robert_basic   20

das internet geht nicht mehr weg
ich mag es gerne, wenn ben_ laut über das internet nachdenkt, zumal er ja, wie ix, ein guter internetkritiker werden wollte. aus seinem text vom 6. august scheint jedoch, finde ix, mehr pessimismus als kritik durch:

Das Netz ist Geld. Mehr Geld als sich das Fernsehen auch nur erträumen konnte. Denn wir selber sind das Netz. Und nichts ist mehr Wert als die Menschen. Google, Amazon, Facebook, Ebay, Microsoft und Twitter haben uns bereits eingekapselt und verdrahtet zu ziehen einen Strom von Geld aus uns heraus. Der Rest ist die Matrix: Ein Illusion von Freiheit und ein Traum von einer digitalen ‘Revolution’, weil es sich davon so schön träumt.

er formuliert eine interessante, leicht verdrehte, interpretation meines republica-2012-vortrags:

Ich glaube langsam aber sicher wird immer deutlicher, was da eigentlich passiert und Felix hatte das auf der Republika schon mal schön gesagt: Soylent Green is People: Das Produkt sind die Kunden, die Waren. Wir sind die Rohstoffe dieser neuen Konzerne. Ich muss dabei immer öfter an das Bild aus dem ersten Teil Matrix denken, wo man die riesigen Türme sieht, in denen die Menschen gehalten werden, um aus Strom zu machen.

so habe ich das freilich nicht gemeint und auch nicht übertitelt. mein vortragsthema lautete: „soylent green, äh, the internet is people!“ ich habe diese offensichtliche selbstverständlichkeit das im positiven sinne gemeint, weil sie nämlich keinesfalls selbstverständlich ist. so schrieb robert basic kürzlich:

Es gibt nur einen Weg: Das Internet von heute muss so schnell wie nur möglich verschrottet und auf der Müllhalde der Geschichte entsorgt werden. Wir sind weder HTML-Wesen noch in Dosen gepresste, geladene Elektronenfragmente, die auf einem simplen Bildschirm wieder zusammengesetzt werden. […]

Wir können uns nicht mit dieser archaischen “Verbrennungsmaschine namens Internet, die Feuer im Hohlraum erzeugt, um ein Metallgestänge in Bewegung zu versetzen” zufrieden geben. Wir dürfen es nicht als die Krone der menschlichen Erfindungsgabe betrachten. Es ist nur ein kleinster Anfang, der uns in 100 Jahren wie die Erfindung des Feuers mittels kohlenstoffhaltigen Rohstoffen (“Holz und Kohle”) lächerlich erscheinen wird.

Es muss durch eine Version ersetzt werden, die den Menschen in ungeahnter Komplettheit übertragen, vermitteln und verstehen lassen kann. Ohne elektronischen Verkürzungen und Modulationen, die wir populär Timeline, Blogposting und YouTube-Videos nennen.

Wenn wir das nicht tun, werden wir uns den Maschinen und ihren schrecklichen Vereinfachungen anpassen.

robert basic übersieht vor lauter HTML, technik, maschinen und internetfeuer, dass das internet eben nicht aus HTML, technik und maschinen besteht, sondern aus dem was menschen damit machen — und das geht über die technik dahinter weit hinaus. das was robert basic da in seiner rhabarbersprache sagt, ist als wenn man kunst und literatur ablehnen würde, weil wir menschen nunmal nicht keine marmor-, ölfarben- oder grammatik- und buchstaben-wesen seien. malerei, bildhauerei, sprache, tanz, mimik, gestik, bloggen, twittern, facebooken (und so weiter) sind (unvollkommene) werkzeuge, die wir benutzen um unsere persönlichkeit und menschlichkeut auszudrücken. aber wir sollten uns davor hüten uns und unser „wesen“ mit den werkzeugen die wir benutzen gleichzusetzen.

