Floyboy + piratenpartei   5

WG019: Johnny Haeusler ist nicht Rudi Dutschke
Der Button zum Zerstören von Facebook, Lehrer unter Generalverdacht, die 68er machten alles besser, lahme tote-Bäume-Medien, ein Lolly mit Rasierklinge – ja dreht die Welt denn durch? Und wenn ja – wohin! Und was hat das alles mit der Darmflora zu tun?! Thematisch breit, akustisch runderneuert – so sind sie, die wikigeeks in Folge 19.

Ausführliche und gehaltvolle Shownotes nach dem Klick…

Meta

Wikigeeks NSFW-getestet. Urteil: ungenügend.

News
Operation Facebook

Ankündigungsvideo zur Operation Facebook
5.11.2011 – der Tag, an dem Facebook fast von Anonymous zerstört worden wäre http://www.golem.de/1111/87543.html
Babyboom in neun Monaten? – Wir sind doch schon sieben Milliarden. Die persönliche Weltbevölkerungsnummer berechnen lassen.
Kates Popcorn

Motorola vs. Apple vs. Samsung

Die Patentstreite gehen in eine neue Runde
Golem.de: Motorola-Klage – Gericht verbietet Verkauf von Apple-Geräten in Deutschland
netzwelt.de: Google sichtet Portfolio – 18 Motorola-Patente könnten Androide schützen

heise.de Motorola erzielt Erfolg gegen Apple beim LG Mannheim
Florian Müller: Apple is also suing Motorola in Europe over the Xoom tablet’s design
Florian Müller: Motorola Mobility won a formal injunction against Apple in Germany over two patents — UPDATE: it’s not “totally symbolic”
Das gesellschaftliche Netzthema: welche Probleme ergeben sich durch die permanenten Rechtsstreite langfristig für Nutzer? Ist das Patentrecht (das Innovationen für die Gesellschaft zugänglich machen wollte) mittlerweile ad absurdum geführt und hemmt Fortschritt?

Der Schultrojaner

Nicht wirklich neu, da schon durch alle Medien gejagt – aber zum Aufregen? Und was heißt das eigentlich für eine Weiterentwicklung des Unterrichts in Richtung eLearning?
http://netzpolitik.org/2011/der-schultrojaner-eine-neue-innovation-der-verlage/
http://netzpolitik.org/2011/viertes-update-zum-schultrojaner/

Der heiße SM-Scheiß

http://my.microbes.eu/
Hintergrund: European Molecular Biology Laboratory
NewScientist: Social network lets people with same gut flora hook up
narurenews: Social network wants to sequence your gut
@my.microbes

Themen
steht die digitale Revolution vor der Tür? Wahrnehmung der Gesellschaft durch die Blogosphäre zwischen Euphorie, Hysterie und Apokalypse.

Ereignisse: Fukushima / Wikileaks Depechen / S21 / Guttenberg Plagiat / Zensursula / Bundestrojaner / Schultrojaner / Arabischer Frühling / Aufstand der europ. Jugend (Spanien, P, GB) / Google Streetview / Bankenkrise / anonymous Hacks (SONY)
Themen: Urheberrecht / Privatsphäre / post privacy / Datenschutz / Demokratie / Kapitalismus / fluid/liquid democracy / Kampagnenfähigkeit

http://de.wikipedia.org/wiki/Tipping-Point
Sascha Lobo auf SPON: “meine Heimat Internet”
Lobo zu Relevanz der neuen sozialen Medien
Jakob Augstein (eigentlich alles, was er 2011 geschrieben hat)
http://www.spreeblick.com/2011/09/29/die-digitale-kluft-ist-gar-keine/
Johnny Haeusler auf Spreeblick
Schirrmacher (FAZ) zu Gast bei Frank Rieger und Felix von Leitner (Fefe)
SWR1 – die Welt des Bloggens
mspro in der TELEPOLIS: “Die gesellschaftliche Singularität ist nah”
ctrl-verlust – das Kontrollverlust-Blog von mspro – Michael Seemann
Schirrmacher in der FAZ: “In Zeiten einer „Piratenpartei“ kann der Fund des Chaos Computer Clubs die politische Geographie nachhaltig ändern.”

der Bundestrojaner und seine Repräsentanz in den klassischen Medien (FAS)

Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung
social media Auswertung bei Rivva http://rivva.de/
Titel des Spiegel 2011 – kein Bundestrojaner und derzeit drei Titel zu digitalen Gesellschaftsthemen (Fukushima: 3
Focus: 0 Titelthemen
DIE ZEIT: 0 Titelthemen, aber online: http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-10/ccc-bundestrojaner-onlinedurchsuchung/komplettansicht
Agendaausweitung: die Piraten und der BT (Malte Spitz, die Grünen)
Bundestagsdebatte – Anrag der Linken zur Einstellung des BT findet keine Mehrheit
Berichterstattung von BILD-Online über der Bundestrojaner
interaktive Karte auf SPON
Themenseite auf SPON
SPON war verdächtig langsam – die Berichterstattungs-Chronologie bei Fefe
Titelgalerie Tageszeitungen vom 10.Oktober
Fefe befragt Google – und findet spannende Einträge über Digitask
Christoph Neuberger bei Amazon

On- und Offliner
Zeit Online: Peter Altmaier – Ich twittere, also bin ich

Kleine Lokalecke

Twittagessen in Göttingen
Die Seite wo welche.

Video der Woche

http://www.takethislollipop.com/
Ironie des Ganzen: Geliket auf Facebook von fast 9 Millionen Menschen.
Das zugrundeliegende Konzept erinnert außerdem entfernt an ªªhttp://www.thewildernessdowntown.com/ (Googleºº Chrome Experience).

Der Song stammt von “Freeky Cleen & Dickey F”, heißt “Summer City Blues” und steht unter der CC-BY-SA
Podcasts  anonymous  Blogosphäre  Bundestrojaner  CCC  Darmflora  FAS  FAZ  Fefe  Guttenberg  Netzpolitik  NSFW  operationfacebook  patente  Piratenpartei  Schirrmacher  Schultrojaner  Spon  Spreeblick  takethislollipop  ZEIT  from google
november 2011 by Floyboy
Piratenwahlkampf: Schutzhandschuhe gegen Penetration
Nein, es geht nicht um Sexspielzeug. Hoffe ich zumindest. Es ist nur einfach der Brüller auf welche abgefahrenen Ideen Kandidaten der Pirtenpartei im Wahlk(r)ampf kommen. Neuester Schenkelklopfer [1] vom Spitzenkandidat Göttingen “Ich sach 42, Martin Rieth (Kandidat der PiratenPartei in Göttingen)“; Zitat:

Hände hoch für die Piraten oder …

Wir kaufen orange Plastik-Handschuhe. Diese werden mit Helium gefüllt und dann am Band weitergereicht.

Es geht darum Nitril Polymer-Handschuhe [2] mit Helium zu füllen, zu verteilen und die kleinen Kinder mit dem aufgeblasenen Zeug so zu erschrecken das ihre Eltern die Piratenpartei wählen… oder… das die Dinger vom Band gelassen binnen kurzer Zeit in den Weiten der üppigen Natur Niedersachsens unverrottbar [3] rumliegen.

Wer den Spitzenkandidat der Piratenpartei Göttingen mal von innen besuchen möchte braucht keine Handschuhe gegen Penetration sondern wird ungeschützt auf seiner Webseite metanormal.de fündig, dort sind weitere phantastische Ideen wie zum Beispiel – Einschränkung der Pressefreiheit – zu finden, wer Martin Rieth und den Rest der Göttinger Kombüse mal hören möchte kann das hier tun: Piratenpartei im Stadtradio.

Sie sind der Meinung das war… SPITZEnkandidat!

 

Uli “Ich sach Null, Hand Ouvert – Schneider und Schwarz“*

 

[1] Screenshot Wahlkampfaktion Martin Rieth http://twitpic.com/66ejt9

[2] Rieths Herstellerlink http://bit.ly/pEWWey

[3] EU-Sicherheitsdatenblatt http://uli-e.de/SDB_Nitrilhandschuhe.pdf

 

Hier meinen herzlichen Dank an Probatis für die kurzfristige Recherche und das zur Verfügungstellen des Datenblattes. Freier Zugang zu Wissen und Information!

 

*Nachtrag: Wer es nicht merkt, im Skat kann man beim Null niemand Schneider und Schwarz ansagen, man macht kein Stich oder verliert.
Allgemein  Fremdenfeindlichkeit  Göttingen  Piraten  Piratenpartei  Pressefreiheit  Sextoys  Umwelt  Wahlkrampf  from google
august 2011 by Floyboy
12.000 Monkeys vs Hirt – Dicker Engel von Mobbing keine Spur!
Gestern schrieb Kyra2001 einen Tweet [1]

#DickerEngel Thema heute ab 20.30 Uhr wie viele Querulanten, Trolle, Egomane und Klugscheißer verträgt die #Piratenpartei?

