diplix + medien   84

spiegel.de: Woran „die Medien“ wirklich Schuld sind - Sascha-Lobo-Kolumne
ein weiterer einleuchtender medientheoretischer text, hier von sascha lobo. der text benötigt keine ergänzungen, aber ich will es doch versuchen: das verschwinden der gatekeeper-funktion der medien war bereits am anfang der digitalisierung gut zu antizipieren und vorauszusehen. die wahren folgen, wie zum beispiel das phänomen das sascha lobo hier als „Epoche des Mediennihilismus“ umschreibt, hingegen nicht. im gegenteil, das verschwinden der gatekeeper wurde (auch von mir) eher naiv oder eindimensional als befreiung und bereicherung erhofft.

der technologische wandel ist (oft) schon schwer genug vorauszusehen, aber die direkten und indirekten kulturellen folgen noch um ein vielfaches schwerer. und wenn sie da sind, sind sie unfassbar schwer zu begreifen, selbst wenn sascha lobo beim verstehen hilft.
s  w  zukunft  medien  gatekeeper  Mediennihilismus  lügenpresse 
october 2017 by diplix
uebermedien.de: Der "Spiegel" und seine Angst vor der Wahrheit
stefan niggemeier regt sich (zu recht) über den spiegel auf, der damit wirbt, keine angst vor der wahrheit zu haben, diese in eigener sache aber offensichtlich durchaus hat.
[…] Die Formulierung [ist] grob irreführend. Es gibt seit ein paar Tagen massive Kritik am „Spiegel“. Diese Kritik ist der Grund dafür, warum der „Spiegel“ sich jetzt (endlich) „in eigener Sache“ äußert.

Der „Spiegel“ verlinkt diese Kritik nicht, er nennt die Kritiker nicht, er erwähnt nicht einmal, dass es diese Kritik gibt. — Behauptet aber, keine Angst vor der Wahrheit zu haben.

(text ist nur für übermedien-abonnenten lesbar.)
s  w  stefan_niggemeier  spiegel  medien 
july 2017 by diplix
sethgodin.typepad.com: Toward dumber
das ist das klügste (und kompakteste) was ich bisher über die medienkrise gelesen habe. das beste: es enthält keine handlungsanweisung, sondern eine aufforderung eine entsdcheidung zu treffen.
s  w  medien  medienkrise  seth_godin 
july 2017 by diplix
uebermedien.de: „Fake News“ und der blinde Fleck der Medien
sehr, sehr toller, grundsatz-artikel von stefan niggemeier über die abnutzungserscheinungen des begriffs <em>fake-news</em> und die inkonsequente haltung deutscher medien gegenüber politischen spin und lügen in den medien.
Ich will die Methoden von „Breitbart“ nicht verteidigen oder die Gefahr relativieren, die von Medien ausgeht, die geschickt mit solchen Methoden arbeiten. Aber wie glaubwürdig ist die Empörung über die „Breitbart“-Methoden, wenn die weitgehend identischen „Bild“-Methoden seit Jahren achselzuckend hingenommen oder gutgeheißen werden?

Von der Ironie, dass sich <a href="http://www.bild.de/politik/ausland/donald-trump/kuenftiger-chef-stratege-anti-deutschland-hetze-betreibt-49609080.bild.html">auch „Bild“ über „Breitbart“ empört</a>, ganz zu schweigen. Dabei hat „Bild“, in demselben Stil und mit identischer Stoßrichtung, die Mär verbreitet, dass das Deutsche Rote Kreuz in Bautzen „<a href="http://www.bildblog.de/60433/schutzwesten-gegen-asylbewerber/">aus Angst vor Attacken im Asyl-Hotel</a>“ Schutzwesten angeschafft hätte. Und die Mär, dass Flüchtlinge in Hamburg <a href="http://www.bildblog.de/68921/wie-bild-den-hass-gegen-fluechtlinge-schuert/">schwarzfahren dürfen</a>. Und viele weitere ähnliche Schauergeschichten.

Auf welcher Grundlage will diese Zeitung sich über die Methoden von Breitbart und anderen empören?

