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zeit.de: Wir Prügelknaben
thomas fischer schreibt vordergründig über einen besuch bei <em>sandra maischberger</em> und hass- und drohbiefe die ihn erreichen, aber eigentlich über die leicht hysterische lage der nation. ich finde nicht alles was thomas richter in seine zeit-kolumne schreibt lesens- oder zustimmenswert, aber in dieser kolumne differenziert und relativiert er den rechtsstaat äusserst lesenwert. pauschal und undifferenziert schreibt er lediglich über die deutschen talkshows.

mein lieblingszitat aus dem text:
Auch die brutale Dummheit kommt ja nicht aus einem genuinen Willen zum Bösen, sondern aus Furcht, Unsicherheit, Erfahrung von Niederlagen und Enttäuschungen.
longread  rb17  s  w  thomas_fischer  kolumnen 
february 2017 by diplix
grantland.com: Computer love
schon etwas älter: brian phillips hat sich alle <em>star trek: the next generation</em> folgen nochmal angesehen und aufgeschrieben, warum die serie ikonisch und grandios ist.
longread  brian_phillips  star_trek  tng  s  w 
february 2017 by diplix
bbc.com The race to fish the larder living in the 'twilight zone'
langes lesestück der BBC zu den tiefen des ozeans, in denen grosse nahrungsmittelreserven stecken, deren förderung aber nicht ganz einfach und unproblematisch ist. nettes faktooid am rande, ein haufen gefangener laternenfische kann sich auch mal eben sontan entzünden.
longread  s  w  ozean  bbc  laternenfische 
january 2017 by diplix
theoutline.com: You’re not psychic and no one is looking at you — But you’re probably paranoid.
das dürfte das gegenteil von klickbait sein; diese überschrift verrät den inhalt des artikels bereits komplett. wir spüren es nicht wenn uns jemand von hinten anstarrt, aber wir neugen zum verfolgungswahn.
longread  psychologie  s  w 
december 2016 by diplix
kino-zeit.de: Gegen das Empire: „Rogue One“, Fan-Kultur und Kapitalismus
alex matzkeit denkt sehr inspirierend (und spoilerfrei) über die politischen dimensionen und widersprüche von „rouge one“ und anderen hollywood/disney-produktionen nach.
Wie geht es zusammen, dass fantastische Erzählungen mit Vorliebe von der Rebellion gegen totalitäre Systeme erzählen, während sie selbst mit den gleichen Mitteln operieren?

Denn machen wir uns nichts vor: die kapitalistische Marktmacht eines globalen Konzerns wie The Walt Disney Company hat totalitäre Züge.
longread  s  w  alex_matzkeit  disney  rouge_one  star_wars  kino  kultur 
december 2016 by diplix
taz.de: Highschool Mit 17 will unsere Autorin, ein linksliberales Berliner Großstadtgirl, nach New York – und kommt an eine Dorfschule in Minnesota, an der alle Trump super finden. Was jetzt?: Und ich so: Was habt ihr gegen Obama?
auch wenn ich in meinem highschooljahr vor etlichen jahren nicht ganz so tief zwischen maisfeldern gelebt habe, decken sich die erfahrungen die paulina unfried hier aus ihrem highschooljahr aufgeschrieben hat, ganz gut mit meinen. aber abgesehen davon, hat sie das sehr beeindruckend aufgeschrieben.
longread  usa  highschool  donald_trump  barack_obama  s  w 
october 2016 by diplix
aeon.co: Your brain does not process information and it is not a computer
faszinierender, langer text von robert epstein über theorien die die funktion des gehirns erklären sollen, aber alle eigentlich nur zeigen, dass wir nicht die geringste ahnung haben, wie das ding funktioniert.
No matter how hard they try, brain scientists and cognitive psychologists will never find a copy of Beethoven’s 5th Symphony in the brain – or copies of words, pictures, grammatical rules or any other kinds of environmental stimuli. The human brain isn’t really empty, of course. But it does not contain most of the things people think it does – not even simple things such as ‘memories’.

Our shoddy thinking about the brain has deep historical roots, but the invention of computers in the 1940s got us especially confused. For more than half a century now, psychologists, linguists, neuroscientists and other experts on human behaviour have been asserting that the human brain works like a computer.


(in <a href="https://www.facebook.com/antjeschrupp/posts/10206718983397327?pnref=story">antje schrupps facebook</a> gefunden)
gehirn  neuropsychologie  s  w  longread  wissenschaft 
june 2016 by diplix
buzzfeed.com: The Unbearable Sadness Of Ben Affleck
schonungsloses, tiefschürfendes, sehr langes und ein bisschen gemeines portrait über ben affleck, von anne helen petersen. es geht in dem portrait zwar auch um ben afflecks privatleben, aber wirklich interessant ist, dass genau diese details unter dem aspekt der karriereplanung und der PR-strategie analysiert werden. ich fand das sehr erhellend und auch ein bisschen unterhaltsam für meine dunkle, voyoristische seite.
longread  ben_affleck  portraits  s  w 
april 2016 by diplix
vulture.com: The Epic Fail of Hollywood’s Hottest Algorithm
episch langer artikel über den hollywood-mogul ryan kavanaugh, sein scheitern und seine stehaufmännchen-qualitäten.
longread  hollywood  Ryan_Kavanaugh  s  w 
january 2016 by diplix
theverge.com: The Dragnet
russell brandom über daniel rigmaiden, einen betrüger, der als er erwischt wurde, jahrelang recherchierte welches überwachungsinstrument ihn zur strecke brachte:
Cell-site simulators are now at least 20 years old, a long time for any one trick to stay secret. Police had been using the devices in secret for 12 years by the time they were trained on Rigmaiden. From there, it took another eight years to drag them into the light. Even that was only possible because of the chance alignment of a stubborn defendant, a legal shortcut, and a sympathetic judge. "If we hadn’t picked up the scent on this, they could have gotten another five or 10 years out of it," Soghoian says.

This is the logic of surveillance, an arms race between police and criminals, but also between police and the legal systems meant to keep them in check. After 10 years off the grid and five years in jail, Rigmaiden is now on the side of those systems — privacy groups, lawyers, judges. It’s a strange place to find himself. How did he make the turn from dodging surveillance to actually fighting it? He’s still not sure, although it probably has something to do with getting older.


sehr lang, aber gut zu lesen und, obwohl es ziemlich genau nachzeichnet, welches ausmass die alltägliche massenüberwachung hat, ohne skandalisierung oder übermässige aufregung geschrieben. und die geschichte zeigt, dass man das US-rechtsystem durchaus zu seinen gunsten ausser atem nerven kann, entsprechende resourcen oder intellektuelle kapazitäten vorausgesetzt.
longread  Stingray  überwachung  russell_brandom  Daniel_Rigmaiden  aluhüte  s  w 
january 2016 by diplix
54stories.de: Der gewünschte Gesprächspartner ist zur Zeit nicht erreichbar
Als wir wieder zu Hause waren, habe ich fast geweint, als Mama uns eröffnet hat, dass wir dieses Jahr mal ohne Baum feiern würden. Wir seien doch alle schon erwachsen.


schöne, unbesinnliche weihnachtsgeschichte von ruth herzberg.

p.s.: <a href="http://wirres.net/article/articleview/8973/1/6/">das ist unser weihnachtsbaum</a> dieses jahr.
longread  weihnachten  x-mas  weihnachtsbaum  s  w 
december 2015 by diplix
kernelmag.dailydot.com: What I learned letting a homeless man from Whisper stay in my apartment for a month
jesse hicks ist autor (offensichtlich) und hat einen obdachlosen mann, der auf whisper um hilfe bat, bei sich zuhause aufgenommen. was er erlebte, schrieb er wunderbar selbstreflektierend und selbstkritisch auf.
To write is to exploit. To take another person into your story is often to separate them from the most important thing they have: their self-conception.
longread  obdachlosigkeit  hilfe  exploitation  s  w 
november 2015 by diplix
zeit.de: Zentrum für politische Schönheit: Das Erdbeben der Schönheit
wolfgang ullrich dekonstruiert philipp ruch zum egomanen ewiggestrigen. nicht ganz zu unrecht, glaube ich.
Eine Vorliebe hat Ruch ferner für martialische Metaphern. Immerzu detonieren Bomben, wird ausradiert und zum Einsturz gebracht. Das ist ermüdend und erschreckend zugleich, und mochte man die schneidige Sprache, die auch die Aktionen des ZPS dominiert, bisher für künstlerische Übertreibung halten, so ist spätestens jetzt klar, wie wörtlich alles gemeint ist. Philipp Ruchs Text ist kein dadaistisches Pamphlet und keine literarische Fantasie. Er ist das Manifest von einem, der mit aller Gewalt in die Geschichte eingehen will.
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november 2015 by diplix
aeon.co: Is sustainability sold at supermarkets or farmers’ m...
louise o fresco erklärt, warum obst und gemüse aus traditionelem, regionalem anbau nicht unbedingt besser ist, als aus dem industriell und energetisch optimierten treibhaus.

zumal doppel-blind-test zeigen, dass frei gewachsene tomaten keinesfalls besser (oder schlechter) schmecken als die aus dem treibhaus und auf nährflüssigkeit gewachsenen.

louise o fresco:
The counterintuitive lesson learned from the case of tomatoes is that high-tech production systems produce the highest yields with the lowest use of resources per kilo produced, and the lowest losses. You might not be interested in high yields or efficiency, but the trouble is that the low yields associated with organic farming utilise more land to reach the same volume of production, leaving less land untilled and destined for conservation. Besides, it is precisely because of these efficiencies that funding, time and space are freed up for nature conservation, leisure and arts.

auch wenn man den text mit einer prise skepsis lesen sollte, bringt er ein paar sehr überzeugende argumente für die weitere industrialisierung der nahrungsmittelproduktion, die einen nachdenklich machen (sollten).
longread  landwirtschaft  ernährung  nahrung  bio  s  w 
november 2015 by diplix
peterrichter.tv: Alien
peter richter über flüchtlinge und zuwanderer in brooklyn. und über deutschland und deutsche in amerika. und über schmelztiegel:
Brooklyn hat heute 2,6 Millionen Einwohner, deren Wurzeln zu hundert Prozent irgendwo anders liegen, und die zum Teil recht hartnäckig an ihrer Fremdheit festhalten, wie das bei Botho Strauß heißen würde. Führt das zwangsläufig zum Kampf der Kulturen, zum „Clash of Civilizations“? Wenn ja, dann läuft der hier aber im Moment genau anders herum ab, als das Samuel Huntington in seinem gleichnamigen Pamphlet vorausgesagt hat: Das angelsächsische Nordamerika mit seiner protestantischen Erfolgsethik wird hier nicht verdrängt, im Gegenteil, es hat hier in den letzten zehn, zwanzig Jahren überhaupt zu ersten Mal wirklich Fuß gefasst und frisst sich nun Straße für Straße in die Welten der angestammten katholischen, jüdischen, muslimischen Minderheiten hinein. Man nennt diesen Prozess auch Gentrifizierung. In der 16th Street, wo die Autoscheibe eingeschlagen wurde, kosten die Einfamilienhäuschen inzwischen auch schon eher 2 Millionen Dollar als nur eine.
longread  flüchtlinge  auswanderung  migration  brooklyn  nyc  new_york  new_york_city  s  w  longreads 
october 2015 by diplix
frauruth.tumblr.com: Ulla
frau ruth:
Wir waren in der gleichen Klasse am Gymnasium. So lernten wir uns kennen. Ulla hatte kurze rote Haare, trug meistens einen Ohrring in nur einem Ohr, eine Feder oder etwas Indisches. Sie hatte einen breiten Mund und blaue Augen und einen beinahe viereckigen Kopf. Ihre Augenbrauen waren große runde Halbkreise. (<a href="http://frauruth.tumblr.com/post/129371044886/ulla">weiterlesen</a>)
s  w  schule  longread 
september 2015 by diplix
buzzfeed.com: The Summer TV Heartthrob No One Saw Coming
schönes portrait vom grandiosen rami malek, der in <em>mr. robot</em> elliot alderson spielt. enthält spoiler. <a href="http://ulrikeklode.de/2015/09/10/meine-serien-linktipps-der-woche-17/">via</a>
longread  tv  fernsehen  s  w  elliot_alderson  rami_malek 
september 2015 by diplix
gizmodo.com: How Ashley Madison Hid Its Fembot Con From Users And Investigators
gizmodo, bzw. annalee newitz, <a href="http://wirres.net/article/articleview/8432/1/6/">setzt die berichterstattung</a> über das notgeile männer-verarschungs-netzwerk ashley madison fort. die kriminelle energie die bei ashley madison offenbar waltete, ist in jeder hinsicht erstaunlich.
longread  ashley_madison  s  w  annalee_newitz 
september 2015 by diplix
How the Bouncer of Berghain Chooses Who Gets into the Most Depraved Party on the Planet
Every weekend, as dawn breaks over Berlin, a line of several hundred people curls back from the hulking shell of a former East German power plant. Inside is Berghain (pronounced Berg-HINE), an…
clubbing  partying  street-photography  fashion-photography  longread 
august 2015 by diplix
The Mob's IT Department | Bloomberg Business
As Davy Van De Moere steered his Subaru along a back road at the Port of Antwerp, he was sure he was being followed. It was a warm day in August 2012, and the city’s industrial skyline…
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july 2015 by diplix
Wie aus einem Volksbefreiungsarmee-Oberst die wahrscheinlich einflussreichste Frau Chinas wurde
Jin Xing war schon Oberst und Tänzer in der Volksbefreiungsarmee, dann Chinas erste Transgender-Frau und Gründerin des Shanghai Jin Xing Dance Theatre. Doch spätestens seit sie vor…
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july 2015 by diplix
Andreas Murkudis | Das Nuf Advanced
Als ich die Nachricht bekomme, dass ich bei der GLS Blog-Kooperative dabei bin, freue ich mich sehr. Ich schreibe meistens kurze Texte und hab nur wenig Zeit. Mir gefällt die Idee, mich mal…
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july 2015 by diplix
ft.com: Instagram unfiltered
hannah kuchler über den (mit-) gründer von instagram, kevin systrom.
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june 2015 by diplix
bloomberg.com: Paul Ford: What is Code?
paul ford:
We are here because the editor of this magazine asked me, “Can you tell me what code is?”

“No,” I said. “First of all, I’m not good at the math. I’m a programmer, yes, but I’m an East Coast programmer, not one of these serious platform people from the Bay Area.”


und dann hat paul ford fats 30 tausend wörter aufgeschrieben, übers programmieren, über algorithmen, über das, was unsere zukunft entscheidend mitgestalten wird. und so wie es sich auf den ersten paar seiten liest, ist das alles brilliant, gut verständlich und nachvollziehbar geschrieben.
At this stage in the meeting, you like to look supplicants in the eye and say, <em>OK, you’ve given me a date and a budget.</em> But when will it be done? Really, truly, top-line-revenue-reporting finished? Come to confession; unburden your soul.

This time you stop yourself. You don’t want your inquiry to be met by a patronizing sigh of impatience or another explanation about ship dates, Agile cycles, and continuous delivery. Better for now to hide your ignorance. <em>When will it be done?</em> You are learning to accept that the answer for software projects is <em>never</em>.
computing  computer-science  code  paul_ford  longread  sl 
june 2015 by diplix
esquire.com: What It's Like to Be a Clown
mike sager über <em> sparky den clown</em>:
His voice takes a serious tone: "The kind of thing that makes a person a clown—that's who I am. Growing up, I never really fit in anywhere. Everyone would ask, 'Where's your mom and dad?' Having foster parents made you feel like a freak, basically. I used to have to fight every day in high school. People thought I was a wimp or a nerd. I guess you could say my whole life has been about <em>otherness</em>. That's why I'm the clown."
clowns  longread  s  w  portrait 
june 2015 by diplix
thomastrappe.wordpress.com: Handreichung zum Umgang mit dem Troll
thomas trappe wunderbar unaufgeregt über den troll der die prenzlauer-berg-nachrichten plagt:
Solchen Menschen macht nicht viel Angst, auch kein Gerichtsprozess, an dessen Ende im schlimmsten Fall eine Geldstrafe droht, die sowieso nicht eingezogen werden kann. Die Taktik, Trolle ins Leere laufen zu lassen, geht daher fehl. Trolle kommen aus der Leere, sie kennen sich da aus. Sie sind da überlegen. Es hilft nur die Konfrontation.
longread  trolle  journalismus  prenzlauerberg  pbn  prenzlauer-berg-nachrichten  s  w 
may 2015 by diplix
vulture.com: How Arielle Holmes Went From Addict to Actress
amy larocca portraitiert arielle holmes in einem sehr, sehr langem artikel auf vulture.com.
As discovery stories go, it’s not exactly Lana Turner at Schwab’s. Josh Safdie, a filmmaker in New York, was hanging around the Diamond District when he met Arielle Holmes. He’d been doing research for a film called Uncut Gems and had decided that total immersion — a sort of Method directing — would help his work. After two and a half years, he had a pretty good sense of who was who on the 47th Street scene. But then, there she was in the subway: someone new, fresh, looking like a young Anjelica Huston, swiping her MetroCard at five in the afternoon.
longread  arielle_holmes  heaven_knows_what  kino  filme  josh_safdie  s  w 
may 2015 by diplix
theatlantic.com: Host
noch nicht gelesen, das hole ich dieses wochenende aber definitiv nach: das portrait das david foster wallace 2005 profile über den radiomenschen john ziegler geschrieben hat, wurde vom <em>atlantic</em> neu formatiert. /bei <a href="http://kottke.org/15/05/some-weekend-reading-from-david-foster-wallace">kottke.org gefunden</a>.
david_foster_wallace  radio  portraits  longread  s  w 
may 2015 by diplix
nybooks.com: 1776: The Revolt Against Austerity
kleine geschichtsstunde zum thema austerität, tee party und zu den gründen der amerikanischen unabhängigkeitserklärung:
Had George III and his ministers not adopted austerity measures in the 1760s and 1770s, had they chosen to follow Pitt’s policies of economic stimulus, America’s founders might not have needed to declare their independence at all.
longread  usa  austerität  declaration_of_independence  s  w 
may 2015 by diplix
krautreporter.de: Der Herr Bürgermeister und ich
friedemann karig über den langjärigen bürgermeister seiner heimatstadt. lang und toll.
longread  Richard_Leibinger  friedemann_karig  Waldkirch  s  w 
may 2015 by diplix
vanityfair.com: Oliver Sacks, Before the Neurologist’s Cancer and New York Times Op-Ed
lawrence weschler über oliver sacks. anlässlich der in kürze veröffentlichten autobiografie von oliver sacks, veröffentlicht lawrence weschler auch ein paar notizen seiner frühen gespräche mit ihm:
He respects facts, he tells me, and he has a scientist’s passion for precision. But facts, he insists, must be embedded in stories. Stories—people’s stories—are what really have him hooked.
Sacks has no romantic love of the irrational, nor does he worship the rational. He speaks of their inter-penetration, as of a garden—delirium, bounded and tamed back just enough to allow for humane living. The irrational needs to be mastered into personality. But at the same time, those who have been visited by these irrational firestorms, and surmounted them, are somehow deeper human beings, more profound persons, for the experience.
“Part of this time I spent in California, doing my residency at U.C.L.A. I lived on Venice Beach, disguised to myself as a muscle builder at the open-air jungle gym. I was quite suicidal: I took every drug, my only principle being ‘Every dose an overdose.’ I used to race motorcycles in the Santa Monica Mountains. Apparently I created something of a ruckus at the U.C.L.A. hospital: I would take some of the patients, the M.S. victims and the paraplegics who hadn’t moved in years—they’d ask me and I’d take them out, strapped to my back, motorcycling in the mountains.
Olga, who has Parkinson’s, gets wheeled in. Oliver asks her to stand up, and she has a terrible time, struggling to rise up from her wheelchair—but then Oliver has her sit down, and he holds out two hands, a single extended finger protruding from each, and she clutches the fingers and gets up effortlessly. “See: you share your action with them,” he comments to me.


als ich sacks bücher zum ersten mal las, waren sie eine offenbarung. eine offenbarung wie man menschen betrachten und verstehen kann und was man alles über menschen verstehen kann, wenn man empathie, verständnis und zuneigung zu ihnen hat.
longread  sl  oliver  sacks  bücher  biografien 
april 2015 by diplix
mentalfloss.com: 8 Psychological Tricks of Restaurant Menus
nach ein nachtrag zu „<a href="http://wirres.net/article/articleview/7524/1/6/">wir lassen uns gerne verarschen</a>“. wie speisekarten uns manipulieren können:
The best menus account for the psychological <a href="http://www.amazon.com/The-Paradox-Choice-More-Less/dp/149151423X" >theory</a> known as the “<a href="https://hbr.org/2006/06/more-isnt-always-better">paradox of choice</a>,” which says that the more options we have, the more anxiety we feel. The golden number? Seven options per food category, tops (seven appetizers, seven entrees, etc.). “When we include over seven items, a guest will be overwhelmed and confused, and when they get confused they’ll typically default to an item they’ve had before,” says <a href="http://www.menutechnologies.net/">menu engineer Gregg Rapp</a>. No shame in sticking with what you know, but a well-designed menu might entice you to try something a bit different (and a bit more expensive).
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april 2015 by diplix
arstechnica.com: Cheaper bandwidth or bust: How Google saved YouTube
anlässlich des 10-jährigen youtube-jubiläums erinnert ron amadeo daran, dass youtube es beinahe nicht geschafft hat:
Survival for the site was a near-constant battle in the early days. The company not only fought the bandwidth monster, but it faced an army of lawyers from various media companies that all wanted to shut the video service down. But thanks to cash backing from Google, the site was able to fend off the lawyers. And by staying at the forefront of Web and server technology, YouTube managed to serve videos to the entire Internet without being bankrupted by bandwidth bills.

At that point, many didn't expect the company to survive. Early Net entrepreneur Jason Calacanis wrote “<a href="http://calacanis.com/2006/02/20/youtube-is-not-a-real-business/">YouTube is not a real business</a>” and compared it to Kazaa and Napster. Dot-com billionaire Mark Cuban expected the site would be “sued into oblivion” and said that “only a moron would buy YouTube.”
longread  6vor9  s  w  youtube  ron_amadeo 
april 2015 by diplix
zeitmagazin.de: Hausschlachtung: Wir schlachten ein Schwein
schon der zweite <a href="http://wirres.net/article/articleview/7594/1/6/#link-12545">schlachtlink</a> innerhalb einer woche. diese home-slaughter-story von manfred klimek und janine stengel ist ohne pathos aber sehr plastisch geschrieben. gut zu lesen, auch wenn es vor allem ums töten und fressen geht.
Auf dem Bauernhof ist es nur in Kinderbüchern schön. Auf dem Bauernhof treiben es Hühner und Enten zwischen Traktoren und gestapelten Reifen, auf dem Bauernhof schlingt die Katze eine Maus hinunter und starrt dabei unverwandt in dein Gesicht, auf dem Bauernhof frisst die Schweinemutter eines ihrer Ferkel auf, das sie irrtümlich erdrückte. […] Auf dem Bauernhof ist nichts lustig; Bauernhof und Bauer sind mit unserer von sichtbarem Leid und Tod weitgehend befreiten Welt inkompatibel. Auf dem Bauernhof wird öffentlich gestorben. Und es riecht streng.


/<a href="https://twitter.com/ingosleben/status/590489367933759488">via</a>
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april 2015 by diplix
robinsurbanlifestories.wordpress.com: Eure Awareness kotzt mich an!
robin urban über depressionen. bei <a href="https://www.facebook.com/niggemeier/posts/10153210136056800?pnref=story">stefan niggemeier</a> gefunden, der genau richtig auf den text neugierig macht:
Was soll ich sagen? Lesen!

robin urban hat noch einen differnzierenden, bzw. weiter erklärenden text hinterhergeschoben: „<a href="https://robinsurbanlifestories.wordpress.com/2015/04/10/awareness-und-jetzt/">Awareness. Und jetzt?</a>“
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april 2015 by diplix
tagesspiegel.de: Aufwachsen am Kotti: Die Kids aus unserem Hinterhof
nik afanasjew über drei kreuzberger jugendliche mit migrationshintergrund. sehr lang (<a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/aufwachsen-am-kotti-die-kids-aus-unserem-hinterhof/v_print/11567924.html?p=">druckversion auf einer seite</a>), sehr nah und persönlich und absolut unprätentiös geschrieben.
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april 2015 by diplix
aeon.co: Can life exist on a planet without a star?
sean raymond beantwortet seine selbst gestellte frage, ob leben auf planeten ohne sonne existieren kann, sehr gut lesbar, verständlich und analogie-reich.
The Sun gets a lot of good press. Nearly everyone likes sunny days and rainbows. Solar panels are virtuous. Sunlight drives photosynthesis, which produces the oxygen we breathe. Our bodies make such mood-improving substances as vitamin D from sun exposure. Sun worship and solar deities appear throughout recorded history. We love our Sun.

But, does the Sun live up to the hype?
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april 2015 by diplix
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