Was als Einladung zu verstehen war an einer Mumblunterredung mit mehren Menschen teilzunehmen (Mumble=VOIP-Gespräch).

 

Meine Antwort (hirtlitschka ist mein Nickname in Twitter):

@Kyra2001 nenne es doch hirtlitschka #polarisieren aber nach den “Maul halten” Alüren siehst du mich dort nicht mehr. #DickerEngel #Piraten-

und ich dachte dabei bleibt es.

Gegen 22:00 Uhr erhalte ich eine ~25MB große Datei, ein Audiofile von einem anonymen Absender, die hörte ich mir an. Mein Gedanke, hättens sie es doch hirtlitschka nennen sollen.

Nach dem anhören bin ich dann doch ins Mumble, in den Channel “Dicker Engel”, ich schreib eine Wortmeldung, das ich eine Frage zu Whistleblower habe, ich erkundigte mich wie denn die anwesenden Piraten damit umgehen, ob sie hinter dem stehen was ihr Parteiprogramm zum Thema zugegebener Massen wachsweich über Whistleblowerschutz formuliert. Erklärte das ich ein File, eine Aufzeichnung von diesem Channel erhalten habe und das es mir nicht gefällt was ich da hörte. Ergebnis: Ich solle es veröffentlichen oder auch nicht, meine Entscheidung.

 

Nun denn, der Teil der mich betrifft.

 

Mit paar Bilder unterlegt damit es nicht zu öde wird. Ggf. Vollbild
 

Die restlichen 5 Minuten von dem File habe ich ausgeblendet, da dann nur noch über Titten des Tages philosophiert wurde und regen Austausch gab ob Veganer auch schlucken. Meine “geringen” Kenntnissse des Jugendschutz betreffend ebenso Grund das inhaltslose Gesabbel nicht zu veröffentlichen.

 

Abschliessend kommt mal klar, wenn ihr unbedingt spekulieren wollt ist es eure Entscheidung. Aber ihr erzählt durchweg Müll.

Wahr ist, die Piraten Göttingen haben mich derbe beschissen was das Kommunal-Wahlprogramm angeht, die damit verbundenen Gründe die zu meinem Austritt geführt haben habe ich noch nicht in meinem Blog veröffentlicht. Alles zu seiner Zeit.

Wahr ist, dass die Piraten Göttingen etwas von freier, gleicher und solidarischer Gesellschaft schreiben, das aber genau dieser Schreiberling, Andreas Schelper, ohne mit der Wimper zu zucken Menschen abschiebt.

Wahr ist, die Piratenpartei Deutschland haben im Wahlprogramm stehen Freie Software.

Wahr ist, dass der Bundesvorstand der Piratenpartei ohne die Mittel einer direkten Demokratie anzubieten entschieden hat Softwarelizenzen im Wert von 40.000 € zu kaufen.

Wahr ist, im verlinkten Beitrag geht man sogar noch weiter nennt die Hersteller der auf Windows basierenden Software wohlwollend das es fast schon das Interesse von Lobbycontrol wecken könnte.

Wahr ist, dass man jede gegnerische Partei bei euch bashen darf.

Wahr ist, dass man ihr selbst null Kritik vertragt.

Wahr ist, dass ihr es seit drei Jahren es nicht schafft Faschisten zu entfernen.

Wahr ist, dass ihr die fertig macht die sich dem Faschismus entgegensetellen.

Wahr ist, dass ihr Nazis blockieren einen Act of War nennt.

Wahr ist, dass ihr in rauen Mengen Daten produziert.

Wahr ist, dass ihr euch auf jeder neusten Datenkrake anmeldet.

Wahr ist, dass die Piratenpartei nicht mehr wahr ist.

 

Wer hat uns verraten: Die Piraten! Mit der Bewegung wie sie aus Piratebay entstanden ist habt ihr nichts mehr zu tun! Und nun geht eine Wahl nach der anderen verlieren – korumpierte Wahllügner!

 

Und dafür gibts Contra und Re und von mir die Ansage ich spiele euch Schneider und Schwarz!

