diplix + journalismus   276

uebermedien.de: Der Kampf gegen die AfD
sehr, sehr guter, sehr, sehr differenzierter text von stefan niggemeier zur journalistischen auseinandersetzung mit der afd.
Die öffentliche Debatte scheint aber im Moment nach dem Muster zu laufen, dass die AfD als Partei bekämpft werden muss – und nicht politische Forderungen, die – zum Beispiel – islamophob, homophob oder xenophob sind, egal wer sie äußert. Und auch diese Forderungen und Ansichten lassen sich nicht bloß dadurch bekämpfen, dass man sie für unzulässig erklärt, sondern indem man sich mit ihnen auseinandersetzt.
journalismus  stefan_niggemeier  afd  politik  medienkritik  s  w 
may 2016 by diplix
brandeins.de: Blendle: Prinzip Hoffnung
meldngen über den tod von blendle scheinen mir verfrüht, auch wenn dieser artikel die erwartungen krädtig erdet. zumal die basis des erfolgs von brandeins auch jahrelang das prinzip hoffnung war.
*  blendle  journalismus  verlage 
april 2016 by diplix
techdirt.com: After Leading The Attack On Investigative Journalism, President Obama Whines About A Lack Of Investigative Journalism
die überschrift sagt es schon, barack obama beklagt sich über fehlenden investigativen journalismus, ohne zu bemerken, dass seine regierung nicht ganzunbeteiligt daran ist, dass es der investigative journalismus besonders schwer hat. die gnadenlose verfolgung von whistleblowern, das unter druck setzen von journalisten (fragen sie mal laura poitras oder david miranda, welchen spass es macht investigativ unterwegs zu sein) und die radikale intransparenz der regierung, lassen obamas klage, nun ja, ansatzweise scheinheilig erscheinen. und gerade diese scheinheiligkeit, die lücke zwischen anspruch und wirklichkeit, könnte einer der gründe sein, dass die obama-regierung so besonders verschwiegen ist:
Way back in 2011, I saw Daniel Ellsberg speak, and he speculated that a key reason why President Obama was so incredibly hostile to a free and open press was because he was embarrassed by his own actions that they were investigating. Ellsberg pointed out that the previous president, George W. Bush was known for widely abusing the power of his position, but he seemed proud of doing so. President Obama, on the other hand, got elected with promises of moving away from such abuses and restoring civil liberties. But that didn't happen. Things went in the other direction under his watch and his command. So you could understand why the President remains less than keen about leaks and the media digging into things like mass surveillance of Americans, or secret drone bombing campaigns.

dazu passt auch, was netzpolitik aufgeschrieben hat:
s  w  barack_obama  journalismus  scheinheiligkeit 
march 2016 by diplix
bildblog.de: Schnell, schneller, „Focus Online“
mats schönauer:
Ja, „Focus Online“ ist schnell. Schneller als die meisten anderen. Aber wenn der Pizza-Lieferdienst nur zwei Minuten braucht und statt einer warmen Pizza eine kalte Ratte bringt, sollte man sich vielleicht mal fragen, ob Schnelligkeit wirklich alles ist.
s  w  focus  schnelligkeit  journalismus 
march 2016 by diplix
uebermedien.de: Wie sich Dutzende Journalisten mit einer Sache gemein machten
ich habe den hanns joachim friedrichs spruch: „Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache.“ auch nie verstanden.
s  w  hanns_joachim_friedrichs  journalismus 
february 2016 by diplix
peterbreuer.me: Lehrstück
peter breuer über das <a href="https://www.facebook.com/karlo.tobler/posts/10207261625211455">facebook-stück über clausnitz</a> von „karlo tobler“, mit seitenhieben auf grosse redaktionen und die krautreporter. alles sehr zu recht und, so wie das facebook-stück von „karlo tobler“, mittlerweile wahrscheinlich von jeden gelesen.
s  w  karlo_tobler  peter_breuer  journalismus 
february 2016 by diplix
facebook.com: Armin Wolf - WAS IST DIE „GANZE WAHRHEIT“?
Aber die Forderung „Medien dürfen keine Informationen weglassen“ ist absurd. Medien dürfen nicht nur – sie sollen ganz viel weglassen: Das Unwichtige, das Unwahre und das Unsinnige.

grundsätzlicher, etwas länger gewordener text des ORF-moderators armin wolf über journalismus und dass die „ganze wahrheit“ immer selektiv ist, wie unsere wahrnehmung.

(in stefan niggemeiers facebook gefunden)
s  w  journalismus  wahrheit 
january 2016 by diplix
indiskretionehrensache.de: Was Mediendeutschland braucht, ist Perspective Daily
beim vorstellungsvideo von perspective daily (eingebettet in diesen artikel von thomas knüwer), hab ich auch einmal lachen müssen.
s  w  Perspective_Daily  journalismus  crowdfunding  nora_tschirner  Klaas_Heufer-Umlauf 
january 2016 by diplix
bildblog.de: In eigener Sache: „6 vor 9“-Macher gesucht
das bildblog sucht einen neuen <a href="http://blog.ronniegrob.com">ronnie grob</a>. in den letzten monaten steckten hinter <em>6 vor 9</em> wechselnde mitglieder der redaktion, ich meine relativ oft <a href="https://twitter.com/simonhurtz">simon hurz</a> rausgelesen zu haben, kann mich aber auch irren. ich kann den job empfehlen, macht spass, kaum arbeit und ist gut bezahlt, wenn man spagetti bolognese mag und für seine wohnung weniger als 200 euro miete im monat zahlt. also ideal für jemanden aus lichtenberg. (<a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/gute-geschichten-entdecken-die-wirklich-wertvoll-sind-interview-mit-michael-jarjour-von-blendle/">via</a>)
s  w  6vor9  journalismus  kuratieren 
january 2016 by diplix
medium.com/@fieldproducer: The Great Journalism Innovation Problem
neal mann plädiert dafür innovation im journlaismus richtig anzugehen, so wie technologieunternehmen:
This new interconnected world isn’t coming about as a one off ‘eureka!’ moment of inspiration and innovation, it’s being delivered to us through a steady stream of product launches and software updates. We’re being taken on this journey and it has been planned for a long time.

The question the journalism industry has to ask itself is what journey are we taking the consumer on?

guter text. (<a href="https://www.facebook.com/wolfgang.blau/posts/10153811915115960">via</a>)
journalismus  tesla  technologie  innovation  w  s 
december 2015 by diplix
blog-cj.de: Die Digital-Trends 2016
stimmt, meiner meinung, nicht alles was christian jakubetz hier aufschreibt, aber es ist allerhand <strike>wahres</strike> vernünftiges dran. punkt möchte ich ergänzen:
4. Alte Medien sterben nicht, wandern aber in die Nische


auch neue medien wandern mehr und mehr in die nische. alles wandert in nischen, bis auf die wenigen angebote die ihr niveau so weit nach unten schrauben, dass sie ein massenpublikum erreichen oder angeln können. die grossen plattformen befinden sich selbst natürlich nicht in nischen, bedienen in ihrem inneren aber (fast ausschliesslich) nischen. ich glaube ich kann, ohne mich zu weit aus dem fenster zu lehnen, sagen: alles, bis auf wenige ausnahmen, wird nische.
s  w  trends  medien  journalismus 
december 2015 by diplix
facebook.com: David Schraven - Liebe Freunde. Ihr müsst jetzt tapfer sein. Und...
david schraven auf facebook:
Liebe Freunde.
Ihr müsst jetzt tapfer sein. Und hart. Es geht um Hardy Prothmann. Einige kennen ihn. Das ist der, der (angeblich neuen) Lokaljournalismus macht und sich über die (angeblich mangelnde) Qualität anderer Zeitungen das Maul zerreißt. Und nebenbei Pressemeldungen der lokalen Gemeinde auf seinem Blog raushaut. Der Hardy Prothmann.
Da gab es vor einiger Zeit eine Morddrohung. Und dann eine überraschende Wendung, die mich jetzt noch hintenüber wirft.
Lest selbst. Lest bitte erst die Morddrohung bis zum Ende. Auch wenn es wehtut. Und dann erst den zweiten Teil. Die irre Wendung. Die Auflösung. Kann man sich nicht ausdenken. Das ist geprothmannt.
Die Morddrohung:
<a href="http://www.rheinneckarblog.de/03/sie-sterben-womoeglich/78902.html">rheinneckarblog.de/03/sie-sterben-womoeglich/78902.html</a>
Die Auflösung:
<a href="http://www.rheinneckarblog.de/02/polizei-ermittelt-erfolgreich-in-sachen-morddrohung/82230.html">a href="rheinneckarblog.de/02/polizei-ermittelt-erfolgreich-in-sachen-morddrohung/82230.html"></a></a>
s  w  journalismus  david_schraven  Hardy_Prothmann  lokaljournalismus  schönschrift 
december 2015 by diplix
tagesspiegel.de: Rekonstruktion eines Doppellebens — Wie der Tod die Lüge schützt
nach einem klick auf diesen link kann man zwei sachen tun: den werbeoverkill auf tagesspiegel.de betrachten oder diesen ziemlich erschütternden artikel darüber lesen, welche energien die erlangung von aufmerksamkeit in menschen freizusetzen vermag.
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december 2015 by diplix
bildblog.de: 800 Euro für jeden: Medien führen Grundeinkommen in Finnland ein
ganz hervorragende überschrift. da drin steht bereits alles und man muss den artikel gar nicht erst lesen und sich unnötig über recherchefreie medien aufregen.
s  w  medien  journalismus 
december 2015 by diplix
motherboard.vice.com: Gizmodo and Wired Apparently Taken by Bitcoin Creator Hoax
die suche nach satoshi nakamoto ist ein bisschen wie die suche nach den hitlertagebüchern: völliger quatsch und jedes mal wenn eine publikation behauptet: „wir haben den echten!“ peinlich bis zum umfallen. <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Satoshi_Nakamoto#Theories">hier sind die bisherigen versuche dokumentiert</a>.
encryption  bitcoin  hoax  hitler_tagebücher  s  w  journalismus 
december 2015 by diplix
theawl.com: Access Denied
sehr langes lesestück von john herrman, über den bedeutungsverlust der medien.

Vox’s David Roberts, in a story that cites a <a href="http://pressthink.org/2015/11/i-will-try-to-explain-why-the-trump-candidacy-has-been-so-confounding-to-our-political-press/">perceptive post</a> by Jay Rosen, suggests “the real reason the media is rising up against Donald Trump” is that he challenges their role as gatekeepers.
Their trepidation has less to do with the fact of Trump lying than with the way he lies. They don’t mind being properly lied to; it’s all part of the game. What they cannot countenance is being rendered irrelevant. Trump is not kissing the ring. He barely bothers to spin the media. He does not need them, or give two shits what centrist pundits think. Their disapproval only strengthens him. Media gatekeepers are in danger of being exposed as impotent bystanders.
[…]
“The conceptual space for neutrality has all but disappeared,” he concludes. “Media outlets are being forced to take sides, and facing the grim possibility that even if they do, they have no power to affect the outcome.”

But this stops just short of the truth, I think. This “conceptual space for neutrality” follows from the idea that publications and reporters have a responsibility not just to discover and contextualize new information but to distribute it in a transparent or somehow balanced way. People demanded fairness from their local paper because it may have been their only local paper; people were sensitive to bias in network news because it was one of a few options providing a relatively scarce type of information. Their audiences afforded them powers: to talk to the powerful, to dedicate resources to investigations, to collect and summarize the news. These powers created a sense of obligation which, of course, they were free to fail to meet.

On an internet of platforms, this “conceptual space” hasn’t disappeared, it’s just moved. It now belongs to Facebook and Twitter and Instagram. They, not the publications that post to them, are the primary filters through which people on the internet find and consume news and entertainment. It was from this conceptual space that publications and channels decided what was newsworthy, interesting or fair; it is in this shifted conceptual space that the mechanisms of platforms—following, sharing, liking, commenting—are deployed toward the same end. A reader opened the paper, where editors had selected stories; a viewer switched to a channel, where producers had assembled shows in a particular order; a user opens an app, where the user’s habits and preferences have been gradually fed into a system that ranks platform-wide habits and preferences of others, some of whom she has indicated are especially important to her.

wer bis zum ende durchhält, kann eine „happy conclusion“ lesen, bzw. einen optimistischen ausblick auf den journalismus ohne direkten zugang.
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december 2015 by diplix
jensrehlaender.com: SPIEGEL blamiert sich mit Social Media-Schelte für @RegSprecher
jens rehländer findet einen text im gedruckten spiegel peinlich, der sich darüber beklagt, dass der regierungssprecher regierungsbotschaften öffentlich macht. der text (kann man <a href="https://blendle.com/i/der-spiegel/revolutionare-gruse-/bnl-derspiegel-20151113-99863_revolution_re_gr_e">auf blendle für 75 cent lesen</a>) ist in der tat bemerkenswert inkonsistent. einerseits beklagt er sich darüber, dass das presseamt „keine klare Linie im Umgang mit Facebook-Trollen“ habe, andererseits dass „die Regierung“ auf facebook nicht nur „informiere“, sondern auch „moderiere, kommentiere“ und sich „anbiedere“. eine klare forderung wie es dem spiegel recht gemacht werden könne fehlt ausser dem vagen hinweis, dass man künftig bitte als journalist auch ohne rüffel essensfotos aus dem regierungsflieger twittern wolle.
s  w  journalismus  regierungssprecher  regsprecher 
november 2015 by diplix
bildblog.de: Kein Sprengstoff-Rettungswagen und andere Dochnichtnews aus Hannover
mats schönauer:
Aber „Bild“ hat Recht: Die ZDF-Leute haben sich Zeit gelassen. Bestimmt noch mal tief durchgeatmet, vielleicht sogar recherchiert. Was für Luschen.
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november 2015 by diplix
stefan-niggemeier.de: Stoff für Fremdenfeinde: die erfolgreiche Social-Media-Strategie von „Focus Online“
mitarbeiter von focus-online sollte man mit der gleichen verachtung wie mitarbeiter der bild-zeitung strafen. stefan niggemeier zeigt warum.
s  w  journalismus  vorurteile  focus  focus_online  flüchtlinge  pegida 
november 2015 by diplix
casajurnalistului.ro: Journalist's House - Casa Jurnalistului
ein paar auf englisch übersetzte texte von casa jurnalistului. ich habe mich eben entschieden, meine <a href="http://wirres.net/article/index/journalismusspende/">monatliche journalismusspende</a> an casa jurnalistului zu geben. (da ich auf blendle „freerider“ bin, alle meine print-abos gekündigt habe, bücher oft als rezensionsexemplare bekomme und das paywall-modell der krautreporter nicht unterstützen will, habe ich mich entschieden, 20 bis 30 an verschiedene journalistische projekte zu spenden (<a href="http://wirres.net/article/articleview/8590/1/6/">mehr dazu hier</a>) — oder einzelne zeitschriften oder zeitungen zu kaufen.)
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november 2015 by diplix
12app.ch: «Zeitungen sind zäh. Sie sterben langsam»
emily bell:
<strong>Die richtige Bildung beginnt mit der Lektüre der «New York Times» …</strong>
Aber noch mehr als das: Ohne richtige Bildung verstehen Sie die «New York Times» nicht. Das ist die Art von Verbindung mit den Menschen, die einen Medientitel für die Zukunft rüstet.
Aber soll ich Ihnen sagen, welches das grösste Risiko ist, das Journalisten heute eingehen können?
<strike>Welches?</strike>
So weiterzumachen wie bisher.
journalismus  zukunft  emily_bell  zeitungen  interviews  s  w 
november 2015 by diplix
evangelisch.de: Begeisterung, Haltung, Conduct!
gestern eine besonders gute ausgabe, des ohnehin guten altpapiers auf evangelisch.de,
<a href="https://twitter.com/chrbartels/status/659679770200973312">vom autoren selbst empfohlen</a>,
medien  netzpolitik  netzneutralität  journalismus  s  w 
october 2015 by diplix
meedia.de: „Konnten die Redaktion ausbauen“: Tagesspiegel reagiert mit eigener Kleinanzeige auf Freischreiber
der tagesspiegel meint bedauert nicht genügend anzeigen zu bekommen und behauptet einen satz weiter, dass anzeigen im tagesspiegel „stark beachtet“ würden. das ist meiner meinung nach eine schlimme fehleinschätzung, zumindest das beispiel, auf das sich der tagesspiegel hier bezieht: <a href="http://www.taz.de/!5242179/">eine guerilla-aktion der freischreiber</a>, die ihre wirkung nur deshalb entfaltete, weil die anzeigen von freischreiberin silke burmester zu twitter rübergezogen wurden (<a href="https://twitter.com/Medienfront/status/658645378577887236">eins</a>, <a href="https://twitter.com/Medienfront/status/658680958124752896">zwei</a>).
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october 2015 by diplix
perlentaucher.de: Efeu - Die Kulturrundschau - 29.10.2015
gestern beim lesen der perlentaucher kulturrundschau fragte ich mich, warum blendle den perlentauchern noch keine kooperation angeboten hat. viele texte die in den perlentauchern erwähnung finden sind nicht verlinkt, weil es sie lediglich auf papier — oder eben bei blendle gibt. blendle könnte von den perlentauchern als traffic- und aufmerksamkeitlieferant profitieren — und die leser ebenso.

abgesehen davon habe ich in den perlentauchern eine <em>spectre</em>-kritik gefunden, die den (wahrscheinlich) letzten craig-bond „<a href="https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/das-drohnjuwel">in Grund und Boden stampft</a>“. fand ich gar nicht, ich lese aus dem text von andreas busche eher das hier raus: „ich hab mich köstlich amüsiert, aber in den freitag kann ich das so nicht schreiben.“
s  w  journalismus  perlentaucher  james_bond  daniel_craig  andreas_busche  blendle 
october 2015 by diplix
blaetter.de: Der digitale Kiosk und die geblendeten Verlage
daniel leisegang warnt die verlage vor eventuellen erfolgen bei der kooperation mit plattformen:
Die Zusammenarbeit der Verlage mit all diesen digitalen Plattformen klingt nach einer klaren Win-win-win-Situation: Um die Artikel zu lesen, müssen die Kunden die Komfortzone des jeweiligen sozialen Netzwerks nicht mehr verlassen, damit entfallen auch lästige Ladezeiten. Die Verlage hingegen erhalten eine größere Reichweite für ihre Inhalte, zusätzliche Einnahmen sowie Angaben über das Nutzungsverhalten ihrer Leser. Im Gegenzug erhöht sich deren Verweildauer auf den Plattformen und damit die Kundenbindung.

Schaut man jedoch genauer hin, entpuppen sich die Kooperationen für die Verlage als existentielle Bedrohung. Diese verlieren dabei umso mehr an Einfluss, je erfolgreicher die digitalen Angebote wirtschaftlich sind.


daniel leisegang meint, die verlage würden sich auf plattformen zu „reinen Inhaltelieferanten“ machen und redaktionelle hoheit abgeben, weil sie das umfeld in denen ihre artikel angezeigt werden, nicht mehr massgeblich bestimmen könnten. damit macht er aber das unbundling von zeitungen und zeitschriften zur eigentlichen existenziellen bedrohung für verlage. abgesehen davon dass ich mich dieser these nicht ohne weiteres anschliessen würde, muss man sich aber fragen, was die alternative wäre. die beibehaltung der bündelung von journalistischen inhalten, lokalnachrichten und agenturmaterial zu einem gesamtpaket? meinem gefühl nach führt so eine haltung noch schneller in eine existenzielle bedrohung als alle anderen alternativen. mir fällt es jedenfalls schwer zu glauben, dass die verleger noch lange ihre leser darum bitten können, doch bitte auch alles, was sie nicht interessiert oder was sie schon anderswo gelesen haben zu kaufen um die verlage und deren macht zu sichern.

ich finde den springer-verlag ja grundsätzlich <strike>scheisse</strike> unerqueicklich. aber im gegenteil zu daniel leisegang hat man dort verstanden, dass es nicht (nur) darum gehen kann die alten strukturen zu bewahren, sondern darum erlösmodelle und unabhängigkeit in der digitalen, fragmentierten und entbündelten welt zu finden.
s  w  entbündelung  unbundling  verlage  journalismus  daniel_leisegang 
october 2015 by diplix
stefan-niggemeier.de: Die „Huffington Post“ ist zu blöd, um Ausländerfeinden Blödheit vorwerfen zu können
stefan niggemeier begibt sich auf ein minenfeld um der huffington-post zu helfen, das minenfeld zu verlassen, aber die bleibt lieber dort.
s  w  huffington-post  journalismus 
september 2015 by diplix
netzpiloten.de: Journalismus ist nicht schön. Schade, Blendle.
tobias schwarz sieht schwarz:
Journalismus ist sein Geld nicht mehr wert.


warum?
[L]angfristig hat der deutschsprachige Journalismus nicht die gleiche Qualität wie ein Essay oder eine Kurzgeschichte, für die ich, im Gegensatz zu Informationen, offensichtlich immer noch sehr viel Geld ausgeben würde.


der artikel ist so ungefähr das bekloppteste was ich seit langem über journalismus gelesen habe — und zudem, leider, auch total redundant argumentiert. zumal tobias schwarz, der redaktionsleiter der netzpiloten.de ist, das alles auch in einem tweet hätte sagen können:
ich bin arbeite als informationsvermittler und mein job langweilt mich zu tode. nichts von dem was ich mache ist sein geld wert.
s  w  journalismus  tobias_schwarz 
september 2015 by diplix
turi2.de: Meinung: Stefan Niggemeier über die Vor- und Nachteile von Blendle.
<a href="https://blendle.com/i/frankfurter-allgemeine-sonntagszeitung/straight-outta-kontext/bnl-fas-20150913-6573533">auf blendle</a> kann man den artikel selbstverständlich kostenpflichtig lesen — oder eben <a href="http://www.faz.net/e-paper/#FAS/2015-09-13/47/6573533">bei der faz direkt</a>. und weil blendle seit heute für alle offen ist, gleich noch ein blendle-link.
s  w  stefan_niggemeier  blendle  journalismus 
september 2015 by diplix
stefan-niggemeier.de: Gefunden: Die Frau, die schuld ist, dass die Euro-Krise nicht gelöst wird
die welt hat den grund für die griechenlandkrise gefunden: eine frau, weil frauen ja naturgemäß schon zur irrationalität neigen.
sl  griechenland  die_welt  journalismus  stefan_niggemeier 
june 2015 by diplix
stefan-niggemeier.de: Falsche Wolken über der Ukraine? Die Photoshop-Arbeiten des Kreml und die Fehler der Bellingcat-Analyse
differenzierung und skepsis werden offenbar nicht an journalistenschulen gelehrt, sondern nur an medienkritikerschulen. jedenfalls wunderbar nachdifferenziert von stefan niggemeier.
journalismus  russland  photoshop  differenzieren  skepsis  s  w 
june 2015 by diplix
prenzlauerberg-nachrichten.de/kampagne/
545 mitglieder, noch drei tage geben sich die prenzlauer-berg-nachrichten um 750 unterstützer zu finden, die 5 euro im monat zu zahlen bereit sind. ich habe mich dagegen entschieden 5 euro im monat für die <em><a href="https://twitter.com/prenzlette">prenzlette</a></em> zu zahen, einerseits wohn ich im wedding, andererseits sind mir 5 euro zu viel für eine website, die meinen (technischen) lesegewohnheiten nicht entgegenkommt (<popuplink http://wirres.net/article/articleview/7683/1/6/ stichwort RSS>) und sich nicht in mein medienmenü integrieren lässt. ich rufe aber gerne zur unterstützung auf.
s  w  journalismus  prenzlauerberg  prenzlauer-berg-nachrichten  pbn 
may 2015 by diplix
juliane-wiedemeier.de: Inside PBN
juliane wiedemeier über die prenzlauer-berg-nachrichten. und journalismus. und so.
Ein gutes Layout weckt große Erwartungen. Das der PBN hat eben nicht der Kollege mit Paint gebastelt, sondern er hat dafür eine Agentur beauftragt. Das sieht man. Die müssen Kohle haben. Das ist die Kausalkette, die uns nun Probleme bereitet. Dabei war die Zeitung schon immer ein Low-Budget-Unternehmen, das ohne viel Idealismus nicht funktionierte. Seit viereinhalb Jahren betreiben wir die Redaktion mit einer Stelle, die wir uns mal zu zweit, mal zu dritt teilen. Zeitweise habe ich den Betrieb auch ganz alleine gestemmt: Recherche, Schreiben, Fotos, Facebook, Twitter, Kommentare, Mails, Telefon. Mit einer 40-Stunden-Woche kommt man da nicht zurecht, wenn regelmäßig Artikel erscheinen sollen. Natürlich habe ich dafür Geld bekommen (das war der Deal mit dem Eingangs erwähnten Irren, denn ich habe leider weder geerbt noch einen überreichen Adligen geehelicht), aber sagen wir mal so: Als ich unlängst las, was Gebäudereiniger verdienen, habe ich kurz geweint. Das alles sieht man der Zeitung aber nicht an.
s  w  prenzlette  prenzlauerberg  journalismus  prenzlauer-berg-nachrichten 
may 2015 by diplix
thomastrappe.wordpress.com: Handreichung zum Umgang mit dem Troll
thomas trappe wunderbar unaufgeregt über den troll der die prenzlauer-berg-nachrichten plagt:
Solchen Menschen macht nicht viel Angst, auch kein Gerichtsprozess, an dessen Ende im schlimmsten Fall eine Geldstrafe droht, die sowieso nicht eingezogen werden kann. Die Taktik, Trolle ins Leere laufen zu lassen, geht daher fehl. Trolle kommen aus der Leere, sie kennen sich da aus. Sie sind da überlegen. Es hilft nur die Konfrontation.
longread  trolle  journalismus  prenzlauerberg  pbn  prenzlauer-berg-nachrichten  s  w 
may 2015 by diplix
stefan-niggemeier.de: Der Böse ist immer der griechische Finanzminister
einige journalisten vertreten ja die these, dass die krise des journalismus damit zusammenhängt, dass journalisten den journalismus schlechtreden. aber ich glaube nicht, dass kritischer medienjournalismus wie ihn stefan niggemeier betreibt, oder berechtigte selbstzweifel die viele journalisten öffentlich äussern irgendwas mit der krise des jouranlismus zu tun hat. das problem mit hundescheisse auf berliner bürgersteigen lässt sich nämlich (zum beispiel) auch nicht durch eine positive haltung lösen. „hmm, riecht gut“ funktioniert möglicherweise als stimmungsaufheller, aber spätestens wenn man reintritt erkennt man: das problem ist nicht die haltung, sondern die hundehalter denen die folgen und die belästigung von liegengelassener hundescheisse egal sind. und wenn sie gerade dabei sind stefan niggemeier zu lesen, lesen sie hier gleich weiter: <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/21153/waterboarding-fuer-den-gemeingefaehrlichen-irren-deutsche-journalisten-ueber-claus-weselsky/">Waterboarding für den gemeingefährlichen Irren! Deutsche Journalisten über Claus Weselsky</a>
s  w  journalismus  stefan_niggemeier  hundescheisse  haltung  krise 
may 2015 by diplix
theawl.com: Notes on the Surrender at Menlo Park
john herrman sehr schön differenziert über die facebook instant articles und die implikationen für verlage und journalisten. /<a href="http://tinyletter.com/martingiesler/letters/are-you-fucking-kidding-me">via martin giesler</a>
facebook  instant_articles  journalismus 
may 2015 by diplix
tinyletter.com: Are you fucking kidding me?
martin giesler über instant articles:
Journalisten können (endlich) nicht mehr am Interesse der Menschen vorbei arbeiten.

Wir werden Ressourcen umlagern müssen. Weg von Bereichen, deren Aufwand hoch und Ertrag gering ist, hin zu Bereichen, in denen die Reichweite klar gegeben ist. Wir kommen einfach keinen Meter voran, wenn wir romantisch den alten Zeiten hinterhertrauern.


ich habe am wochenende auch zwei stücke (<a href="http://wirres.net/article/articleview/7662/1/6/">eins</a>, <a href="http://wirres.net/article/articleview/7669/1/6/">zwei</a>) zu den instant articles von facebook geschrieben. /<a href="http://www.turi2.de/aktuell/zitat-martin-giesler-ueber-instant-articles/">via</a>
s  w  instant_articles  facebook  journalismus 
may 2015 by diplix
krautreporter.de: Medienmenü von Frank Elstner
ich frage mich ja manchmal ob man nicht in dem moment journalist wird, in dem man anfängt mehr als eine oder zwei zeitungen pro tag zu lesen. vielleicht sollte nicht der <em>output</em>, sondern der <em>input</em> für diese berufsbezeichnung definierend sein?
frank_elstner  medienmenü  krautreporter  journalismus  input  output  s  w 
may 2015 by diplix
konradlischka.info: Gute Nachrichten sind kein Strom
konrad lischka hat alain de booton im urlaub gelesen und glaubt darin neue ideen für einen <s>besseren</s> anderen journalismus entdeckt zu haben. ich persönlich glaube ja … — ach egal. das würde jetzt zu lang werden.
s  w  journalismus 
april 2015 by diplix
taz.de: Die neue Unübersichtlichkeit
rené martens über teilweise unübersichtliche und intransparente kooperation von öffentlich-rechtlichen medien und privaten verlagen:
Beim Thema IS arbeitete das Politmagazin [<em>Report</em>] aus München bisher nicht nur mit der <em>Zeit</em> zusammen, sondern mehrmals mit der <em>FAZ</em>, die gern gegen den <em>NDR</em>/<em>WDR</em>/<em>SZ</em>-Verbund wettert. <em>FAZ</em> und <em>Report</em> waren Anfang 2014 die Ersten, die über Islamisten berichteten, die aus Deutschland in den Krieg nach Syrien zogen. Der IS-Terror scheint zu Kooperationen zu motivieren.
6vor9  journalismus  öffentlich_rechtlicher_rundfunk  verlage  kooperationen  s  w 
april 2015 by diplix
getidan.de: Journalismus als Katastrophe
georg seeßlen beobachtet eine boulevardisierung der ehemaligen seriösen „bürgerlichen presse“:
Die Nachricht wird an drei emotionale Zentren gebunden. Das Private (die Geschichte eines tragischen Menschen vielleicht, die Vorführung der Opfer und ihrer Angehörigen), das Allgemeine (was machen „wir“ jetzt mit unserer Flugangst?, die Rückkopplung zu anderen Katastrophen im kollektiven Gedächtnis, „unsere“ Sicherheit) und schließlich, besonders perfid, das Nationale. Das furchtbare Unglück der Germanwings „rührt am Selbstverständnis des Konzerns – und der Nation“. So die Zeit. Das Eindringen in die Privatsphären möglichst vieler Menschen und das Aufblähen zum „Selbstverständnis einer Nation“ sind offensichtlich die beiden emotionalen Pole, zwischen denen nahezu alles möglich ist, was aus dem Wörterbuch des unmenschlichen Journalismus denkbar ist.
Dabei werden die Tricks der Nachrichtenerzeugung aus mehr oder weniger nichts immer selbstzerstörerischer. Nur ein Beispiel: Die Boulevard-Zeitung mutmaßt etwas. Das Internet-Portal eines „seriösen“ Nachrichtenmagazins zitiert diese Mutmaßung. In der dritten Runde werden aus der Mutmaßung und deren Zitierung, „Informationen“, die diesen beiden Medien zugeschrieben werden, in der vierten Runde ist daraus schon eine „Erkenntnis“ geworden. So wie der Mensch, der von den Medien befragt wird, nur das widergeben kann, was er aus den Medien weiß, und das, was er nach seiner Erfahrung glaubt, dass die Medien von ihm erwarten, reichen die Medien unter dem Motto („nach Informationen von“, wie … erfahren haben will, in einem Gespräch mit… sagte“) beständig Nachrichten-Joker im Kreis herum.

/<a href="http://matthias-mader.de/medien/ins-netz-gegangen-23-4-2/">via</a>
6vor9  s  w  journalismus  georg_seßlen  boulevard  bürgerliche_presse 
april 2015 by diplix
www.sueddeutsche.de: Was läuft bei Gasverträgen, Medikamentenzulassungen, genmodifizierten Lebensmitteln? Politico will EU-Politik transparent machen.
faszinierendes konzept, mit dem <em>politico</em> in europa antreten möchte. leider springer.
<em>Politico</em> wagt das größte Experiment in der europäischen Medienszene seit Gründung der Gemeinschaft. Bisher sind die Medien national ausgerichtet: Deutsche Reporter berichten für deutsche Leser aus Brüssel. Genauso machen es Franzosen, Spanier, Italiener. Die US-Amerikaner von <em>Politico</em> wollen den europäischen Markt mit dem gegenteiligen Konzept erobern. „Wir machen Nachrichten für alle, die großes Interesse an Entscheidungen haben, die in der EU fallen und dabei nicht die nationale Perspektive lesen wollen“, sagt Florian Eder, Mitglied der <em>Politico</em>-Chefredaktion, früher EU-Korrespondent der <em>Welt</em>. Brüssel soll als europäische Hauptstadt im Zentrum der politischen Nachrichten stehen so wie Washington als US-Hauptstadt.
journalismus  europa  politico  politik  s  w 
april 2015 by diplix
gutjahr.biz: Medienwandel: Sterben um zu leben?
gefällt mir, die deprimierte rede von von richard gutjahr auf den journalismustagen in wien. ich frage mich aber, warum er sich nicht als <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Smith_(Musiker)">robert smith</a> verkleidet hat.
Machen wir uns nichts vor. Allzu gut ist es um den Journalismus nicht bestellt. Und wir haben selbst dazu beigetragen. Wir haben uns nicht im gleichen Maße weiterentwickelt, wie unser Publikum das getan hat. Wir googeln und nennen das Recherche. Die harte Wahrheit: Googlen können unsere Leser auch! Ich gehe sogar soweit zu behaupten: Viele unserer Leser, Hörer und Zuschauer googlen sogar besser als wir das oft tun – stoßen im Netz auf Quellen und Originaldokumente, die uns in der Eile entgangen waren, halten uns unsere eigene Unzulänglichkeit vor Augen.
sl  robert_smith  richard_gutjahr  journalismus 
april 2015 by diplix
blogmedien.de: Ganz schön beKLOPPt
horts müller:
Wie unangemessen und aufgebauscht die Berichterstattung über den Trainer-Rücktritt war, führte die taz-Redaktion am Donnerstag den Berufskollegen in Deutschlands Leitmedien vor: Über die gesamte Titelseite der Tageszeitung erschien eine Todesanzeige […].
s  w  medien  journalismus  jürgen_klopp  flüchtlinge  tod  todesanzeigen  taz 
april 2015 by diplix
bbc.com: Nine psychological reasons why we love lists
wunderbar ironisch, eine liste der BBC warum wir listen gut finden. ich habe das mal zusammengefasst und eingedeutscht, lohnt sich trotzdem <a href="http://www.bbc.com/future/story/20150410-9-reasons-we-love-lists">das original zu lesen</a>.

<ol start="1" type="1"> <!-- start: where to start counting;
type:
<li>vorhersehbarkeit: wir wissen was uns erwartet</li>
<li>unwiderstehlichkeit: wenn es schon diese liste gibt, dann will ich die auch nicht verpassen</li>
<li>verdaulichkeit: das lesen von listen strengt nicht besonders an</li>
<li>effiienz: wir erwarten und wissen, dass listen schnell zu konsumieren sind und können meist sirekt nutzen daraus ziehen</li>
<li>erfassbarkeit: listen lassen sich mit wenigen blicken erfassen</li>
<li>orientierung: wir wissen wo wir stehen (wenn wir listen lesen)</li>
<li>spieltrieb: listen machen (manchmal) lust zum mitdenken: was könnte der nächste punkt der liste sein?</li>
<li>selektive wahrnehmung: wir mögen es recht zu haben und listen erleichtern uns das überlesen von dingen die uns nicht interessieren</li>
<li>endgültigkeit: listen wirken definitiv</li>
<li>schreibfreundlichkeit: journalisten lieben es listen zu schreiben: statt einen artikel sorgfältig zu strukturieren, die absätze aufeinander zu beziehen und an übergängen zu feilen, geben listen bereits die grundstruktur vor. und über den schlusssatz muss man auch nicht nachdenken, listen hören irgendwann einfach auf.</li>
</ol>
rp15  sl  listen  journalismus  internet 
april 2015 by diplix
stefan-niggemeier.de: Was Journalisten alles Wurst ist
boris rosenkranz erklärt nochmal, warum die krise des journalismus kein vermittlungsproblem ist, sondern ein henne-ei-problem: halten (zu) viele journalisten ihre leser für blöd oder sind (zu) viele journalisten einfach blöd?
s  w  journalismus  wurst  david_cammeron 
april 2015 by diplix
stefan-niggemeier.de: Wie der Vizechef von Spiegel-TV einen Halterner Schüler einschüchtert
stefan niggemeier über die redaktion von spiegel-tv:
Man sieht: Es völlig unvorstellbar, dass diese Redaktion nicht mit der gebotenen Sensibilität in Haltern vorgegangen ist.
s  w  haltern  journalismus 
march 2015 by diplix
meedia.de: PR-Albtraum Andreas Kümmert: Sänger beleidigt Fans als „degenerierte Arschlöcher“
<a href="https://www.facebook.com/niggemeier/posts/10153180995101800?pnref=story">stefan niggemeier</a> über diesen stumpfsinnigen meedia-artikel:
Für den Braanchendienst MEEDIA sind Leute, die einen auffordern, doch von der nächsten Brücke zu springen, „Fans“


abgesehen davon, dass der manipulative spin des meedia-artikels natürlich völlig absurd ist, frag ich mich, welches niveau die journalistische degeneration in der meedia-redaktion eingenommen hat.
s  w  meedia  journalismus  andreas_kümmert 
march 2015 by diplix
meistergedanke.de: Umgang der Medien mit Schülern und Angehörigen in Haltern
den artikel von mika baumeister, der in haltern zur schule geht hat wahrscheinlich schon jeder gelesen, weil er überall verlinkt wurde. wer das noch nicht getan hat, sollte das hier und jetzt nacholen. /<a href="http://www.carta.info/77942/haltern-und-die-abgruende-des-boulevards-bericht-eines-augenzeugen/">via</a>
haltern  journalismus  s  w 
march 2015 by diplix
medium.com: Ich brauche das nicht
christoph boecken:
Ich brauche keine Fotos von schockierten Zuschauern zu sehen, von Teammitgliedern, von Offiziellen um zu wissen, dass die Formel 1 einen ihrer schwärzesten Tage hatte. Ich brauche keine Fotos von Trümmerteilen zu sehen, ich kann mir auch so vorstellen wie ein Wagen aussehen muss der mit einer solchen Geschwindigkeit in eine Mauer rast. Ich brauche keine Fotos der Familie zu sehen, ich weiß auch so dass sie um ihren Sohn, ihren Bruder, ihren Mann trauern.


was webseiten angeht, die versuchen mir sachen zu zeigen die ich nicht sehen will oder aus auflagen-, bzw. klickgier sachen zeigen die am rande des anstands sind, bin ich mit der zwischenlösung die ich seit einer weile anwende sehr zufrieden: die webseiten kommen auf <a href="https://twitter.com/diplix/status/519555752306806785/photo/1">meine blockliste in der .hosts-datei</a>. damit können meine browser oder programme auf dem gerät diese seite nicht mehr aufrufen. ich nenne die liste „deppenbremse“ weil der depp immer wieder ich selbst bin, der auf locküberschriften oder sensationsgier reinfällt.
s  w  deppenbremse  blockliste  sensationsgier  journalismus 
march 2015 by diplix
slate.com: HTML code news sites use for tragedies like Germanwings Flight 4U 9525.
Electronic Frontier Foundation activist Parker Higgins <a href="http://parkerhiggins.net/2015/03/new-york-times-keeps-tragedies-ad-free/">weist darauf hin</a>, dass manche newsweiten bestimmte artikel als sensibel einstufen und bei ihnen manuell die werbung deaktivieren. er meint das sei interessant, weil die newsseiten damit eingestehen würden, dass werbung beläsigend und störend seien.
s  w  html  werbung  ads  adblocker  journalismus 
march 2015 by diplix
faz.net: Germanwings-Absturz: Jeder ist ein Medienkritiker
stefan niggemeier zur kritik an der medienkritik:
Es hat aber sicher auch damit zu tun, dass es die erste „Tat“ dieser Dimension ist, die im Zeitalter der Allgegenwart sozialer Medien geschieht. Jeder ist plötzlich ein Medienkritiker, kann auf Facebook und Twitter oder in den Kommentarspalten der Medien seinen Widerspruch formulieren, seinen Dissens sichtbar machen, seiner Empörung ungehemmt Ausdruck verleihen. Diese kritischen Äußerungen mögen für viele Medien im Zweifel weniger entscheidend und überzeugend sein, als es die klare Sprache von Einschaltquoten, Klickzahlen und Auflagenmeldungen ist. Aber sie entwickeln eine Wucht, die sich schwer ignorieren lässt. Und die sich nicht mit Appellen, doch bitte den Ball flach zu halten, wie sie in der Kritik der Medienkritik formuliert werden, bremsen lassen werden.

Teilweise ist eine erstaunliche Rollenumkehr zu beobachten: Früher, zum Beispiel nach dem Amoklauf von Winnenden 2009, galt das Internet in der Berichterstattung noch als der gefährliche Ort, an dem irgendwelche Leute einfach – unsortiert und ungeprüft – Gerüchte verbreiteten, Fotos oder den vollen Namen des Täters. Jetzt verteidigen professionelle Medien das Recht, Fotos und den vollen Namen des Kopiloten zu veröffentlichen, gegen viele kritische Stimmen im Netz. (Auch wenn das, auf der anderen Seite, natürlich nach wie vor der Ort ist, an dem die abwegigsten Spekulationen und die übelste Hetze zu finden sind.)

ich war in den letzten tagen in einer für mich ungewohnten lage; ich war mehr oder weniger fünf tage offline. am dienstag habe ich das letzte mal zeitung gelesen, in der aber noch nichts über das germanwingsunglück stand. ein oder zweimal pro tag habe ich kurz spiegel-online überflogen, am mittwoch Abend habe ich mal kurz in den fernseher geguckt, ansonsten habe ich mir lediglich stuttgart und basel angesehen und ausschliesslich mit leuten geredet, die den nachrichten eher nebenbei folgen.

durch diese abgeschnittenheit von meinem üblichen nachrichtenkonsum, war ich zwar über die grobe nachrichtenlage informiert, habe aber von den empörungswellen, rechtfertigungen, spekulationen und ritualen, die stefan niggemeier hier beschreibt, so gut wie gar nichts mitbekommen. wie übrigens auch die 20 leute mit denen ich in den letzten fünf tagen meine zeit verbracht habe. von den diskussionen in den sozialen netzwerken, den meta-diskussionen, der medienkritik, hat niemand mit dem ich in der letzten woche meine zeit verbracht habe etwas mitbekommen. für sie — und für mich — fühlte sich das unglück an, wie jedes andere unglück in den letzten 40 jahren.

im prinzip haben die medien, wie immer, aus den ereignissen eine wurst hergestellt und sie im fernsehen oder der zeitung präsentiert. im verlauf der tage, als sich neue erkenntnisse ergaben, änderte sich die wurst die präsentiert wurde, aber über die herstellung der wurst hat sich niemand den ich in den letzten tag sprach gedanken gemacht. in den sozialen netzwerken, online, scheint das anders gewesen zu sein. hier wurde neben der eigentlichen wurst ausführlich über die herstellung der wurst und ihre rezeption diskutiert. es wurde sogar die wurstherstellung an sich in frage gestellt.

insofern ist die überschrift über stefan niggemeiers artikel („Jeder ist ein Medienkritiker“) natürlich falsch. richtig wäre zu sagen, dass die zahl der medienkritiker oder quasi-journalisten in den letzten jahren, dank vernetzung und durch die nutzung sozialer netzwerke, sehr stark erhöht hat. aber ich vermute, dass die zahl derjenigen die sich nicht für die wurstherstellung interessieren — aus welchen gründen auch immer — nach wie vor sehr gross ist.
s  w  germanwings  journalismus  medienkritik  stefan_niggemeier 
march 2015 by diplix
spiegel.de/einestages: Die Frau, die den perfekten Nazi-Körper schuf
dieser text ist auch sehr gut abgehangen, bzw. von 2008. seit 2008 stehen unter dem text auch hinweise auf sachliche fehler im text (nämlich dass <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Son_Kitei">son kitei</a> kein japaner, sondern koreaner sei) und blieben seit dem auch unkorrigiert. allerdings wird der artikel aktuell auf der spiegel.de-startseite (wieder) verlinkt.
leni_riefenstahl  journalismus  s  w 
march 2015 by diplix
zeit.de: Brandstiftung: Heiße Spuren
gut abgehangene und unaufgeregte rekapitulation einer brandstiftung von vor 10 jahren in hamburg. ich glaube ja, journalismus sollte wie käse immer erst ein bisschen reifen. sonst isses oft nur quark.
s  w  journalismus  hamburg  brandstiftung  longread  sanierung  gentrifizierung 
march 2015 by diplix
steigerlegal.ch: Schweizer Journalisten spionieren im Netz ihre Leser aus
teil 498372 in der langen serie „journalisten und mangelnde selbstreflektion“. oder wie ich es <a href="http://wirres.net/article/articleview/7195/1/6/">damals ausgedrückt habe</a>:
kennt ihr leute die im stehen ins klo pinkeln und dabei vorträge darüber halten, wie wichtig es sei, im sitzen zu pinkeln?
s  w  tracking  journalismus  übergeigung 
march 2015 by diplix
metronaut.de: Friedensgala mahnt taz und andere Zeitungen ab
vor einer weile <a href="http://wirres.net/article/articleview/7426/1/6/">schrob ich ein paar gedanken</a> zum thema <em>charity</em> auf:
ich mag charity meistens nicht, weil charity für mich oft den beigeschmack von ablasshandel hat oder überzogene versprechungen macht. oft nutzt charity auch fotos von stark abgemagerten afrikanern oder riecht nach fernseh-gala, showtreppe, kitsch und emotioanlisierung. charity wird (aus meiner sehr beschränkten sicht) von prominenten oder stinkreichen leuten betrieben, die ihrem leben, das oft ausschliesslich aus geld-verdienen besteht, einen etwas tieferen sinn geben wollen.

schön wenn solche charity-events dann ihr trauriges, rohes gesicht zeigen und zum beispiel gegen <a href="http://www.taz.de/!154423/">berichterstattung</a> rechtlich vorgehen.
abmahnungen  cinema_for_peace  journalismus  yes_men  s  w 
march 2015 by diplix
kress.de: Fernsehmacher Friedrich Küppersbusch: Bedarf an "erwachseneren" journalistischen Angeboten fürs Web steigt
text von stefan laurin über friedrich küppersbuschs online-produktionen und -experimente. <a href="https://www.facebook.com/niggemeier/posts/10153147937391800">bei stefan niggemeier</a> gefunden, der sich über die fehlende offenlegung wundert, dass stefan laurin mal für friedrich küppersbuschs produktionsfirma gearbeitet hat.
s  w  fernsehen  journalismus  distanz  stefan_laurin  friedrich_küppersbusch 
march 2015 by diplix
wahrheitueberwahrheit.blogspot.com: Fair play bei der Tagesschau
bei tagesschau.de bilanziert man, wie in diesem und anderen niederen blogs, auf basis von vermutungen und hörensagen. könnte man als neue kategorie einführen: muss-wohl-so-sein-journalismus.
s  w  tagesschau.de  journalismus  Sotschi 
march 2015 by diplix
mobilegeeks.de: Der Fall Tilo Jung oder die Metaphysik der Social Media Sitten
das kommt dabei raus, wenn man seinem chef gefallen möchte (warum steht da nicht drüber: sponsored post in eigener sache?) und meint unterstellungen und behauptungen seien argumente. insgesamt liest sich der text wie die bewerbung für einen schreibkurs an der baumschule. die adjektivdichte des textes lässt aber noch hoffnung für eine karriere im pr-bereich.

die überschrift hat mit dem text übrigens nichts zu tun, ist aber nach dem gleichen muster gestrickt wie der folgende text: enthält formschöne und wohlklingende worte, distanziert sich von den etablierten regeln der logik und ergibt im endeffekt so gut wie keinen sinn.
journalismus  feminismus  gender  Marie_von_den_Benken  baumschulen  s  w 
march 2015 by diplix
spiegel.de: Freihandelsabkommen TTIP: BDI räumt falsche Angaben ein
die wirtschaftverbände und die regierung lobbyieren gerade massiv für TTIP. das geplante handelsabkommen ist stark umstritten und auf beiden seiten, den befürwortern und den gegnern, wird aus meiner sicht nicht immer besonders sauber argumentiert. beide seiten versuchen ängste zu erzeugen, die einen vor dem niedergang der europäischen wirtschaft falls das abkommen nicht kommt, die anderen vor der demokratieapokalypse falls es kommen sollte.

was mir bisher bei all der berichterstattung über TTIP nicht gelingen will, ist mir eine einigermassen ausgewogene meinung zu bilden. eine art faktencheck, eine gegenüberstellung der positionen der befürworter und der gegner und ihrer argumente. die berichterstattung in den medien die mir bisher zu gesicht gekommen ist, beschränkt sich meistens darauf: diese oder jene partei hat über TTIP folgendes gesagt. es mangelt auch nicht an verfahrenskritik: die verhandlungen finden hinter geschlossenen türen statt, es gibt hier und da geleakte versionen von entwürfen und industrienahe parteien haben besseren zugang zu den verhandlungen oder den unterhändlern als NGOs oder gegner des abkommens.

was fehlt ist eine bewertung der konkreten vorhaben, der studien dazu und die einschätzung von experten, die nicht eindeutig zu den gegnern oder befürwortern gehören. in dem oben verlinkten text geht es ja darum, dass der BDI falsch aus einer studie zitiert hat. worum es nicht geht: wie verlässlich sind die zahlen in der studie eigentlich? wer hat die studie erstellt? auf basis welcher daten?

bei der südeutschen zeitung beschäftigte sich die redaktion monatelang mit geleakten steuerunterlagen um am ende herauszufinden, was ohnehin schon jeder weiss: viele unternehmen sparen steuern indem sie elaborierte steuersparmodelle am rande der legalität errichten. aber welche redaktion hat sich bisher in dieser ausführlichkeit mit den TTIP vorhaben und unterlagen (die bekannt sind) auseinandergesetzt? habe ich da was verpasst?

oder nochmal andersrum gefragt: wenn die gesetzgeber in europa es nicht schaffen steuergesetze so zu gestalten und zu formulieren, dass unternehmen nicht mehr ohne weiteres der besteuerung ihrer profite aus dem weg gehen können, welche lücken, schlupflöcher werden sie in TTIP einbauen? ob diese lücken nun absichtsvoll eingebaut werden oder weil unsere vertreter von intelligenteren verhandlungspartnern über den tisch gezogen wurden ist eher sekundär. die frage wäre doch eher: kann überhaupt jemand die folgen von TTIP und den dort vereinbarten regeln einschätzen?
sl  ttip  journalismus  bdi  lügen  propaganda 
march 2015 by diplix
wolfgangmichal.de: Der Mann, der bei der taz Sebastian Heiser war
wolfgang michael vergleicht sebastian heiser mit günter wallraff, bzw. geht der frage nach, ob das auspionieren von redaktionen automatisch die pressefreiheit verletzt:
[D]er Bundesgerichtshof &#8211; und später das Bundesverfassungsgericht &#8211; haben das Interesse der Öffentlichkeit, über gesellschaftliche Missstände (<em>auch in Redaktionen</em>) informiert zu werden, höher bewertet als es im angeblichen <a href="http://www.huffingtonpost.de/2015/02/20/spionage-skandal-bei-der-taz-sebastian-heiser-soll-seine-kollegen-bespitzelt-haben_n_6721710.html">„Spionage-Fall taz“</a> jetzt von „Experten“ und Journalisten diskutiert wird (<a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/tazgate-Spionage-durch-eigenen-Redakteur,tazgate100.html">„Kollegen ausspionieren geht ja gar nicht“</a>).

Artikel 5 Grundgesetz macht Presse-Redaktionen nämlich <em>nicht automatisch</em> zu einer recherche-freien Zone. Das wird von beiden Gerichtsurteilen übereinstimmend hervorgehoben.
günter_wallraff  sebastian_heiser  taz  sz  journalismus  spionage  s  w 
february 2015 by diplix
motherjones.com: Bill O'Reilly Has His Own Brian Williams Problem
sehr langes, sorgfältiges stück um die frage: hat der fox newsman bill o’reilly in seinen heldengeschichten vom krieg, ähnlich wie <a href="http://www.nytimes.com/2015/02/11/business/media/brian-williams-suspended-by-nbc-news-for-six-months.html?_r=0">brian williams</a>, übertrieben oder gar gelogen?

ganz abgesehen von diesen einzelnen fällen: ich glaube was in dieser zeit eine der wichtigsten eigenschaften von <s>journalisten</s> publizisten (also auch bloggern, pr-leuten oder allgemein autoren) sein sollte ist bescheidenheit. self-depreciation, statt self-praise.
s  w  journalismus  bill_o’reilly  brian_williams 
february 2015 by diplix
scienceblogs.de: Blogger vs. Journalisten: Ein völlig sinnloser Streit!
interessant wie sehr man sich über egale sachen aufregen oder sinnlos streiten kann. im mittelalter sollen gelehrte ja angeblich darüber gestritten haben wie viele engel auf einer stecknadelspitze platz haben. in der kommentarspalte unter diesem artikel geht es ähnlich zu.
s  w  blogdings  journalismus  blogger  journalisten 
february 2015 by diplix
buzzfeed.com: New Video Calls Vice Account of McAfee Geodata Leak Into Question
das wirft kein gutes licht auf vice, wo man nach dem „leaken“ von geodaten mit dem aufenthaltsort des damals flüchtigen john mcafee aufklärung versprach, aber bis heute nicht geliefert hat:
Two years ago, Vice pledged to get to the bottom of a disastrous journalistic mistake. It never did, and blame for the snafu has trailed a veteran war photographer into some of the most dangerous places in the world.
s  w  john_mcafee  journalismus 
february 2015 by diplix
stefan-niggemeier.de: Die „Tagesschau“-Routine
stefan niggemeier meint, die tagesschau ersticke den journalismus mit ihrer routine. und er ist nicht der einzige der so denkt.
s  w  tagesschau  journalismus 
february 2015 by diplix
Watch-Salon: Die Frau fürs Soziale. Allein unter Männern im Spiegel-Büro
der spiegel als männermagazin.
Ganz anders beim Spiegel: Überall Männer und dazu eine straffe Hierarchie. Ich kann mich an Montagskonferenzen in Hamburg erinnern, bei denen nicht eine einzige Frau zu Wort kam. Während ich bei der Taz für Innenpolitik zuständig gewesen war, landeten jetzt auf meinem Schreibtisch alle Themen, mit denen die Kollegen nichts anfangen konnten: Frauen, Kinder, Homosexualität, Minderheiten …
s  w  spiegel  journalismus  quote 
february 2015 by diplix
wolfgangmichal.de: Wie das „Kuratieren“ den Journalismus verändert
wolfgang michal:
Der neu entstehende Bund zwischen Kuratoren und Autoren (unter Ausschaltung des Mittelbaus Redaktion) sorgt zunächst für einen überaus positiven Effekt: Er führt zu einer Auflockerung der Inhalte, zu mutigen Experimenten, steilen Autorenkarrieren und einer überfälligen Kaltstellung bremsender Redaktionsbeamter. Allerdings führt er auch zu einer die Leser verwirrenden Konzeptionslosigkeit und einer redaktionellen Verwaschenheit, die Autoren-Plattformen und ihre entkernten Redaktionen oft so beliebig, gesichtslos und überfordert erscheinen lassen (ein Problem, das möglicherweise auch die Krautreporter haben).
s  w  kuratieren  journalismus  wolfgang_michal 
february 2015 by diplix
krautreporter.de: Katar, Petrodollars und die Journalisten
hach. jens weinreich über die handball WM in katar, für die katar „rund 700 Journalisten die Reisekosten bezahlen“ will:
All jenen, die die Offerte erhielten, war eigentlich ein feines journalistisches Thema geliefert worden. Sie hätten öffentlich die Frage erörtern können, wie sich Katar, das wegen der WM 2022 und seines sklavenhalterähnlichen Kafala-Systems weltweit in der Kritik steht, eine gute Presse organisieren will. Derlei Betrachtungen aber sucht man in Archiven und im Internet vergeblich. Darin liegt vielleicht eine gewisse Logik.

normalerweise nennt jens weinreich das worüber er schreibt <em><a href="http://www.jensweinreich.de">sports and politics</a></em>, was auf den ersten blick ähnlich langweilig klingt wie „handball-WM“. aber wenn man zum beispiel diesen text liest, ist erstaunt, wie tiefgreifend kaputt und zynisch das gute alte system rund um „brot und spiele“ ist.
s  w  journalismus  sport  katar  petrodollar  krautreporter  longread 
january 2015 by diplix
taz.de: Tracking auf Nachrichtenseiten: Das Lesen der Leser
svenja bednarczyk über werbetracking bei journalistischen angeboten. mit offenlegung, was ja <a href="http://wirres.net/article/articleview/7195/1/6/">keinesfalls selbstverständlich</a> ist:
Hinweis: Auch taz.de trackt. Mehr dazu auf <a href="http://taz.de/!119279/">taz.de/!119279</a>
s  w  tracking  journalismus  onlinejournalismus  werbung 
january 2015 by diplix
buzzfeed.com: Die 21 absurdesten Zeitungsmeldungen aus Deutschland
hoffentlich wird philipp jahner von buzzfeed gut bezahlt. er ist nämlich gold wert.
s  w  journalismus  zeitungen 
january 2015 by diplix
operation-harakiri.de: Die verschleuderte Freiheit
ralf heimann:
Wer Freiheit gegen Geld eintauscht, hat schon relativ bald beides verloren.
s  w  journalismus  pressefreiheit  pressekodex 
january 2015 by diplix
facebook.com/freval: Vielleicht sollte man noch eine Sache …
frédéric valin über die franzsösische presselandschaft.
s  w  journalismus  frankreich  satire 
january 2015 by diplix
verwickeltes.wordpress.com: Kraut von Rüben sortiert – Krautreporter durchgezählt
marc wickel hat sich mal den output der krautreporter angesehen und seine meinung zu den dort veröffentlichten texten dazugeschrieben:
Meine Meinung: Schlechte Recherche bei zu vielen Texten. Und den Rest finde ich größtenteils langweilig.

im durchschnitt haben alle autoren 2,7 texte veröffentlicht, zählt man nur die aktiven autoren (12 der auf krautreporter.de gelisteten autoren haben noch nichts veröffentlicht) sind es 3,7 texte. von tilo jung sind bisher 19 texte veröffentlicht worden. die texte von jung sind verschriftlichte und leicht geglättete versionen seiner ellenlangen interviews. die video-interviews von tilo jung muss ix meistens nach kurzer zeit abbrechen, vor allem wegen der aufgesetzten art zu reden und zu posen. aber auch die texte kann ich nicht länger als ca. 10 minuten lesen. ich finde es aufregender, lehrreicher und spannender einem bach bei seinem lauf zuzusehen oder leute auf der strasse vorbeilaufen zu sehen. aber das ist meine unbedeutende meinung und befindlichkeit. es gibt bestimmt leute die sowas gerne sehen.

was mich allerdings, wie marc wickel, wundert: damit soll der angeblich kaputte journalismus „gerettet“ werden? vielleicht haben die krautreporter da auch was verwechselt. guter journalismus, tolle geschichten <em>können</em> viele tausend zeichen lang werden. aber die länge von interviews macht noch keine qualität. was ich von gutem journalismus erwarte ist verdichtung, zuspitzung, herausarbeitung der relevanten aussagen, eine bewertung oder kontextualisierung. leute einfach reden lassen und tilo jung dabei zuzusehen wie er, mit gespielter oder echter tapsigkeit, darauf hofft, die leute aus der reserve zu locken — das will ich mir nicht ansehen oder lesen. sollte irgendwann einmal was spannendes in einem von tilo jungs interviews passieren, hoffe ich darauf, dass mich jemand drauf hinweist. <a href="http://wirres.net/article/articleview/7422/1/6/#link-11554">einmal ist das auch schon passiert</a>, allerdings nicht auf krautreporter.de.

mich stört es nicht, dass tilo jungs interviews die krautreporter.de-seite wie mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Der_süße_Brei">süssem hirsebrei</a> füllen, ich kann sowas gut ignorieren. was mich stört ist das etwas zu sporadische vorkommen von rosinen.

ich bin mir nicht sicher was ich von den krautreportern erwartet habe. ich glaube ich wollte mich überraschen lassen. das hat bisher nicht so hundertprozentig geklappt. es gab durchaus bereits ein paar rosinen; ein paar geschichten im letzten jahr habe ich so gut gefunden, dass ich sie verlinkt habe (zum beispiel <a href="http://wirres.net/article/articleview/7326/1/6/#link-11045">1</a>, <a href="http://wirres.net/article/articleview/7341/1/6/#link-11156">2</a>, <a href="http://wirres.net/article/articleview/7398/1/6/#link-11407">3</a>, <a href="http://wirres.net/article/articleview/7340/1/6/#link-11147">4</a>). einige habe ich für so schlecht befunden, dass ich sie verlinkt habe (<a href="http://wirres.net/article/articleview/7330/1/6/#link-11085">diese zum beispiel</a>). aber das wow, die überraschung blieb bisher aus.

ein paar solide reporten würden mich übrigens schon überraschen.
krautreporter  s  w  journalismus  reportagen  tilo_jung 
january 2015 by diplix
weblogs.evangelisch.de: Schreibende Agenten
könnte mal jemand aus diesem artikel eine (oder mehrere) infografiken machen? so verstehe ich es nämlich nicht.
s  w  agenten  journalismus  axel_springer  heuchler 
december 2014 by diplix
theglobeandmail.com: David Carr: All the views he's fit to print
james bradshaw portraitiert den new-york-times reporter david carr. <a href="http://daringfireball.net/linked/2014/12/22/carr-profile">john gruber mag carr</a> offenbar sehr.
david_carr  journalismus  s  w 
december 2014 by diplix
youtube.com: probono Magazin Folge 24 (18.12.2014): Sushi-Gauck und Flüchtlings-WGs
gefällt mir. aber kann mir jemand sagen, warum lukas heinser seine eishockey-ausrüstung bei der moderation trägt?

<a href="https://www.youtube.com/watch?v=JY_K41nV-uE&feature=youtu.be"><img src="http://root.wirres.net/videothumbs/probonotv.jpg" alt="lukas heinser moderiert probono tv"></a>
s  w  probototv  youtube  journalismus 
december 2014 by diplix
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