dazu kommt: welcher vernunftbegabte mensch betrachtet das internet als die „Krone der menschlichen Erfindungsgabe“? oder wem erscheint die nutzbarmachung des feuers durch die menschen als „lächerlich“? das gegenteil ist der fall, das feuer wird allgemein als der anfang der menschlichen zivilisation gesehen, das streiten noch nicht mal die kreationisten ab. und die letzte frage die ich mir nach der lektüre von basics auswurf stelle: wann und wo und wie kann man menschen in ihrer „ungeahnten Komplettheit“ erfahren, „vermitteln und verstehen“? als ich robert basic mal auf der republica getroffen habe, habe ich einige fragmente seiner persönlichkeit erfahren und er ein paar von mir, selbst meine besten freunde die ich regelmässig treffe, kenne ich nur fragmentarisch. meine frau und mich selbst kann ich nichtmal ansatzweise komplett erfassen — ich (und meine frau) überraschen mich immer wieder mit neuen persönlichkeitsaspekten und -eigenschaften.

menschen sind zu vielschichtig um sie komplett zu erfassen, egal auf welchem weg, egal mit welcher (kultur-) technik.

zugegeben, viel zeit mit jemandem in körperlicher nähe zu verbringen, erleichtert die erfassung der persönlichkeit ungemein. aber genau hier hilft auch das internet, als werkzeug: es hilft mir persönlichkeitsfragmente von fremden und weit entfernten menschen zu erfassen, etwas das ohne internet und schrift eher schwierig war.

aber zurück zum pessimismus von ben_. selbst wenn das internet, wie ben_ postuliert, bereits vom kommerz und der vergoldung von menschlichen aktivitäten beherrscht sein sollte („das Netz ist Geld“), heisst das noch lange nicht, dass freiheit, anarchie, subversivität oder hemmungslose kreativität im netz nicht mehr möglich seien. auch das umwälzungspotenzial und die kraft der disruption von althergebrachtem werden dadurch nicht gebrochen. auch das liegt, verkürzt gesagt, daran, dass das internet aus menschen besteht. der freiheitsdrang, die kreativität von menschen lässt sich zeitweilig vielleicht unterdrücken, aber nie auf dauer. das zeigen der arabische frühling, das aufbrechen des eisernen vorhangs und meinetwegen auch die französische und amerikanische revolution. und star trek.

stellen wir uns das internet als eine stadt oder viele städte vor. gerade in durchkommerzialisierten und -korrumpierten städten wie new york oder moskau bilden sich zwangsläufig nischen und gegenbewegungen — im schatten des kommerzes. zwangsläufig auch deshalb, weil jede aktion eine gegenreaktion auslöst, nicht nur in der physik, sondern vor allem in der menschlichen psyche. allein das revolutionäre potenzial von musik! wie der algerische rapper hamada ben amor sagte:

die musik, die stimme schlägt immer die waffen. das habe ich schon oft gesagt. selbst wenn die regierung über waffen und militär verfügt, die stimme und der wille siegen immer. die revolutionäre kann man töten, die revolution kaum.

soylent green mag es im sinne von ben_ wieder geben („Wir sind die Rohstoffe dieser neuen Konzerne.“), aber es ist ungefährlich, weil wir es wissen. weil wir vernetzt sind und das internet und unsere stimmen zur kommunikation nutzen können. deshalb ist es richtig und gut soylent green die durchkommerzialisierung und ausbeutung der menschen pointiert zu kritisieren, aber es gibt meiner ansicht nach keinen grund pessimistisch zu werden. mehr noch, das netz, gibt in all seiner unvollkommenheit eben nicht nur den geldstrotzenden giganten werkzeuge an die hand, sondern auch dir und mir. und mich zumindest stimmt das optimistisch.
robert_basic  kommerz  internet  geld  soylent_green  benjamin-birkenhake  from google
august 2012 by mxmerz
basic payment II
martin schrob in den kommentaren und ich antworte mal hier statt unter dem kommentar:

Dass Basic ein bißchen balla balla ist - geschenkt. Trotz allem ist der Text Unsinn. Es gibt nunmal content bei dem der Autor froh sein darf, dass er gelesen wird, und es gibt welchen bei dem der Leser froh sein darf ihn konsumieren zu dürfen und deswegen auch bereit ist dafür zu zahlen.

die frage, was will basic eigentlich verkaufen, bzw. was sind leser eigentlich bereit zu kaufen geht mir seit einigen tagen durch den kopf. naja, vielleicht auch seit jahren. klar ist, dass es leute gibt, die bereit sind geld für texte zu zahlen. oder eben gerade nicht. muss ich mal kurz ausholen:

ne zeitung kauf ich mir ja nicht wegen der texte, sondern weil ich mich mit ihr effektiv auf den aktuellen stand der nachrichtenlage (von gestern) bringen kann. und zwar deshalb effektiv, weil sich die zeitung die mühe gemacht hat, alles zu wichten und zusammen zu fassen. ich weiss auch, dass es meinungsstücke gibt, die mir vielleicht helfen mir eine eigene zu bilden oder mich anregen. aber ich kaufe ein paket und weil ich einige erfahrungen mit zeitungen gemacht habe, weiss ich auch was ich bekomme, bzw. ich weiss nicht genau was ich bekommen, aber dass ich etwas bekomme, was einen gewissen qualitätsstandard hat. das geht ein bisschen in die richtung wundertüte, eine these die gabriele fischer im interview mit der gründerszene aufgebracht hat und die von martin weigert als romantisierung von papier abgetan wird.

gleiches gilt für sach-bücher. die kaufe ich auch nicht wegen des wissens das drinsteckt, das krieg ich zur not auch indem ich selbst recherchiere, studiere oder rumfrage, also mühe, zeit und aufmerksamkeit bezahle. sachbücher kaufe ich, weil sich jemand die mühe gemacht hat das vorhandene wissen einzudampfen, zu strukturieren oder verständlich zu machen.

für alles andere gilt: ich bin bereit zu bezahlen, wenn ich erwarte gut unterhalten zu werden. auch das hat wieder mit mühe (des autors) zu tun.

was ich sagen will: erfahrungen und wissen will niemand (mehr) kaufen. erfahrungen und wissen werden nur im gesamtpaket mit anderen teilen gekauft: sorgfältige, schöne, mühevolle aufmachung, exklusivität, sammelwert. was niemand mehr kaufen mag, sind von ahnungslosen journalisten oder bloggern zusammengeklaubte infohäppchen die sie per interview oder rechercheanruf aus experten gequetscht (und unter umständen verfälscht) haben. experten aus allen möglichen bereichen schreiben mehr und mehr selbst ins internet und ich kann mir das wissen dort direkt holen. oder anders gesagt, warum soll ich die 100 besten steuerspartipps in der wiwo kaufen, wenn ich das auch in null komma nix online recherchieren kann oder mich direkt an einen experten (steuerberater) wenden kann. oder die 100 besten windows-tipps und tricks. wer meint damit noch eine zeitschrift verkaufen zu können oder die leute hinter eine paywall locken zu können scheint mir ein bisschen zu gestrig zu sein.

katzen im sack kauft niemand gerne. wenn, und das mag robert basics hoffnung sein, von wohl-etablierten marken oder menschen zu denen ich über die zeit grosses vertrauen aufgebaut habe (es soll ja leute geben, die basic vertrauen oder etwas zutrauen). wenn menschen denen ich vertraue eine empfehlung aussprechen (und sagen, die katze im sack taugt etwas), vermag ich meinen kauf-widerstand vielleicht tatsächlich zu überwinden. aber auch nur dann.

hinzu kommt, dass ich glaube dass die menschen immer weniger bereit sind kostenpflichtige abonnements abzuschliessen. das funktioniert nur bei absoluter knappheit oder exklusivität.

wer wissen verkaufen will muss doppelte oder dreifache mühe aufwenden. einfache mühe reicht gerade mal für interesse. ich weiss, das sind relativ steile thesen die noch einiges an nachdenken erfordern. ich glaube durchaus, dass das mit dem verkaufen von inhalten funktionieren kann, aber dafür muss einiges getan werden.
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june 2011 by toco
basic payment
eigentümliche argumentation: es gibt, sagt robert basic, blogger die sich darüber beklagen, dass ihnen inhalte geklaut oder „wegschmarotzt“ werden (ohne dank und ohne feedback) und dass sie ihre inhalte nicht irgendwie „schützen“ können. robert basic hat ähnliche erfahrungen gemacht, das stört ihn aber nicht: „So what, gestört hat es mich nicht.“ obwohl es ihn nicht stört („Bis jetzt. Auch morgen.“) dass seine inhalte manchmal wegschmarotzt werden, weil er aber schon immer ein „macher“ war, macht er es jetzt einfach mal, nämlich fachbeiträge „zum Thema Bloggerei“ hinter einem paywall schützen. robert basic möchte eine bezahlschranke errichten, nicht weil er glaubt, dass seine inhalte missbraucht werden und nicht weil er die schnauze voll hat von irgendeiner kostenlos- oder dankloskultur hat, sondern weil er es den schwätzern mal zeigen will, wie es gehen könnte, indem er es einfach macht.

mich erinnert das ein bisschen an den schaufenster-aktivismus mancher politiker. nicht weil er glaubt das ein bestimmtes gesetz hilfreich oder nützlich ist, stimmt und kämpft er für ein gesetzt, sondern weil es zeigt, dass er und seine genossen handlungsfähig sind und wenigstens etwas tun, stimmt er für das gesetz. klassicher aktionismus: ich glaube nicht dass es ein problem gibt, aber ich tue jetzt mal was dagegen!

jaja. schon klar; um es mit sascha lobo und gerade nicht mit konrad adenauer auszudrücken: was wir jetzt nicht brauchen, sind keine experiemente. nur, gerade an bezahlschranken-experimenten herscht meiner wahrnehmung nach kein mangel. und ich frage mich, was will robert basic eigentlich verkaufen?

seine erfahrungen, sein wissen? warum sollte man erfahrungen, wissen oder selbstreflektion gerade in hektisch und unpräsize geschriebener blogartikel-form kaufen?

wissen funktioniert nicht wie schuhe, die man im laden erstmal ausprobiert und dann vielleicht kauft. wissen oder erfahrungen bezahlt man mit aufmerksamkeit und mühe. schuhe mit geld. wissen kann man nicht ausprobieren, wenn man es kaufen möchte, kauft man es im sack. robert basic will also säcke verkaufen.

ich glaube ich muss weiter ausholen um mein unverständnis für diese aktion zum ausdruck zu bringen. denn ich sehe es anders als basic geradezu als privileg an, als ehre, dass andere sich (manchmal) die mühe machen meine texte zu lesen. möglicherweise habe ich tatsächlich das eine oder andere wissensfragment oder die eine oder andere erfahrung gemacht und vielleicht gar nicht mal so dumme schlussfolgerungen daraus gezogen, die ich in meinen texten weitergeben kann, aber ich sehe tatsächlich mich in der bringschuld und nicht meine leser.

das privileg das ich geniesse ist, dass es menschen gibt die mir aufmerksamkeit schenken, die meine zusammengeklaubten gedanken, erfahrungen und wissen und meine reflektion darüber aufnehmen, weiterverarbeiten, weitertragen, korrigieren, neu ausrichten oder mich gar zum umdenken, nachdenken, reden oder dazulernen bringen. dafür müsste ich doch eigentlich zahlen. und tatsächlich zahle ich dafür, mit ein bisschen mühe und ein bisschen zeit, aber was ich bekomme ist viel mehr wert als geld: aufmerksamkeit. gesprächseinladungen. aufforderungen weiter nachzudenken. möglichkeiten zu wachsen und zu lernen.

ich habe auch eine paywall. eine umgekehrte. schon immer. ich bezahle meine leser, mit mühe. mal mehr, mal weniger. aber eines ist klar. nicht die leser sind schuld wenn dieser deal ins ungleichgewicht gerät, sondern ich allein. manchmal bin ich nicht bereit genug mühe aufzuwenden und wähle den billigen, müheloseren weg, billige polemik, lieblose texte, halbgare gedanken, aufmerksamkeitsbettelei, doofe fotos, halbgare gedanken. wenn ich nicht genug zahle, bekomme ich auch nichts zurück.

beim müll ist das übrigens ähnlich. ich zahle dafür, dass ihn jemand wegschafft. das diejenigen, die meinen müll gegen geld wegschaffen damit teilweise ein vielfaches verdienen, durch recycling, verbrennung oder staatliche subventionstopfananbohrung ist mir doch erstmal egal (aber sowas von). wenn ich hingegen der meinung bin, mein müll sei bares geld wert, dann kann ich ihn natürlich zuhause sammeln und versuchen dem meistbietenden zu verkaufen. wenn ich ein „macher“ bin, bereitet mir diese müllsammlung vielleicht sogar vergnügen und vielleicht lerne ich daraus sogar etwas. aber falls mich jemand fragen sollte: ich bin froh dass jemand den müll wegbringt und damit macht was er will.

* * *

[nachtrag 23.06.2011]
hier hab ich noch ein paar vertiefende steile thesen angehängt.
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june 2011 by toco
Blogkrise verschärft sich
Manche Blogs werden zwangsgeräumt, andere versteigert oder verschenkt. Manche lancieren Spendenaufrufe, andere geben ganz auf oder relaunchen, was das Zeug hält. Und einige kommen gar nicht aus den Puschen oder sind eingefroren – wie die Blogcharts. Robert Basic, Ex-Vordenker von Basic Thinking, zieht ernüchtert Bilanz. [...]

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january 2011 by Floyboy
PDF-Dateien online nachbearbeiten
Die Seite nennt sich PDFVue und nach einem kleinen Test gehört der Service zu meinen Dauerbookmarks. Hatte eine PDF-Datei hochgeladen, Texte, Bilder, Markierungen ergänzt. Obacht: Man verändert nicht die bestehenden Inhalte, man “malt” lediglich sozusagen drüber.
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march 2009 by paukner
Fehlende Relevanz? Das Daimler-Blog von der mediaclinique seziert
“Von einem Corporate Blog erwarte ich Relevanz”, schreibt Ralf Schwartz (mediaclinique) und wirft dem Blog von Daimler einen Mangel an eben dieser vor. Robert Basic bzw. sein Basic Thinking Blog landet bei dieser Gelegenheit im selben Topf, denn beide hätten “das gleiche Niveau”, nämlich das eines “Poesiealbums”.

Das ist schon ziemlich starker Tobak. Gut, dass Uwe Knaus über Twitter darauf aufmerksam gemacht hat. Denn die “mediaclinique” kannte ich bislang nicht, was bei einem Technorati-Rank von 4.614.223 aber auch entschuldbar ist. Das Blog von Daimler wird bei Technorati derzeit übrigens auf Rang 75.080 geführt…

Woher kommt das Fehlurteil der mediaclinique?

Ralf Schwartz betrachtet die Medienwelt eben noch zu stark durch die alte Brille. Was er schreibt, hat nichts mit Corporate Blogs, aber viel mit klassischen Medien zu tun. Immerhin ist er selbst dem Web 2.0 schon auf der Spur und führt ein eigenes Blog (seit Dezember 2007).

Das ist gut, denn so kann er die Mechanismen und Wirkungen von Blogs am eigenen Objekt studieren. Und wenn er damit mal da angekommen ist, wo Robert Basic in Deutschland, oder in den USA etwa ein Seth Godin stehen, bin ich gerne bereit, von ihm noch etwas über Relevanz zu lernen. Vielleicht wird Daimler dann auch nicht nur über ihn twittern, sondern Rolf Schwartz auch nach Stuttgart einladen…
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september 2008 by dominik
traffic-krümmel auflesen
der guardian hat die 50 angeblich mächtigsten weblogs zusammengestellt. an platz eins, die huffington post.

abgesehen davon, dass wir im deutschsprachigem raum auch jemanden wie ariana huffington gebrauchen könnten, jemand der nicht nur geld, sondern auch idealismus, enthusiasmus und vor allem so viel begeisterungsfähigkeit mitbringt, dass er oder sie lahmarschige voll-, halb- oder viertelpromis zum ins internet schreiben motivieren könnte — abgesehen davon zeigt die analyse des guardian wie wichtig eine person wäre, die den aufbau eines solchen angebots nicht für irgendeinen grossverlag zur pfründenrettung, bzw. für die rendite, durchzieht, sondern die aus leidenschaft publiziert und schreibt und auch bereit ist dafür anfangs teile ihres vermögens zu opfern. mäzenatentum statt projektarbeit von abteilungsleitern.

und wenn es klappt, dann sehen die, die zuerst da waren schnell ziemlich alt aus:
To borrow the gold-rush simile beloved of web pioneers, Huffington’s success made the first generation of bloggers look like two-bit prospectors panning for nuggets in shallow creeks before the big mining operations moved in. In the era pre-Huffington, big media companies ignored the web, or feared it; post-Huffington they started to treat it as just another marketplace, open to exploitation. Three years on, Rupert Murdoch owns MySpace, while newbie amateur bloggers have to gather traffic crumbs from under the table of the big-time publishers. (quelle)
robert basic steht übrigens als einziges deutschsprachiges angebot in der liste auf platz 19. [via] (kommentare)(autor: felix schwenzel)
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march 2008 by dominik

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