 

Uli

P.S.: Beim nächsten Stammtisch wo und wann auch immer, bei dem jemand über Holocuast relativiert oder meint über Schwul seine Hetze raus zublassen oder für Feministen Schubladen zu öffnen mach ich den Willi
Abschalten  Bürgerrechte  Freiheit  Piraten  Piratenpartei  Trolle  Verantwortung  from google
august 2011 by Floyboy
Die Piratenpartei: Netzaffin, zu mehr reicht es nicht?
These: Warum klappt das nicht bei der Piratenpartei, dass deren Themen und Infos zu denen kommen, die sich nicht aktiv für die Piratenpartei interessieren?

Laut Wikipedia will die Piratenpartei was sein?

Die Piratenpartei Deutschland (PIRATEN) ist eine am 10. September 2006 in Berlin gegründete deutsche Partei. Sie versteht sich in Anlehnung an die schwedische Piratpartiet als Partei der Informationsgesellschaft… Die Piratenpartei ist nicht mit dem Vorsatz angetreten, wie die etablierten Volksparteien ein Vollprogramm zu bieten. Sie hat sich als sogenannte „weiche Themenpartei“ gegründet. Das Grundsatzprogramm proklamiert, dass aus Sicht der Piratenpartei Deutschland im Zuge der Digitalen Revolution aller Lebensbereiche durch eine allesdurchdringende Vernetzung der Gegenstände des Alltages, die Allgegenwärtigkeit rechnergestützter Informationsverarbeitung und die Entwicklung hin zur Verwertbarkeit von Informationen im Web durch Computer die Würde und die Freiheit des Menschen in erhöhtem Maße gefährdet würden

Themen én masse, klasse Basis?
Ok, Themenpartei, Digitale Revolution, Informationsgesellschaft. Irre viel Ansatzpunkte, um Themen im Netz zu setzen, Standpunkte zu diskutieren und klar zu machen. Gerade bei Netzaffiniados wie mir und vielen anderen müssten die doch einen nach dem anderen Themenschwerpunkt landen und populär verbreiten können. Komischerweise bekomme ich aber nichts mit. Nicht, weil ich mich aktiv informieren möchte, sondern weil ich im Falle der Piratenpartei gemütlich abwarte, was auf mich über mein Informationsnetzwerk zukommt. Nach dem Motto, “die gute und heiße Info wird schon zu mir kommen”.

Piratenpartei kann nicht mit dem Netz?
Anders gesagt, ist die Piratenpartei unfähig, Agenda-Setting via Netz zu spielen? Sie könnten locker die machthungrigen, opportunistischen Grünen an die Wand spielen, die verkrustete SPD und die um die Mitte bemühte CDU links und rechts überholen, die nach Liberalität schreiende FDP auskontern. Doch wenn ich was zufällig über netzpolitische Themen mitbekomme, dann handelt es sich um die FDP, mal um die Grünen, mal kommen Themen über Blogger hoch. Aber die Piratenpartei? Von der lese ich nix. Erst neuerdings habe ich was zum Thema “Telekom und Youtube” gelesen. Thema Netzneutralität. Auf wen berufen sich Heise oder wars Spiegel Online? Auf den Miniverein “Digitale Gesellschaft”. Für mich als Blogger sind Blogs wie Lumma, Netzpolitik oder auch Carta die Vorantreiber, Zündfunken für neue netzpolitische Themen. Wo ist das Gravitationszentrum der Piratenpartei? Im sozialen Netz, in der Blogosphäre? Wenn ich draußen Netzaffiniados fragen würde, wüsste mir das keiner zu beantworten.

Wie kann ich mir das erklären? Ausgerechnet die Partei, die ich noch am ehesten mit Netzthemen gleichsetze, spielt in Blogs, auf Twitter, Facebook und in der Presse kaum eine Rolle. Bei mir keine Rolle, wo ich irgendwo in letzter Zeit wenigstens Irgendwas Prominentes von der Piratenpartei als Agendasetter mitbekommen hätte.

Wenn ich etwas lese, dann über einen quasi Einzug ins Parlament (Bremen), oder dass man sich die Köpfe heiß diskutiert, weil man sich untereinander völlig uneins ist.

Damals vor zwei Jahren
Am 06.08.2009 (vor knapp zwei Jahren!) schrieb ich:

Ich finde es überaus spannend, dass sich Menschen über das Internet zu einer politischen Kraft (wie groß auch immer diese sein wird) formieren. Etwas, was schon längst überfällig war, angesichts der zunehmenden gesellschaftlichen Bedeutung des Internets. Je mehr man das Netz als eigenen Lebensraum versteht, dieser eine eigenständige Bedeutung bekommt, umso mehr werden Fragen zu beantworten sein. Das nennt sich dann wohl Politik als Summe aller normierenden Kräfte. Auch die Piratenpartei wird dabei ihren Willen zur normativen Ausgestaltung der Gesellschaft hinterfragen müssen. Einfach nur “so frei wie nur möglich” wird nicht gehen, da jede Regelung eine Begrenzung darstellt.

Auf der einen Seite ein fantastisches Thema, dass sich eine Partei als demokratisches Willensgebilde der Informationsgesellschaft manifestiert, auf der anderen Seite ist es nach zwei Jahren eine große Enttäuschung, dass die Piraten netzmäßig in der Breite kaum eine Rolle spielen. Ich sehe diesen Widerspruch, verstehe ihn aber nicht, was die Ursache dessen ist. Nach zwei Jahren ist ein Startup mit mangelnden Ressourcen bereits präsenter, schärfer ausformuliert.

Ich bleibe also dabei: Warum klappt das nicht bei der Piratenpartei, dass deren Themen und Infos zu denen kommen, die sich nicht aktiv für die Piratenpartei interessieren? Ich denke, sie kanns noch nicht, warum auch immer. Das alleine ist aber eine Enttäuschung.

Update:
Rivoid Headquarter äußert sich wie folgt zu den Gründen
1. Es fehle der Partei an öffentlich wahrgenommenen Gesichtern, die der Partei nicht thematisches, sondern ein menschliches Gesicht verleihen würden.
2. Die Themenpalette sei zu fokussiert -zu Wenige interessieren sich für Netzthemen-, müsste breiter auf allgemeine, gesellschaftliche Themen ausgeweitet werden.

Update 2:
Das, was sich in den Kommentaren zeigt, scheint eine deutliche Sprache zu sprechen. Die Piratenpartei schafft es organisatorisch nicht, die Power von Individuen gemeinsam und geballt thematisch auf die Straße zu bringen. Der Artikel von Deutschlandfunk geht in die gleiche Richtung. Organisatorik ist bei der Piratenpartei anscheinend ein großer Schwachpunkt, der viele Ideen und Möglichkeiten zunichte macht. Schade und unnötig.

Update 3:
Ralph Hunderlach, Mitglied der Piratenpartei, äußerst sich auf seinem Piratenblog zu Problemzonen:
- die Presse ist an einer kleiner Partei nicht interessiert
- die Piratenpartei wird zu schnell monothematisch betrachtet (“Internetpartei”)
- Mangel an schnellen Erfolgen (inkl. Presseignoranz) frustiert einige Mitglieder
- Aktive Mitglieder werden ausgebremst (Bürokratie, Behörden (verstehe ich nicht))
- offene Diskussionen irritieren Dritte

Mein Resümee
Soweit der vorläufige Einblick von außen in ein junges, kompliziertes Gebilde namens “Piratenpartei”. Ich denke abschließend, insofern mir das einigermaßen möglich ist, dass die Piratenpartei mit Zunahme der Kommunikationsfähigkeiten der User im Netz, aber auch der zunehmenden, punktuellen Beteiligung (die sich ebenfalls immer stärker beobachten lässt) der Netzbürger gute Potentiale hat – sobald die Anlaufjahre überwunden sind, Teamfähigkeit über etablierte Prozesse geschaffen wurde, inklusive einer fokussierten Willensbildung wie auch kraftvollen Informationsversorgung als Agenda-Setter – ein großes Potential hat. Die Basis ist über das Konstrukt der offenen Partizipation, Diskussionsaffinität und Themenorientierung geschaffen worden, aber auch den agierenden Personen, die das Netz atmen und nutzen. So sind frühe Ideen wie “Liquid Democray” organisatorisch angegangen worden, ein sehr gutes und erstaunliches Experiment, neue Möglichkeiten zu versuchen und mit der Zeit zu gehen. Ich denke, es ist die zur Zeit modernste Form, Willensbildung zu manifestieren, die zur Zeit im Netz denkbar ist. Ein Indikator genug, was passiert, wenn sich eine junge Partei formt und erste Ideen umsetzt. Ideen sind stets dazu da, sie zu testen, sie zu justieren, wo auch immer man dann landet. Und kann einen unschätzbaren Vorteil schaffen, je früher man Ideen testet und daraus lernt. Keinen Vorteil schafft es, wenn man nicht mit der Zeit geht (was sich bei anderen Parteien in der radikalen Form von umgesetzten Ideen so nicht beobachten lässt, was zugleich eine Schwäche darstellt. Ideen per se liegt stets etwas Zerstörerisch von Etablierten an sich, umgekehrt erschaffen neue Ideen etwas völlig Neues, zeitgemäßeres, Altes aus vergangenen Generationen hinter sich lassend). Wenn es nach mir geht, ist die Piratenpartei noch nicht innovativ genug, neue Wege zu beschreiten. All die Elemente der jungen Partei sind jetzt schon hochspannend. Klar, es bedingt noch mehr Diskussionen, frustrierende Elemente, wenn man nicht an Innovation glaubt, die schmerzhaft sein kann, wenn man 100x testet und 99x verwirft. An das 1x muss man schon glauben, Frust vergessen können. Aber waren wir Menschen je anders gebaut, wenn es galt, mit der Zeit zu gehen? Niemand weiß, wie man Zukunft zuverlässig bauen und beantworten soll. Testen, klatschen, testen, klatschen, testen, dann nutzen.

Was zunächst hinderlich erscheint, wird womöglich ein großer Vorteil in Zukunft sein. Keiner anderen Partei traue ich potentiell zu, der neuen, politischen Mitmachkultur im Netz entgegenkommende Andockpunkte zu geben, eben weil das Konstrukt idealerweise dazu passt. So schwer der Weg auch ist, politische Willensbildung neuartig zu formen. Ohne Lernen und Versuchen geht es nicht. Das ist klar. Ich drücke Euch die Daumen auf dem steinigen Weg.
robs-blog  kritik  netzpolitik  piratenpartei  politik  from google
may 2011 by Floyboy
Piratenpartei ruft zum Plakatwettbewerb auf
Was macht man, wenn man kein Geld für einen Grafikdesigner ausgeben und trotzdem viele Entwürfe zu einem bestimmten Thema haben will, um sich dann für die beste Idee zu entscheiden? Genau, man ruft einen Wettbewerb aus. Jeder Interessierte kann mitmachen und seine Vorschläge einreichen. Die Entscheidung erfolgt dann im kleinen Kreis. So ähnlich hat es jedenfalls SPD-Kanzlerkandidat Frank Walter Steinmeier vor ein paar Monaten gemacht. Mit Erfolg. Ein Haufen talentierte Hobby-Designer haben sich an dem Logo-Wettbewerb beteiligt und dem Politiker die Entscheidung für die beste Idee sicherlich nicht leicht gemacht. In diesem Fall ging der Gewinner ging aber nicht mit leeren Händen nach Hause, sondern mit schönen Scheck von Steinmeier.

Kein Geld, sondern lediglich Ruhm und Ehre gibt es beim aktuellen Designwettbewerb der Piratenpartei. Bis zum dritten August können “Piraten mit Layout-Software” Plakatvorschläge für den bevorstehenden Bundestagswahlkampf entwerfen, hochladen und zur Diskussion stellen. Ziel der Aktion sei es, ähnlich wie beim Wettbewerb für den Piraten-Spot, mindestens ein bundesweit aufstellbares Wahlplakat zu wählen. Richtlinien für die Entwürfe gibt es nur wenige: Einhaltung von Größenvorgaben sowie von Lizenzbestimmungen bei der Verwendung von fremden Bildmaterial. Sehr löblich. Putzig liest sich auch der Tipp:

Das Wichtigste muss auf dem Plakat immer das größte sein. Wenn man den Parteinamen beim Vorbeifahren nicht lesen kann, hat das Plakat seinen Zweck nicht erfüllt. Nicht nur 5 Textzeilen in 9pt Schrift!! Inhalt muss auf einen Blick erfassbar sein!!

Auch bei der Auswahl der Themenkomplexe gibt es Hilfestellung. Demnach sind Vorschläge besonders in den Bereichen Privatsphäre und Datenschutz, Freie Kultur und Urheberrecht, Netzneutralität und Inhaltsfilter, Transparenz des Staates, Freiheit und Bürgerrechte sowie zu den Themen Open Access, Freies Wissen und Patentwesen erwünscht. Insgesamt sind schon über 40 Plakatvorschläge hochgeladen worden.

Hier meine drei Lieblingsplakate:

(Michael Friedrichs)
Design  Ideen  Internet  Piratenpartei  steinmeier  Wettbewerb  from google
july 2009 by Floyboy

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