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Generation Praktikum: „Ihr habt es ja so gut“ ¶ kattascha
Katharina Nocun:
Ich bin sauer. Es wurde nie langfristig gedacht, immer nur bis zur nächsten Wahl. Egal ob bei der Wirtschaft, bei der Bildung, in der Umwelt- oder Familienpolitik oder bei den Sozialsystemen. Ich könnte ja sagen, dass es mir egal wäre. Das wäre sicher bequemer. Und irgendwie ist der ganze Missstand auch dermaßen demotivierend und irgendwie auch beängstigend, dass man gar nicht weiß wo man anfangen sollte. Aber leider wird mich das alles noch zu Lebzeiten einholen. Verdrängen gilt also nicht. Was mich wirklich wütend macht, ist das Fehlen von Visionen in den Parlamenten. Visionen nicht etwa für die nächsten 5 Jahre. Sondern Visionen für die Zukunft einer ganzen Generation. Meiner Generation.

Ich überlege in letzter Zeit ernsthaft, aktiv Politik zu machen. Hätt ich ja auch nie gedacht.
katharina-nocun  piratenpartei 
august 2013 by mxmerz
Katharina Nocun: "Wir werden belogen und hingehalten" | ZEIT ONLINE
<b>ZEIT ONLINE:</b> Aber was Facebook mit meinen Daten macht, fällt doch nicht in die Verantwortung des deutschen Innenministers Hans-Peter Friedrich.

<b>Nocun:</b> Prism ist ein millionenfacher Einbruch der Geheimdienste in unsere digitale Intimsphäre. Es geht um Grundrechte: Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Telekommunikationsgeheimnis und die Würde des Menschen. Wir werden von Bundesregierung und Innenministerium belogen und hingehalten, wenn es um die Mitwisserschaft deutscher Behörden geht. Bei global agierenden Werbeunternehmen sind wir das Produkt und nicht der Kunde. Grundrechtsschutz gehört nicht zum Geschäftskonzept, das muss der Staat durchsetzen. Europa sollte hier hohe Standards setzen. Das zuständige Innenministerium unter Friedrich hat sich vor Prism deutlich für eine Aufweichung und nicht für eine Stärkung von Datenschutz und Bürgerrechten eingesetzt. Unter welchen Voraussetzungen sich der Staat bei Unternehmen bedienen darf, ist eine politische Frage. Und hier haben sich die Bundesregierung unter Frau Merkel, aber auch die Vorgängerregierung unter Schröder, für Grundrechtsabbau ausgesprochen. Dafür tragen sie sehr wohl die Verantwortung.

<b>ZEIT ONLINE:</b> Welches Interesse sollte die Bundesregierung daran haben, ihre Bürger zu belügen? Das ist schon ein starker Vorwurf.

<b>Nocun:</b> Bei einer lückenlosen Aufklärung müsste die Regierung wohl oder übel Fehler eingestehen – und das Verhältnis von CDU/CSU zur Überwachung müsste grundlegend auf den Prüfstand gestellt werden. Da sich Ronald Pofalla erst nach über sechs Wochen seit Snowdens ersten Veröffentlichungen bemüßigt fühlt, sich zu Wort zu melden, müssen wir davon ausgehen, dass die Aufklärung bewusst in die Länge gezogen wird. Bis nach dem Wahltermin am 22. September.

Die Zeit ist ja echt putzig. “Welches Interesse sollte die Bundesregierung daran haben, ihre Bürger zu belügen?”
katharina-nocun  piratenpartei  überwachung  privatsphäre  af  angela-merkel  hans-peter-friedrich 
july 2013 by mxmerz

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