Und wie überzeugend ist der Aufschrei vieler anderer Medien, wenn sie zu „Bild“ schweigen?

mir gefällt vor allem der letzte absatz in stefan niggemeiers artikel, den ich jetzt nicht zitiere, sondern zum selberlesen aufrufe. der absatz schneidet ein grundsätzliches problem, nicht nur der medien an. wie können systeme die unter (öffentlichem, finanziellen, politischen) druck stehen, transparent und effektiv selbstkontrolle ausüben, bzw. kritik- und korerekturmechanismen organisieren? es gibt in allen systemen dieses „wir und die“-phänomen, dass zu beisshemmungen untereinander führt und zu begriffen wie <em>nestbeschmutzer</em> führt. wie wichtig differenzierte, offene und faire netzbeschmutzung sind geht den insassen des gemeinsamen boots, in dem sie sitzen glauben, aber erst auf, wenn sie ihre glaubwürdigkeit zu verlieren drohen.
s  w  medien  glaubwürdigkeit  bild  stefan_niggemeier 
january 2017 by diplix
blog-cj.de: Die Digital-Trends 2016
stimmt, meiner meinung, nicht alles was christian jakubetz hier aufschreibt, aber es ist allerhand <strike>wahres</strike> vernünftiges dran. punkt möchte ich ergänzen:
4. Alte Medien sterben nicht, wandern aber in die Nische


auch neue medien wandern mehr und mehr in die nische. alles wandert in nischen, bis auf die wenigen angebote die ihr niveau so weit nach unten schrauben, dass sie ein massenpublikum erreichen oder angeln können. die grossen plattformen befinden sich selbst natürlich nicht in nischen, bedienen in ihrem inneren aber (fast ausschliesslich) nischen. ich glaube ich kann, ohne mich zu weit aus dem fenster zu lehnen, sagen: alles, bis auf wenige ausnahmen, wird nische.
s  w  trends  medien  journalismus 
december 2015 by diplix
bildblog.de: 800 Euro für jeden: Medien führen Grundeinkommen in Finnland ein
ganz hervorragende überschrift. da drin steht bereits alles und man muss den artikel gar nicht erst lesen und sich unnötig über recherchefreie medien aufregen.
s  w  medien  journalismus 
december 2015 by diplix
theawl.com: Access Denied
sehr langes lesestück von john herrman, über den bedeutungsverlust der medien.

Vox’s David Roberts, in a story that cites a <a href="http://pressthink.org/2015/11/i-will-try-to-explain-why-the-trump-candidacy-has-been-so-confounding-to-our-political-press/">perceptive post</a> by Jay Rosen, suggests “the real reason the media is rising up against Donald Trump” is that he challenges their role as gatekeepers.
Their trepidation has less to do with the fact of Trump lying than with the way he lies. They don’t mind being properly lied to; it’s all part of the game. What they cannot countenance is being rendered irrelevant. Trump is not kissing the ring. He barely bothers to spin the media. He does not need them, or give two shits what centrist pundits think. Their disapproval only strengthens him. Media gatekeepers are in danger of being exposed as impotent bystanders.
[…]
“The conceptual space for neutrality has all but disappeared,” he concludes. “Media outlets are being forced to take sides, and facing the grim possibility that even if they do, they have no power to affect the outcome.”

But this stops just short of the truth, I think. This “conceptual space for neutrality” follows from the idea that publications and reporters have a responsibility not just to discover and contextualize new information but to distribute it in a transparent or somehow balanced way. People demanded fairness from their local paper because it may have been their only local paper; people were sensitive to bias in network news because it was one of a few options providing a relatively scarce type of information. Their audiences afforded them powers: to talk to the powerful, to dedicate resources to investigations, to collect and summarize the news. These powers created a sense of obligation which, of course, they were free to fail to meet.

On an internet of platforms, this “conceptual space” hasn’t disappeared, it’s just moved. It now belongs to Facebook and Twitter and Instagram. They, not the publications that post to them, are the primary filters through which people on the internet find and consume news and entertainment. It was from this conceptual space that publications and channels decided what was newsworthy, interesting or fair; it is in this shifted conceptual space that the mechanisms of platforms—following, sharing, liking, commenting—are deployed toward the same end. A reader opened the paper, where editors had selected stories; a viewer switched to a channel, where producers had assembled shows in a particular order; a user opens an app, where the user’s habits and preferences have been gradually fed into a system that ranks platform-wide habits and preferences of others, some of whom she has indicated are especially important to her.

wer bis zum ende durchhält, kann eine „happy conclusion“ lesen, bzw. einen optimistischen ausblick auf den journalismus ohne direkten zugang.
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december 2015 by diplix
dirkvongehlen.de: Vom Produkt zum Prozess – am Beispiel Porno
der wandel der porno-industrie als „eine Art Vorbote für Kultur und Medien“.
s  w  medienwandel  medien  kultur  pornographie 
october 2015 by diplix
evangelisch.de: Begeisterung, Haltung, Conduct!
gestern eine besonders gute ausgabe, des ohnehin guten altpapiers auf evangelisch.de,
<a href="https://twitter.com/chrbartels/status/659679770200973312">vom autoren selbst empfohlen</a>,
medien  netzpolitik  netzneutralität  journalismus  s  w 
october 2015 by diplix
economist.com: Naked capitalism
hervorragende zusammenfassung zum stand der pornografie im netz und in der, haha, fleischwelt:
In America the number of porn studios is now down from over 200 to 20, says Alec Helmy, the founder of XBiz, a trade publication. Performers who used to make $1,500 an hour now get $500—even as increased competition means they are asked to produce more extreme content. Revenues are well below their peak; how far below is hard to say, as most porn producers are private. Just before the tubes took off, plausible estimates put worldwide industry revenues at $40 billion-50 billion. Mr Thylmann thinks they have fallen by at least three-quarters since then.

der artikel zeichnet auch sehr nachvollziehbar paralellen zum mediengeschäft:
All this will sound painfully familiar to other media firms. Echoing the aggregation deals struck by the tubes with commercial porn producers, social-media sites are starting not just to link to content, but to host it. Snapchat, a messaging app that lets users send each other photos and videos that vanish after a few seconds, allows news outlets to publish articles on its service in return for a share of advertising revenue. Facebook is doing something similar with its Instant Articles service. Indeed, Facebook, Twitter and their like have essentially evolved into traffic-brokers. Many of the clicks they pass on come from links posted by users. But the number of ads, promoted posts and suchlike is growing.

facebook und twitter als durchlauferhitzer nach dem vorbild der porn-tubes, bzw. frühen pornolinklisten. massen-erregung und -mobilisierung ist ist der motor der porno- und medienbranche. was sollte da schief gehen?

[bei <a href="https://blendle.com/i/the-economist/naked-capitalism/bnl-economist-20150925-82894_naked_capitalism">blendle</a> [€] gefunden, via <a href="https://blendle.com/user/miriammeckel">miriam meckel</a> in <a href="https://blendle.com/channel/wirtschaftde">wirtschaft</a>.]
porno  pornografie  medien  kapitalismus 
september 2015 by diplix
de.ejo-online.eu: Verschmähte Liebe
jugendliche lesen zeitungen, egal ob online oder offline, nicht, weil nichts drinsteht, was sie interessiert? originelle erklärung von michael haller. im <a href="http://www.bildblog.de/69514/derailing-gehirnwaesche-ebay-geburtstag/">bildblog</a> gefunden.
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september 2015 by diplix
blogmedien.de: Ganz schön beKLOPPt
horts müller:
Wie unangemessen und aufgebauscht die Berichterstattung über den Trainer-Rücktritt war, führte die taz-Redaktion am Donnerstag den Berufskollegen in Deutschlands Leitmedien vor: Über die gesamte Titelseite der Tageszeitung erschien eine Todesanzeige […].
s  w  medien  journalismus  jürgen_klopp  flüchtlinge  tod  todesanzeigen  taz 
april 2015 by diplix
heise.de/tp: Warum zwischen dem Apfel und dem Apfelaroma ein Unterschied besteht
rudolf stumberger sucht die substanz des journalismus auf papier:
Der Ort der Veröffentlichung im dreidimensionalen Medium gedruckte Zeitung (also auf den verschiedenen Seiten) sagt also bereits etwas aus, was über den eigentlichen Inhalt hinausgeht: Was wichtig ist, gehört auf die Seite eins. Darüber hinaus bietet auch die räumliche Platzierung eines Artikels auf einer Seite Zusatzinformationen: Was oben steht ist wichtiger als das Untenstehende. Ähnliche Funktion hat auch die Schriftgröße der Überschrift oder die Spaltenzahl. So bietet die gedruckte Zeitung eine komplexe Ordnung der Welt an, gewichtet über die materielle Beschaffenheit der Symbole.

