Leserkommentare   20

Zensiert SRF Billag-Gegner auf Facebook? | 20min.ch
Die No-Billag-Initianten beschweren sich auf Facebook wortreich über einen «Rundschau»-Beitrag. Nur: Der Post ist für die meisten Leute nicht sichtbar.
20min.ch  SRF  No_Billag  Leserkommentare  Facebook 
march 2017 by Medienwoche
Populäres Filmportal schliesst Diskussionsforen | NZZ
Die Movie-Datenbank IMDb ist ein Urgestein im Internet. Nun hat das Online-Filmportal seine beliebten Diskussionsforen abgeschaltet.
NZZ  Imdb  Kommentarkultur  Leserkommentare 
february 2017 by Medienwoche
In eigener Sache: Warum wir unsere Kommentarspalte umbauen | NZZ
Die NZZ konzentriert auf ihrer Website die Debatten mit dem Publikum. Künftig können nicht mehr alle Artikel kommentiert werden. Die Gründe für den Wechsel erklärt der Social-Media-Redaktor der NZZ.
Kommentarkultur  Leserkommentare  Online-Kommentare  NZZ 
february 2017 by Medienwoche
Soziale Medien: Die Guerilla-Historiker | Spektrum.de
Das historische Interesse in Kommentarspalten und sozialen Medien ist groß – die populistische Empörungslust auch. Ein Häuflein unerschrockener Historiker hält mit Fakten dagegen.
Spektrum  Leserkommentare  Geschichte  Historiker  Forschung 
july 2016 by Medienwoche
Kampfschlesier: Besuch bei einem, der alles hasst, was links ist | DIE WELT
Er schreibt: "Lügenpresse, halt die Fresse", "Das Merkelmonster muss weg", "Linksgrün versifftes Pack". Unermüdlich bombardiert der Kampfschlesier Journalisten und Politiker mit E-Mails. Ein Besuch.
Die_Welt  Lügenpresse  Leserkommentare 
june 2016 by Medienwoche
Im Interview: Jeff Jarvis: "Kommentare sind eine beleidigende Form der Interaktion" | Bayern 2
Journalismus-Professor Jeff Jarvis: "Ich habe Kommentare früher immer verteidigt, aber ich bin mittlerweile auch der Meinung, Kommentare sind eine beleidigende Form der Interaktion."
BR  Jeff_Jarvis  Leserkommentare 
january 2016 by Medienwoche
Beleidigungen, Hetze, Verschwörungstheorien: Warum News-Seiten ihre Kommentarfunktion abschaffen sollten [Kolumne] | t3n
"Denn heute wissen wir, wo die echten Klowände des Internets zu finden sind: in den Kommentarspalten sozialer Netzwerke und unter Artikeln der großen Nachrichtenportale." - Dies mag zwar gerade eskalieren, war aber auch schon immer so.
SocialMedia  Leserkommentare  Community  Job 
september 2015 by Herbelizer
Fluch oder Segen? So geht unsere Redaktion mit Leser-Feedback um | Aargauer Zeitung
Beleidigungen, Wutausbrüche, offener Rassismus im Netz: Wie geht eigentlich unsere Redaktion mit Online-Kommentaren um? Rolf Cavalli, Chef Digitale Medien der «Nordwestschweiz», nimmt zu sieben Punkten Stellung.
Leserkommentare  Rolf_Cavalli  Aargauer_Zeitung 
august 2015 by Medienwoche
Leserkommentare abschalten? | Telepolis
Immer mehr führende Journalisten äußern sich zur Vertrauenskrise der Medien in Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt. Einige schlagen nun sogar vor, Leserkommentare ganz abzuschaffen
Telepolis  Leserkommentare  Kommentarkultur  Ukraine  Krieg  Trolle 
november 2014 by Medienwoche
Liebe Leser, Ihr seid uns eigentlich egal | Telepolis
Onlinemedien leben vom Dialog mit den Nutzern. Dementsprechend sollten die Nutzer auch behandelt werden. Doch das Gegenteil ist der Fall.
Telepolis  Leserkommentare 
september 2014 by Medienwoche
Der Westen und die Massenmedien sind zu tadeln! | NZZ.ch
Die Berichterstattung über die Ukraine hat auch in der Kommentarspalte der NZZ für viel Diskussionsstoff gesorgt. Auffällig viele Leser sehen die westlichen Mächte als Aggressoren.
NZZ.ch  Ukraine  Leserkommentare 
may 2014 by Medienwoche
«Ansichten totschweigen ist keine Lösung» | 20min.ch
Rassistische und diskriminierende Kommentare – auf das Flüchtlingsdrama folgten auf vielen Newsportalen erschreckende Leser-Reaktionen.
20min.ch  Lampedusa  Leserkommentare  Rassismus 
october 2013 by Medienwoche
Die Täter hinter der Tastatur | falter.at
Selten war eine Recherche so schwierig: zu Besuch bei anonymen Postern und ihrer ganz geheimen Welt
Anonymität  Leserkommentare  Kommentare  falter.at 
november 2012 by Medienwoche
Die Heckenschützen des Internets | Tages-Anzeiger
Im Netz wird man gehört, aber nicht erkannt. Beides zieht Querulanten an. Ihre unflätigen Kommentare sorgen bei Online-Medien für Bestürzung und Verdruss. So war das mit der Leserbeteiligung nicht gemeint.
Tages-Anzeiger  Kommentare  Leserkommentare  fap 
november 2011 by Medienwoche
Die Debatte über die Debatte im Netz – sechs Thesen
Vielleicht muss man – wenn man über die Debattenkultur im Netz spricht – den schönen Spruch vom Baumhaus einfach nur etwas anders interpretieren. Vielleicht gilt vor allem:

“Wer noch nie im Baumhaus war, versteht einfach nicht, welche Vorschriften funktionieren und welche nicht.”

Die Forderung nach einem Ende der Anonymität, die in den vergangenen Wochen (unter anderem vom deutschen Innenminister) auf die Agenda gebracht wurde, zählt jedenfalls zu denjenigen Vorschriften, die im Baumhaus nicht funktionieren (wie Markus Beckedahl hier sehr gut erklärt hat). Sie krankt zudem allein an der Verbindung zu dem Gewaltverbrechen des norwegischen Terroristen, das den Anonymitäts-Gegnern als Anlass diente. Denn es war ja gerade dessen erklärtes Ziel, mit vollem Namen in der Öffentlichkeit zu stehen. Er ist ja sozusagen ein Gegner der Anonymität im Netz. Die Schreckenstaten aus Norwegen zum Anlass zu der Debatte um Anonymität im digitalen Raum zu nehmen, ist aber aus noch viel mehr Gründen, sinnlos.

tl;dr-Übersicht
1. Pseudonyme sind nicht anonym
2. Pseudonyme verbinden
3. Dialog setzt einen Willen zur Verständigung voraus
4. Wo es kein draußen gibt, wird niemals ein drinnen entstehen
5. Institutionen antworten nicht, Menschen schon
6. Nicht der Klarname, sondern die soziale Gruppe sorgt für Qualität
(Inspiration via Sascha Lobo )

Baumhaus fotografiert von Patrick M Loeff auf Flickr unter CC-Lizenz

Dennoch muss ich – mit leichtem Zeitverzug – den Ball hier nochmal aufnehmen, denn mich stört vor allem die Verbindung zum Thema Diskussionkultur im Netz, die ebenfalls stets mit der Frage nach Klarnamen in Zusammenhang gebracht wird.

Und spätestens hier sind wir tatsächlich im Baumhaus.

Die Debatte um den Wert der Debatte im Netz wird vor allem von Menschen geführt, die offenbar selber nicht an Debatten im Netz teilnehmen. Denn ein paar Dinge sehen in dem Baumhaus durchaus anders aus als wenn man nur von unten versucht Einblick zu nehmen.

Zur Klärung deshalb hier sechs Thesen zur Debattenkultur im Netz

1. Pseudonyme sind nicht anonym
Es ist mehr als ein sprachlicher Unterschied: Wer unter erfundenem Namen im Netz diskutiert, ist nicht anonym. Wer sich jemals in ein Baumhaus begeben und dort womöglich sogar mitdiskutiert hat, wird wissen, dass niemand den Personalausweis-Namen “Hans Müller” benötigt, um von anderen wiedererkannt zu werden. Es ist einfach falsch zu behaupten, sternchen82 flüchte sich in die Anonymität oder stehe nicht zu dem, was sie sagt. Wer Gespräche mit ihr geführt hat, wird wissen, wer sternchen82 ist – ohne die Adresse und den vollen Namen zu kennen. Und sternchen82 steht sehr wohl zu dem, was sie sagt – sie betritt den Diskussionsraum ja genau deshalb jedes Mal wieder unter diesem Namen.

Menschen wählen (in Netz-Debatten) Pseudonyme, weil sie einen Bezug zum Personalausweis vermeiden möchten, aber nicht weil sie nicht erkannt werden wollen. Der überwiegende Teil der Diskutanten will ja gerade in der Debatte Bezüge herstellen und auffindbar sein, deshalb gibt es Pseudonyme. Zu glauben, nur durch klassische Vor- und Nachnamen entstehe eine Debatte, ist genauso falsch wie es falsch ist, die Minderheit der böswilligen Trolle zum Maßstab für Netzdebatten zu machen. Wer jemals selber eine Debatte geführt hat, würde beides nicht tun.

Gespräch fotografiert von harry f auf Flickr unter CC-Lizenz

2. Pseudonyme verbinden
Die häufig pauschal als böse (weil niveaulos) gescholtenen Foren zeichnet etwas aus, was den Debatten unter Zeitungsartikeln häufig fehlt: die Verbindung zwischen den Diskutanten. Wer sich z.B. in ein Fachforum begibt, teilt ein gemeinsames Interesse. Häufig erkennt man diese Gemeinsamkeiten auch an der Wahl der Pseudonyme und an den Zitaten, die einzelnen Forenbeiträge häufig abschließen. Darüber und über die Art, wie Diskutanten ein Profil-Bild wählen, erfährt man mehr über die jeweiligen Personen als über das Wissen, das sich “Hans Müller” hinter diesem Beitrag verbirgt.
Seinen Namen wählt niemand selber, Pseudonyme hingegen schon. So liefern sie Gesprächsanlässe und sind vor allem Teil der Verbindung, die für Kommunikation notwendig ist.

Talk fotografiert von gin_able auf Flickr unter CC-Lizenz

3. Dialog setzt einen Willen zur Verständigung voraus
Warum reden wir überhaupt miteinander? Wer auf diese Frage keine Antwort hat, wird niemals zu einer geglückten Kommunikation gelangen. Denn Dialog entsteht nur, wenn man eine gemeinsame Sprache spicht, wenn man eine verbindende Haltung hat oder wenn zumindest eine gegenseitige Abneigung vorliegt, die dann ja auch ein einendes Element sein kann.

Kathrin Passig hat unlängst auf die hinderliche Vorstellung zahlreicher Journalistinnen und Journalisten hingewiesen,

es gebe hier den feinsinnigen, gebildeten Autor und dort das Kommentarproletariat, dem man notgedrungen ein Ventil für seine Meinung geben müsse, es sei jetzt halt so die Mode.

Und daraus den Schluss gezogen:

In diesem Glaubenssystem sind langweilige, dumme und bösartige Kommentare unvermeidlich.

Ich glaube, man kann dieses Glaubenssystem nur durchbrechen, wenn man die verbindende Haltung in den Mittelpunkt rückt. So wie Magazin-Macher sich einen Slogan für ihr Heft ausdenken, müssen im Netz publizierende Journalisten eine Antwort darauf finden, was die unter ihren Texten diskutierenden Menschen eint. Sie müssen sich die Frage stellen: “Warum kommentieren die hier?” und daraus Schlüsse ziehen. Vor allem müssen sie ein positives Bild davon formen, wie sie die Debatte denn gerne hätten. Wie Print-Magazinmacher sich die Frage stellen, für wen sie ein Heft machen (und für wen nicht), müssen Netzpublizisten die Frage stellen, wessen Kommentare sie wünschen und wessen Kommentare eben nicht. Und am Ende sind sie dann in der Lage einen Slogan zu formulieren, der wie Werbung für die eigenen Kommentarbereiche funktioniert.

4. Wo es kein draußen gibt, wird niemals ein drinnen entstehen
Bisher ist die Klage über die mangelnde Qualität der Internet-Diskussionen oft darauf beschränkt, festzustellen, welche Kommentare man nicht möchte. Aber ohne das positive Beispiel wird sich keine Haltung formen lassen, die wie der Slogan eines Magazins, ein Drinnen und ein Draußen definiert. So wie das gemeinsame Interesse der Nutzer eines Fachforums dafür sorgt, dass zum Beispiel Angel-Freunde nicht plötzlich über die Vorteile eines 16-Zylinders diskutieren müssen, würde eine verbindene Community-Haltung auch aus dem Ruder laufende Netz-Debatten befrieden können. Denn an einem Ort, den die Diskutanten als ihren eigenen verstehen, setzen sie sich selber zur Wehr, wenn Störenfriede eindringen. Für die Ordnung an einem Ort, der ohnehin nicht gepflegt wird, fühlt man sich hingegen erstmal nicht zuständig.

Damit eine solche Gemeinschafts-Haltung entstehen kann, ist es unabdingbar notwendig, die gesichtslose Leserschaft als Community zu denken, die sich nicht einzig über Inhalte versammelt, sondern auch über Funktionen – wie zum Beispiel Leserkommentare.

5. Institutionen antworten nicht, Menschen schon
Aber auch die profesionellen Akteure müssen aus der Gesichtslosigkeit heraustreten. Journalistinnen und Journalisten müssen als Menschen aktiv in den Dialog eintreten, sonst wird dieser nicht gelingen. In dem Text Kommunikationskultur: Beherrsche dich, Nutzer! schildert ein Spiegel-Online-Autor wie er dann und wann die Leserpost Ernst nimmt, die ihn erreicht:

Manchmal mache ich mir den Spaß und beantworte so eine Schmiererei. Meistens beginnt meine Mail mit diesem Satz: “Sehr geehrter Herr XYZ, vielen Dank für Ihre konstruktive Kritik, aber…” Nicht selten folgt darauf eine Antwort, die so klingt: “O sorry, wer ahnt denn, dass das jemand liest.”

Wenn die kommentierenden Leser nicht mal ahnen, dass sie gelesen werden, wird ihnen umgekehrt nur schwer zu vermitteln sein, warum sie sich in dem, was sie schreiben, an Anstandsregeln halten sollen. Geschweige denn, warum sie mithelfen könnten, den Anstand in einem Diskussionsforum zu wahren. Diese Ahnung jedoch wird sich nur vermitteln, wenn man als Journalist antwortet.

Dazu muss man vielleicht die These von Heribert Prantl wörtlich nehmen, der schrieb, das Blog eines Journalisten sei seine Zeitung, sein Magazin oder sein Sender:

In jedem professionellen Journalisten steckt ein Blogger. Der Blog des professionellen Journalisten heißt FAZ oder SZ, Schweriner Volkszeitung oder Passauer Neue Presse, Deutschlandfunk oder Südwestradio. Der sogenannte klassische Journalist hat dort seinen Platz, und er hat ihn in der Regel deswegen, weil er klassische Fähigkeiten hat, die ihn und sein Produkt besonders auszeichnen.

Wenn die in der Art bloggenden Journalisten dann auch mit Leserkommentaren und Bezügen umgingen, wie es Blogger gewöhnlich tun: es entstünde ein etwas anderes, womöglich debattenfreundlicheres Klima.

Vergangene Woche jedenfalls lieferten sich die beiden Feuilletonisten Steinfeld und Seidl in der SZ und in der FAS ein durchaus amüsantes Duell, das etwa so ging: Steinfeld schrieb in der SZ über Charlotte Roches neues Buch (er findet es nicht gut), Seidl tat gleiches in der FAS (er findet es besser), stichelte dabei aber gegen den Kollegen und dessen Ausführungen über Sex. Man kann das leider im Netz nicht nachverfolgen, weil Seidls Besprechung nicht online steht. Stünde sie im Netz und würde sie wie ein Blog behandelt, man hätte unter den Texten (neben anderen Kommentaren) die Bezüge (Backlinks) der beiden Journalisten lesen können. Womöglich hätten sie sogar in den Kommentarfeldern weiter gestichelt – und den Lesern, die vielleicht auch kommentieren wollen, so ein positives Beispiel fürs Kommentieren gegeben. Sie hätten deren Fragen beantworten können und einem wirklichen Dialog den Weg ebenen können.

Freundschaft fotografiert von TrevinC unter CC-Lizenz auf Flickr.

6. Nicht der Klarname, sondern die soziale Gruppe sorgt für Qualität
Für einen solchen Dialog sind… [more]
Netz  Politik  Print  aktiver_rezipient  community  leserkommentare  soziales_wissen  from google
august 2011 by schmitz

related tags

20min.ch  aargauer_zeitung  aktiver_rezipient  anonymität  br  community  die_welt  facebook  falter.at  fap  forschung  geschichte  historiker  imdb  jeff_jarvis  job  kommentare  kommentarkultur  krieg  lampedusa  leserkommentare  lügenpresse  netz  no_billag  nzz.ch  nzz  online-kommentare  politik  print  rassismus  rolf_cavalli  socialmedia  soziales_wissen  spektrum  srf  tages-anzeiger  telepolis  trolle  ukraine  zeit_magazin 

Copy this bookmark:



description:


tags: