Journalism   130968

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How Fake News Turned a Small Town Upside Down - The New York Times
At the height of the 2016 election, exaggerated reports of a juvenile sex crime brought a media maelstrom to Twin Falls — one the Idaho city still hasn’t recovered from.
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9 hours ago by lehmannro
Über „Identitäre“ berichten, ohne ihnen auf den Leim zu gehen
Die angenommene Relevanz der „Identitären“ hat zwei Quellen: Zum Einen die Inszenierung und die Lautstärke, zum Anderen aber den trojanischen Konjunktiv. Der geht grob so: Wenn die „Identitären“ mit ihrer lässigen, popkulturell nicht ganz dämlichen Inszenierung rechtsradikaler Inhalte eines Tages zu einer veritablen Jugendkultur werden, dann hätte Deutschland ein Problem. Und ja: das stimmt. Dann hätte Deutschland ein Problem.

„Zeit Online“ hat in einem hervorragend recherchierten Artikel im Frühjahr zeigen können, dass die „Identitären“ mit ihren dutzenden Ortsgruppen und vielen Twitter- und Facebook-Accounts in ganz Deutschland über kaum mehr als hundert aktive Mitglieder gekommen sind – und selbst die stammen fast ausnahmslos aus neonazistischen Strukturen.

Die „Identitären“ sind also – Stand heute – vor allen Dingen ein mediales Phänomen und eine gar nicht so schwer zu durchschauende PR-Nummer. Allerdings eine, die deutlich an Relevanz gewonnen hat – weil Journalisten so aufgeregt darüber berichten.

Vierte Falle: Das Dröhnen

In der Summe führen der Konjunktiv, die Unsachlichkeit und die Inszenierung zu einem problematischen Sound in den meisten Beiträgen über die „Identitären“: Ein bisschen Hitlerjugend, ein bisschen Springerstiefel, ein bisschen Jugendkultur und dieses Dröhnen, das man aus den Zweiter-Weltkrieg-Dokumentationen aus dem Fernsehen kennt: schon hat man einen brauchbaren Spannungsbogen in seinem Bericht. Bloß: In diesem Duktus lassen sich weder die zahlenmäßige Relevanz, noch die inhaltliche Kompetenz der „Identitären“ wiedergeben. Wer seinen Beitrag über Sellner und seine Gruppe nämlich über die Gefährlichkeit anpreist, muss am Ende auch feststellen, dass es eine vielleicht kleine, aber ernstzunehmende Gefahr gibt – es wäre ebenso inkonsequent wie peinlich, am Anfang des Textes die große Gefahr zu beschwören um Ende zum Fazit zu kommen, dass es sich bei den „Identitären“ um eine medial vollkommen überbewertete Gurkentruppe mäßig nachdenklicher Ex-Nazis handelt.

Letzte Falle: Das Nazi-Paradox

A propos Nazis: Mit den Begrifflichkeiten muss man ärgerlicherweise auch sehr vorsichtig sein. Natürlich ist die „Identitäre Bewegung“ keine Bewegung, ganz einfach weil jeder Landesverband der Grünen Jugend mehr Mitglieder hat als die Rechtsradikalen in Halle und Wien. Aber sind das Nazis?

Während links der Mitte die Einschätzung relativ klar ist und jemand, der früher als Neonazi mit einem Antisemiten im Umfeld eines verbotenen Neonazi-Forums aktiv war und bis heute Menschen allein anhand ihre Herkunft bewertet, tendenziell als Nazi bezeichnet werden darf, wird es schon in konservativen Kreisen schwierig.

Sellner und Kubitschek haben nämlich eine erstaunlich schlichte, aber erfolgreiche Zwickmühle der Begrifflichkeit errichtet: Nennt man sie Nazis oder Neonazis, ziehen sie sich auf die Position „Lügenpresse“ zurück und unterstellen tendenziöse Berichterstattung und punkten damit im für sie relevanten politischen Bereich rechts der Mitte. Nennt man sie aber„Neue Rechte“, gewinnen sie an Berechtigung und Selbstverständlichkeit, weil ihre Radikalität unsichtbar wird.

Natürlich ist es manchmal eine Übung in großer Gelassenheit, all diese Fallen zu umgehen. Schließlich steckt dahinter Kalkül. Auch wenn es für liberal denkende Journalisten, denen Toleranz und Pluralismus ebenso wichtig sind wie eine wehrhafte Demokratie, erst einmal kontraintuitiv erscheint: Ein Eklat wie jüngst auf der Frankfurter Buchmesse schadet den neuen Rechtsradikalen um Martin Sellner und Götz Kubischek nicht, im Gegenteil.

Einerseits, weil sie jeder Eklat größer und wichtiger erscheinen lässt, als sie es tatsächlich sind. Andererseits, und das ist noch wichtiger, weil Sellner und Kubitschek so bequem die ganze Zeit über sich selbst, ihre vermeintliche Opferrolle und ihre Wichtigkeit sprechen können. Und nicht über konkrete Politik sprechen müssen. Und vor allem nicht über das, was ihre radikale, aber inhaltliche dürftige Vorstellung von einem anderen, intoleranten, abgeschotteten und reinrassigen Deutschland eigentlich ausmacht.

Statt schlicht über die Anwesenheit von Kubitscheks Verlag auf der Messe zu berichten, hätte man ja auch die Bücher und Hefte seines Kleinstverlages zur Hand nehmen können, um festzustellen: Vieles davon ist recht öde, schlecht geschrieben oder vollkommen an den Haaren herbeigezogener Unsinn.
Journalism  Media  Nazis  IdentitäreBewegung  MartinSellner  GötzKubitschek  db 
15 hours ago by walt74
Dark chocolate is now a health food. Here’s how that happened. - Vox
The Mars company has sponsored hundreds of scientific studies to show cocoa is good for you.
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22 hours ago by inspiral
The Power of Personalization - Nieman Reports
But journalists and technologists approach this info-filtering environment in fundamentally different ways. News organizations share information that is true and hopefully engaging. Technology companies like Google and Facebook enable the sharing of information that is engaging and hopefully true.
journalism 
yesterday by corrales
Judge Throws Out Charges Against Journalist Who Covered Dakota Access Pipeline – Mother Jones
A North Dakota judge on Monday dismissed the criminal charges that had been filed against a journalist over her reporting on a controversial oil pipeline project.

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Amy Goodman, host and executive producer of Democracy Now, was facing riot charges related to a report she filed earlier this month from a protest against the Dakota Access Pipeline. At a hearing Monday in Mandan, North Dakota, Judge John Grinsteiner ruled there was no probable cause to support the allegations, and he dismissed the case.
media  demonstration  NoDAPL  Amy_Goodman  journalism  SLAPP 
yesterday by Quercki

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