Demgegenüber geht die Version der Zeitung auf dem E-Reader all dieser Zusatzinformationen verloren und dem Leser bleibt im Wesentlichen die Essenz. Was in der gedruckten Zeitung aufgrund der Platzierung als Gewichtung erscheint, entfällt nun, die Artikel weisen hier den gleichen Rang auf. Auf Fingerdruck erscheint dann der Artikel selbst, die Überschriften haben dabei jeweils die gleiche Größe. Dieser Artikel ist dabei ein Solitär, er steht für sich alleine und ohne Bezug zu anderen Nachrichten.

es ist natürlich schonmal irritierend eine zeitung auf papier ein dreidiemnsionales medium zu nennen. aber noch irritierende ist es elektronischen lesegeräten aus der anordnung ableitbare zusatzinformationen abzusprechen. das ist in etwa so, als wenn man sich bei autos über die abwesenheit von zügeln beklagen würde. natürlich sind auch in eletronischen lesemedien reihenfolgen, wichtungen und komplexe ordnungssysteme vorhanden. sie funktionieren allerdings teilweise etwas anders. natürlich bringt jedes onlinemagazin die artikel die die redaktion für wichtig hält weiter oben auf einer seite an und natürlich benutzen onlinemagazine auch typographische mittel um die information zu ordnen und zu wichten. aber dazu kommt, dass texte die elektronisch veröffentlicht werden in noch komplexeren ordnungssystemen eingeordnet werden. sie werden aggregiert und — je nach aggregator — nach <a href="http://techmeme.com">relevanz</a>, <a href="http://rivva.de">beliebtheit</a>, <a href="https://news.google.com/news/search?tbm=nws&q=rudolf+stumberger">aktualität</a>, sie werden empfohlen, verlinkt, diskutiert, zitiert und herumgereicht.

ein unterschied von zeitungstexten auf papier und zeitungstexten ohne papier ist natürlich der kontrollverlust der zeitungsmacher. der kontext der artikel kann beliebig neu arrangiert werden, was aber keinesfalls zu beliebigkeit, sondern ebenfalls zu komplexen ordnungssystemen führt — teilweise völlig ausserhalb der kontrolle des verlegers. es ist eher eine art wahrnehmungsinkontinenz als ein realer verlust von kontext, ordnung oder komplexität.

und auch bei der essenzanalogie irrt stumberger:
Wer in einen Apfel beißt, trägt die unerschöpfliche Fülle der Wechselwirkungen von Spurenelementen, Vitaminen und Mineralien im Mund. Das Apfelaroma ist dagegen nur ein eindimensionaler Abklatsch.

ohne frage ist ein frischer apfel lecker und bietet viele sensorische sensationen. aber wenn man dem apfel das apfelaroma entzieht, indem man beispielsweise seine konsistenz zerstört (reiben, kochen, pressen), ungewünschte bestandteile entfernt (filtert), das aroma konzentriert (reduktion) oder verwässert (schorle), entsteht daraus zwar etwas anderes, aber selten etwas eindimensionales. ausser natürlich, man sieht apfelkuchen, apfeleis, apfelmarmelade, <a href="http://www.chefkoch.de/rezepte/686641171190474/Apfel-Zwiebel-Tee.html">apfel-zwiebeltee</a> oder birchermüsli als eindimensionalen abklatsch vom original.
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march 2015 by diplix
olereissmann.de: ZDF und Putin reiten den Wieselspecht
ole reißmann über meme allgemein und das wieselspecht-meme im speziellen. also eigentlich über memien.
meme  wieselspecht  medien  s  w 
march 2015 by diplix
medienwoche.ch: «Die Gegenposition zum Mainstream ist immer richtig»
langes portrait von ronni grob über roger köppel:
Köppel hat auf all diese Fragen eine simple Antwort: «Ich sehe meine Aufgabe nicht darin, auf der Seite der Mehrheit zu stehen. Wenn alle auf den kleinen, dicken Aussenseiter zeigen auf dem Pausenplatz, dann braucht der, der sich neben ihn stellt, etwas mehr Mut. Die Einnahme der Gegenposition zum Mainstream ist immer richtig. Wo alle loben, muss man kritisieren. Wo alle kritisieren, muss man loben.»

als denkübung ist das ja wirklich nachahmenswert. ich vermute nur, dass diese übung bei köppel durchaus manchmal ideologisch verfärbt ist und dass ihm bei seiner gegen den strich gebürsteten meinungsbildung oft respekt vor schwächeren und ein paar portionen humanismus fehlen.
Oft schafft es die Realität einfach nicht, seinem Ehrgeiz zu entsprechen.
s  w  medien  ronni_grob  roger_köppel  portraits 
march 2015 by diplix
blogs.taz.de/hausblog: In eigener Sache
vollzitat karl-heinz ruch (geschäftsführer taz):
Zu Personalangelegenheiten äußert sich die taz grundsätzlich nicht.

(stimmt <a href="http://blogs.taz.de/hausblog/2011/01/13/unsere_auslands-ressortleiterin_tritt_zurueck/">natürlich</a> <a href="http://blogs.taz.de/hausblog/2014/03/20/david-denk-beklagt-vergiftete-atmosphaere-bei-der-taz/">nicht</a>, ist aber trotzdem eine der besten hausmitteligungen der taz.)

(und wenn sich die taz nicht selbst äussert, tun es eben „<a href="http://www.turi2.de/allgemein/taz-hat-ein-datenleck-medien-nennen-sebastian-heiser/">die medien</a>“. abgesehen davon: ganz schön irritierende geschichte.)
s  w  taz  medien  vertrauen  presse  datenlecks 
february 2015 by diplix
medium.com/@hankgreen: Holy Shit, I Interviewed the President
hank green über die legitimität und relevanz von medien (und sich selbst). das ist erstaunlich klug geschrieben und fein beobachtet, bezieht sich aber vornehmlich auf die katastrophale medienlandschaft in amerika. trotzdem gibt es parallelen, auch zur mittlerweile jahrzehntelangen alten deutschen diskussion um relevanz und legitimität von bloggern und journalisten.
longread  medien  fox_news  video-blogger  youtube  youtuber  barack_obama  s  w 
january 2015 by diplix
turi2.de: Peter Turi: Mein Medienjahr 2015.
zum pax: wir haben ja <a href="http://wirres.net/reclaim/pax-meine-neue-liebe-asia-imbiss/">auch</a> die halbe wohnung mit pax vollgestellt. bei der montage von pax gilt das gleiche wie für alle montagen: die ausrichtung ist entscheidend. wenn das ding nicht einwandfrei im wasser steht, also laut wasserwaage einwandfrei gerade (und fest) steht, kannste den rest vergessen. das gleiche gilt für die küchenmontage. die schränke dürfen nicht einen ticken geneigt stehen, sonst hängen die türen schief. das gilt (natürlich) ganz besonders für schiebetüren. die meisten türen kann man zwar immer noch ein bisschen justieren, aber wenn der schrank schief steht ist das meisten vergeblich. was bei pax, wie bei einigen anderen ikea-möbeln, eine grosse schwäche ist: die rückwande liegen in einem falz und werden gestgenagelt. wenn rückwände in nuten geführt werden (die neue küchenlinie von ikea macht das endlich so), verhindert das bei der montage eher einen windschiefen korpus.

zu peter turis portalideen: portale sind meiner erfahrung nach schon seit 10 jahren tot. das heisst aber noch lange nicht, dass startseiten tot sind. entscheidend ist, dass die startseite lebt, aktivitäten zeigt und gut (relevant) gewichtet ist. es spricht nichts dagegen, auch auf der startseite auf ältere archivinhalte hinzuweisen. entscheidend ist, dass der besucher das für ihn relevante auf der startseite leicht findet. das muss kein stream sein, wichtig ist dass es strömt. stille wasser mögen tief sein, entscheidend ist, die belebtheit der wasseroberfläche, nicht die tiefe. aber: auch ströme können tief sein — und wenn man drüber nachdenkt, sie sollten auch tief sein. sonst sind es furten.
s  w  blogdinsg  ströme  streams  medien  portale 
january 2015 by diplix
metronaut.de: Fruchtbarer Boden
Medien spielen eine gewichtige Rolle in der „rassistischen Radikalisierungsspirale“ – sie müssen sich ihrer Verantwortung bei Auswahl und Präsentation der Themen bewusster werden, wollen sie nicht williger Player in der Diskriminierung von Minderheiten und Marginalisierten bleiben.
s  w  medien  journalisten  rassismus 
december 2014 by diplix
zeit.de: Medien: Die rührende Hilflosigkeit der Holzwirtschaft
jochen hörisch:
Kurzum: Jeder, der nicht über exquisite Verdrängungsleistungen verfügt, kann seit Langem wissen, dass die Internet-Revolution die klassischen Printmedien unumkehrbar marginalisiert. Es wird auch in zehn, zwanzig und dreißig Jahren noch gedruckte Bücher und Zeitungen geben – aber eben so, wie es heute noch Pferde und Kutschen gibt. Keine kulturkritisch-nostalgische, in sich noch so überzeugende Klage über die großartige Haptik von Büchern, den Geruch einer frischen Zeitung und das anheimelnde Rascheln beim Umblättern einer Seite wird etwas daran ändern, dass sich elektronische Publikationsformen aufgrund ihrer ökonomischen, ökologischen und vor allem logistischen Vorteile durchsetzen – ach was, bereits durchgesetzt haben.


es gibt sogar mehr pferde und segelboote als jemals in der geschichte — aber die werden eben nicht mehr zum transport oder briefversand genutzt, sondern als hobby oder sport. papier war nach steinplatten, papyrus und schweinehäuten auch mal ein neues medium und hat sich wegen einer besseren usability und wirtschaftlichkeit durchgesetzt. nicht wegen der haptik oder sinnlichkeit. und genau dehalb setzen sich elektronische verbreitungswege jetzt durch — auch wenn an der sinnlichkeit, teilweise schon ganz erfolgreich, noch gearbeitet wird
s  w  papier  medien 
december 2014 by diplix
dasnuf.de: Ich habe Blutdruck
das nuf regt sich über manfred spitzer auf:
Da sitzen internetunerfahrene Menschen (mein Eindruck nach zahlreichen Gesprächen), die sich unsicher fühlen, die nach einem Umgang mit einem Thema suchen, das ihnen selbst fremd ist, weil sie damit nicht aufgewachsen sind und dann steht da vorne jemand der Benzin in deren glühenden Ängste schüttet.

mein eindruck nach dem lesen ist, dass manfred spitzer sich gut eingelesen hat in das handbuch für schlangenölverkäufer; einfache lösungen profitabel mit grosser emotionlisierung als lösung für komplexe probleme verkaufen.
s  w  manfred_spitzer  medien  medienkompetenz  schlangenöl 
november 2014 by diplix
konradlischka.info: So erfolgreich ist de Correspondent
konrad lischka:
De Correspondent ist ein reine Onlinemedium, aber es gibt da keine Fotostrecken, keine Liveticker, keine in sozialen Netzwerken zusammengeklaubten Witzchen a la „so lacht das Netz“. Stattdessen: Ausgeruhte Essays und Analysen zu aktuellen Themen die erklären statt ständig aktualisierter Texte, die Zeitgeschichte zu einer Live-Nachrichten-Soap dramatisieren.


ausgeruhte nachrichten. ein traum.
s  w  medien 
september 2014 by diplix
blog.borrowfield.de: Der Wolfgang-Büchner-Preis 2014 geht an den Branchendienst meedia.de
twscheider:
Der Wolfgang-Büchner-Preis wird seit September 2013 sporadisch vergeben und zeichnet herausragende Beispiele der journalistischen Begleitung des Geschehens im ehemaligen Hamburger Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL aus.
<a href="http://blog.borrowfield.de/glueckwunsch-der-wolfgang-buechnerpreis-2014-geht-an-den-branchendienst-meedia-de/"><img src="http://root.wirres.net/videothumbs/buechner01.jpg" alt="wolfgang büchner montagen von meedia.de"></a>
s  w  medien  meedia  psd-desaster  photoshop 
august 2014 by diplix
pando.com: Why did Greenwald agree to government plea to hold major NSA story but the Post didn’t?
gute frage. und noch mehr fragen. ich frage mich vor allem: wie lange bleibt glenn greenwald noch beim <a href="https://firstlook.org/theintercept/">intercept</a>?
s  w  glenn_greenwald  edward_snowden  intercept  medien 
july 2014 by diplix
blog-cj.de: Die Krautreporter-Kritiker-Filter-Bubble
tl;dr: haltet den mund oder machts besser.

ich schlage christian jakubetz als nächstes artikel-thema vor: „wie das bildblog der deutschen medienlandschaft schadet“
s  w  medien  filterblase  krautreporter 
may 2014 by diplix
wiesaussieht.de: Wie Journalisten ihren selbst erzeugten Mythen zum Opfer fallen
so siehts aus:
Die Medien selbst erzeugen also erst die Aufmerksamkeit, über sie dann berichten.
s  w  medien  journalismus  journalisten 
june 2013 by diplix
nzz.ch: Neuer CEO NZZ-Mediengruppe: «Der Primat gehört dem Journalismus» - Wirtschaftsnachrichten Nachrichten
der neue (östereichische) CEO der (schweizer) NZZ-mediengruppe in seinem antrittinterview:
Wenn es nicht passt, sollte man auch wieder gehen, sonst verlieren alle nur Zeit.


nicht schlecht, gleich im antrittsinterview zu klären, wie man mit strategischen differenzen in der führungsetage umzugehen gedenkt: einfach wieder gehen.
s  w  ceo  nzz  medien 
june 2013 by diplix
medienspiegel.ch: Wie das Fernsehen die Jungen diskriminiert
christof moser:
&laquo;&lsaquo;Menschen bei Maischberger&rsaquo; m&uuml;sste eigentlich &lsaquo;Senioren bei Maischberger&rsaquo; heissen &ndash; knapp 60 Prozent ihrer G&auml;ste sind 60 Jahre alt oder &auml;lter&raquo;, kommentierte der &laquo;Spiegel&raquo;.

für nen moment habe ich eben gedacht ich sei auch noch jung und wollte von mir selbst auf andere schliessen, indem ich behauptete, für die verkackten, vergreisten und selbstbezüglichen talkshows in ARD und ZDF interessieren doch eh keinen menschen. aber im ernst, wer unter 50 guckt sich das eigentlich noch an?
/<a href="http://pinboard.in/u:marcelweiss/b:886e74c1b3b2">marcel weiss</a>.
s  w  medien  ard  zdf  tv  fernsehen  talkshows 
july 2012 by diplix
berliner-zeitung.de: Der Spiegel: Online vs. Print: Zoff beim Spiegel
ulrike simon über den spiegel, seine aktuellen probleme und die derzeitige spiegelimage-kampagne:
Schließlich gibt [Spiegel-Chefredakteur Georg Mascolo] zu, dass der neue Werbeslogan doof ist: „Die Konferenz, vor der Politiker zittern“. So etwas provoziert Häme, erst recht in einer Zeit, in der das Magazin nicht gerade die Hochphase seiner Nachrichtenstärke erlebt.
später:
Vor den Konferenzen zittern ohnehin eher die Redakteure.
/<a href="http://meedia.de/nc/print/spiegel-sortiert-umstrittenes-pr-motiv-aus/2012/06/11.html">meedia.de</a>
s  w  spiegel  medien 
june 2012 by diplix
christoph-koch.net: Friedemann Karig: Mein Medien-Menü (Folge 13)
sehr schönes medien menü von friedemann karig:
Ach, apropos unsympathisches Bahnfahren: Das Lesen des Bahnmagazins „mobil“ bereitet mir ein perverses Vergnügen, ähnlich dem schmerzenden Züngeln an einer beginnenden Zahnfleischentzündung. Wer sich wie die Bahner traut, Judith Rakers als „erfrischend anders“ zu betiteln, verdient Aufmerksamkeit.
friedemann karigs medienmenü liest sich trotz leichter adjektiv-überdosis sehr flüssig.
s  w  medien  medienmenü  friedemann_karig 
may 2012 by diplix
katrinschuster.de: Medienprofis
karin schuster über das „medienprofi“-verständnis von „bild“-redakteuren am beispiel von ein paar szenen germanys next top model.
s  w  medien  fachblatt_für_bigotterie 
may 2012 by diplix
evangelisch.de/altpapier: Was für ein schöner Montag
klaus raab:
Was für ein schöner Montag (siehe z.B. Wetter).
mittlerweile ist dienstag, aber ich finde den anfang vom altpapier am montag immer noch gut. für leute die aktuelles mögen: <a href="http://www.evangelisch.de/themen/blogs/altpapier/2012/03/20">hier</a> erschint im laufe des morgens das altpapier von heute.
altpapier  medien 
march 2012 by diplix
stefan-niggemeier.de: Vorauseilende Selbstverstümmelung
ich habe gehört, dass es immer noch menschen gibt, die stefan niggemeiers blog nicht aboniert haben oder regelmässig lesen. deshalb hier nochmal ein link auf einen artikel der neben vielen medienpolitischen fragen auch eine medienjournalistische frage aufwirft: warum schreibt ein journalist der beim spiegel unter vertrag steht, einen in vielfacher hinsicht so wichtigen artikel in sein privates blog? meine, stark simplifizierte antwort würde lauten: weil dieses blogdings ganz grossartig ist.
medien  ard  zdf  verleger  s  w 
february 2012 by diplix
christoph-koch.net: Daniel Erk: Mein Medien-Menü (1)
daniel erk:
Die deutschen Nachrichtenseiten im Netz finde ich alle recht austauschbar. Es erscheint mir vor allem eine Designfrage, ob man nun auf Spiegel Online, Zeit Online oder FAZ.net die neuesten Meldungen von dpa und Reuters liest. Also entscheide ich mich eher für Zeit Online oder FAZ.net, weil man dort zwischen den überall gleichen News oft tolle Geschichte entdeckt.
medien  medienmenü  s 
february 2012 by diplix
blog.dummy-magazin.de: Klimadebatte à la ZEIT: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass
dummy:
Neulich stand in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, dass die „Zeit“ mit ihren gefühligen Titelthemen immer stärker an Frauenzeitschriften gemahnt – wo ja durchaus was dran ist (was aber beim „Spiegel“ auch nicht sooo viel anders ist).
zeit  medien  spiegel  dummy  s  w 
february 2012 by diplix
netzwertig.com: Wertschöpfung bei Medienproduktionen: Die Spielregeln verändern sich
martin weigert:
Die Spielregeln, nach denen Medienproduktionen finanziert und monetarisiert werden, verändern sich rasant. Drei aktuelle Beispiele illustrieren dies.
s  w  medien 
december 2011 by diplix
Medientage München: Von Blogs und PDFs…
herr topf war auf dem münchener medientagen.
medientage  medien 
october 2011 by diplix
stefan-niggemeier.de: Herdentriebtäter
stefan niggemeier über georg altrogge, chefredakteur von „meedia“: »Er ist nicht nur ein überzeugter Mitläufer. Er verklärt das Mitlaufen zur höchsten Pflicht und Tugend.«
kachelmann  medien  from delicious
june 2011 by diplix
meedia.de: Marke Wikileaks: was Verlage neidisch macht
guter text. echt. aber warum gerade bei meedia und warum gerade von fonsi?
wikileaks  fonsi  medien  journalismus  springer  mathias_döpfner 
december 2010 by diplix
stefan-niggemeier.de: Falsche Freunde
stefan niggemeier kotzt hans werner kilz und bernd neumann ihr schales niggemeier-lob zurück auf die füsse. mein lieblingssatz: »Aber wenn es ums Internet geht, lässt man den Leuten das durchgehen, dass sie das Medium mit dem Genre verwechseln.«
medien  journalismus 
september 2010 by diplix
sueddeutsche.de: Serie: Wozu noch Journalismus? - Wie Schiffeversenken, nur ernster
peter glaser über journalismus in zeiten des internet: »Hier wird deutlich, was sich gerade verändert: aus Massenmedien werden Medienmassen.«
medien  journalismus 
june 2010 by diplix
rebellmarkt.blogger.de: Südeutsche Scheissung
eben zum ersten mal seit dem 3ten jahrhundert vor christus über eine überschrift von fonsi gelacht.
sz  fonsi  medien  allgemeinbildung 
november 2009 by diplix
taz.de/newyorkblog: Empire Strikes Back
mann, was ist die tante aggro. aber stolz darauf. ausserdem ist sie stinkig, weil deutsche vorher nicht fragen und johnny sie nicht vorher angerufen hat.
abmahnungen  journalismus  medien  urheberrecht  taz  blogger  blogdings  eva-c-schweitzer 
october 2009 by diplix
fr-online.de: Interview mit Jacob Augstein: "Das Netz hat gewonnen"
»Bei der Süddeutschen und der FAZ sind die ersten Seiten nicht für die Leser geschrieben, sondern nur für Parteien, für Verbände und für andere Journalisten.«
medien  interview  dasfreitag  freitag 
june 2009 by diplix
blogs.taz.de/reptilienfonds: Der SPIEGEL und die Opfer von Winnenden
spiegel.de auf dem weg zum fachblatt für bigotterie. ich bin noch nicht sicher ob die spiegel-redakteure eigentlich nur ihre leser für doof halten, die über sie berichten oder selbst einfach doof sind.
spon  amok  winnenden  spiegel  brief  medien 
march 2009 by diplix
don.antville.org: Medien, auch Blogs…
fälschen,fälschen, fälschen und immer an die leser denken. die aber nicht mitreden lassen.
medien  rtl  fälschungen  qualitätsjournalismus 
november 2006 by diplix
kottke.org: Blogs versus the NY Times in Google
die „medien“ liegen nach wie vor vorne, aber blogs schlagen die new york times.
blogdings  medien  journalismus 
january 2006 by diplix
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