PoliticalCorrectness   508

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iTunes -- Delingpole with James Delingpole: Brendan O'Neill
'Brendan O'Neill - editor of Spiked; world's soundest Marxist' -- "If you say speech is violence, you justify violence in response to speech."
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11 days ago by adamcrowe
Spiked -- So, should we ban Catholics from public life? by Brendan O’Neill
'...That Rees-Mogg is being singled out for a more savage-than-usual Twittermobbing and media criticism is clear if one compares him with Muslim public figures. There are many Muslims in public life who hold similar views to his. But the likelihood of any Muslim ever appearing on the front page of the Guardian next to the word ‘bigot’ is literally zero. What we can see here is an extraordinary double standard on religion. A combination of a long-standing liberal fear and loathing of Catholicism with a censorious reluctance ever to criticise Islam, even traditional forms of Islam, means Catholics can be demonised far more harshly than Muslims for believing similar things on marriage and abortion. -- Indeed, today we have the perverse situation where to criticise Islam’s repression of women is treated virtually as a speechcrime, as Islamophobia. So not only does the chattering class hold back on criticising Islam – it pressures everyone else to do likewise. How about we have a truly equal and secular form of freedom that allows all religion to be criticised, and all people to hold whatever religious beliefs they choose? -- I’m wondering if the stinging critics of Rees-Mogg even got to the end of his Good Morning Britain interview. Because if they had they would have heard him make a very important point, a killer point in fact. He said he holds traditional Catholic beliefs on abortion but recognises those beliefs will never be socially acted upon, because the ‘democratic majority’ thinks differently. There you have it. No need for controversy. Because he isn’t seeking to impose his views on us or to change the laws of the country; he’s just going to carry on believing them. This is what it means to live in a tolerant country: people can believe anything they want, but they cannot force anyone else to believe those things. What’s the problem here? Unless we’re saying we have a problem with the very fact that there are people who have certain thoughts in their minds. If we have a problem with that, then Britain is in very serious trouble.'
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12 days ago by adamcrowe
Is Being ‘Unapologetic’ the New Patriotic — or a Form of Resistance? - The New York Times
We’re living in sorry times, people. And by ‘‘sorry,’’ I mean ‘‘not sorry.’’ Right now, the far-right website Breitbart News is selling T-shirts emblazoned with the words ‘‘Unapologetically American.’’ The shirt’s label is printed with the Breitbart logo, ‘‘Made in USA’’ and ‘‘#WAR.’’ This is a shirt that wants to be starting something. Jamming ‘‘unapologetically’’ in front of ‘‘American’’ like that, with all those aggro fixin’s, implies that anybody wearing a different shirt doesn’t love America.
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14 days ago by brendanmcfadden
PEN für Erhalt von Wandgedicht an Berliner Hochschule
Das PEN-Zentrum Deutschland hat sich für den Erhalt des umstrittenen Liebesgedichts "Avenidas" des Lyrikers Eugen Gomringer an einer Fassade der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin ausgesprochen. Die PEN-Präsidentin Regula Venske forderte die Leitung der Hochschule sowie die Studierenden dazu auf, sich mit allem Nachdruck für den Erhalt und damit für die Freiheit des dichterischen Wortes einzusetzen, wie das Zentrum am 5. September 2017 in Darmstadt mitteilte. […]

Ende Juli 2017 hat die Alice-Salomon-Hochschule als Reaktion auf die Diskussion um das Gedicht einen Aufruf zur Neugestaltung der Fassade veröffentlicht. Bis zum 15. Oktober können Studenten und Mitarbeiter Vorschläge einreichen. Danach folgt eine Online-Abstimmung. Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine der weltweit mehr als 140 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International vereint sind. Die drei Buchstaben stehen für die Wörter Poets, Essayists, Novelists. Der PEN wurde 1921 in England als literarischer Freundeskreis gegründet. Er versteht sich als "Anwalt des freien Wortes" und als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.
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15 days ago by walt74
Sexismus-Vorwurf in Berlin: Wie frauenfeindlich ist dieses Gedicht?
15 Meter hoch prangen die Worte an der Hauswand der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin-Hellersdorf: „avenidas/ avenidas y flores/ flores/ flores y mujeres/ avenidas/ avenidas y mujeres/avenidas y flores y mujeres y/ un admirador“ („Alleen/ Alleen und Blumen/ Blumen/ Blumen und Frauen/ Alleen/ Alleen und Frauen/ Alleen und Blumen und Frauen und/ ein Bewunderer“).

Die Zeilen stammen aus dem Gedicht „avenidas“ des Lyrikers Eugen Gomringer, 92. Seit er 2011 mit dem Poetikpreis der Hochschule ausgezeichnet wurde, stehen sie an der Fassade, wofür die Hochschule eine Nutzungsgebühr an den Künstler entrichtete. Jetzt sollen sie weg.

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) schrieb in einem offenen Brief, das Gedicht reproduziere eine klassische patriarchale Kunsttradition mit Frauen ausschließlich als schönen Musen und erinnere „zudem unangenehm an sexuelle Belästigung, der Frauen* alltäglich ausgesetzt sind“.

„Degradierung zu bewunderungswürdigen Objekten“

Ausdrücklich heißt es in dem Brief, Gomringer beschreibe weder Übergriffe noch sexualisierte Kommentare, doch „erinnert es unangenehm daran, dass wir uns als Frauen* nicht in die Öffentlichkeit begeben können, ohne für unser körperliches ,Frau*-Sein‘ bewundert zu werden. Eine Bewunderung, die häufig unangenehm ist, die zu Angst vor Übergriffen und das konkrete Erleben solcher führt.“

Und weiter: „Die U-Bahn-Station Hellersdorf und der Alice-Salomon-Platz sind vor allem zu späterer Stunde sehr männlich dominierte Orte, an denen Frauen* sich nicht immer wohl fühlen können. Dieses Gedicht dabei anzuschauen wirkt wie eine Farce und eine Erinnerung daran, dass objektivierende und potentiell übergriffige und sexualisierende Blicke überall sein können.“

Eine Entfernung oder Ersetzung des Gedichtes werde am Sicherheitsgefühl nichts ändern. „Dennoch wäre es ein Fortschritt in die Richtung, dass es unsere Degradierung zu bewunderungswürdigen Objekten im öffentlichen Raum, die uns Angst macht, nicht auch noch in exakt solchen Momenten poetisch würdigen würde“, heißt es in dem Brief.


Der Akademische Rat der Hochschule hat dem Rektorat daraufhin eine interne Ausschreibung für eine neue Fassadengestaltung empfohlen. Bis zum 15. Oktober können Studenten und Mitarbeiter nun Vorschläge einreichen, dann stimmen sie online ab.


Der Rektor der Hochschule, Uwe Bettig, sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, er teile die Ansicht des AStA „in keinster Weise“. Tatsache sei aber, dass einige Frauen sich durch das Gedicht herabgesetzt fühlten. Auch sei ein Vorwurf, dass es vor der Gestaltung der Hauswand keine Diskussion über das Motiv gegeben hätte. Die damalige Hochschulrektorin Theda Borde hatte damals entschieden, es an der Südfassade der Alice-Salomon-Hochschule anbringen zu lassen.

„Vielleicht ist im Verlauf der Ausschreibung zur (Neu-)Gestaltung der Fassade ja ein Kompromiss realisierbar. Dieser sieht vor, das Gedicht zu erhalten und die Kritik daran in künstlerischer Form zur Geltung zu bringen, das Gedicht also in einen Kontext zu setzen“, sagte Bettig. Die Hochschulleitung werde einen solchen Vorschlag einbringen und auch versuchen, den Dichter miteinzubeziehen.
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15 days ago by walt74
DIE NEUE EINTEILUNG DER WELT : Hautfarbe, Geschlecht, Nation
Die Welt ist zu einer Welt in Humankategorien geschrumpft, und gesellschaftliche Konflikte wie gesellschaftliche Selbsterfahrungen scheinen sich in solchen Formen gut einrichten zu können.

Das gilt auch für den gesamten Komplex der „Political Correctness, in dem es auch um nichts anderes geht als um den Kampf um die angemessene Berücksichtigung von Humankategorien und die orthophone Angemessenheit ihrer Ansprache. Auch neurechte Sprechweisen weisen mit ihrem „Das wird man doch noch sagen dürfen“ auf orthofone Ansprüche hin, mit unsympathischeren, weil weniger universalistisch begründbaren Formen, aber in der Konsequenz eben ähnlich partikularistisch wie die sich universalistisch wähnenden kulturlinken Partikulargruppen. Man könnte fast sagen: überall Identitäre!

Ich weiß nicht genau, ob ich meinem Argument wirklich trauen soll, aber womöglich ist hier der systematische Ort, an dem deutlich wird, dass die Protagonisten an ihrer Gesellschaft kaum mehr etwas anderes sehen als eine Welt von Gruppen, deren Gleichheits- und Symmetrieansprüche so stark geworden sind, dass sie nurmehr Gruppen sehen können, denen Unrecht widerfährt, was sprachlich-rituell geheilt werden muss.

Der Jenaer Soziologe Klaus Dörre lässt sich folgendermaßen vernehmen: Es sei für ihn unproblematisch, Studierende in Prüfungen mit Genderthemen zu konfrontieren und daran Formen sozialer Ungleichheit aufzuzeigen, „aber wir müssen die ihnen unbekannte Klassenfrage wieder stellen“. Man muss nicht klassentheoretisch argumentieren, aber Dörre sieht hier zu Recht eine akademische Generation, deren Erfahrungshorizont tatsächlich nicht an der strukturellen Dimension gesellschaftlicher Wirkkräfte geschult ist, die zum Teil unsichtbar sind, durch theoretische Reflexion sichtbar gemacht werden müssen und theoretisch anspruchsvolle Begründungsformen brauchen, zumal die soziale Frage sich heute besonders komplex stellt.

Eine ganz ähnliche Formulierung wie bei dem linken Soziologen Dörre findet sich auch bei dem eher konservativen Historiker Jörg Baberowski. Er spricht von einem „Siegeszug der identitären Politik, die nur noch Kultur, Religion und Geschlecht zu ihrem Gegenstand hat, von sozialen Fragen aber nichts mehr hören will“. Nicht ganz folgen will ich Baberowski mit seinem Argument, die Parzellierung des sozialen Raums sei ein Effekt des Identitätsverlustes des Nationalstaates. Recht zu geben ist ihm aber darin, dass mit dem identitätspolitischen Vorrang der Aufmerksamkeit ein politischer Erfahrungsraum verschwindet, in dem über Strukturfragen verhandelt werden könnte.

Gesellschaftliche Modernisierung hat so etwas wie einen „Menschen ohne Eigenschaften“ versprochen, ein Gleichheitsversprechen, das von den konkreten Beschaffenheiten der Menschen absehen konnte. Solche Menschen braucht es für eine Gesellschaft, in der wir eben nicht mehr in festen Gruppen und Sozialverbänden leben, sondern unser Leben selbst führen müssen, eigene Entscheidungen treffen können, individuelle Stile pflegen und nicht zuletzt für das verantwortlich gemacht werden können, was wir tun, wollen und vermeiden. Letztlich ist es ein Zurückweichen vor der Unübersichtlichkeit der Welt – und die orthophone Form der Herstellung von Übersichtlichkeit ein Mittel, sich darüber zu beruhigen, dass man damit die Welt sagbar machen kann.
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16 days ago by walt74
Breitbart -- Extremist Imam Helped London Local Government Recruit Muslim Foster Carers
'An extremist Islamic preacher who has promoted violence in the past helped to recruit Muslim foster carers in London earlier this year. -- The revelation comes amid the ongoing row over a five-year-old ‘Christian’ girl placed in the care of a hard-line Muslim family by Tower Hamlets Council, despite the opposition of her family. -- Imam Shakeel Begg hosted a workshop for potential foster carers in Lewisham just months after the High Court ruled him an “extremist Islamic speaker” who had “promoted and encouraged religious violence”. -- ... The website states that only eight of 154 foster carers in the borough of Lewisham are Muslim and says “it is crucial for Muslims to be involved in Foster Care”. -- Tom Wilson, a research fellow at the Henry Jackson Society who has written a research paper on Mr Begg, condemned the hosting. He told The Telegraph: “It is inconceivable that those who espouse extremism should be overseeing childcare of any kind, including fostering. Shakeel Begg was found to be an extremist in the High Court as recently as October, and despite this Lewisham Islamic Centre has kept him in place as Imam and a trustee. -- “Institutions linked to extremism are in no position to be involved in the foster process.” -- Just a few months before the event, Mr. Begg lost a High Court libel case against the BBC which accused him of promoting extremism. -- Mr. Justice Haddon-Cave, ruling in the BBC’s favour, described Mr. Begg as a “Jekyll and Hyde character” and “an extremist Islamic speaker who espouses extremist Islamic positions”.'
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18 days ago by adamcrowe
YouTube -- Rebel Media: Tommy Robinson: Jihad by Foster Care
'The story of the five-year-old Christian girl placed with Muslim foster parents...'
UK  conquest  predation  abuse  politicalcorrectness 
18 days ago by adamcrowe
The Sun -- MP Sarah Champion blasts Jeremy Corbyn and the 'floppy left' for ignoring race problems and sex-gang victims
'In her first public comments since being ousted from her front-bench job, the Rotherham MP said lefties are too afraid of being called racist to help victims of street grooming. -- Her constituency is one of several English towns — including Rochdale, Oxford and Newcastle — where Pakistani men have been convicted of sex crimes against white girls. -- There have been no similar prosecutions in London and, she said, many Labour members and politicians in the capital had “never been challenged by a reality that’s different” from their largely “tolerant, multicultural world”. -- She told The Times: “London is not representative of the UK and it’s definitely not representative of the north of England in relation to race. -- “It’s not that Yorkshire’s ­racist, it’s that Yorkshire is very blunt and doesn’t sugar-coat anything.” She said: “If I’m on the floppy left, to be accused of racism is probably the worst thing you can call me. “That fear will motivate me to step away from a lot of topics I’d maybe tackle head on if I didn’t have that phobia.” -- Ms Champion’s broadside is a major embarrassment for Mr Corbyn. It reopens the row that split Labour’s MPs after moderates turned on the leader and his supporters for ousting her.'
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18 days ago by adamcrowe
YouTube -- Black Pigeon Speaks: #YouTubeJail: 4chan Organizes Pushback
"You can be sure that once videos have been sand-boxed by YouTube it will be actively monitoring those that are trying to access the videos because there are no innocents any longer stumbling across such videos...Most likely the point of sand-boxing is videos that has nothing to do with incitement, terrorism or violence, is to draw up lists of individuals accounts to identity those who actively seek out wrongthink as defined by groups like the ADL." https://adnauseam.io
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18 days ago by adamcrowe
BitChute -- [Dave Cullen]: It’s Come To This
"Your free speech ends where someone else's feelings begin. That's where we live now."
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23 days ago by adamcrowe
Anonymous Conservative -- Idiocracy Arrives – BBC Goes Full Retard
'Actual article on BBC’s Pidgin Site https://www.bbc.com/pidgin/world-40997001: "One woman for India don get permission from court to divorce her husband because im no gree build toilet for dem house." -- This is actually as smart a solution as I could see, given the predicament of operating in an SJW-converged organization. Picture it. -- You work in BBC. You can’t not hire the 3rd world African immigrant retards, because that would be discriminatory. So you hire one, and next thing you know they submit this article about “womenz ‘n dar pisses en poopies win India,” which to them is high intellectual fare. What do you do? You can’t ignore it, that would be discriminatory. You can’t correct it, that would be a gross assertion of white/intellectual privilege. You can’t not print it, because that would be discriminatory and rude. -- So you have two options. You either print it on the regular BBC site as is, turning your bread and butter site into a laughing stock, or you come up with a great idea for a new subset of the BBC, devoted to “pidgin,” a “language” without grammar or spelling which changes every day, and stick it there. - -Now you have a 2nd site specifically marketed to the imbeciles who can’t understand English, and you have not tainted your main site, either.'
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23 days ago by adamcrowe
The Times -- Big brands shun straight, white Britain in their adverts
'Advertisers are so worried about being accused of racism or homophobia they are shying away from using images of white people and straight couples. -- Marketing departments are even putting diversity above relevance to their target audience to avoid accusations of bigotry, a survey of 500 companies has found. --A third of advertisers questioned said they had used fewer white models and heterosexual couples over the past year. More than a third of these said they were taking this approach to “prevent perceived discrimination”'
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25 days ago by adamcrowe
«Jedes Reden über das Unwesen der Political Correctness spinnt weiter am Garn einer einflussreichen rechten Legende.»
Nationalistische Rechte inszenieren sich als Meisterschützen gegen eine vermeintliche linke Übermacht: «Political Correctness» oder die unheimliche Geschichte einer erfolgreichen Begriffsbesetzung.

Von David Eugster


Manchmal noch windet sich einer im Restaurant, weil er nicht mehr weiss, wie er gebieterisch nach der Bedienung rufen soll. Denn «Fräulein» darf man nicht mehr sagen. Die Tatsache, dass die verniedlichende Anrede «Fräulein» erfolgreich aus dem Alltag verdrängt wurde, ist für die einen nur eine von vielen, oft viel handfesteren Errungenschaften der Frauenbewegung – für andere aber eine herbe Niederlage gegenüber einem neuen, angeblich übermächtigen Sprachregime: der «Political Correctness» (PC).

An anderen Orten wird immer noch wacker gekämpft: Das Wort «Neger» wird heute zwar deutlich seltener gebraucht, doch hat es weiterhin viele Fürsprecher. Noch 2013 haben sich nicht wenige deutschsprachige Feuilletons gewaltig auf die Hinterbeine gestellt, um seine Streichung in einer Neuausgabe von Otfried Preusslers Kinderbuch «Die kleine Hexe» (1957) zu verhindern – einem Werk, das sonst kaum ihre kulturschützerische Aufmerksamkeit gefunden hätte. Eine sprachkritische Kolumne in der NZZ fantasierte darauf einen drohenden Feldzug gegen die grimmschen Märchen und Mani Matters Werk herbei: Aus «Hexen» würden bald «Hexende», der böse Wolf ein Veganer, und der «Sidi Abdel Assar vo El Hama» gehöre wohl ganz gestrichen, da er «unsere muslimischen Weltmitbürger» verunglimpfe. Und das alles «im Dienste der politischen Korrektheit».

Die öffentliche Reflexion über politische Forderungen an den Sprachgebrauch bewegt sich seit den neunziger Jahren konstant zwischen Schenkelklopferei und Panikattacken: Man ergeht sich in humoristischen Ausschüttungen über geschlechtergerechte Sprache – aber weil es die Spötter gleichzeitig selten lassen können, die Neuerungen als «Sprachvergewaltigungen» zu titulieren, bleibt ihr Lachen immer etwas verkrampft. Neben den Spässchen («Mitgliederinnen, hihi!») fehlt nie der Verweis darauf, dass das alles noch böse enden werde: So spinnt jedes Reden über das Unwesen der Political Correctness fleissig weiter am Garn einer mittlerweile recht einflussreichen rechten Legende. Es ist der Mythos, wonach Linke, Feministinnen, Umweltschützer, Rassismuskritikerinnen – sprich: das ganze Gutmenschenpack halt – die Macht hätten, der Bevölkerung Sprachregeln und damit auch «Denkverbote» aufzuerlegen.

Die Wendung «politically correct» ist ein Import aus den USA, der immer schon als Beleidigung diente. Zu Stalins Zeiten wurde sie von US-SozialistInnen benutzt, um orthodox auf Parteilinie agierende KommunistInnen zu verspotten. Auch später grenzte man sich damit in der Linken ironisch von allzu verbissener marxistischer Theorietreue ab. Den linken Szenejargon verliess die Wendung erst in den späten achtziger Jahren, als sich neokonservative Kreise den Begriff aneigneten. Einen neuen Dreh erhielt die Rede von der Political Correctness in der Debatte über die Verhältnisse an US-Universitäten, massgeblich befeuert durch den konservativen Philosophen Allan Bloom und dessen Bestseller «Der Niedergang des amerikanischen Geistes» (1987). Darin wittert Bloom in den Theorien von Philosophen wie Michel Foucault oder Jacques Derrida eine neomarxistische Attacke auf Amerika, ebenso in Studiengängen wie den Gay and Lesbian Studies, wo Kulturtheorie auf Politik traf.

Fake News aus dem Satirelexikon
Nach 1990 gerieten dann universitäre Speech Codes in den Fokus einiger JournalistInnen – also Versuche von AktivistInnen, Ersatzbegriffe für Wörter zu finden, die als despektierlich empfunden werden. Die KritikerInnen überhöhten solche Reformversuche zu totalitären Sprachregeln, die sie an die Herrschaftssprache «Newspeak» in George Orwells Roman «1984» erinnerte: Da will jemand an unsere Sprache, den Inbegriff der gegebenen Naturwüchsigkeit der Kultur. Unter Berufung auf die immer gleichen Berichte über Universitäten wurden solche Speech Codes zu einer Bedrohung durch einen «McCarthyismus von links» hochstilisiert.

Bereits 1991 wurde dieser Bedrohungsdiskurs gleichsam offiziell beglaubigt, als US-Präsident George Bush senior die Political Correctness in einer Ansprache als Gefahr für die freie Rede in ganz Amerika verdammte. In der Folge setzte sich die neue Ausrichtung des Begriffs vollends durch – und seine Verwendung explodierte: Finden sich zwischen 1987 und 1990 in US-Medien nur um die 150 Nennungen von «political correctness», so waren es 1990 bereits mehr als 1500 – und 1994 schon gegen 7000.

Anfangs der neunziger Jahre schwappt der Begriff nach Europa über. Beliebte Wanderlegenden über Political Correctness erreichen jetzt auch die Schweiz, etwa jene, dass Kleinwüchsige in den USA mittlerweile «vertically challenged» genannt werden müssten – eine falsche Behauptung, die zurückgeht auf den satirischen «Official Politically Correct Dictionary» (1992), herausgegeben vom Komponisten der «Sesamstrasse»-Titelmelodie.

Liberalismus, billig zu haben
Schon im Frühling 1994 stellt der NZZ-Medienredaktor Rainer Stadler fest, dass sich PC auch in der Schweiz zu einem «Modethema» entwickelt habe. Zur gleichen Zeit beginnt namentlich die SVP damit, die Drohkulisse eines totalitären Regimes von Gutmenschen («Linke und Nette») zu beschwören, das die Gesellschaft mit Sprachregeln und einem politischen Moralismus zu knechten versuche – eine Deutung, die bald auch jenseits rechter Zirkel geteilt wird: Bereits 1994 erklärt der Kabarettist Viktor Giacobbo der Fernsehzeitschrift «Tele» in einem Interview, sein Humor höre beim Rassismus auf, um danach zu versichern, er mache aber auch vor Political Correctness nicht halt. Wozu diese doppelte Absicherung?

Stadler schrieb damals: «Und so sicher wie das Amen in der Kirche folgt als Antwort auf die befürchtete Gefahr einer linguistischen Gesinnungsnormierung ein Bekenntnis mit dem Losungswort liberal – was immer letzteres jeweils heissen mag.» Die Rede von der «politischen Korrektheit» war zu einem Schibboleth geworden, also zu einem sprachlichen Merkmal, das als politisches Erkennungszeichen diente: Indem man Bedenken gegenüber PC äusserte, konnte man sich mit ein wenig Sprachreflexion als konsequenter Liberaler inszenieren, der an beiden politischen Polen mit gleichen Ellen mass. Das Konzept der Political Correctness hatte neue Grenzmarkierungen auf die mentale politische Landkarte der Schweiz gezeichnet: Die Rechtschaffenen bewegten sich nun in der Zone zwischen Rassismus – rechts aussen, Nazisumpf – und der Political Correctness – eher links aussen, ein etwas nebliges, aber ebenfalls totalitäres Gelände.

Angst im Albisgüetli
Die neue Rechte wusste das als Trittbrett zu nutzen, und ihre Besetzung von PC als politischer Kampfbegriff kristallisierte sich im Jahr 1994, als die Schweiz über das Antirassismusgesetz (ARG) abstimmte. Rechts aussen wurde das Gesetz als juristische Umsetzung einer angestrebten linken Herrschaft über die Sprache wahrgenommen: Lange schon sahen sich Rechte als Opfer einer Hetzkampagne, die sich Begriffen wie «Rechtspopulismus» und «Rassismus» bediente. So meinte der heutige SVP-Nationalrat Andreas Glarner damals an einer Versammlung der Aargauischen Vaterländischen Gesellschaft, die Rassismusstrafnorm werde der Linken dazu dienen, «uns fertigzumachen».

Das Referendum gegen die ARG war vom offen antisemitischen Kindersektproduzenten Emil Rahm (Rimuss) und Konsorten ergriffen worden. Alle Parteien, sogar die Schweizer Demokraten, gingen deshalb auf Distanz zum Referendum. Nach einigem Zögern exponierten sich dann doch zwei weitere Komitees – beide unter liberaler Flagge. Das «Komitee für Freiheit im Reden und Denken», in dem Mitglieder der FDP, der SVP, der Autopartei, der Schweizer Demokraten und antikommunistischer Vereinigungen sassen, warnte vor einer Annahme der Rassismusstrafnorm: Die Schweiz laufe sonst Gefahr, «politisch lautstarken Randgruppen», wie gewissen Ethnien und Drogensüchtigen, zu «Sonderrechten» zu verhelfen und ein «System der Meinungskontrolle im Sinne des ‹Politisch Korrekten›» zu etablieren. Wenige Monate vor der Abstimmung sahen sich auch Claudio Zanetti und Gregor Rutz – beide damals noch im Jungfreisinn zu Hause – und Mauro Tuena (JSVP) dazu berufen, gegen das Gesetz anzugehen – mit dem «Komitee für eine liberale Gesetzgebung». Rutz durfte 1994 als Redner an der Albisgüetli-Tagung der SVP auftreten: Er sah die Rassismusstrafnorm als weiteren Beitrag zum «Meinungsterror» gegen rechts, der zukünftig auch Initiativen gegen illegale Einwanderung per Strafe verhindern könne, und warnte vor dem «Maulkorb», der den Bürgerlichen von linker Seite verpasst werden würde.

Immunisierung gegen Kritik
Die grassierende Vorstellung von einem politisch korrekten Maulkorbregime erlaubte den aufstrebenden Jungpolitikern eine doppelte Abgrenzung: So konnten sie sich als «echte» Liberale von Antisemiten und Neonazis distanzieren, aber gleichzeitig behaupten, dass auch die Kritik an der Rechten totalitärer Hetze gleiche. Die Erzählung von Political Correctness fügte sich gut ein ins Schlagwortnetz, das die Rechtsnationalen in den neunziger Jahren über die Schweiz geworfen hatten: Es passte zur Behauptung, dass «Linke und Nette» insbesondere im Migrationsbereich Diskussionen über «die Wahrheit» verhindern würden, unterstützt durch einen «Filz» aus gleichgeschalteten links-grünen JournalistInnen.

Letztlich ist PC also eine medienkritische Verschwörungstheorie: Sie besagt, dass eine Elite in Politik, Presse und Wissenschaft durch sprachliche Regeln und Denkverbote regiere, dabei Tabus produziere – und alle diffamiere, die sich dem entgegenstellten. Ein Jahr nach der Annahme der Rassismusstrafnorm verkündete die rechte Forumszeitung «Schweizerzeit» den Sieg der Political Correctness. Der Autor, der unter dem … [more]
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27 days ago by walt74
The tyranny of “PC culture” is real — and a threat to liberal society
Shortly after the London Bridge terror attacks on June 3, prominent left-wing pundit Sally Kohn used the occasion to tweet a defense of political correctness:

Yet only a few days earlier, there had been a flurry of reports on a very different kind of political correctness. Bret Weinstein, a biology professor at Evergreen State College in Olympia, Washington, had been subjected to vicious harassment for objecting to a Day of Absence, in which white people were asked to stay off campus for a day. Amid calls for his firing, Weinstein was surrounded and berated by student protesters and finally informed by the police that it was not safe for him to be on campus. There was very little dignity or respect in the way he and his supporters were treated.

So which is the real political correctness?

Kohn’s defense is certainly not new or unique. A couple of years ago, New Zealand programmer Byron Clark made the same point with a Google Chrome that converted the phrase “political correctness” to “treating people with respect.”

The progressive media loved it. Vox’s Amanda Taub, one of a number of left-of-center pundits who have dismissed political correctness as a made-up problem, asserted that Clark’s “simple experiment” shows “what’s really going on when people complain about PC culture”: It’s just “a cold dismissal of people’s requests to be treated with respect.”

Granted, when you try this trick (as Taub did) on Donald Trump’s statement that he doesn’t have time for political correctness, the result is not only hilarious but also on-target. But mostly, the experiment falls flat unless you’re already convinced. Indeed, a look at the articles whose headlines Clark used for his demo shows that the translation is ridiculously off the mark.

For instance, “The Real Danger of Political Correctness” (Washington Post) was penned not by some white male reactionary but by a progressive feminist, culture critic Alyssa Rosenberg, who argued that attempts to create “bias-free language” — such as “person of size” instead of “obese” — not only leads to “impoverished and clunky” newspeak but also encourages avoidance rather than examination of difficult issues.

“Political Correctness Is Fuelling Homegrown Extremism, Claims Proud British Muslim” (London Daily Express) quoted practicing Muslim Haseeb Ahmed as saying that fear of causing offense made it difficult to talk honestly about Islamist fanaticism and terror groups such as ISIS, the Islamic State. It’s rather ironic that in his defense of political correctness, Clark, a white man, was appropriating, altering, and mocking the words of a woman and a brown Muslim man. You might even say it’s not very PC.

To be sure, the term “politically correct” gets misused. Sometimes, the online hooligans of the alt-right — and their more sophisticated enablers such as disgraced far-right cult figure Milo Yiannopoulos — use it to dismiss any objections to real and overt racism, misogyny, and other bigotries. Sometimes, internet grouches fling the “PC” slur at movies or TV shows that are seen as having too much girl power or minority presence.

But for the most part, when people talk about “political correctness gone amok,” that’s not what they mean. “PC” generally refers to over-the-top outrage at things no one but a hypersensitive fringe actually finds disrespectful, or rigid taboos on opinions and facts that could be construed as offensive, or extreme and punitive intolerance toward any deviation from the one true faith (just ask Professor Weinstein, a progressive victimized by his own).

Here are just a few episodes — some famous, some obscure — from the recent history of political correctness.

In October 2015, Yale’s Intercultural Affairs Council sent out a campus-wide email warning against costumes that could cause offense, especially ones that could be seen as stereotyping or making light of a culture. Lecturer Erika Christakis, associate master of the school’s Silliman Residential College, countered with an email to the undergraduates at Silliman defending young people’s right to make their own choices and push boundaries. (Her message was inspired by conversations with students annoyed by the IAC directive.) Outrage ensued. Christakis was pilloried in an open letter signed by hundreds of Yale students, faculty, and staff; her husband, Silliman College master Nicholas Christakis, was mobbed and berated by students in a notorious incident captured on video. Later, protesters demanded that both Christakises be removed from their Silliman posts. While the school did not act against the embattled couple, it did not defend them, either; university president Peter Solovey and Yale College dean Jonathan Holloway issued statements supporting and embracing the protesters. Erika Christakis stopped teaching at Yale shortly after the incident; several months later, in May 2016, she and her husband stepped down from their positions at Silliman College.

Another outrage cycle in October 2015 targeted a promotional photoshoot for Suffragette, the film about the fight for the women’s vote in England. Meryl Streep, who starred as suffragist leader Emmeline Pankhurst, and three other actresses were shown wearing a T-shirt with a quote from Pankhurst: “I’d rather be a rebel than a slave.” The slogan was decried as “tone-deaf,” supposedly trivializing the black experience of slavery and allowing white women to claim it as their own. Some saw an additional offense in the juxtaposition of “rebel” and “slave,” asserting that in the context of American history it sounded like an obvious reference to the Confederacy. The critics had to admit that the original passage from Pankhurst’s speech did not refer to the Confederacy or to black slavery, using the term “slave” in a metaphorical sense — but they argued that since some people saw offensive connotations in the quote, the quote was offensive.

In October 2014, the British National Student Union rejected a motion condemning ISIS, the Islamist terror group infamous for its horrific atrocities, on the grounds that the resolution could promote Islamophobia. A year later, in December 2015, the same rationale was used at the University of Minnesota in the U.S. to kill a proposal for a minute of silence to honor the victims of the September 11, 2001, terror attacks.

Charges of cultural appropriation have been hurled at everything from yoga classes (banned at the University of Ottawa in 2015) to dreadlocks on white people to a kimono exhibit at the Boston Museum of Fine Arts to ethnic food. In May, a recently launched burrito shop in Portland shut down after its white female owners’ account of collecting recipes on a vacation in Mexico got them denounced for “stealing” and “culinary white supremacy” in the local left-wing press and the digital media. Around the same time in Canada, author Hal Niedzviecki had to resign as editor of Write, the magazine of the Writers’ Union of Canada, due to the backlash against his opinion column arguing that writers should be applauded, not condemned, for appropriating other cultures and experiences. The Writers’ Union of Canada apologized and pledged to review its editorial policies, presumably to make sure no such lapse into heresy would happen again.

Various colleges have instituted procedures for policing the most trivial of perceived bias incidents—such as a professor merely mentioning the belief that transgender identities are “not real” or female students having a “slut-shamey” conversation about a fellow student described as a “bro-hopper.” Educational posters put up on campuses have featured “crazy,” “you guys,” “illegal alien,” and “did you lose weight?” as examples of offensive language. At the University of California, microaggressions include asking an immigrant where s/he is from, encouraging a quiet Asian American or Latino to speak up, or expressing the opinion that women in America today have the same opportunities as men.

Abortion rights advocacy organizations have been under intense pressure, mostly from younger activists, to avoid gender-specific language (such as “women”) so as to be inclusive to female-bodied individuals who may get pregnant and seek abortions but identify as male or nonbinary. An abortion rights fundraising event humorously dubbed “Night of a Thousand Vaginas” was met with anger from offended activists who thought it excluded transgender women.

All these stories — and there are many, many more — add up to enough of a pattern to suggest some conclusions.

1. Yes, there definitely is such a thing as political correctness or PC culture, built around identity politics and intersectionality — an ideology that views life in modern liberal societies as shaped entirely by an entrenched system of intersecting oppressions and sees all human interaction in terms of oppression and privilege.

Because this ideology is intensely focused on changing attitudes and eliminating subtle, deeply embedded biases, speech- and thought-policing are not just unfortunate excesses of zeal but an essential part of the “social justice” project.

2. While critics of the concept of political correctness often assert that PC doesn’t limit freedom of speech but merely exposes the privileged to criticism from the marginalized, many PC incidents are likely to have a very real chilling effect on speech and expression.
The privileged transgressors often suffer serious career damage, not only in the academy but also in the left-of-center media and the arts and culture scene. The Christakises and Niedzviecki are far from the only casualties:

In the fall of 2015, Mary Spellman, dean of students at Claremont McKenna College in California, was hounded out of her job by protesters because of an email deemed to be racially insensitive. Spellman’s … [more]
PoliticalCorrectness  db  IlliberalLeft 
27 days ago by walt74
Is Donald Trump a Good Businessman? (Jonathan Haidt Interview Part 2)
Jonathan Haidt (Author and Professor, NYU-Stern) joins Dave Rubin, discussing capitalism, the role of government, and the rise of Donald Trump.

https://www.youtube.com/watch?v=bNI0_oW-TcE
DonaldTrump  PoliticalCorrectness  Campus  dv  DaveRubin  JonathanHaidt 
28 days ago by walt74
Political Correctness on College Campuses (Jonathan Haidt Interview Part 1)
Jonathan Haidt (Author and Professor, NYU-Stern) joins Dave Rubin, discussing political correctness and free speech on college campus, the role of government, and the rise of Donald Trump.

https://www.youtube.com/watch?v=rKfwde2cOE
JonathanHaidt  DaveRubin  dv  PoliticalCorrectness  Campus 
28 days ago by walt74
The Personality of Political Correctness
“For it must be cried out, at a time when some have the audacity to neo-evangelize in the name of the ideal of a liberal democracy that has finally realized itself as the ideal of human history: never have violence, inequality, exclusion, famine, and thus economic oppression affected as many human beings in the history of the earth and of humanity. Instead of singing the advent of the ideal of liberal democracy and of the capitalist market in the euphoria of the end of history, instead of celebrating the ‘end of ideologies’ and the end of the great emancipatory discourses, let us never neglect this obvious macroscopic fact, made up of innumerable singular sites of suffering: no degree of progress allows one to ignore that never before, in absolute figures, have so many men, women and children been subjugated, starved or exterminated on the earth”.
- Jacques Derrida

The idea of political correctness (PC) has received a lot of attention lately. The term is typically associated with the censorship of policies, actions, and language seen to disadvantage or offend a particular group of people in society, and the development of ways to fix such social injustices.
The idea of political correctness is central to the culture wars of American politics. Often PC opponents (who tend to be conservative) use the phrase "political correctness" as a way of describing the "paradox of tolerance": promoting tolerance of minorities and members of other historically disadvantaged groups to such an extreme that such actions can itself be seen as another form of intolerance. The PC opponents believe that the PC movement is a form of "cultural Marxism", likening the PC philosophy to the major elements of the Leninist, Stalinist, and Maoist regimes. PC opponents believe that PC proponents often commit the very evils they claim to correct, including reverse discrimination and suppression of free speech.

PC proponents (who tend to be liberal) reject this criticism, arguing for the transformational nature of language in altering attitudes and beliefs that can lead to meaningful social change. A major contributor to the PC movement is the doctrine put forward by postmodernist academics such as Althusser, Derrida, Foucault, Gramsci, Galbreith, and Marcuse. The thinking of Jacques Derrida has been particularly influential on university campuses in America. Derrida criticized the psychological process of categorization, suggesting that making any divisions is itself an act of motivated exclusion, serving the interests of maintaining power.

Proponents of PC believe that their concerns of tolerance and equality are legitimate, and that censorship is a preventive measure so that disadvantaged groups are not further discriminated against. Some PC proponents even go so far as to believe that opponents of PC are unjust people who villainize PC proponents so that white, heterosexual males can maintain their positions of power. As Maryann Ayim argues,
"If PC means minimizing sexual and racial harassment, discouraging homophobic, racist, and sexist discourse within educational settings, and curtailing policies which victimize oppressed groups, then political correctness is not merely correct, but morally obligatory as well".

The point of this post is not to attempt to settle this debate, or present my own viewpoint. That would take a much larger post, and at any rate, it's most likely that neither perspective is purely correct, with the truth existing as a blend of perspectives. Instead, the point of this post is to address a topic that has remarkably received very little attention in the psychological literature: who are the politically correct?

In a recent study, Christine Brophy and Jordan Peterson conducted a very illuminating analysis of the personality of political correctness. They created a very comprehensive 192-item PC scale measuring PC-related language, beliefs, and emotions based on their reading of news articles, books, and research papers on political correctness. Their PC battery employed a variety of question types, and tapped into the beliefs, language, and emotional sensitivity of politically correct individuals. The list was reviewed and added to by faculty and graduate students, and 332 participants completed the new PC scale, along with questionnaires on personality, IQ, and disgust sensitivity. What did they find?

The 2 Shades of Political Correctness

The researchers found that PC exists, can be reliably measured, and has two major dimensions. They labeled the first dimension "PC-Egalitarianism" and the second dimension "PC-Authoritarianism". Interestingly, they found that PC is not a purely left-wing phenomenon, but is better understood as the manifestation of a general offense sensitivity, which is then employed for either liberal or conservative ends.

Nevertheless, while both dimensions of political correctness involve offense sensitivity, they found some critical differences. PC-Egalitarians tended to attribute a cultural basis for group differences, believed that differences in group power springs from societal injustices, and tended to support policies to prop up historically disadvantages groups. Therefore, the emotional response of this group to discriminating language appears to stem from an underlying motivation to achieve diversity through increased equality, and any deviation from equality is assumed to be caused by culture. Their beliefs lead to advocating for a more democratic governance.

In contrast, PC-Authoritarians tended to attribute a biological basis for group differences, supported censorship of material that offends, and supported policies of harsher punitive justice for transgressors. Therefore, this dimension of PC seems to reflect more of an indiscriminate or general sensitivity to offense, and seems to stem from an underlying motivation to achieve security and stability for those in distress. Their beliefs lead to advocating for a more autocratic governance to achieve uniformity.

Here's a graph that summarizes these major differences between the two dimensions*:

The Personality of Political Correctness

What about the personality of political correctness? Regardless of the dimension, those who endorsed items such as "It is important for me to be 'politically correct'" tended to be female, non-White, and report higher levels of compassion. It is likely that it's the high levels of compassion that produces the offense sensitivity seen in high PC individuals. But what personality traits distinguished the two PC dimensions?

PC-Egalitarians tended to have greater exposure to a seminar or experience that altered their sensitivity to individual differences and inequality, had a greater vocabulary, were more open to new experiences, and had greater identification with historically disadvantaged groups. In contrast, PC-Authoritarians tended to be more religious, have higher sensitivity to disgust and contamination, score higher in the need for order, have lower vocabulary, and have the presence of an anxiety or a mood disorder in the individual or immediate family.

While this study wasn't specifically examining general political beliefs, they shed some light on overlapping policy issues. For one, the findings on PC-Authoritarianism highlight some similarities with right-wing authoritarianism. A common finding in the psychological literature is a positive association between conservative belief and sensitivity to disgust. In the current study, contamination disgust and the order and traditionalism dimension were all related, suggesting a greater similarity between PC-Authoritarians and Right-Wing authoritarians than either side would probably like to admit!

Also, another interesting similarity is the higher levels of a diagnosed anxiety or mood disorder found among PC-Authoritarians. Both PC-Authoritarians and Right-Wing Authoritarians tend to show a heightened fear response to both social and personal threats, with the strongest fear response being towards instances of social difference.

As the researchers point out, a core feature of authoritarianism in general (regardless of the means by which it is used politically, and who is seen as the transgressor), is a worldview in which a large portion of the social world is seen as threatening. Brophy and Peterson suggest that perhaps the PC Authoritarians' support of policies involving censorship and harsh punitive justice is driven by the desire to shield themselves from any discomforting experiences. Their higher levels of compassion may cause them advocate for those who are vulnerable, sympathizing more with an in-group at the bottom of a dominance hierarchy.

In terms of the other dimension of PC, the linkage between moral disgust and PC-egalitarianism suggests that this dimension of PC may be more tied to liberalism. Indeed, researchers have argued that the motivating force of liberal belief is moral outrage, or anger on behalf of someone else.

The Dark Side of Compassion

These results also suggest there may be a downside to extreme compassion. While high compassion is generally considered a good thing, it's important to keep in mind that it evolved to facilitate the mother-child pair bond (see here and here). As such, the compassionate response is focused on those in need, and is biased toward negative emotional reactions (e.g., sad and fearful facial expressions). This increases a person's sense of similarity to vulnerable individuals and dissimilarity to dominant individuals.

A large literature in social psychology shows that we process information about our in-group more deeply, we remember more positive details, make greater personal evaluations, and allocate resources more generally to those in the in-group. What's more, negative actions of those in the in-group are thought to arise from situational factors, whereas positive ones are thought to be inherent qualities of the individual, whereas the reverse is believed about members of the out-group.

Indeed, there is an emerging … [more]
PoliticalCorrectness  JordanPeterson  db 
29 days ago by walt74

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