islam   24382

« earlier    

Kardinal Schönborn: ”Islam har sin Upplysningstid framför sig” | Signum
Gud give att den inte måtte pågå så länge, men det handlar om maktställningen mellan sunniter och shiiter, som dåförtiden i Europa mellan katoliker och protestanter. Efter detta krig, som ledde till fullständig utmattning, följde den period som kallas Upplysningen, då man insåg att man måste göra åtskillnad mellan religion och politik. Denna läxa har islam ännu framför sig att lära.
catholic  catholic_social_teaching  political_theology  enlightenment  islam 
5 hours ago by benjekman
Taken for a Ride? Islam and Religious Liberty - Crisis Magazine
The central question is: Is Islam like any other religion, particularly with respect to the First Amendment's understanding of "religion."
religious-freedom  politics  Islam 
3 days ago by mario.d
Fintech Startup Report Concludes Bitcoin Is ‘Generally Permissible’ Under Sharia Law
A report by Mufti Muhammad Abu Bakar argues that Bitcoin and other cryptocurrencies are generally permitted under Sharia law.
bitcoin  islam  religion  finance 
6 days ago by pankkake
Echo ǀ Schmocktransformation — der Freitag
Wer sich ernsthaft mit Antisemitismus in Deutschland auseinandersetzen will, muss die Vertriebskanäle studieren und jenes riesige Netz metastasierender Verschwörungstheorien. Die Rapszene, die mehr als jeder andere Teil der Gesellschaft auch Außenseiter willkommen heißt, ist dafür ein Knotenpunkt. Seit dem 11. September hat sich online die Annahme – die Erkenntnis – verbreitet, dass jedes gesicherte Wissen eine Lüge ist. So ist jüngst die Flat Earth Theory wieder populär geworden. Allein in den letzten zwei Monaten haben sich einige bekannte deutschen Rapper wie Hustensaft Jüngling, Kianusch, sowie Fler auf die eine oder andere Art auf diese Theorie bezogen. Wenn sogar angezweifelt wird, dass die Erde eine Kugel ist, warum nicht auch die „offizielle Version“ des Holocausts?

Dabei bringt es nichts, über Antisemitismus im Deutschrap (oder unter Migranten) zu sprechen, ohne Antisemitismus unter Deutschen zu erwähnen. Eine Studie hat jüngst herausgefunden, dass 25 Prozent aller Deutschen finden, dass “viele Juden versuchen, aus der Vergangenheit des Dritten Reiches heute ihren Vorteil zu ziehen” und 40 Prozent stimmen der Aussage “Bei der Politik, die Israel macht, kann ich gut verstehen, dass man etwas gegen Juden hat”, zu. Dabei haben sich Deutsche anerzogen, zum Thema Juden und Judentum immer nur das Richtige zu sagen, die Ergebnisse können also noch als vorsichtige Schätzung gelten. Wenn ich mir diese Zahlen anschaue, und mich an den gewöhnlichen Schulhofantisemitismus erinnere, den ich in meiner Kindheit und Jugend in Berlin erfuhr, wo “Jude” ein gängiges Schimpfwort war, überrascht mich eher dass es nicht mehr offene Antisemiten im Deutschrap gibt.

Wer in dieser Debatte fehlt, sind Juden selbst. Der deutsche Antisemitismus ist ein Antisemitismus, der fast ganz ohne eigene Juden auskommt. Für Kollegah ist “der Jude” nur eine Chiffre, als Symbol für internationale Macht. Echte, lebendige Juden kommen in seiner Welt sehr selten vor. Nur einmal, so erzählt er gerne, hatte er einen jüdischen Freund, den Rapper Sun Diego. Bis zu einem Streit. Was Kollegah dabei nicht erwähnt, ist der Titel des Disstracks, den er dann gegen ihn aufnahm: “Hurensohn Holocaust”.

Rap lebt davon, Tabus zu brechen, und in Deutschland gibt es natürlich kein größeres Tabu als die nationalsozialistische Vergangenheit. Kool Savas, der erste deutsche Rapper mit Weltklasseflow, verkündete auf einem frühen Song Ende der Neunziger, dass er ein Nazi sei und Adolf Hitler sein Vater; Bushido, der erste deutsche Rap-Superstar, verkündete, dass er “Rap wieder in die Dreißiger” bringe. Pure Provokation, und auch eine Abgrenzung zum harmlosen Studentenrap aus München, Stuttgart und Hamburg.

Rapper mit Migrationshintergrund erfanden diese Strategie und biodeutsche Rapper griffen sie dankbar auf. Vor ihren Zerwürfnissen fungierte der Rapper Fler als Bushidos Sidekick – als die Art Deutscher, die in meiner Kindheit in Berlin “blonde Türken” genannt wurden. Fler betont immer wieder, dass er unter Menschen mit Migrationshintergrund aufgewachsen sei und sich deswegen als Deutscher ausgegrenzt fühlte. ‘Wenn sie auf ihre Wurzeln stolz sein könnten, warum darf ich das nicht?’ war die zentrale Frage in seinem Ideenkosmos. Daran schloss sich die Frage ‘Warum kann ich als Deutscher kein richtiger Mann sein?’ an.

Beide, Bushido und Fler, waren damals bei Aggro, einem Label mit perfekter Marktstrategie: Deutschrap als Populismus für 13- und 14-Jährige. Auf Aggro waren Battlerapper vertreten, mit jeweils individueller Note: Sido fuhr die Kiffernummer, B-Tight fuhr die Schwarzennummer, und Fler fuhr die Stolzer-Deutscher-Nummer: “schwarz-rot-gold, hart und stolz” war sein Credo.

Rap lebt davon, Tabus zu brechen, und in Deutschland gibt es natürlich kein größeres Tabu als die nationalsozialistische Vergangenheit. Kool Savas, der erste deutsche Rapper mit Weltklasseflow, verkündete auf einem frühen Song Ende der Neunziger, dass er ein Nazi sei und Adolf Hitler sein Vater; Bushido, der erste deutsche Rap-Superstar, verkündete, dass er “Rap wieder in die Dreißiger” bringe. Pure Provokation, und auch eine Abgrenzung zum harmlosen Studentenrap aus München, Stuttgart und Hamburg.

Rapper mit Migrationshintergrund erfanden diese Strategie und biodeutsche Rapper griffen sie dankbar auf. Vor ihren Zerwürfnissen fungierte der Rapper Fler als Bushidos Sidekick – als die Art Deutscher, die in meiner Kindheit in Berlin “blonde Türken” genannt wurden. Fler betont immer wieder, dass er unter Menschen mit Migrationshintergrund aufgewachsen sei und sich deswegen als Deutscher ausgegrenzt fühlte. ‘Wenn sie auf ihre Wurzeln stolz sein könnten, warum darf ich das nicht?’ war die zentrale Frage in seinem Ideenkosmos. Daran schloss sich die Frage ‘Warum kann ich als Deutscher kein richtiger Mann sein?’ an.

Beide, Bushido und Fler, waren damals bei Aggro, einem Label mit perfekter Marktstrategie: Deutschrap als Populismus für 13- und 14-Jährige. Auf Aggro waren Battlerapper vertreten, mit jeweils individueller Note: Sido fuhr die Kiffernummer, B-Tight fuhr die Schwarzennummer, und Fler fuhr die Stolzer-Deutscher-Nummer: “schwarz-rot-gold, hart und stolz” war sein Credo.
Kollegah zeigte, wie gut Deutsch sich für Rap eignen kann. Keine andere Sprache reimt sich besser, keine bietet mehr Möglichkeiten für Wortspiele. Kollegah machte daraus eine sarkastische Satire auf Rap selbst. Seine Texte listeten meist nur die üblichen Chauvi-Klischees auf, aber das in Gestalt von so guten Punchlines und Gags, dass auch Gegner von Frauenverachtung, Gewalt gegen Schwächere, Drogenhandel und Nazi-Metaphorik an ihnen Freude fanden und die satirischen Aspekte goutieren konnten.

Irgendwann, vielleicht zwischen dem “Zuhältertape 3” und “Jung, brutal, gutaussehend 2”, der Fortsetzung seines Buddy-Movies in Rapform mit Farid Bang, wurde sein Flow müde, seine Wortspiele lahmer. Ironischerweise explodierte zur gleichen Zeit seine Karriere. “JBG2” sprang auf die Nummer 1 der Charts, als erstes Album aus dieser Rapsparte. Kollegah dampfte sein Konzept auf die wesentlichen Elemente ein. Seine nächsten Alben hießen "King" und "Imperator". Kollegahs populistische Phase hatte begonnen.

Sein neuer Flow war aggressiver, seine Stimme tiefer (eine Folge des Pumpens, wie er behauptet), sein Auftreten autoritärer. Wie ein Politiker vertrat er jetzt eine zentrale Botschaft über Kampf und Triumph. Er gab sich volksnah und erzählte von den wichtigsten Stationen seines Lebens: eine Kindheit ohne elterliche Fürsorge, Selbstbehauptung als „Deutscher unter Kanacks”, Drogenhandel, Rap-Revolution und schließlich die Stählung seines Körpers.

Auf Mixtapes war Kollegah zwischendurch fast so verspielt, entspannt und lustig wie früher, doch das Album “Imperator” zeigte ihn von seiner düstersten Seite. Der Flow war schleppend, der Humor aufgebraucht. Die Single “Hardcore” war nur noch wegen des Videos und seiner Anleihen bei Mad Max (mit Umweg über “California Love”) und vor allem bei Nazi-Ikonographien von Bedeutung.

Nebenbei veröffentlichte er epische politische Songs als Gratistracks. Der dritte Teil dieser Trilogie, “Apokalypse”, ist fast eine Ode an den Antisemitismus. Der Song will satanistische Mächte enthüllen, deren Einfluss sich von Babylon über König Salomon hin zu den Illuminaten zieht, und macht dabei speziell 13 Familien aus, die die gesamte Erde beherrschen, um dann eine Linie zu Banken zu ziehen, Ausbeutung, Waffendeals, Entvölkerung und schließlich der Apokalypse. Am Ende steht ein Kampf zwischen Kollegah und dem Teufel um die Seele des Planeten, der in Jerusalem stattfindet. Danach geben sich alle Religionen (fast alle: „Buddhisten, Muslime und Christen“ zählt er auf) die Hand und bauen die Welt wieder auf.

Der Schlüssel sind die “13 Familien”, von denen Kollegah spricht, weil sie einen Hinweis auf seine Quellen geben. Der Verfasser dieser Theorie ist der rechte christliche Verschwörungstheoretiker Fritz Spengmeier. Sein Buch “Bloodlines of the Illuminati” (auf der Webseite der CIA einsehbar, da es in Bin Laden’s Abbottabad Compound gefunden wurde) listet eine Reihe jüdischer (aber auch satanischer) Familien auf, um dann festzustellen, Spoilerwarnung, dass “diejenigen, die sagen, dass diese Verschwörung jüdischer Natur ist, richtig liegen...Eine der ersten Gruppen, an deren Kontrolle Satan gearbeitet hat, waren die Juden...Aber es wäre ein Irrtum, von einer jüdischen Verschwörung zu sprechen. Der Vater von allem ist Satan.” Kollegah, der sich gerne intellektuell gibt und während seiner Zeit als angeblicher Dealer auch noch nebenbei ein Buch des türkischen Kreationisten und Holocaustleugners Harun Yahya übersetzt hat, vertraut also nur den glaubwürdigsten Quellen.
islam  antisem  rap  pop 
7 days ago by MicrowebOrg
Quellentext: Islamfeindlichkeit und Antisemitismus ähneln einander
Mit seiner These, dass in den Quellschriften des Antisemitismus aus dem 19. Jahrhundert ähnliche Argumentationslinien und Schuldzuweisungen zu finden seien, wie sie heute Islamfeinde nutzen, löste Wolfgang Benz, ehemaliger Leiter des Zentrums für Antisemitismusfoschung, in der Wissenschaft und in den Medien eine heftige Debatte aus. Für seinen vergleichenden Blick auf Islamfeindlichkeit und Antisemitismus erntete er sehr viel Kritik, zum Teil aber auch Unterstützung. Um die Kontroverse nachvollziehbar zu machen, erscheint hier als Quellentext ein Auszug aus seinem Buch "Wir oder Scharia – Islamfeindliche Kampagnen im Rechtsextremismus" (Wochenschau-Verlag 2011), in dem Benz seine These näher erläutert.
bpb  antisemitismus  history  recommended  islam 
8 days ago by blumenberg
openottoman.org
Open Ottoman Gazetteers A major goal of OpenOttoman is to develop and provide access to gazetteers of Ottoman world places.  This goal is achieved through three mechanisms: Use of an institutional repository for gazetteer databases affiliated with OpenOttoman. via Pocket
gazetteer  islam  geo 
8 days ago by kintopp
Islam and the Rule of Justice: Image and Reality in Muslim Law and Culture, Rosen
"In the West, we tend to think of Islamic law as an arcane and rigid legal system, bound by formulaic texts yet suffused by unfettered discretion. While judges may indeed refer to passages in the classical texts or have recourse to their own orientations, images of binding doctrine and unbounded choice do not reflect the full reality of the Islamic law in its everyday practice. Whether in the Arabic-speaking world, the Muslim portions of South and Southeast Asia, or the countries to which many Muslims have migrated, Islamic law works is readily misunderstood if the local cultures in which it is embedded are not taken into account.
"With Islam and the Rule of Justice, Lawrence Rosen analyzes a number of these misperceptions. Drawing on specific cases, he explores the application of Islamic law to the treatment of women (who win most of their cases), the relations between Muslims and Jews (which frequently involve close personal and financial ties), and the structure of widespread corruption (which played a key role in prompting the Arab Spring). From these case studie the role of informal mechanisms in the resolution of local disputes. The author also provides a close reading of the trial of Zacarias Moussaoui, who was charged in an American court with helping to carry out the 9/11 attacks, using insights into how Islamic justice works to explain the defendant’s actions during the trial. The book closes with an examination of how Islamic cultural concepts may come to bear on the constitutional structure and legal reforms many Muslim countries have been undertaking."
to:NB  books:noted  law  islam  anthropology 
11 days ago by cshalizi
The Most Intolerant Wins: The Dictatorship of the Small Minority – INCERTO – Medium
Society doesn’t evolve by consensus, voting, majority, committees, verbose meeting, academic conferences, and polling; only a few people suffice to disproportionately move the needle. All one needs is an asymmetric rule somewhere. And asymmetry is present in about everything.
culture  religion  history  food  judaism  christianity  islam  rome  greece  isil 
12 days ago by pozorvlak

« earlier    

related tags

19th_century_history  2018  20th_century_history  afghanistan  alchemy  anthropology  antiquity  antisem  antisemitism  antisemitismus  arabia  aristotle  art  asia  atheism  bible  bigotry  bio  bitcoin  books  books:noted  bpb  broad-econ  brooklyn  buddhism  calendar  catholic  catholic_social_teaching  causation  charismatic  chemistry  china  chineseculture  chrisianity  christianity  church-state  civilunrest  comparison  conquest-empire  correlation  course  courts  crhesi  crime  crisis  csu  culture  dc:creator=maliknesrine  dctagged  degrees-of-freedom  developing-world  discrimination  discussion  diversity  dresden  drink  drupal  duality  eden-heaven  egalitarianism-hierarchy  enlightenment-renaissance-restoration-reformation  enlightenment  europe  explanans  expression-survival  facebook  farmers-and-foragers  feminism  finance  firsthand  food  foreignaffairs  fpm  france  gazetteer  gender-diff  gender  general-survey  genocide  geo  germany  gnxp  good-evil  good  greece  halal  hatred  highereducation  hijab  history  humans  identity-politics  ideology  ifttt  images  immigration  in_nb  in_wishlist  indonesia  inequality  institutions  integration  interreligious  interview  intricacy  iran  iron-age  isil  isis  islamic-culture  islamism  islamophobia  israel  janus  jesus  journalism  judaism  justice  lang:de  language  law  lectures  left  letters  like  malaysia  medicine  medieval  mediterranean  mena  meta:medicine  middle_east  middleeast  migration  morality  morocco  muslim-world  muslims  nazis  ncpin  ncv  news  nl  non_binary  nrw  nyc  nydailynews  nypd  occident  op-ed  opensource  orf  orient  pakistan  parenting  patriarchy  pegida  persecution  persia  philosophy  pocket  podcast  police  political_theology  politics  politics_sverige  poll  pop  prejudice  preprint  psychiatry  quran  race  racism  radar  rap  rationality  reason  recommended  reflection  religion  religious-freedom  religious  religious_freedom  results  rome  roots  rot  rotterdam  saudi  saudiarabia  science  scitariat  secularism  seehofer  sexism  shaarli💫  sharia  shite  sinosphere  social  society  sociology  south_east_asia  studie  study  sunni  superstition  surveillance  survey  svenska_kyrkan  svenskkristenhet  taliban  teaching  terror  terrorism  the-classics  the-great-west-whale  theos  to:nb  topics  trade  trans  turchin  twitter  uniqueness  unnecessaryviolence  unseen  usa  utopia-dystopia  values  video  vienna  vietnam  vikings  violence  wallstreetjournal  wapo  westminster  whoa  wikipedia  women  world  writing  youtube 

Copy this bookmark:



description:


tags: