diplix + verlage   26

techdirt.com: Author Sues Publisher For Portraying eBook Licenses As 'Sales' To Pay Out Fewer Royalties
das (buch und musik) verlage uns weder bücher, noch musik verkaufen, sondern lediglich die nutzung lizensieren, weiss ich schon ne weile. aber dass viele verlage diese lizenzen intern als verkäufe zählen, um ihrem autoren und musikern weniger bezahlen zu müssen, war mir neu.
s  w  lizenzen  verlage  verkäufe  bücher  musik 
june 2016 by diplix
brandeins.de: Blendle: Prinzip Hoffnung
meldngen über den tod von blendle scheinen mir verfrüht, auch wenn dieser artikel die erwartungen krädtig erdet. zumal die basis des erfolgs von brandeins auch jahrelang das prinzip hoffnung war.
*  blendle  journalismus  verlage 
april 2016 by diplix
blaetter.de: Der digitale Kiosk und die geblendeten Verlage
daniel leisegang warnt die verlage vor eventuellen erfolgen bei der kooperation mit plattformen:
Die Zusammenarbeit der Verlage mit all diesen digitalen Plattformen klingt nach einer klaren Win-win-win-Situation: Um die Artikel zu lesen, müssen die Kunden die Komfortzone des jeweiligen sozialen Netzwerks nicht mehr verlassen, damit entfallen auch lästige Ladezeiten. Die Verlage hingegen erhalten eine größere Reichweite für ihre Inhalte, zusätzliche Einnahmen sowie Angaben über das Nutzungsverhalten ihrer Leser. Im Gegenzug erhöht sich deren Verweildauer auf den Plattformen und damit die Kundenbindung.

Schaut man jedoch genauer hin, entpuppen sich die Kooperationen für die Verlage als existentielle Bedrohung. Diese verlieren dabei umso mehr an Einfluss, je erfolgreicher die digitalen Angebote wirtschaftlich sind.


daniel leisegang meint, die verlage würden sich auf plattformen zu „reinen Inhaltelieferanten“ machen und redaktionelle hoheit abgeben, weil sie das umfeld in denen ihre artikel angezeigt werden, nicht mehr massgeblich bestimmen könnten. damit macht er aber das unbundling von zeitungen und zeitschriften zur eigentlichen existenziellen bedrohung für verlage. abgesehen davon dass ich mich dieser these nicht ohne weiteres anschliessen würde, muss man sich aber fragen, was die alternative wäre. die beibehaltung der bündelung von journalistischen inhalten, lokalnachrichten und agenturmaterial zu einem gesamtpaket? meinem gefühl nach führt so eine haltung noch schneller in eine existenzielle bedrohung als alle anderen alternativen. mir fällt es jedenfalls schwer zu glauben, dass die verleger noch lange ihre leser darum bitten können, doch bitte auch alles, was sie nicht interessiert oder was sie schon anderswo gelesen haben zu kaufen um die verlage und deren macht zu sichern.

ich finde den springer-verlag ja grundsätzlich <strike>scheisse</strike> unerqueicklich. aber im gegenteil zu daniel leisegang hat man dort verstanden, dass es nicht (nur) darum gehen kann die alten strukturen zu bewahren, sondern darum erlösmodelle und unabhängigkeit in der digitalen, fragmentierten und entbündelten welt zu finden.
s  w  entbündelung  unbundling  verlage  journalismus  daniel_leisegang 
october 2015 by diplix
taz.de: Die neue Unübersichtlichkeit
rené martens über teilweise unübersichtliche und intransparente kooperation von öffentlich-rechtlichen medien und privaten verlagen:
Beim Thema IS arbeitete das Politmagazin [<em>Report</em>] aus München bisher nicht nur mit der <em>Zeit</em> zusammen, sondern mehrmals mit der <em>FAZ</em>, die gern gegen den <em>NDR</em>/<em>WDR</em>/<em>SZ</em>-Verbund wettert. <em>FAZ</em> und <em>Report</em> waren Anfang 2014 die Ersten, die über Islamisten berichteten, die aus Deutschland in den Krieg nach Syrien zogen. Der IS-Terror scheint zu Kooperationen zu motivieren.
6vor9  journalismus  öffentlich_rechtlicher_rundfunk  verlage  kooperationen  s  w 
april 2015 by diplix
medium.com: Please, [Insert Tech Platform Here], Take My Business!
das hätte der artikel sein können, den johnny haeusler in die wired.de geschrieben haben könnte, statt der etwas simplifizierten forderung an verlage, <a href="https://www.wired.de/collection/latest/johnny-haeusler-rat-verlagen-ihre-websites-zu-schliessen">ihre websites zu schliessen</a>. das hätte natürlich auch meine replik auf johnnys kolumne gewesen sein können, statt ihn <a href="http://wirres.net/article/articleview/7516/1/6/">mit metaphern zu bewerfen</a>. aber da weder ich noch johnny publikumsentwickler bei der @nytimes oder sozialführer bei @AOL, der huffpo oder bloomberg wie es mat yurow war und ist, hat es eben mat yurow selbst ins medium.com geschrieben.

aber spass beiseite, ich glaube mat yurow hat sehr recht damit, dass publizisten und verlage jetzt ihren itunes-moment haben und dass wir es alles versauen werden (und nicht herausfinden werden wie man mit <s>journalismus</s> schreiben langfristig und vorhersehbar geld verdienen wird). /<a href="http://netzfeuilleton.de/facebook-als-steve-jobs-des-journalismus/">via</a>
s  w  publishing  verlage  websites  itunes  monetarisierung 
february 2015 by diplix
wired.de: Johnny Haeusler rät Verlagen, ihre Websites zu schließen
konnte diesen text von johnny haeusler nicht zuende lesen, weil wired.de just in dem moment die website schloss. hab ihn dann auf snapchat zuende gelesen.

<hr />

aber mal im ernst und mit verlaub: ich halte die idee, dass news-outlets auf eigene webseiten verzichten sollten, weil sie dorthin gehen sollten, wo die leute sind, für quatsch. das ist ein bisschen so wie zu sagen: wer abends ausgeht um zu trinken, leute kennenzulernen oder abzuschleppen sollte vorher seine wohnung kündigen. auch die christlichen, europäischen missionare und kreuzritter haben nicht ihre klöster und burgen dem erdboden gleichgemacht, bevor sie dahin gegangen sind, „wo die Menschen sind“.

natürlich sollte jeder, der etwas von menschen will, dorthin gehen, wo die menschen sind. natürlich sollte man darüber nachdenken, ob man ständig versuchen sollte, die menschen von dort wo sie sind zu sich nachhause zu locken. natürlich sollte man auch radikale ideen ausprobieren, so wie <a href="https://nowthisnews.com">nowthisnews.com</a> das macht — oder aus solchen experiementen zu lernen.

mich erinnert das auch ein bisschen an die gute alte push vs. pull debatte zur jahrtausendwende (<a href="http://archive.wired.com/wired/archive/5.03/ff_push.html">1997</a>). da wurde von der (amerikanischen) wired bereits der browser für tot erklärt und die belästigung (push) mit „nachrichten“ schöngeredet. <a href="http://www.wired.com/2010/08/ff_webrip">2010</a> dann der erneute versuch der (amerikanischen) wired das web totzureden: <a href="http://www.wired.com/2010/08/ff_webrip">The Web Is Dead. Long Live the Internet</a>.

klar sollen leute die etwas zu sagen haben (nachrichten-organisationen, werber, prler, missionare) dahin gehen wo die menschen sind. aber sie sollten auch wissen, dass es nicht jeder mag wenn sie ständig vor dem eigenen gesichtsfeld tanzen, springen und aufmerksamkeit zu erheischen versuchen. kommunikation ist vielschichtig und kompliziert. man braucht feingliedrige und sensible werkzeuge dafür. aber nachrichten-outlets zu empfehlen mit dem bulldozer zu arbeiten und alles alte abzureissen, halte ich für einen fehler — oder zumindest für übertrieben.

was man auch bedenken sollte: verlage und news-outlets sind wie sportler: sehr verschieden, sehr unterschiedlich spezialisiert. der trainingsplan für einen 100 meter sprinter muss nicht unbedingt optimal für den gewichtheber oder langstreckenschwimmer sein.
sl  verlage  online  snapchat  johnny_haeusler 
february 2015 by diplix
krautreporter.de: Ein Ausflug in die Datenminen
theresia enzensberger und hannes grassegger haben sich mal den datenhandel von grossen publikumstiteln angesehen:
Deutsche Medienhäuser kämpfen in ihren Zeitungen und Magazinen meist engagiert für den Datenschutz. Doch manche handeln gleichzeitig mit ihren Kundendaten.
s  w  verlage  listenprivileg  datenschutz  adresshandel  bigotterie 
december 2014 by diplix
surfguard.wordpress.com: Wie der Mindestlohn tatsächlich die Pressefreiheit gefährdet
man könnte den eindruck bekommen, die verlagsbranche <s>verkackt alles was sie anpackt</s> versteht nicht, welche folgen ihre aktionen in einer welt haben, die nicht mehr nach den regeln der fünfziger jahre funktioniert:
Lange haben die Zeitungsverleger gekämpft, die Kanzlerin persönlich überzeugt, und ihr Ziel erreicht, die Zeitungsboten vom Mindestlohn auszunehmen. Und nun stellt sich heraus, dass diese Maßnahme präzise kontraproduktiv ist.
s  w  verlage  zeitungsbranche  verleger 
october 2014 by diplix
spreeblick.com: I live by the river und Netzgemüse – ein Update aus Autorensicht
interessante einblicke in die welt des buchmarketings.

ein ganz anderer gedanke, dermir eben in den sinn kam und den ich jetzt einfach aufschreibe: kann es sein, dass das was früher die promotion war, jetzt das schreiben eines buches ist? nämlich ein beweis, dass man die disziplin aufbringt für keine oder schlechte bezahlung über mehrere monate etwas kluges aufzuschreiben, in der hoffnung dadurch ein bisschen ruhm und einladungen vor publikum zu sprechen zu bekommen oder als experte für irgendwas zu gelten?
s  w  bücher  verlage 
march 2014 by diplix
carta.info: Der Spiegel vor der Neuausrichtung
wolgang michal über die alt- und die mögliche neuausrichtung des spiegel. wenn mich jemand fragen sollte: spaltet euch. in einen gedruckten spiegel für leute die gerne geschichten über das dritte reich und über gesundheit und die gefährlichkeit des internets lesen und nennt spiegel online um in besspielsweise <i>neues blatt</i>.
s  w  spiegel  verlage 
august 2013 by diplix
carta.info: Der bequeme Mythos von den angeblich innovationsunfähigen Verlagen
wolfgang michal widerspricht thomas knüwer (ohne ihn namentlich zu erwähnen) und behauptet, dass verlage sehr wohl zukunfts- und innovationsfähig seien. die umsätze und renditen mögen michal recht geben, in dem sinne, als dass die verlage es in den letzten jahren durchaus geschafft haben, ihr wegbrechendes (klein-) anzeigengeschäft auszugleichen und umsätze in gebieten zu machen, die nichts mit journalismus zu tun haben, ihn aber teilweise querfinanzieren. und auch hier mag er recht haben:
Die Presseverlage sind heute innovativer als sämtliche Blogger zusammen. Ihre neuen Geschäftsmodelle funktionieren (!!), ihre Zukunft sieht rosig aus. Sie verfügen über ein exzellentes Change Management. Sie bauen ihre Häuser zielstrebig zu internationalen Serviceagenturen um: zu Handelshäusern, Gemischtwarenläden, Event-Dienstleistern und Volksbildungsheimen.

interessant jedenfalls ist, dass michal das wort „journalismus“ nur zweimal benutzt, nämlich einmal in einer überschrift und einml in einem zitat aus (wahrscheinlich) dem geschäftsbericht der FAZ gmbh. und da ist vielleicht auch eins der hauptprobleme der zukunft der (zeitungs-) verlage: beim journalismus, bei der fairen vergütung von journalisten, bei den formaten hapert es, trotz einiger positiver beispiele noch gehörig. wenn ich mir die langen und beeindruckenden reportagen der letzten wochen ansehe, die ich mit begeisterung gelesen habe, waren die alle <em>nicht</em> von deutschen verlagen, sondern von der new york times, wired.com, dem guardian, dem economist oder dem independent.

und studivz und der holzbrinck-verlag ist auch nicht gerade eine erfolgsgeschichte.
s  w  verlage  innovationsfähigkeit 
june 2012 by diplix
cronenburg.blogspot.de: Hilfe, ich habe mein Buch verschenkt!
verschenken ist ein super marketing-instrument, solange man nicht „gehirnamputiert“ ist. <a href="http://www.schockwellenreiter.de/blog/2012/04/11/na-bitte-geht-doch-2/">schockwellenreiter.de</a>
s  w  publishing  verlage  bücher 
april 2012 by diplix
3sat.de: Abgemahnt und abgezockt - Internetabmahnungen bei Künstlern
3sat:
Seit Jahrzehnten kämen Kritiker in die Konzerte und die Künstler verwendeten die Kritiken, um sich zu präsentieren und im Markt zu etablieren, so Schöne. "Dafür sind die Kritiken für uns wichtig. Und dass das jetzt nicht mehr so ist, hat sicher etwas damit zu tun, wie heute mit Rechten im Internet umgegangen wird, und auch wie wir Künstler mit dem Internet umgehen", so der Sänger. Peter Schöne musste am Ende insgesamt 1400 Euro an die "Süddeutsche" und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zahlen. Jetzt widmet er sich lieber wieder seiner Kunst.

/<a href="http://postdramatiker.de/blog/2012/02/02/urheber-aufgepasst-ihr-konnt-fur-eure-eigenen-werke-abgemahnt-werden/">via</a>
journalismus  verlage  abmahnungen  urheberrecht  s  w 
february 2012 by diplix
stefan-niggemeier.de: Döpfners rote Linie
stefan niggemeier interpretiert den unsinn den irgendwelche verlags-menschen verzapfen.
ard  springer  verlage  0ahnung  from delicious
june 2011 by diplix
spiegel.de: Im Zweifel links: Das Internet gehört uns allen
jakob augstein: »„Das Internet ist ein Freiheitsmedium“, hat Springer-Chef Mathias Döpfner neulich in einem Artikel für die „Neue Zürcher Zeitung“ geschrieben. Für die öffentlich-rechtlichen Sender soll das aber nicht gelten.«<br />
<br />
guter punkt. guter text. /via @<a href="https://twitter.com/DonDahlmann/status/84123291807264768">dondahlmann</a>
ard  zdf  öffentlich-rechtlich  verlage  0ahnung  from delicious
june 2011 by diplix
blog-cj.de: Man wird doch wohl noch sagen dürfen, was nicht sein darf
»Gerne wüsste man also demnach, was alles sein darf und sein soll. Was man  vermisst: kreative Ansätze, Eigeninitiative, Alternativen. Es fällt ziemlich schwer,  dem ewigen Lamento noch zuzuhören, zumal wenn man sieht, was häufig herauskommt, wenn Verlage durch die digitale Welt stolpern. Der Widerwille und das Unverständnis sind unübersehbar. Solange das so ist, bleibt die Neigung, dem ewigen “Das darf aber nicht sein” auch nur im Ansatz zuzuhören, eher gering.«
verleger  verlage  apple  from delicious
february 2011 by diplix
perlentaucher.de: Leistungschutzrechte? Wofür denn??
thierry chervel über die absurden forderungen deutscher verleger nach einem leistungsschutzrecht.
leistungsschutzrecht  verleger  verlage 
december 2010 by diplix
prothmann.posterous.com: Die blödsinnige Mär von der "Kostenloskultur"
»Das ist die wahre "Kostenloskultur", über die man reden sollte. Über die Mär der angeblichen "Qualität". Über Verlage, die kostenloses Material verwenden, um diese kostenpflichtig zu veräußern.«
kostenlos  kostenloskultur  verlage  via:perlentaucher 
october 2010 by diplix
kress.de: Matthias Spielkamp über Brain Drain in Verlagen: "Journalisten nicht wie Bittsteller behandeln"
so ungefähr das klügste was ich zum thema „journalismus“ je von einem journalisten gelesen habe und das klügste was jemals auf kress.de gelesen habe. (und beinahe nicht gelesen habe, weils auf kress.de geschrieben stand.)
journalismus  verlage 
may 2010 by diplix
blog-cj.de: Der “Nordkurier” lässt die Anwälte los
abmahnungen, einweilige verfügungen; was für eine kranke streitkultur.

es dauert bestimmt nicht mehr lange, dann beschäftigen verlage mehr juristen als journalisten.
verlage  nordkurier  abmahnungen  blogdings 
november 2009 by diplix

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