marcelweiss + urheberrecht   61

Handgreiflichkeiten bei Urheberrechtskonferenz | Digital Life | futurezone.at: Technology-News
"Es sei eine Unverschämtheit mit Steuergeldern urheberrechtsfeindlichen Leuten ein Podium zu bieten, hatte der Musikervertreter der Tätlichkeit vorausgeschickt. Er forderte Niemann auch auf, mit ihm vor die Tür zu gehen. Der Vorfall wurde von mehreren Konferenzbesuchern beobachtet. Die futurezone konnte Skrepek am Freitag nicht für eine Stellungnahme erreichen."
urheberrecht  neumusik 
june 2013 by marcelweiss
Britische Studie: Wer viel illegal herunterlädt, kauft auch viel
"Eine Studie, welche nun von der britischen Medienaufsichtsbehörde Ofcom veröffentlicht wurde, zeichnet aber nun ein anderes Bild. Zusammengefasst ist das Fazit der Studie an der knapp 10.000 Personen teilnahmen, dass die Personen die am meisten illegale Inhalte aus dem Internet herunterladen, gleichzeitig am meisten Geld für Unterhaltungsmedien ausgeben."
urheberrecht  studien 
may 2013 by marcelweiss
Scientists are not allowed to call Hobbits „Hobbits“ › Nerdcore
"Die Verwalter der Rechte der Familie Tolkien ist nicht zimperlich mit Copyright und Kram. Diesmal wollen sie es ein paar Archeologen untersagen, dass sie eine indonesischen Zwergmenschenart „Hobbits“ nennen, deren Skelette man 2003 gefunden hatte. Das lustige daran ist: Das Wort Hobbit hat eine lange Tradition in Mythen und Sagen und ist mindestens seit dem frühen 19. Jahrhundert in Gebrauch und wird schriftlich zum ersten mal in einem Buch aus dem Jahr 1859 erwähnt, Tolkien hatte sich das ein paar Jahrzehnte später einfach abgegriffen."
urheberrecht 
november 2012 by marcelweiss
Tatort-Autoren klauen Alarmanlagen-Schaltplan aus dem Internet : Burks' Blog
Wenn es um den Schutz des Urheberrechts geht, geht es immer nur um das eigene, nie um das der anderen.
urheberrecht 
june 2012 by marcelweiss
Urheberrecht verursacht "teure Zitate" - Digital - WDR.de
""Mittlerweile registrieren wir bis zu drei Rechtsverstöße pro Woche", erklärt Gunter Fette. Seit 1970 ist der Anwalt der Verwalter des urheberrechtlichen Nachlasses von Karl Valentin. Gemeinsam mit seinem Kanzlei-Kollegen Peter Reinke vertritt Fette die Valentin-Enkelin Anneliese Kühn. In den vergangenen sechs bis acht Jahren habe die ungenehmigte Verwendung von Valentin-Sinnsprüchen, Texten oder Aufnahmen stark zugenommen, sagen die Anwälte. "Das ist der Fluch des Internets. Das Publikum meint offenbar, was man im Internet findet, könne man auch benutzen." Der Anwalt erkennt darin ein schwindendes Rechtsbewusstsein. "Das merken wir auch an den Reaktionen, die wir dann bekommen."" Finde den Fehler.
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june 2012 by marcelweiss
Christian Engström MEP, Rick Falkvinge: The Case for Copyright Reform (2012) at Monoskop/log
"Legalized file sharing, shorter protection times for the commercial copyright monopoly, free sampling and a ban on DRM.

These are the main points of the proposal for copyright reform that the Pirate Party is advocating and which the Greens/EFA group in the European Parliament adopted as its group position in September 2011.
This is a constructive alternative to the controversial ACTA agreement and to the criminalization of the entire generation of youths. This booklet explains why such a reform is both necessary and sustainable and will benefit both citizens and artists."
copyright  urheberrecht 
may 2012 by marcelweiss
Meedia: Gaedes Wutrede gegen das Freibeutertum
"Peter-Matthias Gaede zieht gegen die Gegner des Urheberrechts ins Feld: Der Geo-Chef hat eine Erklärung verfasst, in dem er die Chefredakteure in Deutschland dazu aufruft, den Wert des geistigen Eigentums offensiv zu verteidigen. Immer mehr Musiker, Autoren und Künstler bezögen Position "gegen das Freibeutertum", nur die Chefredakteure schwiegen bislang."
Eine Steigerung ist in Deutschland immer möglich.
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may 2012 by marcelweiss
Das Urheberrecht muss geändert werden : Der Sharer ist die Zukunft - taz.de
"Die Figur der Zukunft ist also der Sharer. Er und sie suchen den Reputationsgewinn durch das Teilen von Eigentum und Information. Ihr Ziel ist nicht vorrangig die Nutzenmaximierung, sondern die Steigerung der Zahl ihrer Gefolgschaft. Damit wir uns richtig verstehen: Der Sharer ist im Recht – im Recht der kommenden Zeit, deren Praxis längst unsere geltende Rechtsordnung ad absurdum geführt hat. Wer sich heute gegen den Sharer stellt, stellt sich stur gegen den Weltgeist. Sharing ist vernünftig – auch im Bereich des geistigen Eigentums."
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may 2012 by marcelweiss
Thesenpapiere zum Urheberrecht : Raus aus den Schützengräben - Urheberrecht - FAZ
"Während die Piraten urheberrechtlich geschützte Werke schon nach zehn statt wie bislang nach siebzig Jahren freigeben wollen, sorgt sich die SPD in diesem Punkt vorrangig um die Verfügbarkeit verwaister und vergriffener Werke. Während die Piraten auf bisher funktionierende Vergütungsmodelle - in dieser Formulierung kann durchaus eine Einschränkung liegen -, Micropayment, Crowdfunding und -investing, aber auch Pauschalabgaben zur Vergütung der Urheber setzen, lehnt die SPD „eine allgemeine, pauschale Kulturflatrate“ ab."
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may 2012 by marcelweiss
Hintergrund – Positionspapier der VG Wort | DENKDING
"Die einzelnen Punkte sind

1. Mein Werk gehört mir
2. Digitale Privatkopien sind erlaubt, aber zu bezahlen
3. Hände weg von Schutzfristen
4. Das Urheberrecht schützt die Kreativen
5. Fair-Use ist nicht fair
6. Verwertungsgesellschaften
7. Lizenzieren, Lizenzieren, Lizenzieren
8. Aufklärung ist erforderlich – Rechtsverfolgung mit Augenmaß"

Na dann.
VG_Wort  Urheberrecht 
may 2012 by marcelweiss
Urheberrechtsverletzungen bei Handelsblatt.com und Bild.de
"Wenn also das nächste Mal das “Handelsblatt” oder “Bild”, Christoph Keese oder Gabor Steingart ihr jammerndes Klagelied auf angebliche Raubkopien anstimmen im Betteln um die staatliche Subvention namens “Leistungsschutzrecht” – dann dürfen wir sie fragen, ob sie Wasser predigen und Schampus saufen."
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april 2012 by marcelweiss
Worum wird in der Urheberrechts- debatte eigentlich gestritten? | Digitale Notizen
Dirk von Gehlen über Unsinn auf SPON: "Wer jedoch einzig eine vermeintlich falsche Haltung bei einer bestimmen Gruppe von Menschen dafür verantwortlich macht, dass wir derzeit über die Ausgestaltung des Urheberrechts debattieren müssen, der handelt unredlich. Denn wer bitte schön glaubt ernsthaft, dass alle Probleme gelöst wären, wenn die Piraten plötzlich sagen würden: Wir fordern – nach Lektüre des Textes von Jan Fleischhauer – das Einschließen aller digitaler Daten. Auch sind wir ab sofort für eine Privatisierung von Eigentumsrechten und gegen Sozialismus im Netz.

Wäre das Problem dann gelöst? Gäbe es dann keine digital verbreiteten Inhalte mehr? Würde das Vagabundieren der Kopien (wie Hillel Schwartz es nennt) dadurch gestoppt? Müssten wir dann nicht mehr über kriminell-kopierende Nutzer und nicht-kommerzielle Vervielfältigung diskutieren?"
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april 2012 by marcelweiss
Wieder ein Erfolgs-Autor, der sagt, Filesharing sei Marketing für Buchverkäufe | Leander Wattig
"Alte These, nächster Verkünder: Neil Gaiman, der weit davon entfernt ist, ein naiver Newcomer zu sein"
filesharing  urheberrecht  copyright 
march 2012 by marcelweiss
Linke-Netzpolitikerin Halina Wawzyniak zum Urheberrecht - sueddeutsche.de
Halina Wawzyniak, die netzpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag: "Es sollte erlaubt sein, informationelle Güter frei auszutauschen und zu teilen - frei wie in "Freiheit", nicht wie in "Freibier"."
Die Linke ist also für die Legalisierung des Filesharings.
urheberrecht  linke 
february 2012 by marcelweiss
Urheberrechtsverstöße: Websites können Pinterest deaktivieren » netzwertig.com
"Indem Websitebetreiber einen Codeschnipsel in ihre Seiten einbauen, können sie das Speichern von Fotos und Bildern bei Pinterest unterbinden."
pinterest  urheberrecht 
february 2012 by marcelweiss
DRM gives companies security -- from competition - Boing Boing
"the law recognizes that there is a legitimate reason to reverse-engineer a competitor's products and make new products that replace, expand and augment them.

Companies don't like this. It interferes with the "razor blade" business model of subsidizing one part of a product and charging high margins on some other part. It undermines efforts to corner markets and freeze out disruptive innovation. It lowers prices and forces you to spend more money on R&D to get the next product out because the profits have started to fall on the old products."
urheberrecht  copyright  drm 
february 2012 by marcelweiss
Liebe “Deutsche Content Allianz”. – DENKDING
"Ist es nämlich nicht doch ein bisschen ungewöhnlich von einer Gruppierung, die sich “Content Allianz” nennt, wenn sie sich zartfühlend um die Reform des Urheberrechtes kümmern möchte, eines Rechtes, das sie gar nicht hat? Muss ich also zugeben, dass da was dran ist an der teils recht harschen Kritik im Netz an der “Content Mafia?”"
urheberrecht 
february 2012 by marcelweiss
Niederländische Regierung will Fair-Use-Vorstoß wagen | Telepolis
"Ein Problem des Urheberrechts in Europa ist, dass es dafür sorgt, dass ein großer Teil des alltäglich von vielen Bürgern auf Facebook oder YouTube eingestellten Materials theoretisch illegal ist. Das amerikanische Copyright ist flexibler: Durch das dort gültige Fair-Use-Prinzip können Richter entscheiden, dass ein längeres Zitat oder der Musikhintergrund zu einem tanzenden Haustier niemandem wirklich schadet und eine angemessene und deshalb lizenz- wie vergütungsfreie Verwendung ist. Das kann zwar im Einzelfall zu Abgrenzungsproblemen führen, bringt jedoch summa summarum deutlich weniger Rechtsunsicherheit als in Europa, wo das Immaterialgüterrecht so veraltet ist, dass eigentlich nur totale Technikverweigerer unter Schweigegelübde nicht mit ihm in Konflikt kommen."
urheberrecht  fair_use  niederlande 
february 2012 by marcelweiss
Wisst Ihr ACTA-Demonstranten, dass ihr für Diebstahl auf die Straße geht? › netzpolitik.org
"Falls mal wieder jemand dem Netz Shitstorms vorwirft, kann man ja das Beispiel bringen, wie Zeitungen manchmal kommunizieren."
ACTA  urheberrecht 
february 2012 by marcelweiss
Sascha Lobo - „Die Angst vorm Netz ist nicht völlig unberechtigt“ | Cicero Online
Sascha Lobo über gefährdete Branchen:
"Es sieht etwa so aus: das Netz nimmt uns etwas Wesentliches weg, und die Netzleute lachen auch noch darüber und denken sich Ideologien aus, warum sie eigentlich Recht haben. Dieses Gefühl muss man meiner Meinung nach ernst nehmen, dahinter steckt eine Angst, die nicht völlig unberechtigt ist. Denn ja: es gibt Dinge, es gibt Prozesse, es gibt Geschäftsmodelle, auch in der Kultur, die untergehen werden. Und ja, davor darf man Angst haben. Man darf bloß nicht ohne Rücksicht auf Verluste alles unternehmen, um diese schwindenden Güter zu erhalten."
urheberrecht 
february 2012 by marcelweiss
heise online | Musikindustrie verklagt Irland wegen unzureichendem Copyright-Schutz
"Zuvor mussten die Rechteinhaber in ihrem Kampf gegen Copyright-Verstöße im Netz Rückschläge hinnehmen. Das Büro des irischen Datenschutzbeauftragten befand vergangenen Monat in einem Untersuchungsbericht, dass das von der Telekommunikationsfirma Eircom auf Drängen der Musikbranche seit 2010 praktizierte Sperrmodell nicht mit den nationalen Datenschutzbestimmungen vereinbar sei. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte ferner im November entschieden, dass eine präventive Überwachung des gesamten Netzverkehrs durch einen Provider nicht mit dem EU-Recht vereinbar ist."
urheberrecht 
january 2012 by marcelweiss
urheberunrechtsbewusstsein - wirres.net
"gesetze schaffen kein unrechtsbewusstsein. dafür braucht es gründe. louis ck hat welche genannt. gesetze die sich nicht durchsetzen lassen, erscheinen lächerlich. gesetze die sich nicht durchsetzen lassen mit unverhältnismässigen massnahmen (filter, überwachung, massenabmahnungen, DRM) durchzusetzen zu versuchen erregt unverständnis und zerstört im schlimmsten falle bürgerrechte. so gehts auf dauer ganz sicher nicht.
einerseits.
anderseits ist die argumentation von carsten herkenhoff und einiger kommentatoren dort teilweise auch wirklich haarsträubend."
urheberrecht 
january 2012 by marcelweiss
NDR vernichtet Spuren am „Tatort“
Hinweise auf Product Placement unterdrücken mit Verweis auf Urheberrecht.
Urheberrecht 
december 2011 by marcelweiss
Actually, Jobs In Making Movies Are On The Rise, Not Falling
"In 2002, there were about 43,000 people employed in the actual production of movies and videos. In 2010? That number had jumped to 77,000. Not bad. So where are the few job losses coming from? Well, there are about 1,500 fewer jobs in "movie and video distribution," but that makes sense, since technology is making that area less important. Really, the only place in the industry that has seen a significant loss in jobs (and even then it's not that big) is in the movie theater business. Employment in movie theaters dropped from about 134,000 in 2002 to about 119,000 in 2010. That accounts almost entirely for the drop in total employment in the movie business from 392,000 down to 374,000 that the CRS report noted."
jobs  copyright  urheberrecht  movieindustry  filmindustrie 
december 2011 by marcelweiss
Copyright and remix culture: The new Prohibition?
"Should all of this content be removed from the Internet or the uploaders and creators of mashups be prosecuted? That’s the traditional media industry’s response, but I think it is incredibly short-sighted. If you are a modern media company, you should want your content to be shared and remixed in this way. In fact, you should be making it easier for this to happen, not harder. That kind of sharing is how content is distributed now.

"
copyright  urheberrecht 
december 2011 by marcelweiss
Wie sieht das Urheberrecht der Youtube-Generation aus?
"Die Remix-Kultur wird so schnell nicht wieder weg gehen, zu einfach sind die Tools, die uns ermöglichen, aus vorhandenen Werken etwas Neues zu schaffen. Das haben wir früher schon mit Zeitschriften, Schere, Papier und Kleber gemacht, aber eben ohne die Möglichkeit, unsere Werke auch mal eben massenhaft zu verbreiten. Eine ganze Generation zu kriminalisieren, nur weil sie von ihrem Selbstverständnis Dinge anders tut, als es bislang möglich war, ist auch der falsche Weg."
urheberrecht 
december 2011 by marcelweiss
heise.de/tp: Mafiöse Methoden
"Der Mitschnitt einer Telefonkonversation ist einem Vorstandsmitglied des niederländischen Pendants zur GEMA, der Buma/Stemra, in einem grotesken Urheberrechtsfall zum Verhängnis geworden."
urheberrecht 
december 2011 by marcelweiss
Grüne: Das Internet "als Ganzes" stärken
"Die Akzeptanz des Urheberrechts ist in Teilen der Gesellschaft stark gesunken", konstatiert der Beschluss, der von Rechteinhabern kritisiert wird – ganz in Übereinstimmung mit der EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, Neelie Kroes. Diesen Trend verstärkt hätten neben dem Abmahnunwesen die Debatte um ein von den Grünen abgelehntes Leistungsschutzrecht für Presseerzeugnisse im Netz sowie Kampagnen, die Urheberrechtsverstöße mit schweren Verbrechen gleichgesetzt hätten. Die Grünen möchten daher Abmahnungen begrenzen. Dazu liebäugelt das Papier unter anderem damit, Streitwerte zu senken und erste Anwaltsbriefe kostenfrei zu halten."
Grüne  Urheberrecht 
november 2011 by marcelweiss
Urheberrecht: Provider müssen Datenverkehr nicht überwachen | Digital | ZEIT ONLINE
"Netzanbieter können nicht verpflichtet werden, wegen illegaler Downloads Kundendaten zu kontrollieren. Denn das würde gegen Grundrechte verstoßen, urteilte der EuGH."
urheberrecht 
november 2011 by marcelweiss
heise online - EU-Kommissarin bezeichnet Copyright als "Hasswort"
"Neelie Kroes, EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, hat ihre Kritik am derzeitigen System zum Schutz der Rechte an immateriellen Gütern verschärft. Die Millionen US-Dollar, die für die Durchsetzung von Urheberrechten ausgegeben wurden, hätten die Piraterie nicht aufgehalten, meinte die Niederländerin am Samstag während ihrer traditionellen Rede auf einem Kultur- und Medienforum in Avignon. Verstärkt steige in Bürgern Hass auf das auf, was sich hinter dem Wort Copyright verberge, bedauerte Kroes mit ungewöhnlich offenen Worten. Traurigerweise sähen viele das gegenwärtige Regime nur noch als Werkzeug zum Bestrafen und zum Entziehen, nicht als Mittel, um kreative Leistungen anzuerkennen und zu entlohnen."
EU  Urheberrecht 
november 2011 by marcelweiss
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung empfiehlt Raubkopierer-Seite
"Es wäre ein leichtes, nun über die Deppen bei der “FAS” zu schimpfen. Stattdessen aber legt die Episode nur offen, wie unbedarft viele Menschen Urheberrechts-Verletzungen begehen. Vielen ist überhaupt nicht klar, dass die mal eben für den Kumpel kopierte CD ein Rechtsverstoß ist. Dass jene Seite, auf der sie die coolen, neuen Filme sehen, ebenfalls nicht rechtens ist. Dieses Unrechtsgefühl stellt sich bei vielen nicht ein, weil das Thema Urheberrechtsverletzungen von den Medien fast immer in Zusammenhang mit Teenager gestellt wird. Sie kommen nicht auf die Idee, dass jene Plattform auf der sie selbst “Mad Men” schauen vergleichbar mit jener Kino.to ist, die jüngst zugemacht wurde (archetypisch dafür der Schweizer Rundfunk)."
Urheberrecht  FAS 
november 2011 by marcelweiss
Nicht Urheberrecht ist das Kernthema - Die wunderbare Welt von Isotopp
""Mittellos" ist eine Autorin nicht wegen des Rechtes, sondern wegen der Leichtigkeit, mit der jeder kreieren, publizieren, kuratieren und kommunizieren kann. Die Autorin tritt nicht mehr gegen die Texte anderer professioneller Autorin an, sondern gegen jeden, der etwas veröffentlichen möchte und insbesondere gegen Personen, deren Lebensunterhalt nicht an den Verkauf von Veröffentlichtungen gekoppelt ist, und die ihre Werke daher ohne weiteres kostenfrei publizieren können."
urheberrecht  linktipp 
november 2011 by marcelweiss
Das Spannungsfeld von Original und Kopie im Zeitalter des Internets
Es gibt Bücher, wenn die erscheinen, dann denken ich “endlich!” und wenn ich sie lese, dann denke ich permanent darüber nach, wem ich dieses Buch in die Hand drücken würde, entweder damit er sich bestätigt fühlt, oder das Buch mir die Überzeugungsarbeit bei einem mir wichtigen Thema abnimmt. Mashup – Lob der Kopie ist so ein Buch, genauso wie das kürzlich erschienene Nerd Attack! übrigens auch.
Dirk von Gehlen hat ein ziemlich lesenswertes Buch geschrieben, gespickt mit massiv vielen Fußnoten und einem Glossar, der auf über 50 Seiten so ziemlich alle Fachbegriffe aufdröselt, die in diesem Buch vorkommen. Dirk von Gehlen schreibt darüber, daß die Digitalisierung den tradierten Umgang mit Original und Kopie herausfordert und wir neue Lösungen brauchen, damit das Geldverdienen mit digitalen Inhalten auch in Zukunft noch möglich sein wird. Das Buch ist gefüllt mit Beispielen und ehrlich gesagt, wäre eine interaktive Website viel passender gewesen, als ein übertriebener Fußnotenapparat, jedenfalls hätte sich dadurch der Lesespaß deutlich erhöht. Was mir fehlt an diesem Buch ist ein wirkliches letztes Kapitel, das noch viel mehr eine Handlungsempfehlung für die Zukunft liefert als das “Plädoyer für einen neuen Begriff des Originals” es tut. Aber, und das finde ich wirklich prima, Dirk von Gehlen schafft es, den aktuellen Stand der Diskussion in einem Buch zusammenzuführen und gibt auch immer wieder Anregungen, was anders gemacht werden könnte und müßte. Wir leben in einer Remix-Kultur, das wird bei der Lektüre immer deutlicher.
Dirk von Gehlen hat einen wichtigen Beitrag zur Diskussion um Original und Kopie geliefert: Mashup – Lob der Kopie.
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september 2011 by marcelweiss
Neues vom Digitale Gesellschaft e.V.
Seit zwei Jahren findet hinter verschlossenen Türen im Wirtschaftsministerium der Wirtschaftsdialog statt, der Provider und Urheberrechtsindustrie-Lobby an einen Tisch bringen will. Ziel der Veranstaltung sind freiwillige Kooperationen zur Verfolgung von Urheberrechtsdelikten. Weit gekommen ist man dort bisher nicht, weil die Fronten verhärtet sind.

Wir haben ein Papier der Urheberrechtsindustrie-Lobby zugeschickt bekommen, wo diese für den Wirtschaftsdialog eine Grusel-Wunschliste mit vielen Vorschlägen zum Grundrechtsabbau formuliert hat. Das Papier ist eine aktuelle Zusammenfassung der Ideen, womit die Bundesregierung momentan in Vorbereitung des dritten Korbes der Urheberrechtsreform bearbeitet wird: „Vorschläge der Rechteinhaber im Rahmen des Wirtschaftsdialogs für mehr Kooperation bei der Bekämpfung der Internetpiraterie (Kurzfassung)“ (PDF). Dazu haben wir vom Verein Digitale Gesellschaft e.V. eine Pressemitteilung vorbereitet, wo wir dazu Stellung nehmen: Rechteverwerter treten Grund- und Freiheitsrechte mit Füßen.

„Das vorliegende Papier ist offenbar der Wunschzettel der Rechteverwertungswirtschaft: Nachdem sie jahrelang keine attraktiven Angebote im Internet zustande gebracht hat, will sie die Kriminalisierung von Nutzern und ignoriert, dass ihr verständlicher Wunsch Geld zu verdienen hinter anderen Grundrechten wie dem Informationsgeheimnis und dem Datenschutz zurücktreten muss. Sie fordert von den Providern, dass diese in den Datenverkehr hineinschauen und bei Urheberrechtsverletzungen den Datenverkehr drosseln oder angebliche Verletzungen ganz ausfiltern. Sie fordern ein an das französische Three-Strikes-Modell angelehntes „Warnhinweismodell“. Für uns ist klar: Provider sind neutrale Dienstleister – sie haben grundsätzlich nichts in Datenverkehr und Dateien ihrer Nutzer zu suchen. Auch die vorgeschlagene Vorratsdatenspeicherung für Urheberrechtsverletzungsverfolgung ist vollkommen indiskutabel.“

Dazu haben wir als Digitale Gesellschaft e.V. die Dokumentenbefreiungs-Initiative „We share for you“ gestartet.

Eine weitere News: Wir haben 9.500 Euro Förderung von der Stiftung-Bridge für eine Netzneutralitäts-Kampagne erhalten und planen diese für den Spätsommer / frühen Herbst.

Disclaimer: Ein paar Co-Autoren von netzpolitik.org haben vor drei Monaten gemeinsam mit anderen den Verein Digitale Gesellschaft e.V. gestartet.
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july 2011 by marcelweiss
Teilen ist enorm
Vor einer Weile habe ich hier meine Verwunderung über einen eher einseitigen Artikel in der Wirtschafts-Zeitschrift brandeins Ausdruck verliehen (Felix Schwenzel hat seine Empörung an anderer Stelle sehr lesenswert ergänzt). Heute nun habe ich die aktuelle Ausgabe eines anderen Wirtschafts-Magazins in die Finger bekommen: enorm, das “Wirtschaft für den Menschen” liefern möchte. Die Titel-Geschichte mit der etwas irreführenden Überschrift “Meins ist Deins 3.0″ (wieso 3.0?) überträgt die in dem brand eins-Text aufgeworfene Frage nach dem Respekt für immaterielle Güter auf die materielle Ebene. Es geht ums Tauschen und Leihen. Der Text fragt:

Wäre es nicht klug, gewisse Dinge zu teilen und zu verleihen, anstatt sie zu kaufen? Angetrieben durch mobile Technologien und soziale Netzwerke entfaltet sich eine neue Form der Miteinander-Wirtschaft. Isolation und Hyperkonsum war gestern, Ressourcen schonen und Vertrauen heißen die Ideen der Stunde.

Was folgt ist eine durchaus lesenswerte Geschichte über Tauschbörsen und P2P-Kultur im realen Leben. Leider wird der digitale Raum, in dem Tauschbörsen und P2P-Kultur ja ebenfalls “Ideen der Stunde” sind, nur in Form von Netzwerk-Webseiten erwähnt, die das Tauschen in echt organisieren. Dass die digitale Kopie Kultur zu einem tauschbaren Objekt gemacht hat, das ohne Qualitätseinbußen verbreitet werden kann, wäre ein sehr spannender Zusatzaspekt in der Geschichte gewesen. Denn wenn man die realen und die virtuellen Tauschbörsen miteinander in Verbindung setzt, stellt man fest, was im Rahmen des Digitalen Rechtemanagements gerade in Wahrheit zur Diskussion gestellt wird: die Frage nämlich, ob man mit dem Erwerb eines Gegenstands (in dem Text geht es um eine Bohrmaschine) tatsächlich das Recht erwirbt, diesen zu verleihen (probieren Sie das mal mit einem eBook).

Das mag absurd klingen, aber als ich von der französischen Idee namens Zilok las (bei der Menschen einander Gegenstände leihen, im Beispiel eben eine Bohrmaschine), stellte ich mir sofort die Frage: Und was sagt der Bohrmaschinen-Hersteller dazu? * Müsste dieser nicht alsbald eine Studie in Auftrag geben, in der er nachweist, wie Menschen sein Geschäftsmodell (Bohrmaschinen verkaufen) bedrohen, in dem sie statt neue Maschinen zu kaufen, gebrauchte Bohrer verleihen? Müsste er mit diesen Daten nicht ins Parlament maschieren und die dortigen Politiker von der arbeitsplatzvernichtenden Bedrohnung durch das Tauschen überzeugen?

Ich überspitze diese Fragen mit voller Absicht so, um die Perspektive zu öffnen: Natürlich würde die Antwort auf diese Fragen lauten, dass der Bohrmaschinen-Hersteller seine Kunden mit Produkt-Innovationen davon überzeugen müsse, die Maschine zu kaufen statt sie lediglich zu leihen und dass er keinesfalls in die Freiheit des einzelne eingreifen dürfe, und diesem den Tausch oder das Verleihen untersagen kann. Stattdessen müsse er den Vorteil des physischen Besitzes herausstellen, den man durchs bloße Leihen nicht erlangen kann oder er müsse versuchen, den Trend zum Tausch aufzunehmen und für sich zu nutzen versuchen.

Im Fall der Bohrmaschine erscheint das logisch. Im digitalen Raum (bei allem Hinken des Vergleichs*) ist es das nicht (wie der brand eins-Text beweist). Dabei gibt es durchaus Ansätze, die auch im Digitalen Vorteile des Erwerbs herausstellen könnten, es gibt Ideen, die helfen, die Innovation anzunehmen und positiv zu gestalten. Mindestens eine steht sogar in dem genannten enorm-Text. Dort wird die Marketingexpertin Rachel Botsman mit den Worten zitiert:

Consumers want to be part of a communtity

Schon vor einer Weile habe ich in einem anderen Zusammenhang die These aufgestellt, dass auch Leser von Zeitungen (schon immer) Teil einer Gemeinschaft sein wollen. Am Beispiel von Nike plus (darauf bezieht Botsman sich) aber auch am Beispiel einiger Bands kann man ablesen, was diese Form von Gemeinschaft bedeuten kann: Zugehörigkeit zu einer Gruppe, Teilnahme an nicht-kopierbaren Ereignissen. Und wenn es einem Sportartikel-Hersteller gelingt, eine solche Gruppe zu formen, müsste dies für die Hersteller von Kulturprodukten (mit Nick Bilton: den Storytellern) doch wohl auf jeden Fall gelingen.

Ob darin auch die Grundlage für ein neues, tauschfreundliches Geschäftsmodell steckt, kann ich nicht abschließend beurteilen. Aber ich würde gerne mehr darüber lesen – vielleicht in dem tatsächlich sehr guten enorm-Magazin?

* Mir ist bewusst, dass der Vergleich zwischen materiellen und immateriellen Gütern an dieser Stelle hinkt. Dies ist an unterschiedlicher Stelle in diesem Blog bereits unter dem Stichwort Diebstahl-Dilemma thematisiert worden, in dem obigen Kontext habe ich mir den Vergleich aber gestattet, weil er eine Veränderung deutlich macht, die ich beschreiben wollte.

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june 2011 by marcelweiss

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