen).

c. Instructional Video: Instructional Videos sind in ihrer einfachen Form eine Art verfilmte Bedienungsanleitung in dem sie Aufbauhilfe o. ä. bieten. Instructional Videos sind eine „After Sales“-Maßnahme, die die Kundenzufriedenheit erhöhen und gleichzeitig die Anzahl von Anrufen und Nachfragen im Service verringern. In einer aufwendigeren Form können sie Produktfilme ergänzen oder ersetzen, indem sie das Produkt nicht nur vorstellen sondern auch seine Anwendung zeigen.  Darüber hinaus haben Instructional Videos immer auch einen Imagefaktor, denn die Tatsache, dass ein Unternehmen seine Produkte sehr detailliert vorstellt, wirkt sich positiv auf die Glaubwürdigkeit aus.

d. Event-Film: Ein Event-Film stellt in reportageähnlicher Form Kunden-, Produkt- oder Unternehmensevents dar und können so Produkt- oder Unternehmensfilme ergänzen. Im Einzelfall, etwa aus Budget-Gründen, können sie sie sogar ersetzen. Denn Events sind ja in der Regel so geplant, dass Unternehmen oder Produkte im besten Licht dastehen. Eine gute Event-Reportage nutzt dies und kann durchaus imagebildend sein.

e. Interaktiver Film: Interaktive Filme sind eine Sonderform, weil sie nicht nur einen Film, sondern auch eine spezielle Programmierung der Website voraussetzen. Eingesetzt werden interaktive Filme oft bei Gewinnspielen, wo der Nutzer Inhalte oder den weiteren Fortgang des Films durch seine Entscheidungen beeinflussen kann. Sie sind in der Herstellung relativ aufwendig. Denn für jede mögliche Entscheidung müssen immer verschiedene Alternativen produziert werden. Auf der andern Seite involvieren interaktive Filme den Kunden aber besonders stark. Denn um sich zu beteiligen, muss er sich besonders intensiv mit dem Produkt, dem Unternehmen oder der Dienstleistung beschäftigen.

Webvideos auf externen Seiten

a.  Klassischer Werbefilm: Immer häufiger werden Image-, Produkt- und andere Arten von Werbefilmen nicht nur auf firmeneigenen Internetseiten eingesetzt. Auch Online-Portale, Branchenverzeichnisse, Kleinanzeigen- oder Rubrikenmärkten bieten die Möglichkeit, Filme als Werbemittel einzubinden. Mehr als die Hälfte der entsprechenden Online-Plattformen bieten dies bereits neben traditionellen, statischen Formaten an.  In der Regel muss hierzu eine kurze Version eines vorhandenen Unternehmens- oder Produktfilms erstellt werden, weil Online-Vermarkter nach Dauer der eingebundenen Filme abrechnen. Alternativ wird eigens ein 30- bis 60-sekündiger Film produziert, ein Werbespot.  Ein Werbespot schafft es, innerhalb der kurzen vorgegebenen Zeit ein zentrales, wettbewerbs-differenzierendes Versprechen zu machen und dieses zu belegen. Die Gefahr besteht darin, die kurze Zeit durch zu viele Informationen zu überfrachten. Erfolgreiche Spots konzentrieren sich auf eine Kernaussage und kommunizieren diese zielgruppengerecht sachlich, humorvoll oder auch dramatisch.  Die Produktion eines Werbespots muss dabei nicht notwendigerweise hohe Budgets erfordern. Eine einfache aber einprägsame Idee kann auch ohne hollywoodmäßigen Aufwand professionell umgesetzt werden und einen Werbspot zu einer sinnvollen Investition auch für kleine und mittelständische Unternehmen werden lassen.

b.  Viralspot: Eine Sonderform des klassischen Werbespots sind so genannte Viralspots. Diese werden nicht kostenpflichtig auf entsprechenden Internetplattformen geschaltet, sondern setzten auf die Mithilfe des Betrachters. Dieser soll den Film an seine Freunde und Bekannte weiterleiten, so dass der Film sich wie von selbst („viral“) verbreitet. Damit dies gelingt, muss er eine Reihe an Kriterien erfüllen, auf die hier nicht im Detail eingegangen werden soll, da dieses Thema ganze Bücher füllen kann. Wichtig ist, dass er dem Betrachter so gut gefällt, dass er ihn weiterleitet. Erfolgreiche Viralspots setzen darum auf Humor, Schadenfreude o. ä.. Sie verzichten zugunsten einer möglichst schnellen und weiten Verbreitung auf all zu werbliche Inhalte und kommen so oft sogar ohne Logos aus. Der Vorteil dieser Art von Webfilmen ist, dass sie vor allem von einer guten Idee leben und darum oft sehr preiswert produziert werden können.

WIE? – Konzeption, Briefing, Umsetzung
Die Konzeption

Bevor ein Konzept für ein Webvideo erstellt wird, sollten Sie sich fragen, ob Sie dieses selber machen wollen, oder sich professionelle Hilfe holen. Natürlich stellt die professionelle Hilfe einen zusätzlichen Kostenfaktor dar, aber sie ist eben auch professionell.  Ein Webvideo ist immer Werbung. Und Werbung kommt von „bewerben“. Sie bewerben sich um Kunden. Und zu einem Vorstellungsgespräch gehen Sie auch in Ihrem besten Anzug und nicht in etwas Selbstgenähtem. Es sei denn, Sie könnten wirklich gut nähen …

Darum sollten die Entwicklung und Erstellung eines Webvideo … [more]
Blog-Workshop  Blogs  Film  imagefilm  Kerstin_Hoffmann  Kommunikation  Kunden  Kundennutzen  PR  PR-Doktor  Public_Relations  Social_Media  thirtyseconds  Werbung  from google
june 2011 by matthiasfromm
Auch ein Newsroom ist kein Wert an sich: Definieren Sie bitte Ziele und Nutzen!
Hier geht es zu meinem kürzlich fertiggestellten Newsroom.

Ich bin erstaunt, wie viel Resonanz – über verschiedene Online-Kanäle und in persönlichen Gesprächen – die Vorstellung meines Newsrooms erzeugt hat. Etliche Leute/Unternehmen haben erst daraufhin auch einen für ihre Web-Präsenzen eingerichtet. Ebenso erstaunt bin ich, wie unterschiedlich diese verschiedenen Angebote ausgefallen sind. Und wie wenig sich offensichtlich einige von deren Urhebern – einige! viele sind hervorragend gelungen, aus meiner Sicht – Gedanken darüber gemacht haben, was sie eigentlich damit bezwecken wollen.

Ein Newsroom ist ja kein Wert an sich, so wie keine Kommunikationsmaßnahme das ist. Mit allem, was ich publiziere, ins Netz stelle, meinen Bezugsgruppen anbiete, verfolge ich ja irgendwelche Ziele. Sollte ich zumindest. Ich muss mir zum Beispiel überlegen,

was ich damit erreichen will.
Wie das in meine gesamte Kommunikationsstrategie passt.
Wen ich erreichen will.
Was diejenigen motiviert, das Angebot zu besuchen.
Was die Leser/Besucher damit anfangen können.
Was ihre nächsten Handlungen sein sollen, wenn sie das Publizierte aufgenommen haben.

Das sind die wesentlichen Punkte; es gibt natürlich noch ein paar andere. Ein Newsroom ist keine Werbemaßnahme, wie etwa ein Direktmailing. Idealerweise ist er ein Service an mein Netzwerk. Das bedeutet aber auch: Er stellt zwar alle meine Aktivitäten im Social Web dar; aber das tut er nicht, um sie darzustellen. Das ist kein Wert an sich, wie gesagt, und es ist auch kein Ziel. Das ist wichtig, sonst ist die Arbeit, die man sich damit macht, für die Tonne. Im schlimmsten Fall schadet es sogar, indem es den Eindruck einer Selbstdarstellungssucht hinterlässt, die wenig oder gar nicht die Empfänger im Blick hat.

Lassen Sie mich daher bitte ganz kurz die obigen Punkte in Bezug auf meinen Social Media Newsroom beantworten.

Was will ich mit meinem Newsroom erreichen?
Das ist komplex und vielschichtig, und meine Ziele liegen viel stärker auf der Metaebene, der Kommunikationsebene, als etwa bei einer Consumer-Marke. Mein Beruf ist ja Beratung in Sachen Kommunikation; daher ist jegliche Maßnahme, die ich durchführe, zugleich auch Arbeitsbeispiel und Referenzen. Vieles hat den Charakter einer Versuchsanordnung, in der ich ausprobiere und optimiere, was ich erst danach guten Gewissens meinen Kunden anbiete. Es ist ein Service an mein Netzwerk im Sinne von: “Schaut mal, so kann so etwas aussehen; vielleicht ist das auch etwas für euch.” Zugleich macht er es mir selbst leicht, den Überblick zu behalten und at a glance meinen aktuellen Status zu sehen.

Weiter stelle ich hier beispielhaft die wichtigsten Social Networks dar, die ich für meinen Kommunikationsmix ausgewählt habe, weil ich sie sinnvoll halte. Das hilft mir in Workshops und Vorträgen, weil ich sie so auf einer einzigen Seite in ihrem ganz aktuellen Status zeigen kann. Diejenigen meiner Kunden, die sich gerade selbst erst in Sachen Social Web orientieren, können dort die einzelnen Plattformen und Angebote finden und sich dann weiter informieren. Das gilt natürlich nicht nur für Kunden, sondern für mein gesamtes Netzwerk. Auf diese Weise gewinne ich natürlich auch neue Leser und Abonnenten.

Der Newsroom macht meinen Lesern die Orientierung innerhalb meines Angebotes sehr leicht. Ich habe den Vorteil, dass ich im (Social) Web hauptsächlich und fast ausschließlich kostenlosen Content und hochwertiges Wissen verbreite. Ich brauche daher keine weiteren Motivatoren einzubauen, um Leser/Besucher auf meine Seiten zu leiten. Aber ich kann ihnen so anbieten auszuwählen, was sie wo abrufen wollen. Ob sie beispielsweise kurze Links lieber beispielsweise via Amplify oder bei Twitter finden wollen. Oder ob sie meine Facebook-Seite “liken”, damit sie alles, was ich neu herausgebe, über einen Kanal bekommen.

Natürlich will ich mit einem solchen Newsroom auch weiter als Expertin profilieren. Er bietet mir – so wie hier – Gelegenheit, Themen aufzugreifen und zu beleuchten. Und er bringt mich in Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich mich über dieses Thema weiter austausche.

Sie sehen: Die Sache ist komplex; und ich habe Ihnen nur einige Beispiele für meine eigenen Ziele und Absichten genannt.

Wie passt der Newsroom in meine gesamte Kommunikationsstrategie?
Das ist einfach und schnell gesagt. Einiges dazu habe ich bereits im vorigen Punkt ausgeführt: Der Newsroom fasst zusammen und gibt einen Überblick; vor allem natürlich für diejenigen, die selbst Social-Media-affin sind. Zugleich nimmt er das komplexe Social-Media-Geflecht etwas heraus aus dem Blog selbst, so dass diejenigen nicht verwirrt sind, die noch eher “einsnullig” unterwegs sind. Da ich vor allem im Social Web unterwegs bin und selbst zu diesen Themen berate, passt er sowohl formal als auch inhaltlich hervorragen in meine Kommunikationsstrategie. Ich brauche eigentlich gar nicht groß zu erklären, warum er da ist und was er enthält.

Wen will ich erreichen?
Kollegen, Kunden, Netzwerkpartner, Leser, Teilnehmer. Alle diejenigen, die sich für Kommunikation im Allgemeinen und speziell im Social Web interessieren.

Was motiviert meine Leser/Besucher, sich das Angebot näher anzuschauen und zu verweilen?
Sie erhalten einen schnellen und guten Überblick, wo ich ihnen kostenlos hochwertiges Wissen anbiete. Damit habe ich es einfacher als viele andere Unternehmen, deren Botschaften im Web stärker rein werblich sind. Verstehen Sie mich nicht falsch: Meine Publikationen sind auch nicht von reinem Altruismus geprägt. Sie bauen Reputation auf, beweisen Expertise, sorgen für Verlinkungen und öffnen mir Türen, um nur einige Beispiele zu nennen. Aber um das zu bewirken, müssen sie eben so angelegt sein, dass Leser davon direkt profitieren.

Das reicht aber noch nicht. Dazu ist eine klare Gliederung ebenso wichtig wie eine ästhetische Gestaltung. Wichtig ist die Usability (=Benutzerfreundlichkeit): Der Besucher muss sich in möglichst kurzer Zeit orientieren können. Er muss sehen können, was sein Nutzen ist. Und ich muss es ihm leichtmachen, weitere Schritte zu unternehmen.

Ich habe Newsrooms gesehen, die zeigen die verschiedensten Angebote, ohne dass klar wird, was das eigentlich ist und von wem. Beispielsweise von PR-Leuten, die Auftritte verschiedener Kunden auf einer Seite präsentieren, ohne dass sie das ausdrücklich erläutern. Wer hier auf eine Fülle trifft, die er nicht einordnen kann, ist schnell wieder weg. Vor allem, weil er/sie auch keine Hilfe angeboten bekommt in Bezug auf die Frage, was ihm der Besuch auf der Seite nützt oder was er als nächstes tun soll. Soll er den Anbieter kontaktieren, weil er von den gezeigten Kunden-Referenzen überzeugt ist? Oder soll er jetzt alle diese Facebook-Pages liken?

Was können die Leser mit dem Newsroom anfangen?
Ich fasse noch einmal zusammen:

Sie bekommen einen guten Überblick über kostenloses Wissen, das sie abrufen können.
Sie können direkt – das heißt in der Regel: mit einem Klick – Angebote abonnieren, lesen, herunterladen.
Sie erhalten ein gutes Beispiel für ihre eigene Kommunikation.
Sie erfahren, welche Plattformen und Angebote ich getestet habe und empfehlen kann.
Sie erhalten Orientierung und Informationen.

Was sollen die Leser/Besucher als nächstes tun?
Das sollte sich ganz organisch und automatisch aus dem Nutzen ergeben, beispielsweise:

die Facebook-Page liken.
mir bei Twitter folgen.
sich mit mir in einem sozialen Netzwerk verbinden.
Blogartikel aufrufen.
den Newsletter abonnieren.
einen Download starten.
meine Angebote weiterempfehlen und verlinken.

Das sind Handlungen der Besucher. Diese kann ich nur durch Qualität lenken und leiten. Jeder einzelne entscheidet, ob er etwas tut und was; ob er bleibt oder wegklickt. Mache ich meine Sache gut, sind direkte oder indirekte Folgen für mich beispielsweise:

dankbare Leser.
wachsende Bekanntheit und steigende Reputation.
hochwertige Links und daher besserer Suchmaschinenrank.
interessante neue Kontakte.
und natürlich auch: Anfragen für Vorträge, Workshop und Beratung.

Warum erzähle ich Ihnen das alles? Wie eingangs schon gesagt: um Ihnen an meinem Beispiel zu illustrieren, wie wichtig es ist, jede einzelne Kommunikationsmaßnahme vorher strategisch gut zu überdenken und sie in den Kommunikationsmix einzubetten. Nur so gelingt es, sie zielführend zu realisieren.

Wenn Sie schon einen haben: Wie ist es bei Ihnen? Haben Sie sich einfach mal einen Newsroom gebaut? Oder haben sie ihn solide geplant und auf Ihre Ziele ausgerichtet?

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:
Interessieren Sie sich für eine Sprechstunde? Bitte mitmachen: Umfrage zum 3-Jährigen
Kostenloser Blog-Workshop ‘Neue Website’: Stellen Sie vorab Ihre Fragen, bitte!
Medien müssen alleine funktionieren
Werbung_und_PR  Blogs  Kerstin_Hoffmann  Kommunikation  Kunden  Kundennutzen  PR  PR-Doktor  Public_Relations  Social_Media  Werbung  from google
june 2011 by matthiasfromm
Auch ein Newsroom ist kein Wert an sich: Definieren Sie bitte Ziele und Nutzen!
Hier geht es zu meinem kürzlich fertiggestellten Newsroom.

Ich bin erstaunt, wie viel Resonanz – über verschiedene Online-Kanäle und in persönlichen Gesprächen – die Vorstellung meines Newsrooms erzeugt hat. Etliche Leute/Unternehmen haben erst daraufhin auch einen für ihre Web-Präsenzen eingerichtet. Ebenso erstaunt bin ich, wie unterschiedlich diese verschiedenen Angebote ausgefallen sind. Und wie wenig sich offensichtlich einige von deren Urhebern – einige! viele sind hervorragend gelungen, aus meiner Sicht – Gedanken darüber gemacht haben, was sie eigentlich damit bezwecken wollen.

Ein Newsroom ist ja kein Wert an sich, so wie keine Kommunikationsmaßnahme das ist. Mit allem, was ich publiziere, ins Netz stelle, meinen Bezugsgruppen anbiete, verfolge ich ja irgendwelche Ziele. Sollte ich zumindest. Ich muss mir zum Beispiel überlegen,

was ich damit erreichen will.
Wie das in meine gesamte Kommunikationsstrategie passt.
Wen ich erreichen will.
Was diejenigen motiviert, das Angebot zu besuchen.
Was die Leser/Besucher damit anfangen können.
Was ihre nächsten Handlungen sein sollen, wenn sie das Publizierte aufgenommen haben.

Das sind die wesentlichen Punkte; es gibt natürlich noch ein paar andere. Ein Newsroom ist keine Werbemaßnahme, wie etwa ein Direktmailing. Idealerweise ist er ein Service an mein Netzwerk. Das bedeutet aber auch: Er stellt zwar alle meine Aktivitäten im Social Web dar; aber das tut er nicht, um sie darzustellen. Das ist kein Wert an sich, wie gesagt, und es ist auch kein Ziel. Das ist wichtig, sonst ist die Arbeit, die man sich damit macht, für die Tonne. Im schlimmsten Fall schadet es sogar, indem es den Eindruck einer Selbstdarstellungssucht hinterlässt, die wenig oder gar nicht die Empfänger im Blick hat.

Lassen Sie mich daher bitte ganz kurz die obigen Punkte in Bezug auf meinen Social Media Newsroom beantworten.

Was will ich mit meinem Newsroom erreichen?
Das ist komplex und vielschichtig, und meine Ziele liegen viel stärker auf der Metaebene, der Kommunikationsebene, als etwa bei einer Consumer-Marke. Mein Beruf ist ja Beratung in Sachen Kommunikation; daher ist jegliche Maßnahme, die ich durchführe, zugleich auch Arbeitsbeispiel und Referenzen. Vieles hat den Charakter einer Versuchsanordnung, in der ich ausprobiere und optimiere, was ich erst danach guten Gewissens meinen Kunden anbiete. Es ist ein Service an mein Netzwerk im Sinne von: “Schaut mal, so kann so etwas aussehen; vielleicht ist das auch etwas für euch.” Zugleich macht er es mir selbst leicht, den Überblick zu behalten und at a glance meinen aktuellen Status zu sehen.

Weiter stelle ich hier beispielhaft die wichtigsten Social Networks dar, die ich für meinen Kommunikationsmix ausgewählt habe, weil ich sie sinnvoll halte. Das hilft mir in Workshops und Vorträgen, weil ich sie so auf einer einzigen Seite in ihrem ganz aktuellen Status zeigen kann. Diejenigen meiner Kunden, die sich gerade selbst erst in Sachen Social Web orientieren, können dort die einzelnen Plattformen und Angebote finden und sich dann weiter informieren. Das gilt natürlich nicht nur für Kunden, sondern für mein gesamtes Netzwerk. Auf diese Weise gewinne ich natürlich auch neue Leser und Abonnenten.

Der Newsroom macht meinen Lesern die Orientierung innerhalb meines Angebotes sehr leicht. Ich habe den Vorteil, dass ich im (Social) Web hauptsächlich und fast ausschließlich kostenlosen Content und hochwertiges Wissen verbreite. Ich brauche daher keine weiteren Motivatoren einzubauen, um Leser/Besucher auf meine Seiten zu leiten. Aber ich kann ihnen so anbieten auszuwählen, was sie wo abrufen wollen. Ob sie beispielsweise kurze Links lieber beispielsweise via Amplify oder bei Twitter finden wollen. Oder ob sie meine Facebook-Seite “liken”, damit sie alles, was ich neu herausgebe, über einen Kanal bekommen.

Natürlich will ich mit einem solchen Newsroom auch weiter als Expertin profilieren. Er bietet mir – so wie hier – Gelegenheit, Themen aufzugreifen und zu beleuchten. Und er bringt mich in Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich mich über dieses Thema weiter austausche.

Sie sehen: Die Sache ist komplex; und ich habe Ihnen nur einige Beispiele für meine eigenen Ziele und Absichten genannt.

Wie passt der Newsroom in meine gesamte Kommunikationsstrategie?
Das ist einfach und schnell gesagt. Einiges dazu habe ich bereits im vorigen Punkt ausgeführt: Der Newsroom fasst zusammen und gibt einen Überblick; vor allem natürlich für diejenigen, die selbst Social-Media-affin sind. Zugleich nimmt er das komplexe Social-Media-Geflecht etwas heraus aus dem Blog selbst, so dass diejenigen nicht verwirrt sind, die noch eher “einsnullig” unterwegs sind. Da ich vor allem im Social Web unterwegs bin und selbst zu diesen Themen berate, passt er sowohl formal als auch inhaltlich hervorragen in meine Kommunikationsstrategie. Ich brauche eigentlich gar nicht groß zu erklären, warum er da ist und was er enthält.

Wen will ich erreichen?
Kollegen, Kunden, Netzwerkpartner, Leser, Teilnehmer. Alle diejenigen, die sich für Kommunikation im Allgemeinen und speziell im Social Web interessieren.

Was motiviert meine Leser/Besucher, sich das Angebot näher anzuschauen und zu verweilen?
Sie erhalten einen schnellen und guten Überblick, wo ich ihnen kostenlos hochwertiges Wissen anbiete. Damit habe ich es einfacher als viele andere Unternehmen, deren Botschaften im Web stärker rein werblich sind. Verstehen Sie mich nicht falsch: Meine Publikationen sind auch nicht von reinem Altruismus geprägt. Sie bauen Reputation auf, beweisen Expertise, sorgen für Verlinkungen und öffnen mir Türen, um nur einige Beispiele zu nennen. Aber um das zu bewirken, müssen sie eben so angelegt sein, dass Leser davon direkt profitieren.

Das reicht aber noch nicht. Dazu ist eine klare Gliederung ebenso wichtig wie eine ästhetische Gestaltung. Wichtig ist die Usability (=Benutzerfreundlichkeit): Der Besucher muss sich in möglichst kurzer Zeit orientieren können. Er muss sehen können, was sein Nutzen ist. Und ich muss es ihm leichtmachen, weitere Schritte zu unternehmen.

Ich habe Newsrooms gesehen, die zeigen die verschiedensten Angebote, ohne dass klar wird, was das eigentlich ist und von wem. Beispielsweise von PR-Leuten, die Auftritte verschiedener Kunden auf einer Seite präsentieren, ohne dass sie das ausdrücklich erläutern. Wer hier auf eine Fülle trifft, die er nicht einordnen kann, ist schnell wieder weg. Vor allem, weil er/sie auch keine Hilfe angeboten bekommt in Bezug auf die Frage, was ihm der Besuch auf der Seite nützt oder was er als nächstes tun soll. Soll er den Anbieter kontaktieren, weil er von den gezeigten Kunden-Referenzen überzeugt ist? Oder soll er jetzt alle diese Facebook-Pages liken?

Was können die Leser mit dem Newsroom anfangen?
Ich fasse noch einmal zusammen:

Sie bekommen einen guten Überblick über kostenloses Wissen, das sie abrufen können.
Sie können direkt – das heißt in der Regel: mit einem Klick – Angebote abonnieren, lesen, herunterladen.
Sie erhalten ein gutes Beispiel für ihre eigene Kommunikation.
Sie erfahren, welche Plattformen und Angebote ich getestet habe und empfehlen kann.
Sie erhalten Orientierung und Informationen.

Was sollen die Leser/Besucher als nächstes tun?
Das sollte sich ganz organisch und automatisch aus dem Nutzen ergeben, beispielsweise:

die Facebook-Page liken.
mir bei Twitter folgen.
sich mit mir in einem sozialen Netzwerk verbinden.
Blogartikel aufrufen.
den Newsletter abonnieren.
einen Download starten.
meine Angebote weiterempfehlen und verlinken.

Das sind Handlungen der Besucher. Diese kann ich nur durch Qualität lenken und leiten. Jeder einzelne entscheidet, ob er etwas tut und was; ob er bleibt oder wegklickt. Mache ich meine Sache gut, sind direkte oder indirekte Folgen für mich beispielsweise:

dankbare Leser.
wachsende Bekanntheit und steigende Reputation.
hochwertige Links und daher besserer Suchmaschinenrank.
interessante neue Kontakte.
und natürlich auch: Anfragen für Vorträge, Workshop und Beratung.

Warum erzähle ich Ihnen das alles? Wie eingangs schon gesagt: um Ihnen an meinem Beispiel zu illustrieren, wie wichtig es ist, jede einzelne Kommunikationsmaßnahme vorher strategisch gut zu überdenken und sie in den Kommunikationsmix einzubetten. Nur so gelingt es, sie zielführend zu realisieren.

Wenn Sie schon einen haben: Wie ist es bei Ihnen? Haben Sie sich einfach mal einen Newsroom gebaut? Oder haben sie ihn solide geplant und auf Ihre Ziele ausgerichtet?

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:
Interessieren Sie sich für eine Sprechstunde? Bitte mitmachen: Umfrage zum 3-Jährigen
Kostenloser Blog-Workshop ‘Neue Website’: Stellen Sie vorab Ihre Fragen, bitte!
Medien müssen alleine funktionieren
Werbung_und_PR  Blogs  Kerstin_Hoffmann  Kommunikation  Kunden  Kundennutzen  PR  PR-Doktor  Public_Relations  Social_Media  Werbung  from google
june 2011 by matthiasfromm
Online-Workshop ‘Neue Website’, Folge 14 Businessfotografie: Gute Bilder entscheiden
Gastbeitrag von Mathias Vietmeier
In einer Studie einer skandinavischen Universität konnte die erste Gruppe Websites eine halbe Sekunde lang betrachten. Die Teilnehmer der Parallelgruppe hatten beliebig viel Zeit, um sich ein Urteil zu bilden. Interessanterweise kamen beide Gruppen überwiegend zum gleichen Urteil bei der Anmutungsqualität. Wir haben uns also meistens nach wenigen Augenblicken entschieden, ob wir auf einer Site bleiben wollen oder weiterklicken.

Doch was können wir in 0,5 Sekunden aufnehmen? Eventuell einige Wörter der Headline. Doch zum größten Teil sind es die grafische Anmutung und die Fotos die zum Entscheidungsfaktor werden. Laut einer Studie zu Printanzeigen ist nach der Anzeigengröße die Abbildung von Personen die wichtigste Variable bei der Kontaktdauer. Vor allem entscheidet der emotionale Gehalt eines Bildes, ob die Abbildung im Langzeitgedächtnis landet.

Wenn man sich die Ergebnisse dieser Studien anschaut, ist man also gut beraten, für professionelle Fotos auf der Website zu sorgen. Ihr potentieller Kunde will SIE sehen. Ihr Foto ist ein großer Faktor bei der Vertrauensbildung.

Selbst machen oder einen professionellen Fotografen beauftragen?
Heute besitzen viele Menschen eine professionelle Spiegelreflexkamera. Fast jeder hat jemanden im Bekanntenkreis, der sich mit Fotografie beschäftigt. Was soll man also beachten, wenn man selbst ans Werk geht?

1. Location: Vom Hintergrund aus aufbauen

Ein gutes Bild sollten Sie vom Hintergrund aus aufbauen. Weiße Wand oder Firmensymbolik? Ein neutraler Hintergrund kann zum Konzept einer Website passen. Persönlicher ist es aber oft, die Menschen in Ihrem Umfeld zu zeigen.

Erster Schritt zu einem Shooting sollte eine Raumbegehung der Firma sein. Büro oder Produktionsstätte? Treppenhaus oder Dachterrasse? Werden Sie kreativ. Sie sollten nur darauf achten, dass sich der Kopf der Person vor einem ruhigen Hintergrund befindet. Auf dem Rest des Bildes kann Bewegung sein.

2. Licht: Natürlich ist am besten
Nachdem sie eine – oder mehrere – interessante Locations gefunden haben, geht es um die Beleuchtung. Nehmen Sie eine Testperson und machen Sie einige Aufnahmen bei natürlichem Licht. Oft ist natürliches Licht das Beste. Sie brauchen dafür allerdings eine Kamera, die auch bei höherer Empfindlichkeit (ISO Zahl) noch rauschfreie Bilder produziert. Die meisten neueren Spiegelreflex-Kameras können das.

Auch ist ein Objektiv mit großer Offenblende von mindesten f/2.8 oder besser f/1.4 hilfreich. So haben Sie auch ohne professionelle Blitzanlage genügend Licht. Außerdem erhalten Sie bei Offenblende einen leicht unscharfen Hintergrund, der Tiefe und Ruhe erzeugt.

Sind beide Gesichtshälften gleichmäßig ausgeleuchtet? Oft kann ein einfacher Aufheller helfen um zu dunkle Schatten anzugleichen. Hierzu genügt eine weiße Styroporplatte oder Pappe.  Nun müssen Sie die den Helligkeitsunterschied zwischen Vordergrund und Hintergrund beurteilen. Braucht einer von beiden noch Extralicht, damit Sie eine harmonische Wirkung erreichen? Beim Hintergrund kann dies direktes Licht sein. Eventuell ein Baustrahler oder ein Blitz.

Beim Vordergrund – Ihrem Model – müssen Sie darauf achten, dass nur weiches Licht zum Einsatz kommt. Ein direkter Blitz oder direktes Dauerlicht würde zu harte Schatten werfen, die wenig schmeichelhaft sind.  Weiches Licht erhalten Sie durch ein große Abstrahlfläche. Sie können Ihre Lichtquelle indirekt auf eine große Fläche werfen, z.B. Eine weisse Wand. Oder Sie verwenden einen Diffusor. Das kann selbst ein günstiger Duschvorhang sein. Der Profi verwendet hierfür Lichtschirme oder sogenannte Softboxen.

Das Licht sollten Sie testen, ehe die eigentliche Person vor die Kamera tritt.Diese Tests können schon mal 30-90 Minuten dauern und Ihr Model wäre schnell gelangweilt und müde, wenn Sie es hierfür verwenden. Im Idealfall testen Sie einige Tage vor dem eigentlichen Shooting.

3. Kleidung: Wechsel belebt
Wechseln Sie die Kleidung. Die Person sollte zur Session mindesten drei Outfits mitbringen. So sollte z.B. neben dem offiziellen „Schlips-und-Kragen“-Bild auch ein Foto ohne Jackett und ohne Krawatte entstehen und vielleicht noch ein zusätzliches in legerer Kleidung. Sie brauchen diese Bilder für die verschiedensten Zwecke und es ist gut sowohl förmliche als auch legere Bilder zu haben.

Hilfreich ist eine Fusselbürste, um gegebenenfalls Haare, Schuppen etc. zu entfernen. Auch sollte eine Haarbürste griffbereit liegen. Hin und wieder stören Glanzstellen auf der Haut. Hier kann Hautpuder helfen, den man idealerweise in 2-3 unterschiedlichen Tönen am Set hat.

4. Posen: Für Entspannung sorgen
Viele Menschen lassen sich nicht gern fotografieren und stehen entsprechend verkrampft vor der Kamera. Schaffen Sie eine entspannte, freundliche Atmosphäre. Unterhalten Sie sich mit Ihrem Model. Nehmen Sie sich Zeit und machen Sie viele Bilder. Oft werden Personen nach den ersten Fotos lockerer. Zeigen Sie zwischendurch die Bilder, am besten auf dem Laptop. Wenn die Person sieht, dass die Bilder gut werden, setzt eine weitere Entspannung ein.

Vermeiden Sie künstliche Posen. Gute Posen sind natürlich und entstehen aus der Bewegung. Lassen Sie die Person in kurzer Folge verschiedene Stellungen einnehmen, um ein Einfrieren zu verhindern. Auch der Fotograf sollte sich viel bewegen, um immer neue Blickwinkel zu schaffen. Dabei sollte er auch immer auf den Hintergrund des Bildes achten.

5. Zeit: Nicht zu knapp kalkulieren
Wie viel Zeit sollen Sie für das Shooting einplanen? Mindestens eine Woche vor dem eigentlichen Shooting sollte es eine Vorbesprechung und Raumbegehung mit dem Fotografen geben. Am Tag des Shoppings kommt der Fotograf ca. 90 Minuten früher, um seine Geräte aufzubauen und einige Testaufnahmen durchzuführen.

Wenn viele Personen einzeln vor demselben Hintergrund fotografiert werden sollen, sollte man ca. 20 bis 30 Minuten pro Person rechnen. Soll eine Person etwas ausführlicher vor verschiedenen Hintergründen gezeigt werden, sollte man dafür mindestens 90 Minuten rechnen. Länger dauert es, wenn jede Location neu ausgeleuchtet werden muss. Der Umbau und die Justierung der Blitzanlage brauchen Zeit. So ein großes Shooting kann für eine Person den halben Tag einnehmen. In der Praxis werden für die Businessfotografie jedoch oft kürzere Zeiträume gewünscht.

6. Nachbearbeitung: Retusche nach Maß und Wunsch

Heute gehört eine Nachbearbeitung der Bilder meist standardmäßig dazu. Helligkeit, Kontrast, Farbbalance werden angeglichen. Leichte Hautprobleme werden korrigiert. Größere Retuschen sind nach Rücksprache meist möglich, werden jedoch extra berechnet.

Wo finde ich einen guten professionellen Fotografen?

Heutzutage können Sie im Internet in den Portfolios der Fotografen stöbern. Schauen Sie sich um und vertrauen Sie Ihrem Gefühl. Zusätzlich zu eigenen Aufnahmen können Sie auf Stockfotos zurückgreifen, Firmen wie iStockphoto, Shutterstock oder Fotolia bieten eine reiche und kostengünstige Auswahl. Dabei sollten Sie allerdings einiges beachten:

Versuchen Sie nicht, die Personenfotografie Ihrer Firma durch Stockfotos zu ersetzen: Der Betrachter spürt sofort, dass es sich hier um gestellte, austauschbare Bilder handelt. Er denkt, Sie hätten etwas zu verstecken. Eine weiter Gefahr: Stockfotos sind meist nicht exklusiv. Das heißt, jede Firma kann die gleichen Bilder kaufen. Das ist schon etwas peinlich, wenn z.B. der gleiche Call-Operator für die verschiedensten Firmen jobbt.


Eine weitere Gefahr sind zu klischeehafte Darstellungen: Sie kennen sicher die typischen Bilder von schüttelnden Händen, Maßbändern oder Stoppuhren. Vermeiden Sie diese Art der Darstellung – keiner will sie mehr sehen.

Abgesehen von diesen Stolperfallen gibt es aber viel interessantes Material bei den Agenturen und eine Suche lohnt sich.  Wenn Sie viele Bilder brauchen, speziell für Blogposts, lohnt sich auch eine Suche bei Flickr nach Creative-Commons-Fotos. Hier finden Sie Bilder, die Sie bei Namensnennung kostenfrei nutzen dürfen. Achten Sie nur darauf, dass die Bilder für kommerzielle Nutzung freigegeben sind.

So mit interessanten Bildern ausgestattet, wird Ihre Website sicher mehr Leser und Interessenten finden. Denn wie wir am Anfang gesehen haben, ist es oft die Optik, die über die Absprungrate entscheidet.  Bilder können auch einen zusätzlichen SEO-Wert haben. Geben Sie der Bilddatei den Namen des Keywords und Ihre Bilder werden über die Google-Bildsuche zusätzlich Traffic bringen.

-

Mathias Vietmeier arbeitet als freiberuflicher Fotograf und Grafikdesigner in München. Er unterrichtet als Dozent an der Akademie des deutschen Buchhandels. http://www.vietmeierfoto.de. Twitter: @vietmeierdesign.

Fotos: (c) Mathias Vietmeier

 

 

Nächste Folge:
15. Videos: Mit Filmen für Ihr Unternehmen werben (erscheint am Mittwoch, 29. Juni 2011)

Bisher erschienen:
Kostenloser Blog-Workshop “Neue Website”: Stellen Sie vorab Ihre Fragen, bitte!
1. Einleitung: So wird Ihre Website ein Erfolg
2. Strategie: Erst das Ziel, dann die Fahrkarte
3. Vorarbeit: Zeitplan und Entscheidungswege
4. Entscheidung: Website, Blog – oder beides?
5. CMS: Wie kommen Ihre Inhalte ins Netz?
6. Webhosting: Wo wohnt Ihre Homepage?
7. Design: Eine gute Website wie ein gutes Buch
8. Barrierefreiheit: Was bedeutet das?
9. Aufbau: Die Struktur folgt Ihren Zielen
10. SEO: Für Suchmaschinen optimieren
11. Webtexte: Für die richtigen Leser schreiben
12. Recht: Was dürfen Sie, was ist gefährlich?
13. Webshop: Verkaufen im Internet
14. Businessfotografie: Gute Bilder entscheiden

-
Planen Sie die Website Ihres Unternehmens neu aufzubauen, anders zu gestalten oder textlich zu überarbeiten? Oder wollen Sie Ihre statische Website dynamischer machen und an das Social Web anbinden? Dann ist diese Serie für Sie interessant.
In Form eines Workshops – mit Fachbeiträgen und Checklisten – behandle ich viele verschiedene Aspekte, die für eine … [more]
Blog-Workshop  Blogs  businessfotografie  Fotos  Kerstin_Hoffmann  Kommunikation  Kunden  Kundennutzen  PR  PR-Doktor  Public_Relations  Social_Media  Werbung  from google
june 2011 by matthiasfromm
Online-Workshop ‘Neue Website’, Folge 14 Businessfotografie: Gute Bilder entscheiden
Gastbeitrag von Mathias Vietmeier
In einer Studie einer skandinavischen Universität konnte die erste Gruppe Websites eine halbe Sekunde lang betrachten. Die Teilnehmer der Parallelgruppe hatten beliebig viel Zeit, um sich ein Urteil zu bilden. Interessanterweise kamen beide Gruppen überwiegend zum gleichen Urteil bei der Anmutungsqualität. Wir haben uns also meistens nach wenigen Augenblicken entschieden, ob wir auf einer Site bleiben wollen oder weiterklicken.

Doch was können wir in 0,5 Sekunden aufnehmen? Eventuell einige Wörter der Headline. Doch zum größten Teil sind es die grafische Anmutung und die Fotos die zum Entscheidungsfaktor werden. Laut einer Studie zu Printanzeigen ist nach der Anzeigengröße die Abbildung von Personen die wichtigste Variable bei der Kontaktdauer. Vor allem entscheidet der emotionale Gehalt eines Bildes, ob die Abbildung im Langzeitgedächtnis landet.

Wenn man sich die Ergebnisse dieser Studien anschaut, ist man also gut beraten, für professionelle Fotos auf der Website zu sorgen. Ihr potentieller Kunde will SIE sehen. Ihr Foto ist ein großer Faktor bei der Vertrauensbildung.

Selbst machen oder einen professionellen Fotografen beauftragen?
Heute besitzen viele Menschen eine professionelle Spiegelreflexkamera. Fast jeder hat jemanden im Bekanntenkreis, der sich mit Fotografie beschäftigt. Was soll man also beachten, wenn man selbst ans Werk geht?

1. Location: Vom Hintergrund aus aufbauen

Ein gutes Bild sollten Sie vom Hintergrund aus aufbauen. Weiße Wand oder Firmensymbolik? Ein neutraler Hintergrund kann zum Konzept einer Website passen. Persönlicher ist es aber oft, die Menschen in Ihrem Umfeld zu zeigen.

Erster Schritt zu einem Shooting sollte eine Raumbegehung der Firma sein. Büro oder Produktionsstätte? Treppenhaus oder Dachterrasse? Werden Sie kreativ. Sie sollten nur darauf achten, dass sich der Kopf der Person vor einem ruhigen Hintergrund befindet. Auf dem Rest des Bildes kann Bewegung sein.

2. Licht: Natürlich ist am besten
Nachdem sie eine – oder mehrere – interessante Locations gefunden haben, geht es um die Beleuchtung. Nehmen Sie eine Testperson und machen Sie einige Aufnahmen bei natürlichem Licht. Oft ist natürliches Licht das Beste. Sie brauchen dafür allerdings eine Kamera, die auch bei höherer Empfindlichkeit (ISO Zahl) noch rauschfreie Bilder produziert. Die meisten neueren Spiegelreflex-Kameras können das.

Auch ist ein Objektiv mit großer Offenblende von mindesten f/2.8 oder besser f/1.4 hilfreich. So haben Sie auch ohne professionelle Blitzanlage genügend Licht. Außerdem erhalten Sie bei Offenblende einen leicht unscharfen Hintergrund, der Tiefe und Ruhe erzeugt.

Sind beide Gesichtshälften gleichmäßig ausgeleuchtet? Oft kann ein einfacher Aufheller helfen um zu dunkle Schatten anzugleichen. Hierzu genügt eine weiße Styroporplatte oder Pappe.  Nun müssen Sie die den Helligkeitsunterschied zwischen Vordergrund und Hintergrund beurteilen. Braucht einer von beiden noch Extralicht, damit Sie eine harmonische Wirkung erreichen? Beim Hintergrund kann dies direktes Licht sein. Eventuell ein Baustrahler oder ein Blitz.

Beim Vordergrund – Ihrem Model – müssen Sie darauf achten, dass nur weiches Licht zum Einsatz kommt. Ein direkter Blitz oder direktes Dauerlicht würde zu harte Schatten werfen, die wenig schmeichelhaft sind.  Weiches Licht erhalten Sie durch ein große Abstrahlfläche. Sie können Ihre Lichtquelle indirekt auf eine große Fläche werfen, z.B. Eine weisse Wand. Oder Sie verwenden einen Diffusor. Das kann selbst ein günstiger Duschvorhang sein. Der Profi verwendet hierfür Lichtschirme oder sogenannte Softboxen.

Das Licht sollten Sie testen, ehe die eigentliche Person vor die Kamera tritt.Diese Tests können schon mal 30-90 Minuten dauern und Ihr Model wäre schnell gelangweilt und müde, wenn Sie es hierfür verwenden. Im Idealfall testen Sie einige Tage vor dem eigentlichen Shooting.

3. Kleidung: Wechsel belebt
Wechseln Sie die Kleidung. Die Person sollte zur Session mindesten drei Outfits mitbringen. So sollte z.B. neben dem offiziellen „Schlips-und-Kragen“-Bild auch ein Foto ohne Jackett und ohne Krawatte entstehen und vielleicht noch ein zusätzliches in legerer Kleidung. Sie brauchen diese Bilder für die verschiedensten Zwecke und es ist gut sowohl förmliche als auch legere Bilder zu haben.

Hilfreich ist eine Fusselbürste, um gegebenenfalls Haare, Schuppen etc. zu entfernen. Auch sollte eine Haarbürste griffbereit liegen. Hin und wieder stören Glanzstellen auf der Haut. Hier kann Hautpuder helfen, den man idealerweise in 2-3 unterschiedlichen Tönen am Set hat.

4. Posen: Für Entspannung sorgen
Viele Menschen lassen sich nicht gern fotografieren und stehen entsprechend verkrampft vor der Kamera. Schaffen Sie eine entspannte, freundliche Atmosphäre. Unterhalten Sie sich mit Ihrem Model. Nehmen Sie sich Zeit und machen Sie viele Bilder. Oft werden Personen nach den ersten Fotos lockerer. Zeigen Sie zwischendurch die Bilder, am besten auf dem Laptop. Wenn die Person sieht, dass die Bilder gut werden, setzt eine weitere Entspannung ein.

Vermeiden Sie künstliche Posen. Gute Posen sind natürlich und entstehen aus der Bewegung. Lassen Sie die Person in kurzer Folge verschiedene Stellungen einnehmen, um ein Einfrieren zu verhindern. Auch der Fotograf sollte sich viel bewegen, um immer neue Blickwinkel zu schaffen. Dabei sollte er auch immer auf den Hintergrund des Bildes achten.

5. Zeit: Nicht zu knapp kalkulieren
Wie viel Zeit sollen Sie für das Shooting einplanen? Mindestens eine Woche vor dem eigentlichen Shooting sollte es eine Vorbesprechung und Raumbegehung mit dem Fotografen geben. Am Tag des Shoppings kommt der Fotograf ca. 90 Minuten früher, um seine Geräte aufzubauen und einige Testaufnahmen durchzuführen.

Wenn viele Personen einzeln vor demselben Hintergrund fotografiert werden sollen, sollte man ca. 20 bis 30 Minuten pro Person rechnen. Soll eine Person etwas ausführlicher vor verschiedenen Hintergründen gezeigt werden, sollte man dafür mindestens 90 Minuten rechnen. Länger dauert es, wenn jede Location neu ausgeleuchtet werden muss. Der Umbau und die Justierung der Blitzanlage brauchen Zeit. So ein großes Shooting kann für eine Person den halben Tag einnehmen. In der Praxis werden für die Businessfotografie jedoch oft kürzere Zeiträume gewünscht.

6. Nachbearbeitung: Retusche nach Maß und Wunsch

Heute gehört eine Nachbearbeitung der Bilder meist standardmäßig dazu. Helligkeit, Kontrast, Farbbalance werden angeglichen. Leichte Hautprobleme werden korrigiert. Größere Retuschen sind nach Rücksprache meist möglich, werden jedoch extra berechnet.

Wo finde ich einen guten professionellen Fotografen?

Heutzutage können Sie im Internet in den Portfolios der Fotografen stöbern. Schauen Sie sich um und vertrauen Sie Ihrem Gefühl. Zusätzlich zu eigenen Aufnahmen können Sie auf Stockfotos zurückgreifen, Firmen wie iStockphoto, Shutterstock oder Fotolia bieten eine reiche und kostengünstige Auswahl. Dabei sollten Sie allerdings einiges beachten:

Versuchen Sie nicht, die Personenfotografie Ihrer Firma durch Stockfotos zu ersetzen: Der Betrachter spürt sofort, dass es sich hier um gestellte, austauschbare Bilder handelt. Er denkt, Sie hätten etwas zu verstecken. Eine weiter Gefahr: Stockfotos sind meist nicht exklusiv. Das heißt, jede Firma kann die gleichen Bilder kaufen. Das ist schon etwas peinlich, wenn z.B. der gleiche Call-Operator für die verschiedensten Firmen jobbt.


Eine weitere Gefahr sind zu klischeehafte Darstellungen: Sie kennen sicher die typischen Bilder von schüttelnden Händen, Maßbändern oder Stoppuhren. Vermeiden Sie diese Art der Darstellung – keiner will sie mehr sehen.

Abgesehen von diesen Stolperfallen gibt es aber viel interessantes Material bei den Agenturen und eine Suche lohnt sich.  Wenn Sie viele Bilder brauchen, speziell für Blogposts, lohnt sich auch eine Suche bei Flickr nach Creative-Commons-Fotos. Hier finden Sie Bilder, die Sie bei Namensnennung kostenfrei nutzen dürfen. Achten Sie nur darauf, dass die Bilder für kommerzielle Nutzung freigegeben sind.

So mit interessanten Bildern ausgestattet, wird Ihre Website sicher mehr Leser und Interessenten finden. Denn wie wir am Anfang gesehen haben, ist es oft die Optik, die über die Absprungrate entscheidet.  Bilder können auch einen zusätzlichen SEO-Wert haben. Geben Sie der Bilddatei den Namen des Keywords und Ihre Bilder werden über die Google-Bildsuche zusätzlich Traffic bringen.

-

Mathias Vietmeier arbeitet als freiberuflicher Fotograf und Grafikdesigner in München. Er unterrichtet als Dozent an der Akademie des deutschen Buchhandels. http://www.vietmeierfoto.de. Twitter: @vietmeierdesign.

Fotos: (c) Mathias Vietmeier

 

 

Nächste Folge:
15. Videos: Mit Filmen für Ihr Unternehmen werben (erscheint am Mittwoch, 29. Juni 2011)

Bisher erschienen:
Kostenloser Blog-Workshop “Neue Website”: Stellen Sie vorab Ihre Fragen, bitte!
1. Einleitung: So wird Ihre Website ein Erfolg
2. Strategie: Erst das Ziel, dann die Fahrkarte
3. Vorarbeit: Zeitplan und Entscheidungswege
4. Entscheidung: Website, Blog – oder beides?
5. CMS: Wie kommen Ihre Inhalte ins Netz?
6. Webhosting: Wo wohnt Ihre Homepage?
7. Design: Eine gute Website wie ein gutes Buch
8. Barrierefreiheit: Was bedeutet das?
9. Aufbau: Die Struktur folgt Ihren Zielen
10. SEO: Für Suchmaschinen optimieren
11. Webtexte: Für die richtigen Leser schreiben
12. Recht: Was dürfen Sie, was ist gefährlich?
13. Webshop: Verkaufen im Internet
14. Businessfotografie: Gute Bilder entscheiden

-
Planen Sie die Website Ihres Unternehmens neu aufzubauen, anders zu gestalten oder textlich zu überarbeiten? Oder wollen Sie Ihre statische Website dynamischer machen und an das Social Web anbinden? Dann ist diese Serie für Sie interessant.
In Form eines Workshops – mit Fachbeiträgen und Checklisten – behandle ich viele verschiedene Aspekte, die für eine … [more]
Blog-Workshop  Blogs  businessfotografie  Fotos  Kerstin_Hoffmann  Kommunikation  Kunden  Kundennutzen  PR  PR-Doktor  Public_Relations  Social_Media  Werbung  from google
june 2011 by matthiasfromm
Der wahre Wert des Facebook-Fans
Wer die Diskussionen rund um das Thema Social Media aufmerksam verfolgt, könnte beim Lesen aktueller Beiträge auf die Idee kommen, so langsam werde die Katze aus dem Sack gelassen. Ein Facebook-Fan, so heißt es etwa bei Kommunikationsprofi Mirko Lange, sei »zunächst mal noch gar nichts wert«. Und auch der Unternehmensberater Christoph Kappes gibt im Interview mit W&V zu bedenken, dass ein »Facebook-Fan der Marke weniger bringe, als man sich einredet«.

Besonders aufschlussreich fand ich den Austausch zwischen Kappes und Lange in den Kommentaren auf talkabout. Doch zunächst einmal möchte ich in Erinnerung bringen, dass es gerade mal drei Jahre her ist, als Hoffnungsträger Barack Obama auf einer bis dahin ungekannten Sympathiewelle durchs Social Web direkt ins Weiße Haus getragen wurde. Spätestens da nämlich hat der Mythos »Wundermittel Social Media« seinen Anfang.

In der Folgezeit hatten ganze Scharen Social Media Berater vor allem mit dem Ausräumen gewaltiger Missverständnisse und Irrtümer zu tun. Allen voran der bekannteste Trugschluss, Social Media sei kostenlos zu haben.

Auch solch drängende Fragen wie, wer eigentlich als Social Media Berater anzusehen sei, ob etwa selbsternannte Quereinsteiger ebenfalls dazugehören, und ob Social Media eher dem Marketing oder der Kommunikationsabteilung zuzuordnen sei und wenn ja, wem dann das Kundenbeziehungsmanagement überantwortet werden müsste, wurden hinlänglich geklärt.

Zwar tauchen hin und wieder Fragen nach dem Return On Investment auf, und deuten darauf hin, dass die Marketingverantwortlichen den Kommunikationsprofis das Feld nicht kampflos überlassen wollen. Aber hey, welchen ROI bringen denn E-Mails und Telefonate? – Und schon vereinnahmte die Kommunikationsabteilung das Social Web und deklarierte es zum »zusätzlichen Kanal«.

Nicht der Fan, sondern die Kommunikation, die ihn nicht zum Interagieren bewegt, ist nichts wert
Genau an der Stelle hätte ein großes Erwachen in den Unternehmen einsetzen müssen. Fragt sich denn wirklich niemand, was »zusätzlich« bedeutet? Es markiert eine Zeitenwende, mit der ein beträchtlicher Ausgabenanstieg verbunden ist. Die alten Konzepte der Massenwerbung und -kommunikation funktionieren nämlich nicht mehr so richtig. Eine Kampagne für alle, und dann wird schon gekauft, war gestern. Heute verlangen die Kunden vor dem Kauf erhört zu werden. Und für den Fall, dass ihnen irgendetwas nicht passt, schreiben sie es dauerhaft für jeden sichtbar ins Internet. Den damit verbundenen Reputationsschaden einzudämmen, kostet; so wie »zusätzlich« generell bedeutet, dass da noch was oben drauf kommt, will man wenigstens das gleiche haben wie vorher.

Es setzte allerdings kein Erwachen ein. Stattdessen filetierten die Kommunikationsprofis die bekannten Marken im Schlaf, während die weniger lukrativen Kleinen der Marketingabteilung überlassen wurden. Schema F wurde zum Standard deklariert und sieht eine Facebook-Page sowie einen Twitter-Kanal vor. Und wenn sie nicht gestorben sind, bluten sie noch heute, die Unternehmen, die ernsthaft glauben, langweilig getextete Status-Updates erscheinen im Newsstream eines Facebook-Fans, reißen ihn und seine virtuellen Freunde zu Begeisterungsstürmen hin, die im nimmer endenden Kaufrausch münden.

Wie viel sollte ein Fan denn wert sein? Doch wohl immer nur so viel, wie man daraus macht. Nicht der Fan, sondern die Kommunikation, die ihn nicht zum Interagieren bewegt, ist nichts wert. Schaut euch das Obama-Märchen »Yes we can« ruhig noch einmal an. Da wurde Tag und Nacht hart gerungen, um Menschen auch im letzten Winkel des Landes überhaupt zu erreichen. Es wurden etliche Nutzergruppen identifiziert, und jede einzelne bekam ihr eigenes Logo, ihre eigene Ansprache. Und sie wurden aufgefordert, auch ihre Freunde anzurufen, zu aktivieren, zu motivieren, immer und immer wieder. Endlos viele Kommentare und E-Mails wurden nächtelang ausgewertet, um zu verstehen, wie die Aktiven ticken und was man ihnen geben muss, damit sie weiterhin aktiv bleiben. Das hat den bis dahin größten Wahlkampfetat eines US-Präsidentschaftskandidaten überhaupt gekostet. So – und nur so – hat es zum Ziel geführt.

Weil danach aber diese Graswurzelbewegung vernachlässigt wurde, ist sie eingeschlafen und stattdessen hat die Tea Party die Meinungsführerschaft übernommen. Will Obama eine zweite Amtszeit dranhängen, kann er noch mal von vorn anfangen. Nur dass diesmal auch seine Gegner wissen, wie man Facebook nutzt.

Was also ist die Moral aus der Geschicht’? Wie Christoph Kappes in den Kommentaren auf talkabout bemerkte, ist ein Fan etwa gleich viel wert wie eine E-Mailadresse, die man bei der Newsletter-Anmeldung generiert. Wenn aber schon der erste Newsletter nicht packend ist, landen künftig auch alle weiteren im Spam-Ordner. Und kaum einer holt ihn da je wieder raus.

Genau so verhält es sich auf Facebook. Ein »Fan« ist ja zunächst einmal eine ebenso irreführende Bezeichnung wie »Freund«. Ein Facebook-Fan ist jemand, der auf der Unternehmensseite »Gefällt mir« geklickt hat, nicht mehr und nicht weniger. Folgen daraufhin langweilige, irrelevante Status-Updates, erfolgt auch keine Interaktion. Allmählich gehen die Meldungen im Newsstream des Nutzers unter. Oder es wird ausgeblendet, in störenden Fällen sogar auf »Gefällt mir nicht mehr« geklickt.

Ein Fan ist immer soviel wert, wie man ihn zu schätzen weiß
Der Edgerank, wie Mirko Lange vermutet, hat damit weniger zu tun. Denn selbst wenn Facebook einen solchen Filter nicht einsetzte, könnte der durchschnittliche Nutzer (mit seinen 130 Freunden, die etwa dreimal täglich posten, sowie an die 100 Seiten von Marken, die vielleicht einmal täglich posten) keine knapp 500 Status-Updates verarbeiten. Wer seine Interaktionsrate erhöhen will, muss relevante Inhalte bringen. Und zwar spannend, interessant, aktuell nicht für das Unternehmen, sondern für dessen Nutzer. Dazu muss man aber einen genauen Blick auf ihn richten und auch bereit sein, zu differenzieren. Das zeigt sich an tollen Angeboten ebenso wie an Erwiderungen, die erkennen lassen, dass er ernst genommen wird.

Ein Unternehmen, dass zehntausende oder gar Millionen von »Fans« mit Social Media-PR abzuspeisen gedenkt, ist immer noch in Kategorien der Massenkommunikation verhaftet und geht folglich im Newsstream sang- und klaglos unter. Der Wert eines Fans bemisst sich nämlich immer danach, wie sehr man ihn zu schätzen weiß.

Herzliche Grüße aus Berlin,
Klaus-Dieter Knoll
aka kadekMEDIEN

 

Einsortiert unter:Content Creation, Facebook, Kommunikation, Social Media Tagged: Content, Facebook, Kommunikation, Social Media
Kommunikation  Social_Media  Facebook  Content_Creation  Content  from google
june 2011 by matthiasfromm
8 logische Schlüsse, die zu erfolgreicher Pressearbeit führen
Wie nutzen Sie die Erkenntnisse der beiden vorigen Beiträge (erstens hier und zweitens hier), um es doch noch in die relevanten Publikationen zu schaffen? Klar ist: Es ist kaum möglich, fertig geschriebene Fachartikel in relevanten Publikationen unterzubringen. Das hat gute Gründe. Aber es muss doch Wege geben? Dazu können Sie genau das Wissen nutzen, warum es nicht klappt. Schauen wir uns doch die acht guten Gründe aus dem vorigen Beitrag noch einmal an – und was Sie umgekehrt daraus machen können:

1. Je interessanter die Publikation ist, desto schwieriger wird es.
Das bedeutet: Wenn Sie es in eine relevante Publikation schaffen, bedeutet das etwas!
Die Tatsache, dass Hinz und Kunz draußen bleiben müssen, nützt Ihnen, wenn Sie wirklich etwas zu sagen haben. Ihre Botschaften gehen nicht unter in einer großen Masse belangloser Fachbeiträge, die sowieso keiner lesen will.

2. Journalisten sind nicht blöd
Das bedeutet: Journalisten können einschätzen, was relevant ist
Wenn Sie also gute, nachhaltige, langfristig aufgebaute Pressearbeit machen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie damit auch Erfolg haben. Vorausgesetzt natürlich, Sie haben auch wirklich etwas zu sagen, was Menschen interessiert. Denn daran, was die Leser wollen und brauchen, orientieren sich die Redaktionen.

3. Die Haupt-Arbeit geschieht im Hintergrund
Das bedeutet: Gute Pressearbeit ist kein Geheimnis, sondern einfach – Arbeit
Gehen Sie nicht von sich aus. Denken Sie darüber nach, was die Leser des betreffenden Mediums interessiert und was hineinpasst. Entwickeln Sie ein PR-Konzept, in dem Service für die Redaktionen und Hintergrundwissen die wichtigsten Elemente sind – und nicht vorrangig und einzig das eigene Bedürfnis, möglichst oft und prominent erwähnt zu werden.

4. Auch auf ein Medium “zuschreiben” muss man können
Das bedeutet: Es gibt Menschen, die das können.
Entweder Sie sind erstens ein Naturtalent und können das mit etwas Nachdenken selbst. Oder, zweitens, Sie lernen es. Was lange dauern kann und nicht unbedingt sinnvoll ist, weil Sie sich

5. Zeitungen und Magazine werden von Journalisten gemacht
Das bedeutet: Fachleute nehmen sich Ihres Themas an
Sie brauchen nämlich gar nicht über sich selbst zu schreiben. Wenn Ihr Thema interessant genug ist, wenn Sie Aufhänger und Anlässe finden, mit denen Sie Redaktionen interessieren, werden diese berichten. Das machen sie höchstwahrscheinlich viel besser, als Sie es in Jahren lernen können. (Außer natürlich, Sie sind selbst ausgebildete/r Journalist/in; aber von diesen Ausnahmefällen reden wir hier nicht. Denn dann wüssten Sie ja ohnehin Bescheid.)

6. Ihr Interesse ist nicht das Leserinteresse
Das bedeutet: Sie kommen auch nur mit interessanten Themen durch
… und wenn das gelingt, wird es auch wirklich gelesen. Das nützt Ihnen mehr als alles, was Sie selbst vielleicht aus der eigenen Perspektive heraus in die Welt gebracht hätten.

7. Das Netz ist voll von interessanten Fachbeiträgen
Das bedeutet: Sie haben Ihre eigenen Medien in der Hand
Sie haben, über Pressearbeit hinaus, jede Menge Möglichkeiten, Ihre Botschaften in die Welt zu bringen. Ein gut konzipiertes und sorgfältig über einen langen Zeitraum aufgebautes Blog ist dazu beispielsweise die perfekte Plattform. Ein aktiv gepflegtes Netzwerk und eine Social-Media-Strategie gehören dazu. Wenn Sie wirklich etwas zu sagen haben, stehen die Chancen gut, dass Journalisten ganz von allein auf Sie aufmerksam werden und Sie ansprechen. Was auf der Idealfall ist.

8. Pressearbeit ist kein Direktmarketing
Das bedeutet: Ihnen stehen jede Menge andere Möglichkeiten offen
Ein Blog, wie im vorigen Absatz genannt, ist dabei nur ein Element in einem komplexen Kommunikationsmix. Warum wollen Sie versuchen, mit Pressearbeit zu erreichen, was mit gutem Direktmarketing viel wirkungsvoller funktioniert? Richten Sie Ihre Energie auf Aktionen, die Ihnen etwas bringen. Beziehen Sie alle Medien und Kommunikationswege mit ein. Achten Sie darauf, sich fachliche Unterstützung zu holen, wo Sie es brauchen. Dann können Sie auch das Thema Pressearbeit entspannt und souverän angehen. Vor allem: Sie haben die Zeit und den Raum dafür, weil Sie nicht unter dem Druck stehen, kurzfristige Erfolge mit etwas zu erreichen, was viel besser langfristig funktioniert.

Viel Erfolg dabei!

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:
8 gute Gründe, warum Sie Ihren interessanten Fachartikel …
Interessante Fachartikel sofort und überall in die Presse bringen!
Medien müssen alleine funktionieren
Image_und_Selbstmarketing  Werbung_und_PR  Blogs  Kerstin_Hoffmann  Kommunikation  Kunden  Kundennutzen  PR  PR-Doktor  Pressearbeit  Public_Relations  redaktionen  Werbung  Zeitung  from google
june 2011 by matthiasfromm
8 logische Schlüsse, die zu erfolgreicher Pressearbeit führen
Wie nutzen Sie die Erkenntnisse der beiden vorigen Beiträge (erstens hier und zweitens hier), um es doch noch in die relevanten Publikationen zu schaffen? Klar ist: Es ist kaum möglich, fertig geschriebene Fachartikel in relevanten Publikationen unterzubringen. Das hat gute Gründe. Aber es muss doch Wege geben? Dazu können Sie genau das Wissen nutzen, warum es nicht klappt. Schauen wir uns doch die acht guten Gründe aus dem vorigen Beitrag noch einmal an – und was Sie umgekehrt daraus machen können:

1. Je interessanter die Publikation ist, desto schwieriger wird es.
Das bedeutet: Wenn Sie es in eine relevante Publikation schaffen, bedeutet das etwas!
Die Tatsache, dass Hinz und Kunz draußen bleiben müssen, nützt Ihnen, wenn Sie wirklich etwas zu sagen haben. Ihre Botschaften gehen nicht unter in einer großen Masse belangloser Fachbeiträge, die sowieso keiner lesen will.

2. Journalisten sind nicht blöd
Das bedeutet: Journalisten können einschätzen, was relevant ist
Wenn Sie also gute, nachhaltige, langfristig aufgebaute Pressearbeit machen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie damit auch Erfolg haben. Vorausgesetzt natürlich, Sie haben auch wirklich etwas zu sagen, was Menschen interessiert. Denn daran, was die Leser wollen und brauchen, orientieren sich die Redaktionen.

3. Die Haupt-Arbeit geschieht im Hintergrund
Das bedeutet: Gute Pressearbeit ist kein Geheimnis, sondern einfach – Arbeit
Gehen Sie nicht von sich aus. Denken Sie darüber nach, was die Leser des betreffenden Mediums interessiert und was hineinpasst. Entwickeln Sie ein PR-Konzept, in dem Service für die Redaktionen und Hintergrundwissen die wichtigsten Elemente sind – und nicht vorrangig und einzig das eigene Bedürfnis, möglichst oft und prominent erwähnt zu werden.

4. Auch auf ein Medium “zuschreiben” muss man können
Das bedeutet: Es gibt Menschen, die das können.
Entweder Sie sind erstens ein Naturtalent und können das mit etwas Nachdenken selbst. Oder, zweitens, Sie lernen es. Was lange dauern kann und nicht unbedingt sinnvoll ist, weil Sie sich

5. Zeitungen und Magazine werden von Journalisten gemacht
Das bedeutet: Fachleute nehmen sich Ihres Themas an
Sie brauchen nämlich gar nicht über sich selbst zu schreiben. Wenn Ihr Thema interessant genug ist, wenn Sie Aufhänger und Anlässe finden, mit denen Sie Redaktionen interessieren, werden diese berichten. Das machen sie höchstwahrscheinlich viel besser, als Sie es in Jahren lernen können. (Außer natürlich, Sie sind selbst ausgebildete/r Journalist/in; aber von diesen Ausnahmefällen reden wir hier nicht. Denn dann wüssten Sie ja ohnehin Bescheid.)

6. Ihr Interesse ist nicht das Leserinteresse
Das bedeutet: Sie kommen auch nur mit interessanten Themen durch
… und wenn das gelingt, wird es auch wirklich gelesen. Das nützt Ihnen mehr als alles, was Sie selbst vielleicht aus der eigenen Perspektive heraus in die Welt gebracht hätten.

7. Das Netz ist voll von interessanten Fachbeiträgen
Das bedeutet: Sie haben Ihre eigenen Medien in der Hand
Sie haben, über Pressearbeit hinaus, jede Menge Möglichkeiten, Ihre Botschaften in die Welt zu bringen. Ein gut konzipiertes und sorgfältig über einen langen Zeitraum aufgebautes Blog ist dazu beispielsweise die perfekte Plattform. Ein aktiv gepflegtes Netzwerk und eine Social-Media-Strategie gehören dazu. Wenn Sie wirklich etwas zu sagen haben, stehen die Chancen gut, dass Journalisten ganz von allein auf Sie aufmerksam werden und Sie ansprechen. Was auf der Idealfall ist.

8. Pressearbeit ist kein Direktmarketing
Das bedeutet: Ihnen stehen jede Menge andere Möglichkeiten offen
Ein Blog, wie im vorigen Absatz genannt, ist dabei nur ein Element in einem komplexen Kommunikationsmix. Warum wollen Sie versuchen, mit Pressearbeit zu erreichen, was mit gutem Direktmarketing viel wirkungsvoller funktioniert? Richten Sie Ihre Energie auf Aktionen, die Ihnen etwas bringen. Beziehen Sie alle Medien und Kommunikationswege mit ein. Achten Sie darauf, sich fachliche Unterstützung zu holen, wo Sie es brauchen. Dann können Sie auch das Thema Pressearbeit entspannt und souverän angehen. Vor allem: Sie haben die Zeit und den Raum dafür, weil Sie nicht unter dem Druck stehen, kurzfristige Erfolge mit etwas zu erreichen, was viel besser langfristig funktioniert.

Viel Erfolg dabei!

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:
8 gute Gründe, warum Sie Ihren interessanten Fachartikel …
Interessante Fachartikel sofort und überall in die Presse bringen!
Medien müssen alleine funktionieren
Image_und_Selbstmarketing  Werbung_und_PR  Blogs  Kerstin_Hoffmann  Kommunikation  Kunden  Kundennutzen  PR  PR-Doktor  Pressearbeit  Public_Relations  redaktionen  Werbung  Zeitung  from google
june 2011 by matthiasfromm
9 Thesen zu einer neuen Kultur der Markenführung
In unserer täglichen Arbeit merken wir, wie sich grundlegende Veränderungen bei Kunden, Agenturen und Zielgruppen vollziehen. Meiner Meinung nach bleiben die Grundprinzipien der Markenführung dennoch gültig. Wir müssen nur hier und da neue Wege finden, ihnen zu folgen.

Die folgenden 9 Thesen (in ausführlicherer Form auch erschienen in 05/2011 Marketing & Kommunikation) erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie basieren auf den Erfahrungen unserer täglichen Arbeit und den Erkenntnissen von Kollegen, Freunden und unseren Kunden und Partnern. Vielleicht helfen Sie auch Euch, Eure Marken besser zu führen?

Markenkommunikation im Web ist kein Selbstläufer, der sich mit technischen Hilfsmitteln steuern lässt. Im Gegenteil.

Menschen machen Marken, nicht Technologien oder Tools. Während man sich früher vielleicht noch durch innovative Technologien, Tools oder Effekte differenzieren bzw. Aufmerksamkeit generieren konnte, zählt endlich die Qualität des Contents. Und die kommt nur von kompetenten, motivierten und engagierten Menschen (Woher sonst?)

Inzwischen geht fast alles, aber muss man es deswegen auch tun? Stützt wirklich jede neue Technologie, jeder Kanal, jedes Feature Ihre Marke?

Es macht Sinn, seine Zielgruppe in jedem Kanal anzusprechen, in dem sie zu finden ist. Aber man stützt seine Marke nur dann, wenn man jeden Kanäle konsistent und relevant bespielen kann und will (und das kann mitunter anstrengend werden). "Dabeisein ist alles" gilt eben in diesem Fall nicht. Wenn also eine Aktivität ihre Marke nicht stützt, dann können sie auch getrost darauf verzichten.

Bei Marken steht das Erlebnis steht im Vordergrund. Die digitale Welt bietet unzählige, hervorragende Möglichkeiten, eine Markenbotschaft abwechslungsreich und packend zu inszenieren.

Eine Marke zu inszenieren braucht Platz. Aber wieso sollte man in dem Kanal, in dem Platz nichts kostet, auch damit geizen? Was für jede Broschüre und erst recht für jede Anzeige oder jeden TV Spot gilt, muss endlich auch für Webseiten gelten: Grosszügigkeit und Klarheit sollten am Anfang einer Markenwelt stehen - und nicht unzählige kleine Einstiege wie Teaser, Boxen, etc.

Als Konsequenz geht der Trend hin zu fokussierten Landingpages und Einstiegsseiten anstelle überbordender, wollmilchsaugleicher Portalseiten, die es allen Ziel- und Randgruppen auf einmal recht machen wollen. Lieber eine Sache richtig kommunizieren, als viele Dinge schlecht! (Siehe auch unsere Designkantine)

Nie war es leichter, ein ziemlich Stimmungsbild Ihrer Marke zu erhalten und unzufriedenen Kunden direkt zu begegnen. Wer gut hin- und zuhört, hat die Chance auf sehr wertvolle Einblicke in die Gefühlswelt seiner Zielgruppen.

Social Media Monitoring ist ein wichtiger erster Schritt, um zu erfahren, wo und was über Ihre Marke gesprochen wird. Basierend auf diesen Erkenntnissen und weiteren Analysen lassen sich solide argumentierbare Empfehlungen für ihre Social Media Aktivitäten entwickeln. Soll Ihre Marke dabei sein oder nur zuhören und beobachten?

Ganz abgesehen von der Stimmungsanalyse kann ein kontinuierliches Monitoring eine sehr gute Basis für eine Werbeerfolgskontrolle sein: Kommen Ihre Botschaften an? Werden Ihre Kampagnen zitiert? Wo? Von wem? Was genau?

Daneben sollte es selbstverständlich sein, seinen Kunden dort einen Kontakt anzubieten, wo sie sich ohnehin über Produkte, Qualitäten und Image austauschen: Ein freundliches „Was können wir für Sie tun?" sollte keine Floskel sein. Jeder Touchpoint wird als Teil Ihrer Marke wahrgenommen.

Bis zu 90% der Onlinekäufer vertrauen den Empfehlungen Ihrer Freunde, bis zu 78% den Empfehlungen Ihres Umfelds und gerade mal 14% vertrauen der Werbung. Und bereits heute werden 25% der Suchergebnisse für die weltweit 20 grössten Marken zu user generiertem Content verlinkt. (Quelle: Nielsen)

Das macht Lust. Aber wie steigt man ein?

Im Gegensatz zu klassischen Push-Kampagnen gründet der Erfolg von Social Media Massnahmen nicht auf grossartig inszenierten Werbe-Blendgranaten, sondern auf offenem und transparentem Miteinander.

Marken, die den Dialog mit Ihren Zielgruppen im Social Web wünschen (und sich sowohl der Risiken als auch der Konsequenzen bewusst sind), müssen sich zunächst auf Augenhöhe mit Ihren Dialogpartnern begeben und lernen, sich mit Ihnen zu unterhalten und die Marke gemeinsam zu führen.

Nichts festigt eine Beziehung mehr als gemeinsame Aktivitäten. Involvieren Sie Ihre Zielgruppen und bieten Sie Ihnen an, Teil ihrer Marke zu werden. Der Lohn? Zum Beispiel authentische, glaubwürdige Markenbotschafter, zufriedene Kunden oder gar innovative und relevante Produktinnovationen.

Generell lassen sich Social Media Aktivitäten in 3 Kategorien einordnen: Dialog - mit dem Ziel, sich interessant zu unterhalten, Service - um seinen Usern relevanten Nutzen zu bieten oder Innovationen - mit dem Ziel, gemeinsam etwas zu verändern, zum Beispiel Produktinnovationen, Services, Namings, etc.

Spätestens jetzt ist klar: Allzu starre, am Reissbrett geplante Markenstrategien halten diesen dynamischen Entwicklungen nicht mehr Stand. So wichtig ein klares Ziel und definierte Positionierungen sowie Botschaften sind, die Fähigkeit, auf ein eigensinnige (und machtbewusste) Zielgruppen einzugehen und diese einzubinden zeichnet die erfolgreichen Marken der Zukunft aus.

Im sozialen Kontext sind eher Moderationsfähigkeiten als sture Stereotypen gefragt. Marken, die sich darauf vorbereiten, flexibel auf Stimmungen und Meinungen zu reagieren sind klar im Vorteil. Dazu müssen interne Abstimmungprozesse dramatisch verkürzt und klare Befugnisse ausgesprochen werden. Schliesslich wollen sich die Benutzer in Echtzeit mit Ihrer Marke unterhalten. Der Weg zum Schreibtisch der Markenhüter wird auf die Dauer zu lang.

Die Führung der Marke muss auf breitere Beine gestellt werden, entsprechende Organisationsstrukturen geschaffen werden und - einmal mehr - es braucht Menschen und ihre Fähigkeiten...

Nirgendwo haben Lügen so kurze Beine wie im Web. Jede Unwahrheit wird aufgedeckt und sofort einem Millionenpublikum präsentiert. Man möchte nicht glauben, wie viel Energie und Freude manche User daran haben, Unwahrheiten aufzudecken und an den Pranger zu stellen. Transparenz und Offenheit sind eine gute Versicherung dagegen.

Trotzdem gibt es heikle Themen. Nicht wenige Marken produzieren Produkte, die andere Menschen auf die Palme bringen. Gen-Technologie, Energieproduzenten, etc. stehen vor grossen Herausforderungen. Diskutieren Sie das Szenario „Was wäre, wenn unsere Gegner sich mobilisieren" und bereiten Sie sich organisatorisch und argumentativ auf Kritik vor. Oder entscheiden Sie sich bewusst, von sozialen Plattfomen fernzubleiben.

In jedem Fall gilt: Jeder macht einmal Fehler, und das ist auch OK. Solange man dazu steht, sich entschuldigt und transparent und offen reagiert. Wie im richtigen Leben ...

Wer weiss, was kommt? Jede neue Technologie, jeder neue Trend könnte die Kommunikation erneut revolutionieren.

Wenn wir Marken in die Zukunft führen wollen, bleiben wir am besten stets informiert. Neues zu entdecken, damit zu spielen und versuchen, sich eine eigene Meinung zu bilden ist auch Teil der Markenführung.

Wir bleiben neugierig. Und freuen uns auf Ihre Meinung ;-)
Design  Gesellschaft  Kommunikation  Marketing  Online_Marketing  Social_Media  brand  kampagnen  markenführung  onlinekampagnen  onlinemarketing  socialmedia  from google
june 2011 by matthiasfromm
Online-Workshop ‘Neue Website’, Folge 11 Webtexte: Schreiben Sie Zielgruppisch?
Die Buchstaben sind ja schon alle da. Aber man muss sie auch in die richtige Reihenfolge bringen.

Website-Texte sind so ziemlich die mythenumwobenste Textform. Einige dieser Mythen: “Ein guter Webtext enthält möglichst viele Keywords!”, “Suchmaschinenrelevanz ist das Wichtigste!” oder “Interaktivität ist das Wichtigste. Viele Links bringen viel Erfolg!”

Das ist das eine Ende der Skala: Texte, die scheinbar (scheinbar!) perfekt auf das Internet zugeschnitten sind und nichts mehr mit dem zu tun haben, was wir aus klassischen Medien kennen. Am anderen Ende der Skala liegen solche Inhalte, die wortgleich und im Aufbau identisch aus Print-Werbung, Zeitungsberichten oder Katalogen übernommen sind.

Aber was ist denn nun richtig? Vor allem: Was funktioniert am besten?

Zunächst: Jedes Medium hat seine eigenen Textformen; jedes Genre ist unterschiedlich. Werbetexte funktionieren nicht als Pressemitteilungen; lange Erläuterungen nicht als Werbebriefe; PR-Texte umgekehrt nicht für klassische Werbung. So banal das klingt: Beispiele für nicht treffende eingesetzte Formen gibt es mehr als genug. Ebenso aber geht es um Inhalte.

Warum lesen Sie einen Text? Ich nehme an, erstens, weil er Sie anspricht und gut zu lesen ist. Zweitens, weil der Inhalt Ihnen einen Mehrwert bietet. Das eine ist nichts ohne das andere. Der Inhalt kann noch so wichtig, wertvoll und faktenreich sein. Wenn er nicht gleich zu Beginn gut – und das heißt lesbar – geschrieben ist, steigen Sie gar nicht erst ein. Umgekehrt nutzt die perfekte Form nichts ohne inneren Gehalt: Fehlt dieser, steigen Sie schon bald wieder aus, weil Sie keine Zeit für leeres Gewäsch haben.

Warum lesen Sie beispielsweise diesen Text?
… und zwar schon bis zum vierten Absatz? Hoffentlich, weil er lebendig geschrieben ist. Weil Sie sich direkt angesprochen fühlen. Weil Sie sich in den relativ kurzen Sätzen gut zurechtfinden und das Gesagte schnell verarbeiten können. Das ist die formale Seite. Aber darüber hinaus versprechen Sie sich ganz sicher einen konkreten Wert. Sie erhoffen sich Erkenntnisse darüber, wie gut Ihre Texte schon sind. Oder wie Sie sie in Zukunft besser schreiben können. Worauf Sie besonders achten sollten. Oder wie Sie herausfinden, woran Sie einen guten Texter erkennen.

Und warum? Weil Sie als Unternehmer/in mit Ihrer Website erfolgreicher sein wollen, sprich: mehr Geld verdienen oder andere persönliche Ziele erreichen. Sie investieren Zeit in das Lesen und erwarten einen Gewinn. Dafür schenken Sie mir Aufmerksamkeit. Das ist der Deal, und den gehen Sie mit Ihren Lesern genauso ein wie ich mit Ihnen. Egal, ob Sie Produkte verkaufen oder beraten. Wenn jemand einen Katalogtext liest, will er das für sich perfekte Produkt finden. Immer geht es um bestimmte Ziele: mehr Geld einnehmen, Geld sparen, mehr Lebensqualität, Spaß … was immer Sie hier einsetzen möchten.

Wenn Sie am Ende der Lektüre einen konkreten Mehrwert mitnehmen, habe ich Glück gehabt, und Sie sind auch zufrieden. Wir gewinnen beide: Sie wissen mehr und haben etwas, mit dem Sie Ihre Kommunikation verbessern können. Das ist Ihr Gewinn. Aber Sie empfehlen den Text zudem weiter oder behalten ihn anderweitig in positiver Erinnerung. Sie abonnieren den Feed dieser Website. Oder Sie hinterlassen einen Kommentar. Das ist mein Gewinn.

Wäre es Ihr Text, und es handelte sich nicht um ein Blog, sondern beispielsweise um einen Online-Katalog, wäre der Gewinn für Sie ein anderer. Weil das Kommunikationsziel ein anderes wäre: zum Beispiel ein Kauf oder ein Auftrag. Die genaue Art des Gegenwerts wechselt also je nach Genre und Ziel. Die Anforderungen an die Qualität von Text und Inhalt bleiben.

SEO: Wichtig, aber nicht entscheidend
Natürlich sollen Ihre Webtexte suchmaschinenfreundlich sein. Das betrifft aber vor allem Branchen, in denen auch viel über Suchmaschinen läuft. Und selbst da gilt: Es reicht nicht, gefunden zu werden und die User auf Ihre Seite zu locken. Das, was sie auf der Seite vorfinden, entscheidet, ob sie dort verweilen. Und ob Besucher zu Interessenten und Interessenten zu Kunden und/oder Multiplikatoren werden.

Jetzt stellen Sie vor, Sie auf Ihrer Website stünden nur solche Texte, die eine maximale Keyworddichte aufweisen. Und das auch noch, obgleich Ihre Kunden primär über ganz andere Wege zu Ihnen kommen als über Suchmaschinen. Die Interessenten schauen dann einmal auf die Seite. Das war’s dann. Ohnehin straft Google zu viele Keywords ab. Das hat Andrea Reitmeier bereits im vorigen Beitrag zum Thema Suchmaschinenoptimierung beschrieben.

Sie sollten technisch alles mitnehmen, was die Suchmaschinenrelevanz erhöht, etwa indem Sie die Headlines richtig gestalten und auf die Form der URLs achten. Auch das steht im vorigen Beitrag. Natürlich sollten Sie auch die relevanten Suchbegriffe mit verwenden. Aber wenn Sie über Ihr Thema schreiben und wenn Sie das gut und zielgruppengerecht tun, kommen diese ganz von selbst hinein.

Für Menschen schreiben
Das Paradoxon: Sie schreiben für Menschen statt für Suchmaschinen, und gerade das mögen Suchmaschinen offensichtlich besonders gern. Es ist noch niemandem gelungen, die komplizierten Algorithmen von Google zu entschlüsseln, zumal diese ständig wechseln. Aber alle Ergebnisse sprechen dafür, dass gut und organisch geschriebener Content die besten Treffer erzielt. Ganz abgesehen davon, dass Sie eben für Ihre Leser so schreiben, wie es diese besonders interessiert. Damit diese auch wirklich auf Ihrer Seite bleiben und vor allem: so überzeugt sind, dass sie Sie anschließend beauftragen oder genau das tun, was Sie als andere gewünschte Handlung definiert haben.

Text, Medium und Gestaltung sind nicht zu trennen. Das eine muss auf das andere abgestimmt sein, damit es funktioniert. Ein guter Text auf der Startseite – und auf jeder weiteren Seite -leitet den Besucher zielsicher zur nächsten Aktion. Er liefert Orientierung. Er transportiert den zentralen Kundennutzen (oder Lesernutzen; das kommt ganz auf die Art der Website an). Er bietet Möglichkeiten zur Interaktion und zur Auswahl, aber ohne den roten Faden zu verlieren.

Sprechen Sie Zielgruppisch?
Vor allem aber müssen Ihre Webtexte Ihre Bezugsgruppen erreichen. Eine Website für ein Business-Publikum sieht – von berechtigten Ausnahmen abgesehen, auf die wir hier nicht näher eingehen können – anders aus als die eines Lifestyle-Produktes, und zwar optisch und in der Textgestaltung. Auch pauschale Aussagen wie “möglichst wenig Fachchinesisch” funktionieren so gut wie nie. Wollen Sie ein fachlich sehr versiertes Publikum erreichen, ist es gerade die gemeinsame Sprache, die Sie mit Ihrer Bezugsgruppe vereint und andere bewusst ausschließt. Exklusivität kann also auch so aussehen.

Aber selbst das spezialisierteste Nischen-Publikum möchte sich – entgegen anderslautenden Vermutungen – nicht durch Bandwurmsätze mit vielen Hauptwörtern quälen. Die folgenden Merkmale zeichnen gute Texte für Werbung und PR aus:

Gute Texte sind…

motivierend. Sie machen den Leser neugierig und halten ihn im Lesefluss – bis zum Schluss.
nützlich. Der Leser erkennt seinen Nutzen auf den ersten Blick.
überraschend. Sie verzichten auf Floskeln und formulieren frisch und neu.
verbal. Nominal-Konstruktionen wirken geschraubt und bleiben schlecht hängen.
aktiv. Passiv-Sätze wirken ausweichend, Aktiv-Sätze wirken dynamisch.
kurz und prägnant. Sie sagen mit wenigen Worten das Entscheidende.

Daran erkennen Sie einen guten Texter: Er/sie ...

stellt präzise Fragen, etwa nach Textgenre, Verwendungszweck, Zielen, Zielgruppen und Ihrem bisherigen Kommunikationskonzept.
erkundigt sich genau nach Ihrem Unternehmen und allen relevanten Inhalten.
zeigt Ihnen (auf Nachfrage) Texte, anhand derer Sie beurteilen können, ob Ihnen die Schreibe gefällt.
arbeitet nicht für Dumpingpreise.
will Ihnen nichts aufschwatzen.
geht auf Ihre Anliegen und Ihren Kommunikationsstil ein.
lässt Sie ausreden, kommt aber immer wieder auf den Punkt.
ist Ihnen sympathisch und hat Ihr Vertrauen.

Wenn Sie sich nicht auf Anhieb sicher sind, beispielsweise weil Sie noch nicht viel Erfahrung im Vergeben von Textaufträgen haben: Verlangen Sie bitte keine honorarfreien Probearbeiten. Darauf wird sich kaum ein seriöser Texter einlassen. Vereinbaren Sie am besten erst ein kleineres Auftragsvolumen zum Einstieg. So sind beide auf der sicheren Seite.



Nächste Folge:
12. Recht: Was dürfen Sie, was ist gefährlich? (erscheint am Mittwoch, 8. Juni 2011)

Bisher erschienen:
Kostenloser Blog-Workshop “Neue Website”: Stellen Sie vorab Ihre Fragen, bitte!
1. Einleitung: So wird Ihre Website ein Erfolg
2. Strategie: Erst das Ziel, dann die Fahrkarte
3. Vorarbeit: Zeitplan und Entscheidungswege
4. Entscheidung: Website, Blog – oder beides?
5. CMS: Wie kommen Ihre Inhalte ins Netz?
6. Webhosting: Wo wohnt Ihre Homepage?
7. Design: Eine gute Website wie ein gutes Buch
8. Barrierefreiheit: Was bedeutet das?
9. Aufbau: Die Struktur folgt Ihren Zielen
10. SEO: Für Suchmaschinen optimieren
11. Webtexte: Schreiben Sie Zielgruppisch?

-
Planen Sie die Website Ihres Unternehmens neu aufzubauen, anders zu gestalten oder textlich zu überarbeiten? Oder wollen Sie Ihre statische Website dynamischer machen und an das Social Web anbinden? Dann ist diese Serie für Sie interessant.
In Form eines Workshops – mit Fachbeiträgen und Checklisten – behandle ich viele verschiedene Aspekte, die für eine gute und funktionale Website essenziell sind. Fachleute aus verschiedenen Spezialgebieten tragen in Gastbeiträgen Insider-Tipps und wertvolles Wissen bei. – Der Workshop ist kostenfrei abrufbar, als offen hier im Blog publizierte Serie. Sie müssen sich nicht anmelden und sind an keine Zeiten gebunden. Bereits Veröffentlichtes bleibt online. Sie können also jederzeit von Anfang an einsteigen. Wenn Sie automatisch von diesen (und anderen) Beiträgen erfahren wollen, können Sie

den RSS-Feed dieses Blogs … [more]
Blog-Workshop  Blogs  Kerstin_Hoffmann  Kommunikation  Kunden  Kundennutzen  PR  PR-Doktor  pr-text  Public_Relations  Social_Media  text  Texte  werbetext  Werbung  from google
may 2011 by matthiasfromm
Online-Workshop ‘Neue Website’, Folge 11 Webtexte: Schreiben Sie Zielgruppisch?
Die Buchstaben sind ja schon alle da. Aber man muss sie auch in die richtige Reihenfolge bringen.

Website-Texte sind so ziemlich die mythenumwobenste Textform. Einige dieser Mythen: “Ein guter Webtext enthält möglichst viele Keywords!”, “Suchmaschinenrelevanz ist das Wichtigste!” oder “Interaktivität ist das Wichtigste. Viele Links bringen viel Erfolg!”

Das ist das eine Ende der Skala: Texte, die scheinbar (scheinbar!) perfekt auf das Internet zugeschnitten sind und nichts mehr mit dem zu tun haben, was wir aus klassischen Medien kennen. Am anderen Ende der Skala liegen solche Inhalte, die wortgleich und im Aufbau identisch aus Print-Werbung, Zeitungsberichten oder Katalogen übernommen sind.

Aber was ist denn nun richtig? Vor allem: Was funktioniert am besten?

Zunächst: Jedes Medium hat seine eigenen Textformen; jedes Genre ist unterschiedlich. Werbetexte funktionieren nicht als Pressemitteilungen; lange Erläuterungen nicht als Werbebriefe; PR-Texte umgekehrt nicht für klassische Werbung. So banal das klingt: Beispiele für nicht treffende eingesetzte Formen gibt es mehr als genug. Ebenso aber geht es um Inhalte.

Warum lesen Sie einen Text? Ich nehme an, erstens, weil er Sie anspricht und gut zu lesen ist. Zweitens, weil der Inhalt Ihnen einen Mehrwert bietet. Das eine ist nichts ohne das andere. Der Inhalt kann noch so wichtig, wertvoll und faktenreich sein. Wenn er nicht gleich zu Beginn gut – und das heißt lesbar – geschrieben ist, steigen Sie gar nicht erst ein. Umgekehrt nutzt die perfekte Form nichts ohne inneren Gehalt: Fehlt dieser, steigen Sie schon bald wieder aus, weil Sie keine Zeit für leeres Gewäsch haben.

Warum lesen Sie beispielsweise diesen Text?
… und zwar schon bis zum vierten Absatz? Hoffentlich, weil er lebendig geschrieben ist. Weil Sie sich direkt angesprochen fühlen. Weil Sie sich in den relativ kurzen Sätzen gut zurechtfinden und das Gesagte schnell verarbeiten können. Das ist die formale Seite. Aber darüber hinaus versprechen Sie sich ganz sicher einen konkreten Wert. Sie erhoffen sich Erkenntnisse darüber, wie gut Ihre Texte schon sind. Oder wie Sie sie in Zukunft besser schreiben können. Worauf Sie besonders achten sollten. Oder wie Sie herausfinden, woran Sie einen guten Texter erkennen.

Und warum? Weil Sie als Unternehmer/in mit Ihrer Website erfolgreicher sein wollen, sprich: mehr Geld verdienen oder andere persönliche Ziele erreichen. Sie investieren Zeit in das Lesen und erwarten einen Gewinn. Dafür schenken Sie mir Aufmerksamkeit. Das ist der Deal, und den gehen Sie mit Ihren Lesern genauso ein wie ich mit Ihnen. Egal, ob Sie Produkte verkaufen oder beraten. Wenn jemand einen Katalogtext liest, will er das für sich perfekte Produkt finden. Immer geht es um bestimmte Ziele: mehr Geld einnehmen, Geld sparen, mehr Lebensqualität, Spaß … was immer Sie hier einsetzen möchten.

Wenn Sie am Ende der Lektüre einen konkreten Mehrwert mitnehmen, habe ich Glück gehabt, und Sie sind auch zufrieden. Wir gewinnen beide: Sie wissen mehr und haben etwas, mit dem Sie Ihre Kommunikation verbessern können. Das ist Ihr Gewinn. Aber Sie empfehlen den Text zudem weiter oder behalten ihn anderweitig in positiver Erinnerung. Sie abonnieren den Feed dieser Website. Oder Sie hinterlassen einen Kommentar. Das ist mein Gewinn.

Wäre es Ihr Text, und es handelte sich nicht um ein Blog, sondern beispielsweise um einen Online-Katalog, wäre der Gewinn für Sie ein anderer. Weil das Kommunikationsziel ein anderes wäre: zum Beispiel ein Kauf oder ein Auftrag. Die genaue Art des Gegenwerts wechselt also je nach Genre und Ziel. Die Anforderungen an die Qualität von Text und Inhalt bleiben.

SEO: Wichtig, aber nicht entscheidend
Natürlich sollen Ihre Webtexte suchmaschinenfreundlich sein. Das betrifft aber vor allem Branchen, in denen auch viel über Suchmaschinen läuft. Und selbst da gilt: Es reicht nicht, gefunden zu werden und die User auf Ihre Seite zu locken. Das, was sie auf der Seite vorfinden, entscheidet, ob sie dort verweilen. Und ob Besucher zu Interessenten und Interessenten zu Kunden und/oder Multiplikatoren werden.

Jetzt stellen Sie vor, Sie auf Ihrer Website stünden nur solche Texte, die eine maximale Keyworddichte aufweisen. Und das auch noch, obgleich Ihre Kunden primär über ganz andere Wege zu Ihnen kommen als über Suchmaschinen. Die Interessenten schauen dann einmal auf die Seite. Das war’s dann. Ohnehin straft Google zu viele Keywords ab. Das hat Andrea Reitmeier bereits im vorigen Beitrag zum Thema Suchmaschinenoptimierung beschrieben.

Sie sollten technisch alles mitnehmen, was die Suchmaschinenrelevanz erhöht, etwa indem Sie die Headlines richtig gestalten und auf die Form der URLs achten. Auch das steht im vorigen Beitrag. Natürlich sollten Sie auch die relevanten Suchbegriffe mit verwenden. Aber wenn Sie über Ihr Thema schreiben und wenn Sie das gut und zielgruppengerecht tun, kommen diese ganz von selbst hinein.

Für Menschen schreiben
Das Paradoxon: Sie schreiben für Menschen statt für Suchmaschinen, und gerade das mögen Suchmaschinen offensichtlich besonders gern. Es ist noch niemandem gelungen, die komplizierten Algorithmen von Google zu entschlüsseln, zumal diese ständig wechseln. Aber alle Ergebnisse sprechen dafür, dass gut und organisch geschriebener Content die besten Treffer erzielt. Ganz abgesehen davon, dass Sie eben für Ihre Leser so schreiben, wie es diese besonders interessiert. Damit diese auch wirklich auf Ihrer Seite bleiben und vor allem: so überzeugt sind, dass sie Sie anschließend beauftragen oder genau das tun, was Sie als andere gewünschte Handlung definiert haben.

Text, Medium und Gestaltung sind nicht zu trennen. Das eine muss auf das andere abgestimmt sein, damit es funktioniert. Ein guter Text auf der Startseite – und auf jeder weiteren Seite -leitet den Besucher zielsicher zur nächsten Aktion. Er liefert Orientierung. Er transportiert den zentralen Kundennutzen (oder Lesernutzen; das kommt ganz auf die Art der Website an). Er bietet Möglichkeiten zur Interaktion und zur Auswahl, aber ohne den roten Faden zu verlieren.

Sprechen Sie Zielgruppisch?
Vor allem aber müssen Ihre Webtexte Ihre Bezugsgruppen erreichen. Eine Website für ein Business-Publikum sieht – von berechtigten Ausnahmen abgesehen, auf die wir hier nicht näher eingehen können – anders aus als die eines Lifestyle-Produktes, und zwar optisch und in der Textgestaltung. Auch pauschale Aussagen wie “möglichst wenig Fachchinesisch” funktionieren so gut wie nie. Wollen Sie ein fachlich sehr versiertes Publikum erreichen, ist es gerade die gemeinsame Sprache, die Sie mit Ihrer Bezugsgruppe vereint und andere bewusst ausschließt. Exklusivität kann also auch so aussehen.

Aber selbst das spezialisierteste Nischen-Publikum möchte sich – entgegen anderslautenden Vermutungen – nicht durch Bandwurmsätze mit vielen Hauptwörtern quälen. Die folgenden Merkmale zeichnen gute Texte für Werbung und PR aus:

Gute Texte sind…

motivierend. Sie machen den Leser neugierig und halten ihn im Lesefluss – bis zum Schluss.
nützlich. Der Leser erkennt seinen Nutzen auf den ersten Blick.
überraschend. Sie verzichten auf Floskeln und formulieren frisch und neu.
verbal. Nominal-Konstruktionen wirken geschraubt und bleiben schlecht hängen.
aktiv. Passiv-Sätze wirken ausweichend, Aktiv-Sätze wirken dynamisch.
kurz und prägnant. Sie sagen mit wenigen Worten das Entscheidende.

Daran erkennen Sie einen guten Texter: Er/sie ...

stellt präzise Fragen, etwa nach Textgenre, Verwendungszweck, Zielen, Zielgruppen und Ihrem bisherigen Kommunikationskonzept.
erkundigt sich genau nach Ihrem Unternehmen und allen relevanten Inhalten.
zeigt Ihnen (auf Nachfrage) Texte, anhand derer Sie beurteilen können, ob Ihnen die Schreibe gefällt.
arbeitet nicht für Dumpingpreise.
will Ihnen nichts aufschwatzen.
geht auf Ihre Anliegen und Ihren Kommunikationsstil ein.
lässt Sie ausreden, kommt aber immer wieder auf den Punkt.
ist Ihnen sympathisch und hat Ihr Vertrauen.

Wenn Sie sich nicht auf Anhieb sicher sind, beispielsweise weil Sie noch nicht viel Erfahrung im Vergeben von Textaufträgen haben: Verlangen Sie bitte keine honorarfreien Probearbeiten. Darauf wird sich kaum ein seriöser Texter einlassen. Vereinbaren Sie am besten erst ein kleineres Auftragsvolumen zum Einstieg. So sind beide auf der sicheren Seite.



Nächste Folge:
12. Recht: Was dürfen Sie, was ist gefährlich? (erscheint am Mittwoch, 8. Juni 2011)

Bisher erschienen:
Kostenloser Blog-Workshop “Neue Website”: Stellen Sie vorab Ihre Fragen, bitte!
1. Einleitung: So wird Ihre Website ein Erfolg
2. Strategie: Erst das Ziel, dann die Fahrkarte
3. Vorarbeit: Zeitplan und Entscheidungswege
4. Entscheidung: Website, Blog – oder beides?
5. CMS: Wie kommen Ihre Inhalte ins Netz?
6. Webhosting: Wo wohnt Ihre Homepage?
7. Design: Eine gute Website wie ein gutes Buch
8. Barrierefreiheit: Was bedeutet das?
9. Aufbau: Die Struktur folgt Ihren Zielen
10. SEO: Für Suchmaschinen optimieren
11. Webtexte: Schreiben Sie Zielgruppisch?

-
Planen Sie die Website Ihres Unternehmens neu aufzubauen, anders zu gestalten oder textlich zu überarbeiten? Oder wollen Sie Ihre statische Website dynamischer machen und an das Social Web anbinden? Dann ist diese Serie für Sie interessant.
In Form eines Workshops – mit Fachbeiträgen und Checklisten – behandle ich viele verschiedene Aspekte, die für eine gute und funktionale Website essenziell sind. Fachleute aus verschiedenen Spezialgebieten tragen in Gastbeiträgen Insider-Tipps und wertvolles Wissen bei. – Der Workshop ist kostenfrei abrufbar, als offen hier im Blog publizierte Serie. Sie müssen sich nicht anmelden und sind an keine Zeiten gebunden. Bereits Veröffentlichtes bleibt online. Sie können also jederzeit von Anfang an einsteigen. Wenn Sie automatisch von diesen (und anderen) Beiträgen erfahren wollen, können Sie

den RSS-Feed dieses Blogs … [more]
Blog-Workshop  Blogs  Kerstin_Hoffmann  Kommunikation  Kunden  Kundennutzen  PR  PR-Doktor  pr-text  Public_Relations  Social_Media  text  Texte  werbetext  Werbung  from google
may 2011 by matthiasfromm
Social Media als Management-Aufgabe in Unternehmen
Soziale Netzwerke haben für die Kommunikation von Unternehmen und Institutionen weitreichende Konsequenzen. Sie müssen offen und transparent auftreten, ein Anspruch, mit dem sich Viele noch schwer tun. Und sie brauchen die Expertise von webaffinen Mitarbeitern, doch die könnten schon bald schwer zu rekrutieren sein.

 Die allermeisten PR-Verantwortlichen haben mittlerweile verinnerlicht, dass das social web die Kommunikation grundstürzend verändert. Dass Botschaften in den sozialen Netzwerken unsteuerbar sind, dass jedes Unternehmen, jede Einrichtung ununterbrochen kritisch beobachtet wird, dass der herkömmliche Journalismus zunehmend an Bedeutung verliert, dass es eine nur eine Antwort auf all dies gibt: größtmögliche Transparenz. Und genau hier ist man mitten in der gegenwärtigen Misere deutscher Unternehmen und Institutionen. Denn mit der Transparenz hat man es hierzulande nicht allzu sehr. Wenn schon der Spießbürger seinen Vorgarten nicht bei Google sehen möchte, wie schwer müssen sich dann Unternehmen mit der Notwendigkeit tun, offen, ehrlich, dialogbereit zu sein.

Unternehmen, mehr noch öffentliche Einrichtungen und Institutionen des Dritten Sektors sind noch tief in den Strukturen vergangener Jahrzehnte verwurzelt. Ihre eigenen Strukturen haben sich seitdem auch nicht tiefgreifend gewandelt: starke Hierarchisierung im Konzert mit überkommenen Kommunikationsstrategien ergeben leider immer noch jene ungenießbare Melange aus Größenwahn und Kleinkrämertum. Auf PR-Leute in diesem Land kommt zurzeit die Herkulesaufgabe zu, sich zugleich nach außen in den Kommunikationswelten der Netzwerke bewähren zu müssen und außerdem energisch ins eigene Unternehmen zu wirken, um es mit jenen zu verzahnen. Wie viele Pressesprecher mögen sich wohl tagtäglich den Mund fusselig reden, um ihren Chefs klarzumachen, was die Stunde geschlagen hat? Und wie viele mögen wohl daran scheitern?

„Starke Hierarchisierung im Konzert mit überkommenen Kommunikationsstrategien ergeben leider immer noch jene ungenießbare Melange aus Größenwahn und Kleinkrämertum.“

Nach außen können Kommunikatoren jene Offenheit und Transparenz, von denen ihr Haus in der Realität so weit entfernt ist,  oftmals nur andeuten oder gar simulieren, um nicht das Gesicht in den sozialen Medien zu verlieren. Oftmals sind es ohnehin nur wenige intrinsisch motivierte Mitarbeiter, die sich zusätzlich zu ihren eigentlichen Aufgaben dem Thema widmen und dafür sorgen, dass eine Einrichtung überhaupt im social web vertreten ist. Wenn es zum Schwur kommt, sind solche aus der Not geborenen Strategien natürlich zum Scheitern verurteilt. Nach innen können Kommunikatoren nur dann ihrer eigentlichen Aufgabe gerecht werden, wenn Public Relations ein hohes Standing im Hause genießen. Nur dort, wo die Chefs begriffen haben, dass Kommunikation eine „Chefsache“ ist, kann die Anpassung an die neuen Gegebenheiten gut gelingen.

Doch diese Chefs sind noch rar. Die Auffassung, dass Öffentlichkeitsarbeit eine nachgeordnete  Aufgabe ist, ist leider nicht selten. Der Glaube, dass gute Kommunikation von jedem gemacht werden könne, der drei fehlerfreie Sätze auf das Papier bringt, ist ein weit verbreiteter Irrtum. Und genau daran krankt der öffentliche Auftritt der weitaus meisten Institutionen. Statt Transparenz zu leben, werden vermeintliche „Zielgruppen“ nach wie vor mit wohlfeilen Werbesprüchen abgespeist und teuren, aber nichtssagenden Imagebroschüren bombardiert. Es werden bewusstlos Pressemitteilungen in die Welt gepustet, die niemanden interessieren und wirkungslos verpuffen. Täglich erreichen die dpa-Zentrale 72.000 Pressemitteilungen aus deutschen Pressestellen per E-Mail: eine gigantische Verschwendung von Arbeitskraft, wird doch nur ein geringer Teil überhaupt wahrgenommen, geschweige denn publiziert. Noch immer mühen sich Pressesprecher auf Wunsch ihrer Chefs wochenlang mit der Vorbereitung und Durchführung von Pressekonferenzen, zu denen dann aus Personalmangel bei den Redaktionen bestenfalls die Volontäre geschickt werden. Hier werden viel Zeit und Ressourcen auf veraltete Kommunikationswege verwendet, die – wie es Sascha Lobo einmal ausdrückte – nur die „Illusion von Kommunikation“ vorspiegeln.

Es hat sich leider in den Chefetagen des Landes noch nicht herumgesprochen, dass das neue Kommunizieren nichts damit zu tun hat, nur wieder einen neuen Kommunikationskanal mit den immer gleichen Botschaften zu bedienen. Dass es vielmehr darauf ankommt, zu reflektieren, wie das eigene Unternehmen im „Weltgeschehen“ angesiedelt ist und welche Verantwortung ihm daraus erwächst. Die kritischen Netzbürger haben nicht per se Ressentiments gegen Unternehmen. Aber sie erwarten Unternehmen, in denen man mit echten Personen Kontakt aufnehmen kann, mit denen man in einen kritischen Dialog gehen kann. Sie wollen Unternehmen, die im Dialog mit der „Weisheit der Vielen“ dazu lernen und in der Lage sind, diesen Lerneffekt zu kommunizieren. Sie erwarten offene und sensible Unternehmen. Nicht solche, die sich hinter Marktmacht und Call-Centern verstecken. Die mit jeder Aktion deutlich machen, dass ihnen die Belange ihrer Kunden schlichtweg egal sind. Die immer nur ihren Börsenkurs im Blick haben und niemals ihren Reputations-Kurs.

Um ein netzkompatibles Unternehmen zu werden, braucht es großer Anstrengungen und sicher auch des professionellen Rates von Außen. Wenn die neue Währung für erfolgreiche Unternehmen ehrliches Interesse und Aufmerksamkeit ist, müssen sich diese Unternehmen und Institutionen grundlegend wandeln. Das beginnt mit Kommunikationsabteilungen, die diesen Namen auch verdienen. Sie müssen die Handlungsfreiheit haben, selbstständig für das eigene Haus sprechen sowie schnell und unmittelbar kommunizieren können. Man stelle sich einen Tweet vor, der erst drei Tage zur Freigabe durchs Haus geistert, bevor er „freigegeben“ wird.

„Unternehmen brauchen webaffine Mitarbeiter, die die Sprache der sozialen Netzwerke beherrschen, ihre Gepflogenheiten und ihre unausgesprochenen Gesetze kennen.“

Ganz abgesehen von den personellen Ressourcen: Social Media macht man nicht mit links. Im Gegenteil: Soziale Netzwerke binden Aufmerksamkeit und Zeit. Wer es richtig machen will, muss enorm viel lesen, um Diskussionen mitverfolgen und mitgestalten zu können. Es braucht webaffine Mitarbeiter, die die Sprache der Sozialen Netzwerke beherrschen, ihre Gepflogenheiten und ihre unausgesprochenen Gesetze kennen. Es ist keineswegs eine triviale Management-Aufgabe, das Standing des eigenen Hauses im Web zu beobachten, kommunikative Gefahren zu erkennen, und gleichzeitig die Reputation zu steigern. Man kann diese zentrale Aufgabe beim besten Willen nicht einem Praktikanten überlassen. Sie erfordert große Umsicht und umfangreiches Wissen um die Strategien der eigenen Institution. Kurzum: Der Social-Media-Experte wird künftig zu einer zentralen Figur in der Kommunikation von Unternehmen werden. Und die Unternehmen sind gut beraten, sich schon jetzt um entsprechende Fachleute zu bemühen. Denn es werden einige Jahre vergehen, bevor institutionalisierte Ausbildungswege entsprechendes Fachpersonal hervorbringen werden. Der nächste Fachkräftemangel in deutschen Unternehmen ist schon jetzt absehbar.
Kommunikation  Wirtschaft  Social_Media  from google
october 2010 by matthiasfromm
Veränderungen in einer Community immer an die Mitglieder kommunizieren: ja, nein, vielleicht?
Änderungen in den Sozialen Netzwerken, sei es technischer oder inhaltlicher Art, sind an der Tagesordnung. Dem Community Manager obliegt die (meistens) freudige Aufgabe, diese Veränderungen an die Community zu kommunizieren. Bis vor einiger Zeit war ich ein Verfechter des Ansatzes, möglichst jede Veränderung an die Community zu kommunizieren und nach Möglichkeit auch die Community vorab [...]
Praxis  Community  Community_Management  Community_Manager  Kommunikation  Veränderung  from google
october 2010 by matthiasfromm
Wake up: Illusionen über Social Media
Was über Social Media gedacht, gesagt und diskutiert wird, ist endlos und variiert - was Meinungen und Erfahrungen betrifft - sehr. Es reden bekanntlich immer viele mit - vom Anfänger bis hin zum Experten. So ist es kaum verwunderlich, dass häufig ein gefährliches Halbwissen dominiert und sich bei der Argumentation auf die häufigsten Vorurteile gestützt wird. Der wohl beliebteste Ausspruch: „Auf Twitter werden sowieso nur Nebensächlichkeiten diskutiert. Was interessiert mich, ob Person A zum Mittag Pizza isst oder sich gerade an Ort xyz befindet“. 

Das ist schade, denn Social Media ist vor allem eines nicht mehr: aus der Gesellschaft wegzudenken. Trotz allem dominieren immer noch Einschätzungen und Meinungen, die sich in der Praxis kaum bestätigen lassen. 

Die acht größten Illusionen was Social Media betrifft, finden Sie hier:

1. Ich kann private und berufliche Accounts trennen

Es scheint so einfach. Um meine beruflichen Kontakte von den persönlichen zu trennen, betreibe ich zwei Accounts - ob nun bei Facebook, Twitter oder einem anderen sozialen Netzwerk. Das erscheint auf den ersten Blick und in der Theorie eine gut durchdachte Sache, in der Praxis ist dies jedoch kaum stringent durchzusetzen. 

Es finden sich häufig nicht nur Überlappungen, was berufliche und private Interessen betrifft, oftmals werden aus beruflichen Kontakten auch private - und andersherum. Twitter ist nur sekundär ein soziales Netzwerk, sondern eher ein News- und Informationskanal. Entscheidend ist es, eine relevante Reichweite aufzubauen, um von diesem Effekt überhaupt zu profitieren. Das gelingt allerdings kaum, wenn Sie ihre Energie auf zwei Accounts verteilen müssen. Und sich jedes Mal von Neuem die Mühe machen zu müssen, gedanklich zu entscheiden, ob dieser Tweet nun einen beruflichen oder einen privaten Hintergrund hat. 

Ein Fehler ist es dann auch, zwei identisch klingende Accounts zu generieren. Was ist privat, was ist beruflich? Die Wenigsten werden sich die Mühe machen, im Netz nach weiteren Accounts zu suchen. Der erste Nutzer, der einem über den Weg läuft, wird gefollowed oder als Kontakt hinzugefügt.

2. Social Media ist umsonst

Ganz offensichtlich muss man für Twitter und Facebook keine Nutzungsgebühren zahlen. Deswegen sind sie jedoch noch lange nicht umsonst. Vielmehr müssen Sie als Person, aber auch Unternehmen jede Menge (Arbeits-)Zeit und Energie in das Engagement stecken, Sie müssen sich damit beschäftigen und kontinuierlich Mehrwerte liefern. Dass diese Einsicht bei Unternehmen jedoch nicht angekommen ist, zeigt u. a. eine Studie von news aktuell in Kooperation mit Faktenkontor. Fast 60 Prozent der Pressestellenmitarbeiter bekommen definitiv kein Budget für Social Media Projekte zur Verfügung gestellt. Und das, obwohl zwei Drittel dieser Mitarbeiter die Unternehmensleitung über die hohe Bedeutung durchaus informiert hat. Das zeigt die Crux im Umgang mit Social Media: Mitmachen wollen viele, aber dafür auch Geld ausgeben? Nein danke.

3. Ich mache Social Media nebenbei

Für einen effizienten und zugleich erfolgreichen Social Media Einsatz reicht es nicht aus, Social Media einfach mal nebenbei zu machen - als weiteren Kommunikationskanal, den Sie nun noch zusätzlich bedienen müssen. Jeder Mitarbeiter, der Social Media in die eigene Arbeit integrieren möchte, sollte sich vor allem am Anfang intensiv mit den Möglichkeiten, Chancen und Risiken vertraut machen. Und sehr genau die Charakteristika, die Tonalität und Ansprache, aber auch mögliche Inhalte der verschiedenen sozialen Netzwerke betrachten. In diesem Zuge lohnt es sich für Unternehmen allemal, ein erstes Social Media Monitoring über die eigene Marke zu betreiben, um zu schauen, wo und wie über das Unternehmen gesprochen wird. Wer dann sein Engagement intensiviert, wird sehr schnell merken, dass es mit dem „einfach-mal-nebenbei-mitmachen“ nicht getan ist. 

Um zumindest die wichtigsten Entwicklungen zu beobachten, muss ich mich jeden Tag auf den entsprechenden Plattformen bewegen. Je nachdem auf wie vielen Kanälen man wirklich aktiv ist, variiert auch die Zeit, die man tatsächlich auf diesen verbringt und investieren muss. Ein guter Richtwert ist in etwa eine Stunde pro Kanal/Tag zu rechnen. Das kann im Zweifelsfall durchaus mehr, aber auch mal weniger sein, je nachdem was aktuell ansteht. 

4. Social Media ist nur ein Hype 

Allen Kritikern zum Trotz kommen Sie an Social Media heutzutage nicht mehr vorbei. Nach einer Messung des Marktforschungsunternehmens Comscore (Quelle: Netzökonom August 2010) ist die Besucherzahl auf den Seiten sozialer Netzwerke in den vergangenen zwölf Monaten um 23 Prozent auf 945 Millionen in aller Welt gestiegen. Auch in Deutschland gewinnen diese Seiten weiter an Popularität. Die Besucherzahl stieg auf knapp 38 Millionen im Juli, 47 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Deutschland steht damit auf Platz 3 weltweit, nur in den Vereinigten Staaten und in China besuchen mehr Internetnutzer soziale Medien. 

Für Unternehmen bedeutet das in erster Linie: Wollen sie auch in Zukunft ihre Zielgruppe erreichen, müssen sie sich in eben diesen Medien bewegen. Klassisches E-Mail-Marketing, Printkampagnen etc. werden weiter an Bedeutung verlieren. Was nun zählt, ist Qualität. Ein überstürztes Engagement und zu viel Aktionismus ohne einen strategischen Blickwinkel führt in den meisten Fällen zum genauen Gegenteil, das zeigen zahlreiche Negativbeispiele der letzten Wochen und Monate. Umgekehrt gibt es jedoch auch sehr schöne Beispiele, wie Social Media effizient, strategisch und überlegt von Unternehmen eingesetzt werden kann. 

5. Social Media ist ein Phänomen der Jugend 

Sicherlich variiert die Art und Weise der Nutzung von Social Media immer noch. Bei Jugendlichen ist das Internet längst weit verbreitet. Laut (N)Onliner Atlas 2010 befinden sich 72 Prozent der Deutschen im Netz. Bei den 14-29jährigen liegt die Zahl der Internetnutzer mit 95,8 Prozent noch einmal deutlich höher. Doch gerade deswegen haben soziale Netzwerke vor allem bei der älteren Generation noch ein enormes Entwicklungspotenzial. 

Nach einer Untersuchung des Pew Internet & American Life Project drängt nun vor allem die Generation der Menschen, die älter als 50 Jahre sind, in die sozialen Netzwerke. In den Vereinigten Staaten ist der Anteil der Menschen dieser Altersgruppe, die auf Facebook, Twitter oder anderen sozialen Medien unterwegs sind, in den vergangenen zwölf Monaten von 22 auf 42 Prozent gestiegen. Facebook verzeichnet seit Langem den stärksten Zuwachs in der Altersgruppe 55+. Laut aktuellen Zahlen im Blog von Thomas Hutter ist die am stärksten wachsende Gruppe die der Senioren mit 12,42 %, gefolgt von den 55 bis 63jährigen Nutzern. 

6. Ich nutze Social Media als Marketingkanal 

Dann haben Sie leider einige wesentliche Punkte im Umgang mit Social Media nicht verstanden. Eine reine Marketing und PR-Sprache ist im Social Media-Umfeld verpönt, damit werden Sie sich sehr schnell jegliche Akzeptanz bei den Nutzern verspielen. Entscheidend ist es, Mehrwerte zu liefern. Diese können ganz unterschiedlicher Natur sein, sollten aber in jedem Fall in sich konsistent sein, d.h. zu einem bestimmten (Über-)Thema passen. Ausdauer zahlt sich dabei immer aus. Denn Wachstum auf Facebook, Twitter und Co. findet keinesfalls über Nacht statt, sondern muss sich durch qualitativ gute Artikel und Beiträge erarbeitet werden. 

7. Nur etablierte Publikationen beeinflussen meine Reputation

Es ist sicherlich unbestritten, dass vor allem noch den klassischen Publikationen wie Spiegel, Focus, Welt oder ZEIT mehr journalistisches Gewicht und somit Relevanz zugesprochen wird. Allerdings haben sich in letzter Zeit vor allem solche Berichte gehäuft, die ihren Ursprung im Social Web hatten und von dort in die traditionellen Print- und Onlinemedien geschwappt sind. Ein Beispiel aus den letzten Wochen ist eine David-versus-Goliath-Story: Die Buchhandelskette Thalia kämpfte mit offenbar rüden Mitteln gegen eine kleine Familienbuchhandlung in Österreich. In erster Linie ging es um die Übernahme des Familienbetriebs durch Thalia, so dass diese vom besseren Standort profitieren konnten. Diese Geschichte hatte ihren Ursprung auf Twitter und in Blogs und wurde später von Spiegel Online aufgegriffen. Deswegen ist es als Marketing- oder PR-Abteilung so wichtig, den klassischen Pressespiegel um Social Media Plattformen zu ergänzen und ganz gezielt in diesen Kanälen ein Monitoring zu betreiben. Ein solches dient als Frühwarnsystem, um die aktuelle Stimmung im Netz zu beobachten und entsprechend schnell reagieren zu können. 

8. Ich bleibe dann mal im Hintergrund 

Viele Unternehmen haben es in ihren Guidelines bereits niedergeschrieben: Wir verzichten auf Fake-Accounts. Und: Wer sich im Social Web äußert, sollte klar kennzeichnen, ob es sich um die persönliche Meinung oder die Unternehmensmeinung handelt. Es ist nirgendwo einfacher, anonym zu bleiben, wie im Internet. Das macht es einfach, Negatives zu äußern. Denn wenn man nicht zurückverfolgt werden kann, kritisiert es sich erheblich leichter. Doch das ist nicht das, was Social Media ausmacht. Sondern: Persönlichkeit. Gute Social Media Auftritte sind vor allem dadurch gekennzeichnet, dass sie sehr offen und transparent die Menschen vorstellen und klar aufzeigen, wer sich hinter den Accounts versteckt. Im Fachjargon nennt man sie Markenbotschafter oder Evangelists. Sie stehen mit Leidenschaft für ihre Marke ein, suchen den Dialog und tauschen sich mit Kunden aus. Wer wirklich aktiv im Social Web agieren will, der muss aus dem Schatten heraustreten und sich offen dem Dialog stellen. Nur im Hintergrund zu agieren ist dann eher kontraproduktiv, um erfolgreich zu sein.

Anika Geisel (@anikageisel)

Bildquelle: Shutterstock
Kommunikation  Accounts  Beruflich  Einschätzungen  Facebook  Influencer  Markenbotschafter  Privat  ROI_  Social_Media  Twitter  from google
september 2010 by matthiasfromm

related tags

Accounts  Allgemein  Anschauungsmaterial  Atlantis  BdP  Bedeutung  Bemannte_Raumfahrt  Beruflich  Blog-Workshop  Blogs  brand  budget  businessfotografie  Challenger  Christian_Henner-Fehr  Columbia  Community  Community_Management  Community_Manager  Content  Content_Creation  Denkler  Design  E-Mail-Management  Einschätzungen  email  Employer_Branding  european_communication_monitor  Facebook  Featured  Film  Folgen  Fotos  Gesellschaft  Gespräche  imagefilm  Image_und_Selbstmarketing  Influencer  Informationsfluss  Information_Management  Information_Overload  kampagnen  Kerstin_Hoffmann  Kommentar  Kommentieren  kommunikation  Kommunikationsabteilung  Kommunkationskongress  kulturmanager  Kunden  Kundennutzen  linkedin  liquid_democracy  liquid_feedback  Markenbotschafter  markenführung  Marketing  Medien  monitoring  neupiraten  offtopic  Online  onlinekampagnen  onlinemarketing  Online_Marketing  ontopic  Organisation  Personalmarketing  Podcast  Podcasting  Politische_Bildung  PR  PR-Doktor  pr-text  Praxis  Pressearbeit  Pressesprecher  pressrecord.de  Press_Record  Privat  Public_Relations  Raumfahrt  Raumstation_Mir  redaktionen  Rhetorik  ROI_  shitstorm  SMO  Social-Media-Marketing  Social-Media-Optimization  socialmedia  Social_Media  Social_Media_Marketing  Social_Recruiting  Storytelling  Strategie  strukturen  STS-135  Studie  süddeutsche  Telefon  text  Texte  thirtyseconds  thread  Tools  Twitter  User_Experience  veranstaltung  Veränderung  Video  war_of_talents  Web_Analytics  werbetext  Werbung  Werbung_und_PR  Wirtschaft  Wissenschaft  Xing  Zeitung 

Copy this bookmark:



description:


tags: