drittegenerationost   17

Brief ǀ An die Westdeutschen — der Freitag (2014)
Wir sollten nach dem Mauerfall verschwinden, so schnell wie wir gekommen waren, und uns in euch und mit euch in Wohlgefallen auflösen. Ich habe das auch gedacht, ich dachte auch, die Zeit heilt alle Wunden. Aber unsere Wunden sind tief, eure übrigens genauso wie unsere.

Und nun sind wir eher so geblieben, wie wir waren, und haben heute ein Selbstbewusstsein, das wahrscheinlich größer ist als je zuvor in den vergangenen 25 Jahren. Auch dank Angela Merkel und Joachim Gauck, dank dem zwölfjährigen Abitur und unserer Kinderbetreuung. Und selbst von jenen, die damals noch kleine Kinder waren, empfinden sich heute noch viele als Ostdeutsche; und sie sagen das fast lauter, als ihre Eltern es je gesagt haben. Ihr haltet das für übertrieben. Und
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march 2019 by Cervus
Historiker über die Treuhand: „Es gab Proteste, Streiks, Drohbriefe“
Wenn Sie mit Ihrem Buch in Ostdeutschland auftreten, wie sind dann die Reaktionen?
In Ostdeutschland bekommt man auch in kleineren Städten bei perfektem Sommerwetter schnell sechzig Leute in einen überhitzten Saal. Die lauschen andächtig und haben dann ein großes Bedürfnis, darüber zu reden. Die sind froh, dass sie über ihre Umbrucherfahrungen sprechen dürfen.
Aber das dürfen sie doch.
Natürlich. Und sie tun es auch sehr intensiv im Privaten. Aber in der Medienöffentlichkeit, auch in der wissenschaftlichen und politischen Öffentlichkeit spielen diese Ost-West-Themen, diese intensiven Umbrucherfahrungen kaum eine Rolle. Das fängt bei der Bundesregierung an, bei der Bundeskanzlerin. Und das setzt sich fort in einem weitgehenden Desinteresse in Westdeutschland.
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december 2018 by Cervus
Der Generationenmythos
Dieser Artikel zeigt, dass deutsche Nachkriegskohorten sich kaum in ihren Einstellungen unterscheiden, weder in Bezug auf Lebensziele noch in Bezug auf Sorgen oder gesellschaftliches und politisches Engagement. Diese Kohorteneffekte werden unter Kontrolle von Alters- und Periodeneffekten mit bis zu 551.664 Beobachtungen von bis zu 76.161 Individuen des Sozio-oekonomischen Panels berechnet. Die Ergebnisse zeigen, dass von der Literatur postulierte Generationsunterschiede zwischen der sogenannten Generation Y, X, den Babyboomern, den ’68ern sowie der sogenannten Skeptischen Nachkriegsgeneration in Wirklichkeit kaum existieren. Weithin verbreitete Vorstellungen, wie Generationen sich in ihren Einstellungen unterscheiden, finden sich somit empirisch nicht bestätigt. Angesichts dessen sind Umfragen wie die Shell Jugendstudie wenig sinnvoll, ebenso wie eine Managementliteratur, die Ratschläge zum Umgang mit Generationenunterschieden gibt, welche empirisch nicht feststellbar sind.
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november 2018 by Cervus
Lokalhelden - Hilfe für den Neuanfang auf dem Land
Sich selbständig machen, dort wo eigentlich niemand hin möchte - in den entlegensten Ecken Brandenburgs, Sachsens oder Thüringens. Dabei helfen die "Lokalhelden". In Berlin gibt es das nötige Handwerkszeug dafür, mit einer Gründerwerkstatt, die mittels Workshops das nötige Wissen vermittelt und kompetente Beratung und Netzwerkkontakte bereitstellt.
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march 2018 by Cervus
Universitäten im Osten suchen Studenten aus dem Westen
“Die Lösung aus der Sicht von Hochschulmanagern und Politikern: Abiturienten aus dem Westen sollen sich im Osten einschreiben. Doch die zieren sich. […] Die aktuellen politischen Entwicklungen tragen nicht unbedingt dazu bei, das Image des Ostens aufzupolieren.”
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january 2018 by Cervus
Vom Ende der Sprachlosigkeit
“Die Wiedervereinigung wird bis heute als Erfolgsgeschichte erzählt, die sie zweifellos auch ist: Deutschland ist stark und angesehen in der Welt, und wer heute in den Osten des Landes fährt, sieht eine saubere Umwelt, intakte Straßen, herausgeputzte Städte und Dörfer. Aus dem Blick geraten dabei die Menschen, die die Wiedervereinigung aus der Bahn warf.”
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august 2017 by Cervus
Generation’89 — Growing up in the year of change
It is the untold story of the reunification - the year of change from the perspective of six teenagers from East Germany. They jointly remember what happened 25 years ago. At that time, in the fall of ’89, they are too young to fit into the usual grid of ‘stasi victim’ or ‘east German nostalgics’, too old to simply grow up in the new Germany as if nothing had happened.

Generation’89 - Growing up in the year of change is the long overdue different perspective on the fall of the Berlin wall and the German reunification.
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november 2016 by Cervus
Wanderungsbilanz: Da sind wir wieder
Jahrelang wanderten Ostdeutsche in die alten Länder ab. Eine große Untersuchung zeigt: Das kehrt sich um.
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july 2012 by Cervus
Ostdeutsche: Auf der Suche nach einem Platz in Deutschland
Worin sich die Ost-Kompetenz der Mittdreißiger konkret zeigt, bleibt schwer greifbar. Denn die 3te Generation Ostversucht, auf den Marktplätzen und in den Gesprächsrunden ihrer Tour etwas zu vermitteln, was sie selbst noch sucht.
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june 2012 by Cervus
Besser Schwedt als nie - Freie Presse
In der Uckermark stellt sich die Frage: Wie sehr prägt der Ruf einer Stadt das Leben vor Ort?
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june 2012 by Cervus
Die Ossis auf dem Heimweg
Nachdem sie auf der Suche nach besseren Arbeitsplätzen in den Westen zogen, kehren die Einwohner der ehemaligen DDR heute wieder in ihre Heimat zurück. Dabei kommt ihnen der Konjunkturaufschwung im Osten zugute, der auf die Jahre des stockenden Wachstums folgte.
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may 2012 by Cervus
Der Vatermord fällt wegen Schwäche aus - Der Philosoph Thomas Schubert über Generationensolidarität als ostdeutsches Nachwendephänomen
Die Generation der „Wendekinder“ sei die erste unschuldige, unbelastete Generation. Erst das Einrücken dieser, zweisprachig aufgewachsenen Generation in verantwortliche Positionen stelle die Vollendung der Wende und der inneren Einheit dar. Vielleicht erfolge durch sie doch noch das „68 Ost“. Zu beachten sei jedoch, dass es kein Schlussstrichgebot und keinen Diskussionszwang gebe, so Schubert.
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may 2012 by Cervus
Schwedt soll cool werden - Märkische Oderzeitung
Was hat Berlin, was Schwedt nicht hat? Kann auch Schwedt cool werden, damit junge Leute, oder aktuell junge Fachkräfte für die Kinderklinik, gerne hier leben? Ein Berliner Team will es versuchen.
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april 2012 by Cervus
Lehrereinstellungsbedarf und Lehrereinstellungsangebot in der Bundesrepublik Deutschland - Modellrechnung 2010 – 2020: Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK)
In den östlichen Ländern wird der Einstellungsbedarf bis 2020 deutlich zunehmen und zu einer verstärkten Nachfrage nach Lehrkräften in allen Schulformen führen. Sofern bei den Studierenden kein größeres Interesse am Lehrerberuf geweckt werden kann, wird in den östlichen Ländern eine Mangelsituation auf dem Lehrerarbeitsmarkt eintreten.
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april 2012 by Cervus
Phantomschmerz am Zonenrand – Schwedt
Schwedt, die Perle der Uckermark, wurde von der DDR neu erfunden: vom idyllischen Tabakstädtchen zum Industriestandort, in den 60er-Jahren Magnet für die aufbaueuphorisch-proletarische Spur-der-Steine-Jugend. Was aber ist aus der nächsten Generation geworden, die ihre Jugend als Grenzfall zwischen DDR-Plattenbau-Realismus und der neuen Coca-Cola-Kultur erlebte? Rolf Niebel, in Schwedt aufgewachsen, und Thilo Schmidt, großgeworden in der westdeutschen Provinz, sind gemeinsam nach Schwedt gefahren. Ihre Reise weckt Erinnerungen an ihre Jugendzeiten diesseits wie jenseits der Mauer, die verschieden und dem anderen doch nicht fremd waren.
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february 2012 by Cervus
Neue Länder: Sehr willkommen: Immer mehr aus dem Westen studieren im Osten - Aktuell - FAZ
Die Zahl der Studienanfänger aus dem Westen in den ostdeutschen Ländern hat sich nach Informationen der F.A.Z. deutlich erhöht: In Sachsen ist innnerhalb von drei Jahren ein Anstieg um 150 Prozent zu beobachten.
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october 2011 by Cervus
Konferenz: Geboren in der DDR, aufgewachsen in der BRD - Kultur - Tagesspiegel
Zwischen Ostalgie und Unrechtsstaat: Die Berliner Konferenz "Dritte Generation Ost" erforscht die Erfahrung der Wende als Chance.
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july 2011 by Cervus

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